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Nachwachsende Rohstoffe im Alltag

Nachwachsende Rohstoffe im Alltag

Aufspüren, was nachwächst

Das Beantworten von Fragen zur Herkunft von Lebensmitteln wie Milch und Brot gehört zum Lehrplan in der Grundschule. Doch was ist mit den vielen täglichen Gebrauchsgegenständen wie Brotdose, Stifte und Papier? Mit diesem Baustein können die Kinder auch deren Herkunft hinterfragen und erfahren, was das mit unserer Land- und Forstwirtschaft zu tun hat.

"Wachsende" Bedeutung

Die Nachfrage nach Rohstoffen und Energie steigt weltweit. Gleichzeitig sind fossile Ressourcen endlich und ihre Nutzung trägt zum Klimawandel bei. In unserer heutigen Gesellschaft geht es daher immer mehr darum, Ressourcen einzusparen, diese ggf. zu ersetzen und gegen den Klimawandel und andere Umweltprobleme vorzugehen. Diese Themen sind in aller Munde und auch Kinder bekommen mit, dass es wichtig ist, z. B. Plastikmüll zu vermeiden oder Kraftstoffe einzusparen.

Natürliche Materialien und Rohstoffe wie Holz, Wolle oder Pflanzenöle liegen im Trend, was teilweise auch an den steigenden Anforderungen für Umweltstandards liegt. Die Hersteller besinnen sich deshalb vermehrt auf nachwachsende, oft schon lange bekannte Rohstoffe, entwickeln diese weiter oder erfinden Verfahren zur Herstellung ganz neuer biobasierter Werkstoffe (s. unten). Für Erzeuger und Verarbeiter, also auch die Landund Forstwirtschaft, ergeben sich daraus neue Absatzwege.

Dafür ist die Politik ein wichtiger Unterstützer. Sie befördert den Ersatz fossiler durch nachwachsende Rohstoffe und damit den Umbau der derzeitigen fossilbasierten Wirtschaft hin zu einer biobasierten und gleichzeitig nachhaltigen Wirtschaftsweise, der sogenannten Bioökonomie. Auch in einer biobasierten Wirtschaft gilt es, vorhandene Ressourcen und deren Kapazitäten optimal zu nutzen und z. B. einer Flächenverschwendung vorzubeugen. So sollten die aus der Land- und Forstwirtschaft stammenden Rohstoffe vollständig verarbeitet und möglichst mehrfach genutzt werden (sog. Kaskadennutzung). Effizient ist es auch, biogene Reststoffe zu verwerten, z. B. Bioabfälle oder Grünschnitt von Straßenbäumen in Energie umzuwandeln.

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