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Begriff Definition
Freilandhaltung
In der Freilandhaltung können die Legehennen tagsüber eine Auslauffläche im Freien aufsuchen. Die den Tieren zur Verfügung stehende Auslauffläche ist bei Eiern aus Freilandhaltung' in den Vermarktungsnormen derzeit auf 4m²/Tier festgelegt. Bei Einbruch der Dunkelheit oder schlechtem Wetter können sich die Hennen jederzeit in ein Stallgebäude zurückziehen das dem der Bodenhaltung bzw. der Volierenhaltung entspricht.
Vorteile: Durch die Bewegung haben die Tiere festere Flügel- und Beinknochen normalen Krallenabrieb und weniger Zehen- und Krallenveränderungen. Die meisten Verhaltensweisen sind uneingeschränkt möglich.
Nachteile: Der Kontakt mit dem Kot erhöht das Risiko eines Befalls mit Darmparasiten (Kokzidien Würmern). Insgesamt sind die Tiere höheren Belastungen durch Krankheitserreger ausgesetzt. Der Auslauf ist schwierig zu reinigen und so gut wie nicht zu desinfizieren. Der Kot wird in den Boden eingewaschen und sorgt für Überdüngung bis hin zum Eintrag ins Grundwasser. Die Haltung in größeren Gruppen führt zu vermehrten sozialen Auseinandersetzungen Federpicken und Kannibalismus. Eier werden verlegt.  Da keine speziellen Lichtprogramme gefahren werden können wenn die Tiere im Auslauf sind schwankt die Legeleistung stärker als bei reiner Stallhaltung. Es wird sehr viel Zeit zur Tierkontrolle benötigt 
Greifvögel und Füchse sind eine Gefahr für freilaufende Hühner und beunruhigen sie.
Synonyme - Freilandhaltung
Freizeit
Freizeit wird oft im Freien verbracht. In Deutschland sind die Wege zwischen den Feldern und in den Wäldern - im Gegensatz zu anderen Ländern - meist frei zugänglich.
Bisweilen kommt es zu Konflikten zwischen Land- bzw. Forstwirten und den Menschen die ihre Freizeit verbringen. Sie entstehen vor allem dann wenn landwirtschaftliche Flächen oder Waldbestände Schaden nehmen.

Informationsmaterialien: 3-Minuten-Information 'Knigge für Feld und Flur' des i.m.a e.V.
Synonyme - Freizeit
Fressbereich
Bereich im Stall wo die Tiere ihr Futter aufnehmen. Das Bild zeigt Rinder bei der Aufnahme von Grundfutter.
Synonyme - Fressbereich
Frontlader
Der Frontlader ist ein Anbaugerät für Traktoren das mit hydraulischen Hubzylindern auf und ab bewegt und mit Spezialgeräten wie z.B. einer Schaufel oder einem Kartoffelkorb ausgestattet werden kann. Damit lassen sich Lade- und Hubarbeiten auf landwirtschaftlichen Betrieben erledigen ohne dafür weitere Geräte (Gabelstapler Radlader) anschaffen zu müssen.
Synonyme - Frontlader
Frostschutzberegnung
Frostschutzberegnung ist das Besprühen von Nutzpflanzen mit  feinen Wassertröpfchen bei drohendem Frost - vor allem im Obst- Wein- und Gemüsebau. Wenn das Wasser gefriert entsteht auf den Pflanzen Wärme. Sie reicht für einige Zeit aus die empfindlichen Blätter und Blüten vor Frostschäden zu bewahren.
Synonyme - Frostschutzberegnung
Fruchtfolge
Geregelte Aufeinanderfolge verschiedener Kulturpflanzen im Ackerbau im Gegensatz zur Monokultur.
Fruchtfolgewirtschaft wurde in Mitteleuropa schon am Ende des ersten Jahrtausends eingeführt. Die Erträge wurden wegen der Erschöpfung des Bodens nach dem alleinigen Anbau von Getreide immer geringer. Es war auch nicht mehr unbegrenzt möglich ständig weiter zu ziehen und neues Land zu erschließen. Zunächst – etwa ab dem 9. Jh. - wurde die (alte) Dreifelderwirtschaft üblich: zwei Jahre verschiedene Getreidearten danach ein Jahr Brache. Erst etwa ein Jahrtausend später - ab Mitte des 18. Jh. - gab es Variationen zunächst mit dem Anbau von Futterpflanzen dann mit dem Anbau von Kartoffeln und Zuckerrüben. Diese verbesserte Dreifelderwirtschaft wurde weiter ausgebaut. Immer neue Fruchtfolgesysteme auch mit neuen Kulturpflanzen wurden entwickelt. Ergänzt wird die Fruchtfolge heute durch entsprechende Düngung.
Fruchtfolge verhindert die Schäden die bei Monokulturen auftreten können wie übermäßige Ausbeutung der im Boden vorhandenen Pflanzennährstoffe sowie Begünstigung der Ausbreitung von tierischen und pilzartigen Schädlingen.
Heute berücksichtigt man bei der Fruchtfolge biologische Grundsätze. Sie liegen in größtmöglicher Vielseitigkeit und Vermeidung der Aufeinanderfolge von unverträglichen Kulturen außerdem Gleichgewicht zwischen Blattfrüchten und Halmfrüchten. Es gibt eine Vielzahl von Fruchtfolgesystemen. Das Einfachste ist der regelmäßige Wechsel zwischen Blattfrucht und Halmfrucht zum Teil ausgebaut zu Vierfelder- oder Fünffelderwirtschaft. Es gibt auch Fruchtfolgen mit dem Wechsel zwischen Getreide  Raps oder Mais.
Der Anbau nachwachsender Rohstoffe hat weitere Möglichkeiten der Fruchtfolge erschlossen.
Synonyme - Fruchtfolge
Fruchtfolgeschäden
Beeinträchtigungen des Pflanzenwachstums durch eine zu enge Fruchtfolge. Übermäßiger Verbrauch bestimmter Pflanzennährstoffe oder die sehr starke Ausbreitung tierischer und pilzlicher Schädlinge und Krankheitserreger können Ursachen sein.
Synonyme - Fruchtfolgeschäden
Fungizid
Chemisches Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Pilzen an Kulturpflanzen.
Synonyme - Fungizid
Futterautomat
Bei Futterautomaten wird eine Klappe geöffnet und eine vorbestimmte Menge Futter fällt in den unterhalb angebrachten Futtertrog. Das kann automatisch durch eine Zeituhr gesteuert geschehen. Häufig wird auch die elektronisch gesteuerte Abruffütterung eingesetzt. Dabei trägt das Tier einen Transponder durch den es bei einem zentralen Rechner identifiziert wird um die programmierte Futtermenge vorgelegt zu bekommen.
Synonyme - Futterautomat
Futterbaubetrieb
In Futterbaubetrieben stammen mindestens 50 % des Deckungsbeitrages aus dem Futteranbau z.B. als Grundlage für die Milchviehhaltung oder Rindermast.
Siehe dazu Betriebsformen.
Synonyme - Futterbaubetrieb
Futtergetreide
Getreide das in der Tierfütterung eingesetzt wird und durch bestimmte Inhaltsstoffe (z.B. Aminosäuren) besonders für die Tierernährung und weniger als Backgetreide geeignet ist.
Synonyme - Futtergetreide
Futtermittelrecht
Das Futtermittelrecht regelt  die Herstellung und den Verkehr von Futtermitteln. Es wird  vor allem durch Regelungen der EU bestimmt.
Damit Tiere trockenes Futter annehmen wird Fertigfutter oft Öl beigemischt.  Dieses Öl muss für die menschliche und tierische Ernährung geeignet d.h. in der Regel pflanzlichen Ursprungs sein.
Das Bundeskabinett hat im Januar 2011  nach Verwendung technischer Öle in  Futtermitteln  beschlossen schärfere Regelungen für Kontrollen ins Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) aufzunehmen. Das neue Recht gilt seit 2012. Die Zulassung von Futtermittelunternehmen wurde  neu geregelt. Die Trennung der Produktion von Fetten zur technischen Verwendung und solchen für menschliche oder tierische Ernährung wurde Vorschrift.. Die Kontrollen wurden  vermehrt die Strafen bei Zuwiderhandlungen verschärft.
Synonyme - Futtermittelrecht
Futterpflanzen
Pflanzen wie zum Beispiel Futterrüben Mais Getreide... die zur Fütterung der Tiere angebaut werden.
Synonyme - Futterpflanzen
Futterrüben
Wurzelfrüchte die als Viehfutter angebaut werden.
Futterrüben sind meist walzenförmig und weiß gelb rosa oder rot – je nach Sorte. Die hoch aus dem Boden ragenden Futterrüben gehören zu den Hackfrüchten die gegen Unkraut empfindlich sind so dass das Unkraut ausgehackt werden muss. Futterrüben sind sehr ertragreich und ertragssicher. Sie liefern im Durchschnitt 1.000 Dezitonnen (dt) Früchte pro Hektar. Außerdem kann das Kraut verfüttert werden; meist wird es zu Silage verarbeitet. Die meisten Rüben werden über den Winter in Mieten gelagert und vor dem Verfüttern geschnitzelt. Insgesamt hat der Anbau von Futterrüben abgenommen. Mit 0 05 % der Fläche kommt dem Futterrübenanbau in Deutschland keine bedeutende Rolle mehr zu.
Synonyme - Futterrüben
Futtersilo
Vorratslager oder -behälter für Futtermittel. Silos - wie im Bild - sind heute selten. Meist weden heute Flachsilos (siehe auch Silo).
Synonyme - Futtersilo
Futtertisch
Ebene Fläche zur Futtervorlage im Rinderstall durch Fressfanggitter von der  Lauffläche abgegrenzt um zu verhindern dass das Futter von den Tieren zertreten und verschmutzt wird. Der Futtertisch ist meist mit Maschinen befahrbar und erleichtert so die Futterverteilung. (Siehe auch Boxenlaufstall.)
Synonyme - Futtertisch
Fütterung Rind
Rinder als Wiederkäuer benötigen rohfaserhaltiges Grundfutter wie Gräser und Mais. Zusatzfutter vor allem Eiweiß- und Mineralfutter dient einer ausgewogenen Ernährung. Eine Milchkuh frisst ca. 16 bis 20 kg Trockenmasse pro Tag. Sie säuft dazu z. T. über 200 Liter Wasser.
Synonyme - Fütterung Rind
Fütterung Schwein
Schweine sind Allesfresser. Die Futtermittel müssen leicht verdaulich sein und werden meist in flüssiger Form vorgelegt. Wichtig ist die richtige Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Für Sauen Ferkel oder Mastschweine z.B. in der Endmast sind jeweils unterschiedliche Futtermischungen notwendig. Sowohl spezielle Fertigfutter als auch hofeigene Mischungen sind üblich.
Synonyme - Fütterung Schwein
Futterverwertung
Die Futterverwertung ist in der Nutztierhaltung ein Maß das den Futterverbrauch je Einheit Leistung beschreibt.
In der Fleischproduktion gibt die Futterverwertung z.B. an wie viel Futter für ein Kilogramm Gewichtszuwachs nötig ist. In der Hähnchenmast werden z.B. weniger als 2 kg Futter für 1 kg Gewichtszunahme benötigt während sonst ein Vielfaches notwendig ist. Bei Schweinen ist das Verhältnis 3 zu 1 bei Rindern wesentlich ungünstiger.
Synonyme - Futterverwertung
Futterwert
Der Futterwert ist ein Maßstab für die Verwertung eines Futtermittels. Jede Tierart hat unterschiedliche Funktionen der Organe zur Verdauung des Futters d.h. dasselbe Futter hat für verschiedene Tiere einen unterschiedlichen Futterwert.
Synonyme - Futterwert

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