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Begriff Definition
Truthühner (Puten)
Geflügelart die ursprünglich aus Amerika stammt. Das Fleisch von Truthühnern ist eiweißreich und kalorienarm.
Meist wird von Puten gesprochen aber auch andere Bezeichnungen wie Turkey werden benutzt.
Synonyme - Pute
Trockenstellen
Eine Kuh wird etwa sechs bis acht Wochen vor der nächsten Geburt (Kalben) nicht mehr gemolken.
Wenn die Milchbildung durch das Melken nicht mehr angeregt wird verringert sie sich und hört schließlich ganz auf. Kühe werden trockengestellt damit sie sich für die bevorstehende Geburt bzw. für die danach folgende neue Laktationsperiode erholen können.
Synonyme - Trockenstellen
Trockenmasse
Gewicht eines Materials nach Abzug des Wassergehaltes.
Die Angabe der Trockenmasse macht Vergleiche z.B. von Erntegut möglich das natürlich und witterungsbedingt einen schwankenden Wassergehalt hat.
Bei Käse wird im Regelfalle der Fettgehalt in Prozent der Trockenmasse (Fett i.Tr.) angegeben.
Synonyme - Trockenmasse
Trockenfütterung
Die Tiere erhalten ihr Futter in getrockneter Form meist als Pellets oder Mehl.
Wasser erhalten die Tiere bei dieser Form der Fütterung über eine Tränke. Trockenfutter ist vor allem bei Schweinen und Hühnern weit verbreitet.
Synonyme - Trockenfütterung
Triticale
Neu gezüchtete Getreideart die durch eine Kreuzung aus Weizen und Roggen entstand.
Triticale wurde gezüchtet um die Anspruchslosigkeit des Roggens mit der Qualität des Weizens zu verbinden. Triticale wird hauptsächlich als Futter verwendet hauptsächlich in der Schweinemast.
In Deutschland lag die Anbaufläche 2013 bei rund 399.000 ha. Der Durchschnittsertrag lag im gleichen Jahr bei ca. 65.7 dt/ha. Es wurden in Deutschland etwa 2 6 Millionen Tonnen Triticale geerntet (zum Vergleich: Weizen 24 9 Millionen Tonnen  Roggen 4.7 Millionen Tonnen). Im Jahr 2010 wurden weltweit 13 2 Mio. t Triticale geerntet (zum Vergleich: Weizen ca. 650 8 Mio. t  Roggen ca. 12 3 Mio. t).
Deutschland liegt im Anbau auf dem zweiten Platz nach Polen.
Merkmale
Triticale gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und wird 50 bis 125 cm hoch. Die verschiedenen Triticale-Sorten unterscheiden sich teilweise erheblich in der Reife der Halmlänge und im Wuchstyp. Das führt dazu dass manche Sorten im Feldbestand eher roggenähnlich und andere mehr wie Weizen aussehen. Geschmack und Inhaltsstoffe des Triticale liegen zwischen denen von Weizen und Roggen.
Herkunft
Triticale ist ein „junges Getreide“ aus einer Kreuzung zwischen Roggen und Weizen. Die Ursprünge finden sich Ende des 19. Jahrhunderts als in Schottland erstmals natürliche spontane Kreuzungen zwischen Roggen und Weizen beobachtet wurden die aber steril waren. Gezielte Züchtungen  nach 1930 führten zu fortpflanzungsfähigen Pflanzen z. B. in Schweden Schottland und der ehemaligen Sowjetunion. Die ersten Triticalesorten mit weiter Verbreitung wurden in Polen gezüchtet.
Anbau
Triticale kann auf allen Böden angebaut werden ausgenommen sehr trockene Lagen. Auf nährstoffarmen Sandböden ist er im Ertrag dem Roggen unterlegen auf guten Böden bringt der Weizen im direkten Vergleich höhere Erntemengen. Daher konzentriert sich der Anbau auf klimatisch weniger günstige Lagen (z.B. Mittelgebirge). Triticale hat ein hohes Ertragspotential und eine sehr gute Ertragsstabilität.  Die gute Winterhärte macht es möglich dass Triticale auch sehr spät ausgesät werden kann. Die späte Saat hilft eine zu starke Düngung zu vermeiden und vermindert erheblich den Unkrautdruck. Die Aussaat ist von Mitte September bis Mitte Oktober möglich. Trotz seiner Genügsamkeit führt gute Düngung zu einem hohen Ertragsergebnis. Die Ernte erfolgt mit dem Mähdrescher. Der Erntezeitpunkt liegt zwischen dem des Roggens und Weizens.  In Europa wird fast ausschließlich Winter-Triticale in den Tropen und Subtropen Sommer-Triticale angebaut.
Nutzung
Triticale findet in großem Umfang Verwendung als kostengünstig und umweltgerecht produziertes proteinreiches Körnerfutter in der Tiermast. Der Eiweißgehalt eines Kornes liegt bei 10-13% und 3-4% Lysin. Neben der überwiegenden Anwendung als Futtergetreide kann es auch für die menschliche Ernährung (Backwaren Bier Breie) genutzt werden. Brot wird allerdings wegen der teilweise ungünstigen Backeigenschaften in der Regel aus Gemischen mit Weizen bzw. Roggen gebacken.
Informationsmaterial: 3-Min-Information zur Triticale des i.m.a e.V.

Synonyme - Triticale
Trinkwasser
Wasser für den menschlichen Gebrauch das in unterschiedlichen Mengen Mineralstoffe und andere Spurenelemente enthält.
Pro Tag und Einwohner wurden in Deutschland 2015 in den Haushalten 121 Liter Wasser genutzt davon nur zwei bis drei Liter zum Trinken und Kochen. Der Rest wird für Baden/Duschen Wäschewaschen und Toilettenspülung gebraucht. In Haushalten und der Industrie ist der Wasserbedarf in den letzten Jahren um ein Drittel verringert worden.
In den verschiedenen Teilen Deutschlands ist der Wasserverbrauch unterschiedlich; am höchsten in Hamburg mit 138 l am geringsten in Sachsen mit 83 l.
Für Fremdstoffe im Trinkwasser gibt es festgelegte Grenzwerte um Gesundheitsgefährdungen auszuschließen. Das gilt auch für Pflanzenschutz- und Düngemittel speziell für den Nitratgehalt. Die Grenzwerte für Verunreinigung des Trinkwassers werden immer wieder neu diskutiert. Inzwischen sind aufgrund verfeinerter Analysemethoden auch kleinste Mengen nachweisbar. Landwirtschaft und Wasserwirtschaft haben vielerorts Kooperationen geschlossen um gesundheitliche Gefährdungen durch das Trinkwasser auszuschließen.
  • 64 % des deutschen Trinkwassers stammt aus Grundwasser 
  • 27 % aus Oberflächenwasser und 
  •   9 % aus Quellwasser. 
83% des Wassers werden von der Industrie gebraucht weniger als 3 % von der Landwirtschaft. Der Rest geht in die allgemeinne Wasserversorgung. Siehe auch Wasserschutz Wasserbedarf.
Die Einsparung von Trinkwasser hat zum Teil dazu geführt dass die Abwasserkanäle zu  trocken wurden und die Abwässer zu langsam zu den Kläranlagen gelangen.
Wasser wird nur gebraucht nicht verbraucht weil es immer wieder in der Kreislauf des Wassers zurück kommt.
Synonyme - Trinkwasser
Transponder
dienen zur Erkennung einzelner Tiere beispielsweise am Futter-Abrufautomaten und Melkstand. Diese Technik ist insbesondere bei Kühen gebräuchlich. Bei ihnen wird z.B. der Transponder mit einem Lederband am Hals befestigt. Über den zentralen Betriebscomputer wird die Milchleistung jedes Einzeltiers erfasst und das Kraftfutter berechnet. Am Abrufautomat  wird das Tier anhand des Transpondersignals erkannt und erhält die errechnete Menge an Futter.
Synonyme - Transponder
Transponder
dienen zur Erkennung einzelner Tiere beispielsweise am Futter-Abrufautomaten und Melkstand. Diese Technik ist insbesondere bei Kühen gebräuchlich. Bei ihnen wird z.B. der Transponder mit einem Lederband am Hals befestigt. Über den zentralen Betriebscomputer wird die Milchleistung jedes Einzeltiers erfasst und das Kraftfutter berechnet.  Am  Abrufautomat  wird das Tier anhand des Transpondersignals erkannt und erhält die errechnete Menge an Futter.
Synonyme - Transponder
Tränke
Vorrichtung an der die Tiere ihren Bedarf an Flüssigkeit decken können. Dazu werden z.T. Eimer (Kälbertränke) Tröge und Tränke - Automaten  genutzt. In der Hühnerhaltung gibt es Nippel- oder Rinnentränken.
Synonyme - Tränke
Traktor
Der Traktor – auch Schlepper oder Trecker genannt – ist das wichtigste landwirtschaftliche Gerät und ersetzt   tierische Zugkraft - vor allem durch Pferde und Ochsen. Mit ihm werden nicht nur Wagen und verschiedene Maschinen gezogen sondern auch viele landwirtschaftliche Geräte angetrieben. Mechanische Teile von gezogenen Erntemaschinen die z.B. das Erntegut transportieren oder rütteln werden über Wellen vom Traktor bewegt. In Deutschland werden fast alle Traktoren die meistens mit Allradantrieb ausgestattet sind mit Dieselmotoren betrieben. Die Verwendung von Biokraftstoffen nimmt zu. Zur Verbesserung der Zugkraft und zur Reduzierung des Bodendrucks werden auch Doppelbereifungen verwendet.
Die ersten Traktoren wurden in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts in der Landwirtschaft eingesetzt. In Deutschland begann der Siegeszug des Traktors in den 50er Jahren. Die Zahl der Traktoren mit hoher Motorleistung nimmt zu. 
Je nach Bauart kosten moderne Traktoren bis zu 300.000 €.
Siehe auch Überblick.
Synonyme - Traktor
Trächtigkeitsdauer bei Rindern und Schweinen
Eine Kuh ist ca. 9 Monate und 9 Tage (= 285 Tage) trächtig ein Schwein ca. 3 Monate 3 Wochen und 3 Tage (= ca. 115 Tage).
Synonyme - Trächtigkeitsdauer
Trächtigkeit
Begriff für die Schwangerschaft bei Tieren umfasst den Zeitraum von der Befruchtung bis zur Geburt.
Synonyme - Trächtigkeit
Traberkrankheit
An den hinteren Gliedmaßen von Schafen ist bei dieser Krankheit ein schwankender und unsicherer Gang erkennbar der beim Traben der Tiere auf der Weide stelzenartig aussehen kann. Siehe Scrapie.
Synonyme - Traberkrankheit
Toxine
Von Lebewesen wie Bakterien Pilzen aber auch Tieren produzierte Gifte mit tödlicher Wirkung auf lebende Zellen.
Synonyme - Toxin
Tierwohl
Ein Zusammenschluss von Landwirtschaft Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel mit dem Ziel das Tierwohl zu fördern.
Mitarbeitende Landwirte  bekommen bei bestimmten Maßnahmen  ein Tierwohlentgelt. Das Geld wird beim Kauf von Produkten die den Regeln der Tierwohlvereinigung entsprechen von den Einzelhändlern erhoben. Pro kg werden 4 Cent in einen Fond gezahlt.
Die Maßnahmen die der Landwirt vornehmen muss um in den Genuss des Geldes zu kommen ist für Schweine und Geflügel weitgehend definiert. So gibt es z.B. Vorschriften für die Beleuchtung und Futterspender in den Ställen.
Synonyme - Tierwohl
Tierschutztransportverordnung
Zum Schutz der Tiere während des Transports gibt es eine Vielzahl von Anforderungen. Eine Richtlinie der EU von 2005 wurde 2009 in Bundesrecht umgesetzt.
Unter anderem geht es um folgende Maßnahmen:
- die Sachkunde der Transporteure   
- die geeigneten Transportmittel
- die Versorgung der Tiere vor dem Transport
- das tiergerechte schonende Verladen der Tiere
- die Versorgung der Tiere während des Transports.
Synonyme - Tierschutztransportverordnung
Tierschutz
Sinn des Tierschutzes  ist es nach dem Tierschutzgesetz   aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen Leiden oder Schäden zufügen.
Jeder der ein Tier hält oder zu betreuen hat muss das Tier seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Die von Wissenschaft und Industrie vorgenommenen Tierversuche dürfen nur unter sehr strengen Bedingungen durchgeführt werden. Der Tierschutz ist vom Naturschutz zu unterscheiden bei dem es u.a. darum geht wild lebenden Tierarten ihre Lebensmöglichkeiten zu erhalten. Tierschutz ist seit 1. August 2002 im Grundgesetz verankert und hat damit Verfassungsrang. Schon im Sommer 1999 hat durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Käfighaltung von Legehennen der Tierschutz praktisch Verfassungsrang erhalten. Die Bundesregierung muss im Deutschen Bundestag alle zwei Jahre einen Bericht über Stand und Entwicklung des Tierschutzes vorlegen. In der Europäischen Union (EU) sind Richtlinien zum Tierschutz festgelegt worden. Einheitliche Regelungen stehen in den EU-Mitgliedsländern noch aus. Das hat zur Folge dass Wettbewerbsverzerrungen stattfinden. Im Zusammenhang mit dem Tierschutz geht es auch um Tiertransporte. In Deutschland und der EU gibt es jetzt strengere Bestimmungen zur zeitlichen Begrenzung von Tiertransporten und zur Versorgung der Tiere während der Transporte.
Eine Novellierung des Tierschutzgesetzes erfolgte 2013
Deutsches Tierschutzgesetz
Synonyme - Tierschutz
Tierkörperbeseitungsanstalt
Von den Betreibern auch Tierkörperverwertungsanlagen genannte Betriebe in denen Tierkörper und  Tierkörperteile beseitigt werden. Als Grundlage für die Betriebe gilt das Tierkörperbeseitigungsgesetz das insbesondere im Zusammenhang mit BSE eine große Bedeutung erlangte. Vor der BSE-Krise wurden die Abfälle meist zu Tierfutter verarbeitet jetzt werden sie meist verbrannt.
Synonyme - Tierkörperbeseitungsanstalt
Tierkörperbeseitigungsgesetz
Im Tierkörperbeseitigungsgesetz vom 11. April 2001 gilt folgender Grundsatz:
'Tierkörper und Tierkörperteile sind so zu beseitigen dass
1. die Gesundheit von Mensch und Tier nicht durch Erreger übertragbarer Krankheiten oder toxische Stoffe gefährdet
2. Gewässer Boden und Futtermittel durch Erreger übertragbarer Krankheiten oder toxische Stoffe nicht verunreinigt
3. schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes nicht herbeigeführt
4. die öffentliche Sicherheit und Ordnung sonst nicht gefährdet oder gestört werden.' 
Wegen der Verfütterung von Tiermehl an Rinder kam es in Zusammenhang mit BSE zur Verschärfung des Gesetzes.
Siehe auch Tierkörperbeseitigungsanstalt.
Synonyme - Tierkörperbeseitigungsgesetz
Tierhaltung
Tierhaltung bezeichnet die Fürsorge von Menschen für eines oder mehrere Tiere. Kernaspekte der Tierhaltung sind Ernährung, Pflege und Unterbringung des Tieres. Es wird zwischen Nutztierhaltung, Heimtierhaltung und Wildtierhaltung unterschieden.