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AgriLexikon

Lexikon für Begriffe aus der Landwirtschaft
Es wurden 853 Einträge gefunden.
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Begriff Definition
Wintergerste
Siehe Gerste und Wintergetreide.
Synonyme - Wintergerste
Windeier
Wind- oder Fließeier werden mit extrem dünner bzw. überhaupt nicht ausgebildeter Eierschale gelegt und laufen meist beim oder kurz nach dem Legen aus. Sie entstehen durch eine Drüsenstörung im Legetrakt wodurch die Einlagerung von Kalk verhindert wird.
Synonyme - Windei
Wiese
Grünland mit Gräsern und Wildpflanzen das mehrfach im Jahr zur Gewinnung von Heu und Silage gemäht wird.
Auf intensiv genutzten reichlich gedüngten Wiesen ist die Zahl der Grasarten geringer und der Insektenbesatz niedriger. Solche Wiesen können aber mehrmals im Jahr gemäht werden. Der getrocknete erste Schnitt wird Heu alle weiteren Grummet genannt. Wiesen gehören zur Kulturlandschaft. Sie erfordern ein regelmäßiges Mähen weil sonst nach kurzer Zeit Büsche und Bäume sprießen würden (Landschaftspflege). Siehe auch Weide und Überblick.
Synonyme - Wiese
Wiederkäuer
  • Rinder
  • Schafe
  • Ziegen
  • Hirsche
  • Rehe
  • Antilopen
  • Giraffen und
  • Gazellen
 gehören zur Gruppe der Wiederkäuer.
Das für die pflanzliche Ernährung angepasste Verdauungssystem hat neben dem normalen Magen (Labmagen) noch mehrere Vormägen (Pansen- Netz- und Blättermagen).
Wiederkäuer fressen Gras und Kräuter aber auch andere pflanzliche Stoffe wie Baumrinde die wenig Nährstoffe und viel unverdauliche Zellulose enthalten. Die so aufgenommene Nahrung wird im Pansen der bis zu 180 l Inhalt haben kann von Mikroorganismen chemisch aufgeschlossenen. Im  Netzmagen werden große  und zu grob zerkleinerte Nahrungsbestandteile zurückgehalten und anschließend  wieder zurückgewürgt damit sie nochmals gekaut werden können. Die so vorbereiteten Bestandteile  gelangen in den Blättermagen wo der Nahrungsbrei eingedickt wird.  Schließlich kommt der Nahrungsbrei in den Labmagen wo die Verdauung vor allem von Eiweißen und Fetten durch körpereigene Enzyme erfolgt. Im sehr langen Darm werden die Nährstoffe aufgenommen.
So können Wiederkäuer minderwertiges Futter verwerten. Frei lebende Wiederkäuer können so ihre Nahrung in kurzer Zeit abrupfen um sie dann geschützt und in Ruhe aufzubereiten und zu verdauen.
Synonyme - Wiederkäuer
Werfen
anderes Wort für gebären (siehe auch Geburt).
Synonyme - Werfen
Wender
Gerät das gemähtes Gras auf dem Feld wendet und damit besser und schneller trocknen lässt (Bilder dazu siehe Heu).
Synonyme - Wender
Weltmarkt und Weltmarktpreis
Weltmarkt und Weltmarktpreise bestimmen heute die Wirtschaft in allen Ländern (Globalisierung). Eine Besonderheit dabei ist der Weltmarkt für Agrarprodukte.
Während für viele Industrieprodukte ein Handel zwischen Ländern in unterschiedlichen Erdteilen stattfindet der zum Teil einen erheblichen Umfang hat ist die Menge der auf dem Weltagrarmarkt gehandelten landwirtschaftlichen Produkte relativ klein. Schon eine Versorgung mittelgroßer Staaten mit Nahrungsmitteln nur aus dem Weltmarkt würde Mengen- und vor allem Preisprobleme mit sich bringen.
Nur Spezialprodukte wie Kaffee Tee Kakao Südfrüchte oder Bananen werden in größeren Mengen gehandelt. Sonst komzentriert  sich der Welthandel mit Agrarprodukten vor allem auf Futtermittel für Vieh in Industriestaaten. Die Preise werden dabei von den Industriestaaten oft – je nach Interesse – nach oben oder nach unten manipuliert z.B um gegebenenfalls Überschussmengen abzustoßen und so Lagerkosten zu sparen oder aus einer relativen Monopolstellung Gewinn zu erzielen.
In der Europäischen Union (EU) wird heute  daher ein hoher Selbstversorgungsgrad mit Nahrungsmitteln zu angemessenen stabilen Preisen angestrebt. Früher wurden  überschüssige Mengen der europäischen Landwirtschaft aufgekauft und dann zum Teil zu Preisen unter den Aufkauf- oder Herstellungskosten auf den Weltmarkt geschleust. Die GAP der EU macht durch Abbau der Marktstützungen und hohe Direktzahlungen den Weltmarkt etwas transparenter. Siehe dazu auch Welthandelsorganisation (WTO).
Durch Spekulationen gibt es heute auf dem Weltagrarmarkt bisweilen Situationen die zu schweren Ungleichgewichten führen könnten.
Synonyme - Weltmarkt und Weltmarktpreis
Welthandelsorganisation (WTO World Trade Organization)
1995 wurde das 1947 geschlossene allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT) in ein Forum für ständige Verhandlungen über alle handelspolitisch relevanten Fragen die Welthandelsorganisation (WTO) umgewandelt. 23 Staaten gründeten das GATT. Die WTO hat heute 161 Mitglieder. Die Mitglieder bestreiten über 90 % des Welthandels.
Hauptziel ist der internationale Freihandel.
Die WTO hat ihren Sitz in Genf und soll für die Durchführung und Weiterentwicklung des Vertragswerkes sorgen. Dazu gehört unter anderem Überprüfung der Handelspolitik Streitschlichtungsverfahren Zusammenarbeit mit anderen internationalen Organisationen insbesondere mit dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. Auch handelsrelevante Fragen im Zusammenhang mit Umweltproblemen werden in Genf behandelt. Deregulierung Privatisierung Gleichbehandlung Kooperation und Berücksichtigung gegenseitiger Interessen sind auch Ziele. Nicht zuletzt greift die WTO in den Weltmarkt für Agrarprodukte ein.
Dazu gab es von 1986 bis 1994 die sogenannte Uruguay-Runde mit dem Ziel Zölle mengenmäßige Handelsbeschränkungen und Diskriminierungen im internationalen Handel abzubauen nationale Vorschriften über Subventionen Antidumping und technische Handelshemmnisse die zur Verfälschung des internationalen Wettbewerbs führen könnten zu verhindern. 1999 und 2003 gab es Verhandlungen in Seattle und Cancun. Eine Handelsrunde begann 2001 in Doha. Im Dezember 2005 ist die Handelskonferenz in Hongkong nach harten Verhandlungen mit einem Kompromiss zu Ende gegangen.
Die EU hat danach nur bis 2013  noch Agrar-Exportsubventionen in Höhe von drei Milliarden Euro geleistet. Zunächst war in den Verhandlungen das Jahr 2010 gewünscht worden was die EU ablehnte weil die europäische Agrarreform bis 2013 lief. Die EU war erst zu einem Kompromiss bereit nachdem die USA zugesichert hatte Exportkredite für Farmer zu begrenzen und die Nahrungsmittelhilfe an arme Länder zu beschränken.
Mit der GAP kommt die EU den Bestrebungen in der WTO sehr entgegen den Entwicklungsländern den Zugang zu den europäischen Märkten für Agrarprodukte zu erleichtern. Durch die Entkoppelung werden handelsverzerrende Stützungen der Agrarpreise abgebaut. Seit 2000 haben außerdem die AKP-Staaten für praktisch alle Produkte freien Zugang zum Markt der EU. Auch für die Gruppe der 49 ärmsten Länder der Erde gewährt die EU seit 2001 wichtige Handelsvorteile.
Die Arbeit der WTO als reiner Handelsorganisation wird  heute aus ökonomischer und gesellschaftspolitischer Sicht  immer schwieriger. Auch ist es ein Problem  Handelsfragen ohne Berücksichtigung ökologischer Entwicklungen zu sehen. 
Die 161 Teilnehmerstaaten der Welthandelskonferenz haben sich - unerwartet - in der Sitzung  auf Bali  Ende 2013 auf das erste große Abkommen zur Liberalisierung des globalen Handels seit fast 20 Jahren verständigt. Dazu gehört ein Subventionsabbau im Agrarhandel sowie Verbesserungen für Entwicklungsländer. Im Sommer 2014 blockierte Indien die Realisierung.Im November 2014 wurde allerdings ein Handelsabkommen mit den 161 Mitgliedsstaaten abgeschlossen.
Experten gehen davon aus dass die Umsetzung des Bali-Paketes einen weltweiten Wachstumsschub im Umfang von bis einer Billion Dollar ermöglichen kann. Ob und wann die Umsetzung erfolgt ist weiterhin - vor allem durch die Blockade Indiens - nicht sicher.
Auch die Sanktionen gegen Rußland wegen der Anexion der Krim zeigen Auswirkungen.
Synonyme - WTO
Welternährung
Der Begriff Welternährung wird erst seit dem 20. Jh. gebraucht.
Noch immer leiden weltweit fast 1 Milliarde Menschen – von  bald 8 Milliarden auf der Erde – an Hunger. Jedes Jahr sterben beinahe 9 Millionen Menschen durch Hunger  alle 15 Sekunden ein Kind.  50 % der Hungernden sind Kleinbauern die sich von dem ernähren müssen was sie selbst anbauen. Wenn ihre Ernte schlecht ausfällt und nicht für sie reicht oder wenn sie schlechte Preise für ihre Produkte bekommen leiden sie Hunger. Weitere 20 % der Hungernden sind landlose Landarbeiter   20 % leben in Elendsvierteln der Städte   10 % sind Fischer und Viehzüchter.
Bis zum Beginn der Kolonialisierung gab es in mehr oder weniger abgeschlossenen voneinander getrennt existierenden Regionen auch durch Unwetter Schädlings- oder Seuchenbefall oft Hungersnöte.
Heute könnte die gesamte Menschheit – rein theoretisch – ausreichend ernährt werden. Dass dies nicht geschieht hängt von Geld- Transport- und Verteilungsproblemen Kriegen und politischen Entscheidungen ab.
Der Produktionsfaktor Boden ist in vielen Regionen der Welt nur in unzureichender Qualität und/oder in unzureichendem Umfang vorhanden. Oft herrscht auch Mangel an Wasser (siehe Wasserbedarf). In vielen Ländern ist die Ausrüstung mit Kapital d.h. sowohl mit Maschinen und Saatgut als auch mit Vieh höchst unzureichend. Weil es in der Welt kaum funktionierende Märkte für Agrarprodukte gibt können Entwicklungsländer ihre Produkte häufig nicht zu angemessenen Preisen absetzen ( siehe Welthandelsorganisation/WTO). Auf der anderen Seite werden Futtermittel aus Entwicklungsländern für die Veredlungswirtschaft in Europa importiert. Eine nachhaltige Sicherung der Welternährung wäre nur möglich wenn Handelshemmnisse beseitigt gleiche Marktbedingungen geschaffen die Erzeugung und Verarbeitung von gewonnenen Produkten in den Entwicklungsländern gefördert und das Bevölkerungswachstum sich verlangsamen würden. Außerdem müsste kontrolliert werden dass keine Gelder für Entwicklungshilfe in Rüstung oder „private Taschen“ fließen. -  Auch Spekulationen mit Nahrungsmitteln - wirken sich  negativ aus.
Nur knapp ein Viertel der Böden sind ohne Einschränkung zum Anbau landwirtschaftlicher Produkte geeignet ein weiteres Viertel ist zu trocken der Rest  bringt wegen schlechter Lage oder zu starker Kälte nur geringe Erträge. Täglich gehen Böden durch Bebauung oder anderweitige Nutzung verloren.
Die Wirtschaftskrise (2008 2009 2010) verstärkte die Probleme dramatisch. Dass die Eurokrise (2014/2015) sich auch auswirkt ist sicher.
Synonyme - Welternährung
Weizen
Nach Mais die weltweit wichtigste Getreideart. Weizen wird in Deutschland hauptsächlich als Wintergetreide angebaut und als Futter- und Brotweizen verwendet. 
Synonyme - Weizen
Weißbuch der Lebensmittelsicherheit
Das am 12. Januar 2000 von der Kommission der EU aufgelegte Weißbuch über Lebensmittelsicherheit legt dar was im Sinne einer vorausschauenden neuen Lebensmittelpolitik getan werden soll: Novellierung der bisherigen Rechtsvorschriften und ihre Ausgestaltung zu einem kohärenten und transparenten Regelwerk Verschärfung der Kontrollen vom Erzeuger bis zum Verkauf an Endverbraucher und schließlich bessere Nutzung  wissenschaftlicher Gutachten.
Die Strategie der EU für Lebensmittelsicherheit soll Folgendes gewährleisten:
  1. Lebensmittel und Tierfutter die gesundheitlich unbedenklich und nahrhaft sind
  2. Tiergesundheit Tier- und Pflanzenschutz auf hohem Niveau
  3. ausreichend transparente Informationen über Ursprung Inhaltsstoffe Kennzeichnung und Verwendung von Lebensmitteln
Zweck dieser Maßnahmen ist die Sicherstellung eines hohen Niveaus von Verbraucherschutz und Gesundheit. Das Weißbuch setzt folgende strategische Schwerpunkte: Einrichtung einer Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit; konsequente lebensmittelrechtliche Erfassung der gesamten Versorgungskette vom Erzeuger bis zum Verbraucher; Durchsetzung des Prinzips dem zufolge die Unbedenklichkeit von Lebensmitteln an erster Stelle in die Verantwortung der Akteure der Lebensmittelwirtschaft fällt die zu überwachen den EU-Mitgliedstaaten obliegen soll während es Aufgabe der Europäischen Kommission wäre anhand von Audits und Kontrollen zu prüfen inwiefern die Mitgliedstaaten ihrer Aufsichtspflicht nachkommen.
Die  Behörde für Lebensmittelsicherheit der EU ist inzwischen errichtet. Siehe dazu EFSA.
Synonyme - Weißbuch der Lebensmittelsicherheit
Weidepflege
umfasst verschiedene Maßnahmen damit über mehrere Jahre nur die gewünschten Gräser und Kräuter auf Wiese und Weide wachsen. Maßnahmen sind z.B. das Verteilen von Maulwurfshügeln das Kurzmähen vor dem Vegetationsende oder auch das Nachsäen von Kahlstellen.
Synonyme - Weidepflege
Weide
Landwirtschaftliches Grünland auf dem das Vieh weidet (grast).
Im Gegensatz zur Wiese wird die Weide nicht gemäht um Futter für die Tiere zu gewinnen. Der Aufwuchs wird direkt von den Tieren abgefressen.
Weiden werden meist eingezäunt um Unfälle mit freilaufendem Vieh zu vermeiden. Sie werden dann auch Koppeln genannt. Die Zäune sind zum Teil elektrisch gesichert. Es gibt auch eine sichere Agrenzung durch Hecken. 
Siehe auch Überblick.
Synonyme - Weide
Wasserschutz
Das Wasser ist eine Lebensgrundlagen für alle Menschen Tiere und Pflanzen.  Obwohl in Deutschland  jährlich ausreichend Niederschläge günstig verteilt auf das ganze Jahr fallen und die Neubildung von Grundwasser recht hoch ist bedarf es eines umfassenden Wasserschutzes. Für die Neubildung des Grundwassers sind die durch Grünland und Acker genutzten landwirtschaftlichen Flächen besonders wichtig. Je Quadratmeter  landwirtschaftlicher Nutzfläche versickern jährlich etwa 200 Liter der insgesamt 750 Liter die durchschnittlich als Niederschläge fallen. Zwei Millionen Liter Wasser gelangen somit pro Hektar ins Grundwasser. Das versickernde Wasser erhält seine Inhaltsstoffe hauptsächlich beim Versickern durch den Boden.  Landwirte sorgen  dafür mögliche Belastungen des Wassers durch unerwünschte Stoffeinträge so gering wie möglich zu halten. Düngemittel und Pflanzenschutzmittel werden so eingesetzt dass die  Qualität des Wassers gewahrt bleibt. Im 'Integrierten Pflanzenbau' erfolgt eine umweltschonende Bodenbewirtschaftung: Konsequent wenden Landwirte dabei Dünge- und Pflanzenschutzmittel nur nach dem wirklichen Bedarf an; dazu wird z.B. die Nährstoffversorgung der Böden regelmäßig analysiert. Auf EU - Recht basierend gilt in Deutschland die Trinkwasserverordnung in der Fassung von 2012. Siehe auch Trinkwasser.
Synonyme - Wasserschutz
Wasserrahmenrichtlinie
Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) soll die Wasserpolitik innerhalb der EU vereinheitlichen mit dem Ziel einer nachhaltigen umweltverträglichen Wassernutzung. Die 2000 beschlossene Richtlinie wurde durch das Wasserhaushaltsgesetz von 2009 Bundesrecht.
Auch Einträge der Landwirtschaft in Oberflächen- oder Grundwasser sollen erfasst und kontrolliert werden mit dem Ziel einer dauerhaft guten Wasserqualität.
Synonyme - Wasserrahmenrichtlinie
Wasserbetten
sind dünne wassergefüllte Matten für Kühe im Liegebereich von Laufställen die den Liegekomfort der Tiere erhöhen. Diese Luxusvariante der Liegeflächengestaltung ist aber aufgrund der hohen Kosten nicht sehr weit verbreitet. Erwiesen ist jedoch dass gerade hochleistende Kühe durch den Liegekomfort häufig mehr Milch geben gesünder sind und sich sehr wohlfühlen.
Synonyme - Wasserbett
Wasserbedarf
Wasser wird nicht verbraucht sondern nur gebraucht. Es befindet sich nach dem Gebrauch z.B. in einer Frucht im Fleisch in der Luft im Boden  oder auch im Abwasser wieder und wird schließlich wieder Wasser was gebraucht werden kann.
Alle Pflanzen brauchen Wasser weil nur in Wasser gelöste Nährstoffe aufgenommen werden können. Der Zeitpunkt des höchsten Wasserbedarfs ist bei den einzelnen Nutzpflanzen unterschiedlich. Am meisten Wasser benötigen Sonderkulturen die oft bewässert oder künstlich beregnet werden müssen. Gartenbaubetriebe verfügen für Freiland- und Gewächshauskulturen über spezielle Bewässerungssysteme.
In der Landwirtschaft werden Beregnungsmaschinen beispielsweise im Feldgemüse- oder Kartoffelanbau z.T. aus Flüssen oder Seen gespeist   eingesetzt (siehe auch Trinkwasser).
Auch Tiere benötigen Wasser das sie zum Teil trinken zum Teil mit der Nahrung aufnehmen. Sie scheiden aber den größten Teil des aufgenommenen Wassers wieder aus.
Wasser das zur Herstellung eines Gutes insgesamt gebraucht wird wird  heute auch virtuelles Wasser genannt.
Nach Deutschland werden landwirtschaftliche Produkte importiert für deren Herstellung - in anderen Ländern -  sog. virtuelles Wasser notwendig war das jedoch zum größten Teil nicht nach Deutschland eingeführt wird. sondern im Herstellungsland in irgend einer Form bleibt. . Deutschland gehört zu den zehn größten Importeuren von virtuellem Wasser.
Für die Produktion von 1 kg Weizen werden über 1.000 l virtuelles Wasser benötigt die im Regelfalle aus Regen und Grundwasser stammen. Für 1 kg Rindfleisch sind etwa 15.000 l virtuelles Wasser notwendig wobei nur etwa 1 % vom Rind gesoffen werden der Rest wird bei der Herstellung des Futters gebraucht. 
Siehe auch Überblick.
Synonyme - Wasserbedarf
Wartezeit
oder Karenzzeit nennt man den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum zwischen der letzten Anwendung eines Pflanzenschutzmittels oder Tierarzneimittels und der Ernte bzw. Schlachtung. Etwaige Reste des Mittels in und auf der Pflanze bzw. im oder am Tier müssen so weit abgebaut sein dass sie unter der aus Vorsorgegründen für die menschliche Gesundheit geduldeten Höchstmenge liegen. Die Länge der Wartezeit ist für jedes Mittel in der Gebrauchsanleitung angegeben und wird regelmäßig überprüft.
Synonyme - Wartezeit
Warndienst
Die kurzfristige Vorhersage des massierten Auftretens von Schädlingen und Krankheiten ist für Landwirte sinnvoll. Damit kann eine gezielte wirtschaftlich sinnvolle und ökologisch akzeptable Anwendung von Pflanzenschutzmitteln erreicht werden.
Die Verbreitung dieser Informationen wird vom amtlichen Pflanzenschutzdienst über die einschlägige Presse Rundfunk und Telefon sowie durch schriftliche Benachrichtigungen (z.B. auch über Fax) übernommen.
Synonyme - Warndienst
Wärmelampen
Da neugeborene Ferkel eine recht hohe Umgebungstemperatur von etwa 30 °C benötigen werden Wärmelampen oder auch Gasstrahler eingesetzt die im Ferkelnest die erforderliche Wärme abgeben. Siehe auch Schwein.
Synonyme - Wärmelampen

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