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Der Traktor

Der Traktor

Starker Helfer für jeden Hof

Ohne ihn geht nichts. Denn mit ihm zieht der Landwirt Geräte über den Acker oder bewegt schwere Lasten auf dem Hof. Deswegen nennt man die Maschine auch Traktor, Trecker oder Schlepper. Sie ist vielseitig und unersetzbar – und beeindruckend für Groß und Klein.

EINER FÜR ALLE

Der Name des Traktors stammt von dem lateinischen Wort „trahere“ ab und bedeutet „ziehen“. Das Ziehen ist auch die ursprüngliche Aufgabe des Schleppers, darüber hinaus sind im Laufe der Zeit viele weitere wichtige Fähigkeiten hinzugekommen, z. B. das Antreiben von Maschinen.

Der Landwirt kann an seinen Traktor sowohl vorne als auch hinten seine Maschinen und Geräte anhängen bzw. ankuppeln: zum Heben, Schieben und Ziehen. Dadurch kann er zwei Arbeitsgänge auf dem Feld bei einer Überfahrt erledigen, z. B. die Bodenvorbereitung und Aussaat von Getreide. Außerdem gibt es Traktoren mit Frontladern, die eine Schaufel oder eine Gabel besitzen, ähnlich wie ein Radlader.

Traktoren kommen für Arbeiten zu allen Jahreszeiten zum Einsatz. Der Landwirt nutzt sie auch für Transporte, wie z. B. für den Abtransport der geernteten Körner, Rüben oder Kartoeln vom Feld zum Hof oder direkt zum Landhandel. Er benötigt den Trecker zudem, um Futter für die Tiere zu ernten (Gras mähen, Heu pressen etc.), das Fahrsilo zu verdichten (mit Silage für Futter oder Biogas) und um die Tiere zu füttern (Futtermischwagen, Futter anschieben).

Auch außerhalb der klassischen Landwirtschaft werden Traktoren gebraucht: im Garten- und Obstbau, im Weinbau, in der Forstwirtschaft, auf Flughäfen, bei Kommunalbetrieben oder im Bauwesen (z. B. Winterdienst und Straßenbau). Deshalb gibt es auch zahlreiche unterschiedliche Modelle in vielen Größen für die verschiedenen Einsatzbereiche. So muss ein Trecker für den Obst- oder Weinbau bspw. sehr schmal sein, damit er zwischen den Baum-, Sträucher- und Rebenreihen problemlos fahren kann. Man nennt diese Traktoren Schmalspur- oder Plantagenschlepper.

INTELLIGENTE TECHNIK

Ein Schlepper ist im Jahr durchschnittlich etwa 1.000 Stunden im Einsatz. Der Klassiker ist ein Traktor mit Frontlader, denn er kann sowohl für Ladearbeiten als auch für Arbeiten auf dem Feld eingesetzt werden. Die Landwirte besitzen in der Regel mehrere Schlepper, da sie zu den Arbeitsspitzen wie z. B. in der Erntezeit mehrere gleichzeitig benötigen. Denn diese Arbeiten müssen schnell und von mehreren Personen erledigt werden, bevor das Wetter wieder umschlägt und es in die Ernte regnet. Aber jede Maschine kostet Geld und muss entsprechend unterhalten werden. Daher ist es wichtig, dass ein Traktor vielseitig einsetzbar ist und der Landwirt mit ihm auch verschiedene Arbeiten erledigen kann. Dafür muss seine Kupplung auch an möglichst viele seiner Geräte und Anbauten passen – hydraulisch und elektrisch. Denn in der heutigen Zeit sind Schlepper zunehmend mit Elektronik und Software zur Gerätesteuerung und Datenerfassung ausgestattet.

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