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Apfelsorten erhalten und züchten Beliebt

Apfelsorten erhalten und züchten

Von alt bis neu - von regional bis international

Der Apfel ist das wichtigste Obstgehölz unserer gemäßigten Klimazone. Seine Kulturgeschichte reicht weit zurück und schreibt sich stetig weiter: Heute gibt es weltweit etwa 20.000 Apfelsorten. Warum gibt es diese Vielfalt? Und wie entsteht überhaupt eine neue Apfelsorte?

Rosige Geschichte

Die Geschichte der Obstart Apfel und seiner Vorläufer beginnt vor ca. 2,6 Mio. Jahren. Die Ahnen unserer heutigen Kultursorten stammen aus dem Kaukasus und Altai und kamen in der Antike zu uns. Durch zufällige Kreuzungen in der Natur und natürliche Auslese entwickelten die Pflanzen essbare Formen und wurden schließlich bewusst in Gärten und Siedlungen gepflanzt. Apfelbäume bilden im Frühjahr weiße bis rosarote Blüten, noch bevor das Laub wächst. Aus der Blütenachse wächst eine (Schein-)Frucht mit Kernen im Gehäuse, die bis in den Spätsommer und Herbst reift. Schon im Mittelalter wurden Bäume mit gut schmeckenden Früchten gezielt vermehrt und angebaut, wenn auch mit einer anderen Methode als heute. Die Züchtung und Vermehrung erfolgten anfangs v. a. in Klöstern (z. B. neue Sorten von Kreuzzügen), später begeisterten sich auch Bürger und Adlige dafür. Manche Herrscher befahlen zur Nahrungssicherung den Obstanbau per Gesetz.

Vor ca. 400 Jahren begann man, Obstbäume auf Viehweiden zu pflanzen. Solche Streuobstwiesen finden sich bis heute in der Landschaft, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß. Vor über 100 Jahren erreichte der deutsche Obstanbau flächenmäßig seinen Höhepunkt, seinerzeit meist zur Selbstversorgung. Seit 70 Jahren vollzieht sich ein Strukturwandel hin zu einem professionellen Anbau auf Plantagen, wie beispielsweise im Alten Land bei Hamburg oder in der Bodenseeregion.

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