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AgriLexikon

Lexikon für Begriffe aus der Landwirtschaft
Es wurden 38 Einträge gefunden.
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Begriff Definition
Direktsaat
Unter Direktsaat wird eine Saatmethode ohne vorherige Bodenbearbeitung verstanden. Direktsaat ist definiert als „Bestellung ohne jegliche Bodenbearbeitung seit der vorangegangenen Ernte'. Scheibenmaschinen öffnen Säschlitze in die das Saatgut abgelegt wird. Anschließend wird dieses mit Boden bedeckt. Vor- und Nachteile dieser Methode werden unter verschiedenen Gesichtspunkten (Unkraut Einsparungen Folgen Schutz vor Erosionen...) diskutiert.

Siehe auch Mulchsaat.
Synonyme - Direktsaat
Direktvermarktung
Verkauf landwirtschaftlicher Produkte durch den Erzeuger auf dem Hof oder auf dem Markt an Endverbraucher.
Synonyme - Direktvermarktung
Domestikation
Zucht von Haustieren aus Wildtieren.
Vor über 12.000 Jahren begann die Domestikation mit der Züchtung des Hundes aus dem Wolf. Später wurden aus dem Ur-Rind die Milchkuh aus dem Wildpferd das Reit- und Zugpferd aus dem Wildschwein das Hausschwein aus dem asiatischen Bankiva-Huhn die heutigen Hühnerrassen gezüchtet.
Bei den oben genannten Tieren ebenso wie bei Schaf Ziege Gans oder Esel kam es immer darauf an durch gezielte Züchtungen Tiere zu erhalten die für die vorgesehenen Aufgaben oder Zwecke möglichst gut geeignet waren.
Die These dass die Rinder in Deutschland vom Ur oder Auerochsen abstammen gilt heute als widerlegt. Die Vorfahren unserer Rinder stammen danach vielmehr aus Anatolien.
Synonyme - Domestikation
Doppelzentner
Alte Bezeichnung für Dezitonne.
vgl. Maßeinheiten
Synonyme - Doppelzentner
Dotter
Das Gelbe vom Ei
Auch Eigelb genannt. Der Teil des Eis aus dem das Küken - sofern eine Befruchtung stattgefunden hat – entsteht. Dort sind neben den Erbinformationen die .Stoffe die das Küken zu seiner Entwicklung braucht. Daher ist der Dotter sehr reich an Proteinen Vitaminen und anderen Stoffen die auch in der menschlichen Ernährung wichtig sind. Der Proteingehalt des Dotters ist höher als der des Eiklars.
Die gelbe bis dunkelorange Dotterfarbe entsteht durch Pigmenteinlagerungen. Die Pigmente sind in erster Linie Carotinoide. Dies sind gelbe und rote Farbstoffe die in Pflanzen aufgebaut werden. Sie können aber auch synthetisch (künstlich) hergestellt werden. Je nach Gehalt der Carotinoide im Futter ist der Dotter heller oder dunkler.

Siehe auch Ei.
Synonyme - Dotter
Dotterfarbe
Die gelbe bis dunkelorange Dotterfarbe entsteht durch Pigmenteinlagerungen. Die Pigmente sind in erster Linie Carotinoide. Dies sind gelbe und rote Farbstoffe die in Pflanzen aufgebaut werden. Sie können aber auch synthetisch (künstlich) hergestellt werden. Je nach Gehalt der Carotinoide im Futter ist der Dotter heller oder dunkler.
Synonyme - Dotterfarbe
Dreiflächenbucht
Die Dreiflächenbucht ist eine Aufstallungsform für Schweine mit Unterteilung in Liege- Mist- und Fressbereich. Sie ist in der Sauenhaltung und insbesondere in extensiven Haltungsformen in der Schweinemast verbreitet. Vorteil: die Tiere bleiben sauber streiten sich weniger und fühlen sich sichtbar wohler.
Synonyme - Dreiflächenbucht
Drillen
Ausbringen (Aussäen) von Saatgut in Reihen. Diese Form der Saat ist z.B. bei Getreide gebräuchlich. Siehe auch Aussaat Drillmaschine.
Synonyme - Drillen
Drillmaschine
Sämaschine die Saatgut in Reihen ablegt. Für Aussaat in Reihen wird heute meist die Drillmaschine verwendet. Saatkörner gelangen aus einem Saatkasten durch ein Rohr zu einer Säschare die die einzelnen Körner in gleichem Abstand und gleicher Tiefe in einer Rinne im Saatbett ablegt. Die Drillmaschine hat ihren Namen wegen der drehenden (Drill) Zuführung der Körner zur Säschare.
Synonyme - Drillmaschine
Drüsenmagen
Hühner haben zwei Mägen. Vom Kropf gelangt die eingeweichte Nahrung in den Drüsenmagen. Dort wird die Eiweißverdauung durch Salzsäure und Enzyme vorbereitet. Im Muskelmagen werden anschließend harte Futterteilchen  zermahlen bevor der Nahrungsbrei in den Darm gelangt.
Synonyme - Drüsenmagen
Dung
Dung ist eine Bezeichnung für die Ausscheidungsprodukte (Kot Harn) der Tiere. Stallmist besteht aus den Exkrementen vermischt mit Einstreu. Dung enthält Nährstoffe (Stickstoff Phosphor Kalium usw.) die Pflanzen zum Wachstum brauchen (siehe auch Wirtschaftsdünger).
Synonyme - Dung
Düngemittel
Pflanzennährstoffe zur Förderung von Wachstum Erträgen und/oder Qualität. Man unterscheidet zwischen Wirtschaftsdünger der im Betrieb anfällt (Gülle Mist Jauche) und Mineral- bzw. Handelsdünger.
Die Bilder zeigen einen Düngerstreuer an einem Traktor und den Handelsdünger den er ausbringt. Weiter ist das Düngen mit Wirtschaftsdünger (Jauche) zu sehen   versprüht über einen Prallteller.  Andere Ausbringungsverfahren siehe Wirtschaftsdünger

Siehe auch Überblick.
Synonyme - Düngemittel
Dünger
siehe Düngemittel
Synonyme - Dünger
Düngerspritze
Düngerspritzen werden z.T. bei der Kopfdüngung und der Spätdüngung sowie zur Ausbringung von Flüssigdünger bei der Blattdüngung eingesetzt. Dabei handelt es sich um übliche Pflanzenschutzspritzen.
Synonyme - Düngerspritze
Düngerstreuer
Düngerstreuer sind Geräte mit denen Düngemittel auf Ackerflächen oder Grünland ausgebracht werden können. Vor allem werden damit Geräte zur Ausbringung mineralischer Düngemittel (siehe Handelsdünger) bezeichnet (u.a. Tellerstreuer Schleuderstreuer Pendelrohrstreuer sowie pneumatische Düngerstreuer). Im weiteren Sinne gehören auch Geräte zur Ausbringung organischer Düngemittel z.B. Stallmist Gülle und Jauche  zu den Düngerstreuern. Zum Teil werden auch moderne Geräte wie  mit Schleppschlauch-Verfahren und Schlitzscharen zur bodennahen Ausbringung als Düngerstreuer bezeichnet. Siehe auch Wirtschaftsdünger.
Synonyme - Düngerstreuer
Düngung
Zufuhr von Nährstoffen für das Pflanzenwachstum.
Pflanzen entziehen dem Boden die Nährstoffe die sie für das Wachstum und zur Bildung von Blättern Stängeln und Früchten brauchen. Das sind vor allem Mineralien die Stickstoff Phosphor Calcium Kalium und Schwefel sowie Spurenelemente enthalten. Ohne regelmäßige Düngung nimmt die Fruchtbarkeit des Bodens (Bodenfruchtbarkeit) immer mehr ab weil Mineralstoffe entzogen werden.
Justus von Liebig (1803-1873) entdeckte nach 1839 den unterschiedlichen Nährstoffbedarf der Pflanzenarten und entwickelte so die Grundlagen einer systematischen Düngung. Damit wurde es möglich die Erträge der Landwirtschaft zu steigern. Das war zugleich eine Voraussetzung der Industrialisierung.
Durch Düngen werden die fehlenden/ verbrauchten  Pflanzennährstoffe im Boden ersetzt. Das kann durch organischen Dünger wie z.B. tierische Ausscheidungen (Wirtschaftsdünger Gülle Jauche Mist) oder durch mineralischen Dünger (Handelsdünger) geschehen. Außerdem kann durch die Gründüngung d.h. Unterpflügen von Pflanzenteilen das Bodenleben und die Nährstoffversorgung verbessert werden.
Ein Problem der Düngung ist die Gefahr die Auswaschung der Düngemittel aus dem Boden und damit der Eintrag in das Grundwasser oder Oberflächengewässer. Gute fachliche Praxis sind heute Düngeverfahren bei denen nur so viel Düngemittel ausgebracht werden wie die Pflanzen verbrauchen und der Boden aufnehmen kann.
Die Bilder zeigen das Reinigen eines Düngerstreuers und einen Düngerstreuer im Einsatz. Auf dem untersten Bild wird Wirtschaftsdünger noch nach einem inzwischen sehr problematischen Verfahren ausgebracht. Mehr Bilder siehe unter Wirtschaftsdünger.

Siehe auch Überblick.
Synonyme - Düngung
Durchwachsene Silphie

Die Durchwachsene Silphie ist ein mehrjähriger Korbblütler (Astera-ceae), der im ersten Anpflanzjahr nur eine bodenständige Rosette bildet. Im zweiten Anbaujahr wachsen hieraus 5-10 vierkantige Stängel, die eine Höhe von 2-3 Metern erreichen.

Synonyme - Silphie
Durchwuchs
Durchwachsen einer vorjährigen Kultur durch die neue Einsaat.
Durchwuchs entsteht vor allem durch keimfähige Samen die auf dem Acker nach der Ernte verblieben sind.
Synonyme - Durchwuchs

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