information.medien.agrar e.V.

Das Lehrermagazin

Trinken für helle Köpfchen

Trinken für helle Köpfchen

Fit im Unterricht

Viele Kinder nehmen weniger Flüssigkeit auf, als sie benötigen, um .t und leistungsfähig zu sein. Und sie greifen oft zu gezuckerten Getränken, die keine geeigneten Durstlöscher sind. Wir geben Tipps fürs richtige Trinken: auf dem Pausenhof, in der Turnhalle und im Unterricht.

KEIN LEBEN OHNE WASSER

Der Mensch besteht überwiegend aus Wasser – je jünger, desto höher ist der Anteil am Körpergewicht: Bei Kindern und Jugendlichen liegt er um die 60 Prozent. Ohne Wasser läuft buchstäblich nichts. Es ist Hauptbestandteil unseres Blutes, das den ganzen Körper mit Nährstoen und Sauersto versorgt. Es ist Bausto von Organen und Geweben, Reaktionspartner im Stowechsel und reguliert als Kühlmittel die Körpertemperatur.

Daher ist ein ausgeglichener Wasserhaushalt extrem wichtig für eine optimale körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Die lassen bereits ab einem Flüssigkeitsverlust von zwei Prozent spürbar nach. Bei einem 9-jährigen Kind mit 30 kg Körpergewicht sind das gerade mal 600 ml. Weil sich die Durchblutung verschlechtert, werden Muskel- und Gehirnzellen nicht mehr optimal versorgt.

Erste sichtbare Zeichen sind Unkonzentriertheit im Unterricht und schnelles Ermüden bei Sport und Spiel. Ab einem Wasserverlust von drei Prozent spricht man von einer Dehydratation. Die geht mit starkem Durst, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verstopfung einher.

WAS KINDER BRAUCHEN

Kinder sind dafür besonders anfällig. Denn bezogen auf ihr Köpergewicht benötigen sie doppelt so viel Wasser wie Erwachsene. Für das Beispiel des 9-jährigen Kindes sind das etwa 60 ml/kg Körpergewicht/ Tag, also 1.800 ml Flüssigkeit insgesamt. Diese Zahl errechnet sich aus den Richtwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die Flüssigkeitszufuhr. Das über den Urin, Stuhl, Haut und Lunge abgegebene Wasser wird über feste Nahrungsmittel, Getränke und sogenanntes Oxidationswasser aus dem Stowechsel ersetzt. Über Getränke sollte dieses 9-jährige Kind rund einen Liter Flüssigkeit aufnehmen.

Ist es jedoch heiß oder geraten Kinder beim Toben oder Sport ins Schwitzen, steigt der Bedarf schnell über dieses Mindestmaß hinaus an – wenn warme Temperaturen und körperliche Aktivität zusammenkommen sogar auf das Doppelte oder mehr. Denn dann verdunstet der Körper große Mengen Wasser, um eine Überhitzung zu verhindern.

Normalerweise motiviert der Durst den Menschen zum Trinken und hält so die Wasserbilanz im Gleichgewicht. Ausgerechnet Kinder mit ihrem vergleichsweise großen Flüssigkeitsbedarf empfinden diesen Durst aber oft nicht so stark oder vergessen das Trinken. Manchmal ignorieren sie den Durst ganz bewusst, weil sie ihr Spiel nicht unterbrechen wollen oder es in der Schule nur in den Pausen erlaubt ist.

Daher empfehlen Ernährungswissenschaftler, Kinder bewusst an regelmäßiges Trinken zu gewöhnen. Eine gute Faustregel für GrundschülerInnen sind sechs Trinkportionen à 160 ml pro Tag (= kleiner Becher), um auf knapp 1 Liter zu kommen. In der Praxis fällt es vielen Kindern leichter, diese Menge über den Tag verteilt in kleineren Portionen zu erreichen. Dazu bietet sich das Trinken im Unterricht an.

Kontakt aufnehmen

  • i.m.a - information.medien.agrar e.V.
  • Wilhelmsaue 37, 10713 Berlin
  • Telefon: 030 8105602-0
  • Fax: 030 8105602-215