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Medien-Informationen

Auf der „Norla“ lernen Lehrer die Landwirtschaft kennen

Der i.m.a e.V. diskutiert mit Pädagogen über das Bild der Bauern.

Wie werden Landwirte von den Verbrauchern wahrgenommen? Diese Frage ist in Anbetracht der Diskussionen über Förderhilfen für Ernteausfälle hoch aktuell. Und sie wird auf der „Norla“, der Norddeutschen Landwirtschaftlichen Fachausstellung, ein wichtiges Thema sein – z.B. für mehr als zweihundert Lehrerinnen und Lehrer, die sich zu einem Kongress am 1. September 2018 in Rendsburg angemeldet haben, der seit mehr als zwanzig Jahren begleitend zum Branchentreffen stattfindet und den der i.m.a e.V. unterstützt. Diesmal beteiligt sich der gemeinnützige Verein an der Podiumsdiskussion zum Thema „Von Zerrbildern und Wunschträumen – das Bild der Bauern in der Öffentlichkeit“.

„Lehrkräfte sind wichtige Multiplikatoren unserer Arbeit“, erläutert i.m.a-Geschäftsführer Patrik Simon das Engagement des Vereins auf der „Norla“. „Mehr als 70.000 Pädagogen nutzen bereits unsere Lehr- und Lernmaterialien. Mit der Teilnahme am Lehrerkongress und der Podiumsdiskussion nutzen wir die Chance für den direkten Dialog mit einer unserer wichtigsten Zielgruppen.“

Neben Patrik Simon werden Landwirt und Agrar-Blogger Thomas Andresen, der Redaktionsleiter der Schleswig-Holsteinischen-Landeszeitung, Dirk Jennert, sowie DBV-Pressesprecher Axel Finkenwirth darüber diskutieren, wie die Bauern in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Eine wichtige Grundlage bietet dabei die repräsentative i.m.a-Umfrage zum „Image der deutschen Landwirtschaft“. Danach genießen Bauern und Bäuerinnen bei 79 Prozent der Bundesbürger ein hohes Ansehen. Zugleich wird den Landwirten aber unterstellt, sie würden nicht umweltbewusst wirtschaften oder mit ihren Tieren nicht verantwortungsvoll umgehen. Simon: „Über dieses Zerrbild zwischen Wunschbild und Wahrnehmung wollen wir gemeinsam mit den Pädagogen diskutieren.“

Gerade deshalb sei Aufklärung über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in der Landwirtschaft so wichtig. „Uns geht es nicht darum, Lehrer zu indoktrinieren, wie es manche Interessengruppen tun“, betont Patrik Simon. „Wir offerieren sachliche und seriöse Informationen für die Verbraucherbildung und kommen damit dem Wunsch der Mehrheit unserer Bevölkerung nach.“ 61 Prozent der Bundesbürger hatten in der i.m.a/Emnid-Umfrage kritisiert, dass in den Schulen zu wenig Wissen über die Landwirtschaft vermittelt werde. Acht von zehn Bundesbürgern hatten sogar die Einführung eines „Pflichtfachs Landwirtschaft“ gefordert.

Den Lehrkräften, die sich zur Tagung anlässlich der „Norla“ angemeldet haben, wird deshalb auch mehr geboten, als die Beteiligung an einer Diskussion. An der Seite von Landwirten, die sich als Agrar-Scouts engagieren, können die Pädagogen auch die landwirtschaftliche Fachausstellung besuchen und sich aus kompetenter Quelle zeigen und erklären lassen, wie heute Tierhaltung und Ackerbau funktionieren.

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