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Spielregeln für Tischkultur - guter Umgang macht Sinn

Spielregeln für Tischkultur - guter Umgang macht Sinn
Der Tisch als Treffpunkt

Tischsitten erfüllen keinen Selbstzweck, sondern gehören zu den Alltagskompetenzen. Sie sind Spielregeln, die dazu dienen, den Ablauf einer Mahlzeit für alle so angenehm wie möglich zu gestalten. Und sie vermitteln Sicherheit in der Tischgemeinschaft. Es geht v. a. darum, Tisch, Hände und Kleidung sauber zu halten, Lebensmittel wertzuschätzen und seinen Mitmenschen zumindest unschöne Geräusche und Anblicke zu ersparen. So wird eine positive Atmosphäre bei Tisch geschaffen, von der alle profitieren. Auch Kinder erkennen das schnell.

Gemeinsames Essen hat eine große soziale Bedeutung, insbesondere für die Entwicklung der Kinder. Im Alltag ist es oft die wichtigste Gesprächsgelegenheit aller Familienmitglieder. Handys und Unterhaltungselektronik von TV bis Tablet stören dabei – ebenso wie Buch oder Zeitung, Kopfhörer oder Spielzeug.

Damit alle EssensteilnehmerInnen die Tischregeln einhalten, sollten diese von klein auf erlernt werden. Vom Kleinkind zum Schulkind entwickeln sich die motorischen Fähigkeiten und damit auch der Anspruch an das Verhalten bei Mahlzeiten. Betreuer- Innen und Lehrkräfte berichten jedoch das Gegenteil: Immer mehr Kinder und Jugendliche können und wollen diese Grundregeln nicht anwenden.

Daher ist es nötig, den SchülerInnen bewusst zu machen, dass Tischsitten in ihrem Interesse sind: Pflegen alle am Tisch einen guten Umgang, wird es ruhiger. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das Essen und das eigene Körpergefühl. Essen mit Genuss und gemäß des Hunger- und Sättigungsgefühls macht Freude und fördert die Gesundheit. Außerdem werden weniger Lebensmittel verschwendet.

Sauber und gesund

Am einfachsten zu begründen und zu vermitteln sind sicher Tischmanieren, die der Hygiene und Gesundheit dienen. Das Essen am Tisch verhindert, dass Krümel und Kleckser andere Teile der Einrichtung verschmutzen. Der Tisch ist sauber, die Hände werden vor dem Decken des Tisches bzw. vor dem Essen gründlich gewaschen. Lange Haare gehören so frisiert, dass sie nicht ins Essen fallen. Handys sind auch deshalb am Tisch tabu, weil sie viele Keime von überall her an den Tisch bringen.

Jeder speist vom eigenen Geschirr und Besteck. Wer sich etwas zu essen nimmt, nutzt Vorlegebesteck. Es gehört in passender Größe in alle Schüsseln, Gabeln an die Wurst- und Käseplatten und z. B. Löffel in Marmeladengläser. Brot und Brötchen nimmt man mit der Hand oder Zange aus dem Korb, ohne andere Stücke zu berühren. Es ist zurecht verpönt, etwas anzubeißen und weiterzugeben. Gute Tischhygiene hilft Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Natürlich gehört es sich nicht, mit Essen zu spielen oder gar zu werfen.

Nur wer mit geschlossenem Mund kaut und mit leerem Mund spricht, riskiert nicht, sein Gegenüber anzuspucken. Daher auch bei heißen Speisen nicht pusten, sondern warten und vorsichtig testen. Damit beim Trinken keine Essensreste ins Glas gelangen, immer erst schlucken und den Mund leeren. Am besten mit einer Serviette den Mund abtupfen. Wem doch Krümel ins Glas huschen, versucht unauffällig auszutrinken. Die Serviette dient nie als Taschentuch. Sie liegt während des Essens auf dem Schoß. Bei Fingerfood wischt man seine Finger daran ab – denn egal wie lecker es ist, Fingerablecken ist (leider) nicht erlaubt. Zum Naseputzen wendet man sich ab und benutzt ein Taschentuch...

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