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Getreide

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Begriff Definition
Getreide
Kulturpflanzen aus der Familie der Gräser die fast überall in der Welt wegen ihrer stärkemehlhaltigen Samen für die menschliche wie tierische Ernährung angebaut werden. Weniger als ein Viertel des Getreides wird in Deutschland  für die Ernährung der Menschen über 60 % als Viehfutter verwendet. Deutlich unter 5 % dienen  zur Energiegewinnung der Rest wIrd in der Industrie verbraucht. 
Man unterscheidet acht Getreidearten:
Der Kornkörper besteht aus der Frucht- und Samenschale dem Keimling und dem Mehlkörper. Dieser enthält viel Eiweiß (Kleber) und Stärkekörner.
Die Entwicklung der Getreidepflanzen durchläuft verschiedene Stadien: Auf die Keimung des Samenkorns folgt das Auflaufen (= Durchstoßen der Bodenoberfläche). Bei der nachfolgenden Bestockung entwickelt die Getreidepflanze mehrere Seitentriebe. Das eigentliche Längenwachstum (Streckung) der Halme nach dem Bestocken wird als 'Schossen' bezeichnet. Danach wird die Ähre ausgebildet ('Ährenschieben'). Abschließend folgen Blüte Reife und schließlich die Ernte.
Schon in vorgeschichtlichen Siedlungen findet man Getreide an den Herdstellen. Auch auf Tongefäßen der Frühzeit finden sich Darstellungen von Ähren ebenso ist aus den Funden von Mahlsteinen auf die Verwendung von Getreide zu schließen. Wahrscheinlich ist der Getreideanbau in Vorderasien entwickelt worden über Kleinasien die Donauländer oder die Iberische Halbinsel und Frankreich nach Mitteleuropa gekommen. Funde sprechen dafür dass zunächst Brotweizen und Gerste aber auch Hafer angebaut wurden. Roggen ist erst später insbesondere wegen einer Klimaverschlechterung in Mitteleuropa bedeutsam geworden. Hirse und Mais sind erst später nach Europa gekommen. Auch der Getreidehandel ist schon alt.
Durch züchterische Maßnahmen gibt es Sorten sowohl für tropische als auch subpolare Klimaräume.
Neben den Körnern werden auch die Halme als Stroh – früher vor allen Dingen als Einstreu bei der Viehhaltung – verwendet.  Heute dient Stroh vor allem zur Bodenverbesserung.
Getreide wird in Deutschland ausschließlich mit dem Mähdrescher geerntet die ausgedroschenen Körner kommen zunächst in den Korntank werden dann lose auf Wagen umgeladen und gegebenenfalls getrocknet und eingelagert. Das Stroh wird entweder zu Ballen gepresst und abtransportiert oder sofort fein gehäckselt auf dem Feld verteilt um es in den Ackerboden einzuarbeiten (siehe dazu auch Mähdrescher).
Siehe auch: Sommergetreide Wintergetreide.
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