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Weltmarkt und Weltmarktpreis

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Weltmarkt und Weltmarktpreis
Weltmarkt und Weltmarktpreise bestimmen heute die Wirtschaft in allen Ländern (Globalisierung). Eine Besonderheit dabei ist der Weltmarkt für Agrarprodukte.
Während für viele Industrieprodukte ein Handel zwischen Ländern in unterschiedlichen Erdteilen stattfindet der zum Teil einen erheblichen Umfang hat ist die Menge der auf dem Weltagrarmarkt gehandelten landwirtschaftlichen Produkte relativ klein. Schon eine Versorgung mittelgroßer Staaten mit Nahrungsmitteln nur aus dem Weltmarkt würde Mengen- und vor allem Preisprobleme mit sich bringen.
Nur Spezialprodukte wie Kaffee Tee Kakao Südfrüchte oder Bananen werden in größeren Mengen gehandelt. Sonst komzentriert  sich der Welthandel mit Agrarprodukten vor allem auf Futtermittel für Vieh in Industriestaaten. Die Preise werden dabei von den Industriestaaten oft – je nach Interesse – nach oben oder nach unten manipuliert z.B um gegebenenfalls Überschussmengen abzustoßen und so Lagerkosten zu sparen oder aus einer relativen Monopolstellung Gewinn zu erzielen.
In der Europäischen Union (EU) wird heute  daher ein hoher Selbstversorgungsgrad mit Nahrungsmitteln zu angemessenen stabilen Preisen angestrebt. Früher wurden  überschüssige Mengen der europäischen Landwirtschaft aufgekauft und dann zum Teil zu Preisen unter den Aufkauf- oder Herstellungskosten auf den Weltmarkt geschleust. Die GAP der EU macht durch Abbau der Marktstützungen und hohe Direktzahlungen den Weltmarkt etwas transparenter. Siehe dazu auch Welthandelsorganisation (WTO).
Durch Spekulationen gibt es heute auf dem Weltagrarmarkt bisweilen Situationen die zu schweren Ungleichgewichten führen könnten.
Synonyme: Weltmarkt und Weltmarktpreis

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