EinSichten in die Tierhaltung

Verbraucher als „Kunden der Landwirtschaft“ begreifen

Wie sehr sich Landwirte für das Tierwohl engagieren, wurde auf dem DBV-Veredlungstag im westfälischen Coesfeld deutlich. Mit der „Initiative Tierwohl“ und dem -Projekt „EinSichten in die Tierhaltung“ sorgen sie für mehr Tierwohl und Transparenz in der Nutztierhaltung. Gleichwohl erreichen diese Aktivitäten nicht immer das Interesse breiter Verbraucherkreise. Wie diese Situation verbessert werden kann, war Thema einer Podiumsdiskussion, die der i.m.a e.V. anlässlich des Veredlungstags organisiert hatte.

Neben Diskussionen über eine Neuausrichtung der Tierhaltung in Deutschland und wie eine nationale Nutztierstrategie aussehen könnte, wurde auf dem DBV-Veredlungstag über praktische Fragen der betäubungslosen Ferkelkastration und die Entwicklung der Gestaltung von Schweineställen gesprochen. Die i.m.a-Podiumsdiskussion thematisierte schließlich Fragen zu einer wirkungsvollen Kommunikation der verschiedenen Verbesserungen in der Nutztierhaltung.

Tierhalterin Gabriele Mörixmann, in der Branche durch ihren „Aktivstall für Schweine“ bekannt, plädierte dafür, die Verbraucher als Kunden zu verstehen und auch so zu bezeichnen.. Diese Perspektive könne bei den Tierhaltern zu einem positiveren Selbstverständnis ihrer Arbeit beitragen und damit eine bessere Basis für den kritischen Dialog bieten. Für Christoph Becker, dessen Tierhaltung mit dem Innovationspreis der Initiative Tierwohl prämiert wurde, hat neben der Kommunikationsarbeit in sozialen Medien vor allem die Akzeptanz seiner Arbeit in der unmittelbaren Nachbarschaft große Bedeutung. Becker plädierte für eine transparente Darstellung der Tierhaltung und den offenen Umgang mit Fehlern. Für Olaf Hermann vom Forum Moderne Landwirtschaft steht die Kommunikationsarbeit mit der großstädtischen Bevölkerung über das Internet im Mittelpunkt. Hermann warb bei den Tagungsteilnehmern jedoch auch dafür, sich als „Agrar-Scouts“ an der direkten Kommunikation in den Städten zu beteiligen. Tierwohl lasse sich auch abseits von Ställen kommunizieren und Landwirte seien dafür die authentischsten Kommunikatoren.

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