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Lebensmittel: Preise für Obst steigen rasanter als bei Fleisch

Deutlich teurer als im vergangenen Frühjahr waren in den letzten Monaten vor allem Obst und Gemüse. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, mussten Verbraucher im April 2020 für Obst elf Prozent mehr bezahlen. Damit lag die Preissteigerungsrate von Obst deutlich über der von Fleisch. Das haben die Experten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung jetzt ermittelt. Auch Gemüse war mit 6,5 Prozent deutlich teurer als noch vor einem Jahr.

Als wesentliche Ursache für die Preisexplosion werden Auswirkungen aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie genannt. Einerseits fehlten zu Beginn der Saison die Erntehelfer in Deutschland, andererseits waren die Transportwege aus den traditionellen Importländern wie Spanien oder Südfrankreich abgeschnitten.

Der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) weist allerdings auch darauf hin, dass die Verbraucherpreise für Obst bereits seit Oktober 2019 über denen des Vorjahres liegen. Als Ursache werden die geringen Ernten bei Zitrusfrüchten und Kernobst ausgemacht, den Preistreibern in diesem Marktsegment. Bei Gemüse war Kohl mit einem Preisanstieg um 46 Prozent der Spitzenreiter der Teuerungen.

Seit jedoch die heimische Landwirtschaft wieder verstärkt Versorgungslücken schließen kann, dürften sich die Preise perspektivisch anpassen. Engpässe bei der Versorgung der Bevölkerung mit Obst und Gemüse seien nicht zu befürchten.

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