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Du bist, was du isst?!

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Aktuelle Ernährungsstile im Check

Glutenfrei, vegan oder doch lieber Paleo? Man bekommt den Eindruck, immer mehr Menschen leben heute nach einem speziellen Ernährungsstil. Manchmal verteidigen sie diesen auch sehr vehement. Gut zu wissen also, was sich jeweils dahinter verbirgt und für wen welche Ernährungsform gedacht ist.

Aktuelle Ernährungstrends

Nach einer repräsentativen Umfrage der Verbraucherzentrale NRW achtet etwa ein Drittel der befragten jungen Erwachsenen sehr auf die Ernährung, jeder Zehnte gibt sogar an, sich an strenge Ernährungsregeln zu halten. Besonders hoch im Kurs: eine fettarme (17 %), zuckerfreie (16 %) oder eine kohlenhydratarme Ernährung (13 %); 12 Prozent bezeichneten sich als Vegetarier und 5 Prozent als Veganer. Ernährungsphysiologisch ist dagegen nichts einzuwenden, solange der Speiseplan ausgewogen ist und alle lebenswichtigen Nährstoffe liefert. Das funktioniert bei manchen Kostformen wie einer veganen oder glutenfreien Ernährung jedoch nur mit viel Ernährungswissen und Disziplin. Und bezogen auf bspw. die glutenfreie Ernährung ist diese Anstrengung für Menschen, die Gluten problemlos vertragen, völlig unnötig.

Glutenfreie Lebensmittel – lebenswichtig bei Zöliakie

Das Image von Gluten und Weizen ist heute eher schlecht. Dafür haben nicht zuletzt Bestseller wie „Weizenwampe“ gesorgt und Berichte von Prominenten wie Miley Cyrus, die mit einer glutenfreien Diät abgenommen haben wollen. Tatsächlich ist eine glutenfreie Ernährung – also der konsequente Verzicht auf alle Getreidesorten und verarbeiteten Lebensmittel, die auch nur Spuren dieses Klebereiweißes enthalten – nicht für Gesunde gedacht. Und es gibt auch keine wissenschaftlichen Nachweise, dass sie davon profitieren. Im Gegenteil: Wer auf Gluten verzichtet, isst weniger ballaststoffreiche Vollkornprodukte, die wichtiger Bestandteil einer gesunderhaltenden Ernährung sind.

Ganz anders sieht es für Menschen mit einer Glutenintoleranz bzw. Zöliakie aus. Sie leiden an einer ernsthaften Stoffwechselerkrankung und müssen ihr Leben lang eine strenge glutenfreie Diät einhalten. Das betrifft jedoch nur 0,5 bis 1 Prozent der Deutschen. Für die ist der „Hype“ um eine glutenfreie Ernährung und die gestiegene Anzahl glutenfreier Produkte im Handel eine echte Erleichterung. Für Laien etwas verwirrend, für Betroffene jedoch lebenswichtig: Einige Hersteller "werben" mit "glutenfrei"- Hinweisen auf Lebensmitteln, die sowieso kein Weizen bzw. Gluten enthalten. Betroffene können damit auch Spuren von Gluten ausschließen.

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