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So wachsen Trauben

So wachsen Trauben
Der Saft der Reben – sei er vergoren oder nicht, ist ein edles Getränk mit langer Tradition. Höchste Zeit, diese besondere Kultur in ihrem Jahreslauf kennen zu lernen.
Die Edle Weinrebe

Die Pflanze Vitis vinifera bildet als kletternder Strauch lange Ranken mit großem Laub und Rispen als Fruchtständen. Bereits seit 10.000 Jahren gewinnt der Mensch Saft aus Weintrauben. Die einzelnen Früchte des Fruchtstandes heißen botanisch Weinbeeren, nicht Trauben. Im Weinbau werden die Blütenstände Gescheine genannt. Heute sind rund 16.000 Rebsorten bekannt. Es gibt „weiße“ Rebsorten mit grünen bis gelben Beeren und „rote“ Rebsorten mit roten bis dunkelblauen Beeren. Die Sorten an der Obsttheke zum Frischverzehr zählen zu den Tafeltrauben. Die Beeren sollen groß, saftreich und zartschalig sowie arm an oder frei von Kernen sein sowie früh reifen. Getrocknet ergeben sie Rosinen. Keltertrauben hingegen  bezeichnen alle Sorten, die zu Wein, Traubensaft u. Ä. verarbeitet werden. Beim Keltern (Pressen) gewinnt man aus den Trauben Most (Traubensaft), der anschließend zu Wein vergoren wird. Der Pressrückstand der Weinbereitung (Trester) wird teilweise zu Bränden weiterverarbeitet und größtenteils als Dünger zurück in die Weinberge gebracht. Aus den Kernen kann Traubenkernöl gewonnen werden. Insgesamt gibt es 13 Weinanbaugebiete in Deutschland. Zusammen ergeben sie etwa 100.000 Hektar Rebfläche. Tafeltrauben kommen fast komplett aus dem Ausland.

Der Rebstock

Die Kultivierung von Reben erfordert besondere Umwelt- und Klimabedingungen. Das Gebiet sollte mindestens1. 300 Sonnenstunden im Jahr, durchschnittlich 18 Grad Celsius in der Wachstumsphase und jährliche Niederschläge von mindestens 400 bis 500 Millimeter erreichen. In deutschen Weinbergen wachsen etwa 140 verschiedene Sorten Weinreben, davon etwa doppelt so viele weiße wie rote Sorten. Die einzelne Pflanze nennt man Rebstock. Im Weinbau kann er auch mit einem Alter von über 20 Jahren noch ausreichend Erträge bringen. Ein Rahmen aus Drähten und Pfählen gibt den Reben Halt. Der untere Teil der Rebe heißt Stamm, weiter oben entspringen die Ruten. An diesen Ruten sitzen die Knospen, die sogenannten Augen, aus denen die Triebe mit den Blättern und den Blüten- bzw. Fruchtständen sprießen. Versorgt wird die Rebe durch die bis zu 15 m tief wachsenden Wurzeln. Seit der Reblausplage Ende des 19. Jh. werden alle Europäischen Ertragsrebsorten auf resistente, amerikanische Unterlagen gepfropft.

Das Weinjahr beginnt

Das Arbeitsjahr der WinzerInnen beginnt mit dem Schneiden der Reben im Winter. Dabei wird aus den einjährigen Trieben eine sogenannte Fruchtrute ausgewählt, aus deren Augen im nächsten Jahr wieder neue Triebe mit Trauben wachsen sollen ...

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