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information.medien.agrar e.V.

Einseitige Medienberichte fordern Bauernopfer

i.m.a kritisiert Medienbeiträge als Ursache für Mobbing von Bauernkindern

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo in Deutschland die Landwirtschaft und damit die Bauern und Bäuerinnen an den Pranger gestellt werden. Das hat heute der Verein i.m.a – information.medien.agrar e.V. in Berlin kritisiert. Anlass ist ein Artikel einer norddeutschen Tageszeitung, in der auf der Kinderseite die Tierhaltung und der Fleisch-Konsum als Ursachen für Erderwärmung und Klimawandel verantwortlich gemacht werden. Und in dem neben vielen sachlichen Fehlern keiner der angeblichen Verursacher zu Wort kommt.

„Als Folgen solcher einseitigen Berichterstattungen werden immer häufiger Kinder von Landwirten in Kitas und Schulen gemobbt“, beschreibt Patrik Simon die Situation. Der i.m.a-Geschäftsführer kennt viele Fälle, in denen Bauernkinder und deren Eltern als Tierschänder und Umweltsünder diskreditiert werden.

Unwissen und Vorurteile

„Du stinkst nach Kuh“ wurde jüngst das Kind eines Bauern in der Kita beleidigt. Die Reaktionen waren überwältigend – und zwar positiv. Denn viele Facebook-Nutzer, wo der Fall bekannt wurde, unterstützten die Meinung des Kindes, das auf den Vorwurf geantwortet hatte, „Die Kühe stinken nicht; die riechen gut.“ Dazu Patrik Simon: „Wenn Unwissen auf Vorurteile trifft, die sich mit falschen Fakten paaren, ist der Nährboden für Konflikte bereitet – mit fatalen Folgen, die von Ausgrenzungen bis zu Handgreiflichkeiten auf dem Schulhof reichen.“

Einseitige Sichtweise und sachliche Fehler

Auch im Fall des aktuellen Zeitungsartikels, der als Agenturmeldung die Runde durch Redaktionen in Deutschland macht, kommen neben der einseitigen Sichtweise auf die Tierhaltung sachliche Fehler hinzu. Da wird zu einem Foto aus einem Schweinestall von Käfighaltung gesprochen, obwohl es sich um einen Ferkel-Schutzkorb handelt. „Weil das Fleisch billig sein soll, müssen die Tiere leiden“, wird als grundsätzliche Behauptung unreflektiert aufgestellt und „auch Bio-Fleisch kommt oft nicht von einem gesunden Tier“ darf ein Aktivist unsinnigerweise unwidersprochen behaupten.

Überforderung und Hilflosigkeit

Bernd Schwintowski, Pressesprecher beim i.m.a e.V., ist dem konkreten Fall nachgegangen. Er hat eine erschreckende Überforderung und Hilfslosigkeit in den Redaktionen entdeckt: „Die Kollegen sind oft völlig überlastet und haben keine Zeit, Agenturmeldungen zu überprüfen oder zusätzliche Meinungen zu recherchieren.“ Auch in den Agenturen sind fehlendes Personal und Zeitnot ein Problem. So bedient man sich gerne der medial gut aufbereiteten Beiträge von Interessengruppen und übersieht dabei, auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen. „Die Auswirkungen einer einseitigen Berichterstattung, die zum Mobbing von Bauernkindern führen, sind den Journalisten dabei nicht bewusst“, hat Schwintowski festgestellt.

Appell und Forderung

„Wir appellieren an die Medien, ihre Rolle als kritisches Korrektiv auszufüllen und im Interesse einer objektiven und umfassenden Verbraucherinformation über die Realität in der Landwirtschaft immer alle Seiten zu betrachten“, fordert Patrik Simon.

Beispiel und Vorbild

Wie eine ausgewogene Kommunikation funktionieren kann, belegt der i.m.a e.V. seit zwanzig Jahren mit seiner Schülerpressekonferenz auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. In diesem Jahr lautet das Thema „Massentierhaltung aufgedeckt“, und wieder sind Schülerinnen und Schüler aus den Redaktionen von Schülerzeitungen und von Medienarbeitsgruppen der Schulen eingeladen, um sich eine eigene Meinung zu einem in der Gesellschaft kontrovers diskutierten Thema zu bilden.

Am Mittwoch, 24. Januar 2018, stehen den Jungen und Mädchen ab 11.00 Uhr auf der Bühne vom „ErlebnisBauernhof“ in der Messehalle 3.2 Experten aus der Praxis Rede und Antwort. Teilnehmen werden Landwirte, die sowohl die konventionelle als auch die biologische Tierhaltung betreiben, ein Tierarzt und ein Aktivist, die über ihre Arbeit berichten und Informationen aus erster Hand bieten.

Auch die Journalisten der etablierten Medien sind eingeladen, an der Schülerpressekonferenz als Beobachter teilzunehmen. Beim i.m.a e.V. ist man gespannt, wie groß das Interesse an einer Sicht aus verschiedenen Perspektiven ist.

EinSichten bei Tierhaltern zum Erntedankfest

Wenn in Deutschland Erntedank gefeiert wird, stehen meist die Ernten vom Acker im Fokus. Der Dank sollte aber auch Tierhaltern gelten, die ebenso zur Versorgung mit Nahrungsmitteln beitragen, wie auf einem EinSichten-Betrieb deutlich gemacht wurde.

Medien-Information

EinSichten bei Tierhaltern zum Erntedankfest

Das Erntedankfest in der deutschen Landwirtschaft hat unterschiedliche Gesichter. In vielen Regionen steht es in Verbindung mit religiösen Traditionen. An anderen Stellen sind es eher weltliche Aspekte, die im Fokus stehen. Immer geht es darum, die Arbeit der Landwirte zu würdigen, sich an den Ernteerträgen zu erfreuen und nicht zuletzt auch zu genießen, was erzeugt wurde. 

Das ist bei Tierhaltern nicht anders als bei Ackerbauern. Und darum nutzen auch tierhaltende Betriebe das Erntedankfest für ihre Begegnung mit Verbrauchern. Gerade für Betriebe, die sich an der i.m.a-Transparenz-Initiative "EinSichten in die Tierhaltung" beteiligen, ist das Erntedankfest damit eine weitere Gelegenheit, Besucher auf den Höfen willkommen zu halten.

Das hatte sich auch Familie Kruse aus Dallgow-Döberitz gedacht, einem Vorort von Berlin in Brandenburg, und zum Erntedankfest auf ihren den Hof nach Falkensee eingeladen. Dort können die Besucher nicht nur sehen, wie die 3.200 Legehennen gehalten werden. Der zwanzig Hektar große Betrieb produziert auch Gemüse und hat sich als Gartenbaubetrieb ein weiteres Standbein geschaffen. 

Verkauft werden die Erzeugnisse ausschließlich in der Direktvermarktung. Ein Hofladen bietet Besuchern nicht nur anlässlich des Erntedankfestes Gelegenheit, die regionalen Produkte zu probieren und zu erwerben.

Für uns vom i.m.a e.V. war das Erntedankfest auf dem Hof Falkensee eine willkommene Gelegenheit, an der Seite von Landwirtin Katrin Kruse Hofbesucher über die Tierhaltung in Deutschland zu informieren. Dana Heyligenstädt, die Projektkoordinatorin unserer Transparenz-Initiative, nutzte den Besuch in Falkensee zudem, um den Kontakt zu einem EinSichten-Betrieb zu intensivieren, der in der landwirtschaftlichen Kommunikationsarbeit eine besondere Rolle spielt. Denn tierhaltende Betriebe in der Nähe von Großstädten sind eher selten. Entfernungen zu Bauernhöfen sind daher oft die größte Hürde für einen Hofbesuch. Für den Hof Falkensee vor den Toren von Berlin gilt das nicht, was ihn gerade für die Begegnung mit den von der Landwirtschaft entrückten Großstädtern so interessant macht.

 

 

Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.

Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Erntedank in Brandenburg: Katrin Kruse vom Hof Falkensee (links) mit EinSichten-Projektkoordinatorin Dana Heyligenstädt.

  • Ausgang: Die Legehennen auf dem Hof Falkensee haben viel Platz für den täglichen Freilauf.

Emnid-Studie 2020 Kapitel-1

Studien und Analysen

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2020 von KANTAR Emnid im Auftrag des information.medien.agrar e.V. anlässlich des 60-jährigen i.m.a-Jubiläums.

Was die Masse will

Regionalität ist bei der Bevölkerung Trumpf. Sie erwartet, dass die Versorgung mit regionalen Produkten von der Landwirtschaft sichergestellt wird. Auch in Krisenzeiten. Die Preisfrage stellt sich dabei für die meisten Bundesbürger nicht.

Welche der folgenden Aufgaben sollten die deutschen Landwirte jetzt und in Zukunft für unsere Gesellschaft erfüllen?


Tierwohl und billige Lebensmittel haben weniger Bedeutung

In Krisenzeiten sind den Menschen ihre persönlichen Bedürfnisse am wichtigsten. Das machen die Antworten auf die Frage nach dem Anspruch der Bevölkerung an die Landwirtschaft deutlich: Die Versorgung mit Nahrungsmitteln rangiert vor dem Einhalten von Tierwohlstandards und hat für die Menschen inzwischen ebenso viel Bedeutung wie der Erhalt und die Pflege der Kulturlandschaften. Damit einher geht die Erwartung, dass sich die Landwirte für den Umwelt- und Klimaschutz engagieren und dabei zugleich fortschrittlich agieren, die Artenvielfalt fördern und zur Energieversorgung beitragen.

Die Verbraucher in Deutschland sind weniger an preiswerten Lebensmitteln interessiert, als bisher vermutet

Für 46 Prozent der Befragten scheint der Preis für Nahrungsmittel weniger wichtig zu sein. Nur für die Ostdeutschen war dies zu sechzig Prozent ein wichtiger Aspekt.

Der Wunsch nach regionalen Produkten ist nirgendwo in Deutschland größer als in der Hauptstadt

Hundert Prozent aller befragten Berliner erwarten künftig von der Landwirtschaft, dass sie ihnen regional erzeugte Produkte zur Verfügung stellt. Bundesweit am deutlichsten ist diese Erwartungshaltung bei Menschen zwischen 40 und 49 Jahren mit mittlerer Schulbildung ausgeprägt und in Drei-Personen- Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen zwischen 2.500 und 3.500 Euro. Für Schüler und Studenten hat die Herkunft der Produkte etwas weniger Relevanz, ebenso wie für Single- und Zwei- Personen-Haushalte.

Für die Norddeutschen haben Preise für Nahrungsmittel deutlich geringere Relevanz als für Ostdeutsche

Die Erzeugung günstiger Nahrungsmittel durch die Landwirtschaft hat bei den Menschen in Hamburg und Bremen, in Niedersachsen und Schleswig-Holstein deutlich weniger Bedeutung als in allen anderen Bundesländern. Gerade mal für 25 Prozent der Befragten spielt der Preis eine Rolle. Mit 61 Prozent haben in dieser Frage die Menschen in Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen deutlich höhere Erwartungen an die Landwirtschaft.

  • Max Mustermann

    ↪ 91%: Landwirte sollen Kulturlandschaften pflegen

  • Bild-2

    ↪ 90%: Landwirte sollen Klimaschutz verbessern

  • Bild-3

    ↪ 90%: Landwirte sollen fortschrittlich sein

"Die Systemrelevanz der Landwirtschaft rückt in den Fokus"

Dr. Juliane Rumpf, Vorstandsvorsitzende der Agrarsozialen Gesellschaft e.V.

Die Ergebnisse der Umfrage überraschen mich nicht. Sie zeigen, wie sehr die Menschen die Arbeit der in der Landwirtschaft Tätigen wertschätzen und zwar insbesondere in Krisenzeiten, wie wir sie gerade mit der Corona-Pandemie erleben. Juliane RumpfDie Systemrelevanz der Landwirtschaft rückt in den Fokus. Es wird den Menschen klar, wie wichtig und wertvoll Landwirtschaft in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, in ihrer Region für die tägliche Versorgung mit Nahrungsmitteln ist. Dieses äußert sich zurzeit auch mit einem erfreulichen Absatzzuwachs der Betriebe mit Direktvermarktung.

Daneben zeigt die Umfrage erwartungsgemäß auch den großen Umfang gesellschaftlicher Leistungen, die die Bevölkerung von der Landwirtschaft erwartet. Hier tut sich jedoch eine Kluft auf. Die Landwirte und Landwirtinnen müssen ihre Familien von ihrer Arbeit ernähren können. Daher ist es unabdingbar, dass diesen gesellschaftlichen Forderungen entsprechende Entlohnungsansätze gegenüberstehen. Hier erwarte ich mehr moderne, richtungsweisende Politik für die neue EU-Förderperiode. Mit einer stärkeren Betonung der zweiten Säule bei den Umwelt- und Klimaschutzprogrammen sowie einer Förderung von Maßnahmen zur Erhöhung der Tierwohlstandards könnten dieser gesellschaftliche Konflikt und zugleich die dringend erforderlichen Aufgabenstellungen im Umwelt- und Klimaschutz – endlich – gelöst werden. Denn die Landwirtschaft der Zukunft wird aus meiner Sicht so aussehen, dass wir auf den natürlichen Gunststandorten weiterhin intensiv Landwirtschaft betreiben und Nahrungsmittel in guter Qualität sowie Grundstoffe für erneuerbare Energien erzeugen. Dabei werden die Auflagen zum Schutz von Natur, Umwelt und Klima stetig steigen.

Daneben sehe ich die Landwirtschaft immer stärker im Dienst der Gesellschaft, indem sie Sonderleistungen für den Arten-, Boden-, Gewässer-, Klima- und Tierschutz erbringt. Diese Leistungen müssen künftig nicht nur mit dem Ausgleich entgangenen Nutzens und höherer Kosten (wie heute), sondern endlich auch mit einer angemessenen Einkommenskomponente bedacht werden. Nur dann sind die Programme attraktiv für die Landwirtschaft, nur dann erhöhen sie die Chancen von Landwirtinnen und Landwirten auf kleineren Betrieben und solchen mit ungünstigeren Produktionsbedingungen. Auch das ist eine breit getragene politische Zielsetzung. Die gesellschaftliche Kluft zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft könnte sich schließen. Eigentlich eine einfach zu lösende Aufgabe für alle politisch Verantwortlichen!

Und wie werden diese Aufgaben derzeit von den deutschen Landwirten Ihrer Ansicht nach erfüllt?


Fragt man die Bevölkerung, in welchen Punkten sie die von der Landwirtschaft erwarteten Leistungen heute bereits erfüllt sieht, steht die Versorgungssicherheit an erster Stelle. In allen Regionen, Alters- und Einkommensschichten sind die Menschen zu insgesamt 88 Prozent zufrieden. Schlusslicht bei der wahrgenommenen Realität ist das Tierwohl. Nur 39 Prozent der Bevölkerung erkennen an, dass die Standards eingehalten werden. Am wenigsten davon überzeugt sind die 30- bis 39-jährigen Befragten, die Gruppe der Schüler und die Menschen in Berlin.

"Wertschätzung, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft erhalten"

Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Dieses Ute VolquardsenChart zeigt, dass die große Mehrheit der Bevölkerung in unserem Land mit der ureigenen Aufgabe der Landwirtschaft, nämlich die Ernährung zu sichern, darunter auch mit regionalen und ebenso bezahlbaren Lebensmitteln, zufrieden ist. Corona hat uns zuletzt allen eindringlich vor Augen geführt, wie wichtig regionale Lieferketten sind, wie groß teils die Abhängigkeiten vom Ausland sind, und wie fragil das globale System in der Krise sein kann. Plötzlich hieß es (endlich) wieder: Landwirtschaft ist systemrelevant! Das freut mich als Landwirtin und als Präsidentin einer Landwirtschaftskammer doppelt.

Dennoch müssen wir als Branche selbstkritisch zur Kenntnis nehmen, dass es gerade die jungen Verbraucher und Verbraucherinnen sind, - die Zukunft unserer Gesellschaft -, die der Landwirtschaft kritisch gegenüberstehen (siehe Chart). Das mag zum einen mit einer immer größeren Entfremdung von der modernen Arbeitsweise und dem Leben auf dem Lande zu tun haben, zum anderen aber auch mit unerfüllten Wünschen nach mehr Anstrengungen zum Klimaschutz, der Erhaltung der Artenvielfalt und Förderung des Tierwohls. Die Agrarbranche sollte sich hier auf der einen Seite lösungsorientiert zeigen und auf der anderen Seite noch mehr kommunizieren, dass sie ihren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leistet und bereit ist, auch künftig zu leisten. Diese Anstrengungen dürfen, wenn sie politisch „verordnet“ werden, jedoch nicht dazu führen, dass bestimmte Betriebszweige unrentabel werden und ins Ausland verlagert werden. Letztlich geht es hier also um Wertschätzung, Wertschöpfung und die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen landwirtschaftlichen Produktion in unserem Land.

Welche der folgenden Aufgaben sollten die deutschen Landwirte jetzt und in Zukunft für unsere Gesellschaft erfüllen? = SOLL

Und wie werden diese Aufgaben derzeit von den deutschen Landwirten Ihrer Ansicht nach erfüllt? = IST


Tierwohl offenbart Widerspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Nur 39 Prozent der Befragten sind mit der Einhaltung der Tierwohl- Standards in der Landwirtschaft zufrieden. Aber 91 Prozent der Bevölkerung erwarten, dass sich in diesem Punkt mehr verbessert. Mehr als die Hälfte der Menschen sind also mit der wahrgenommenen Realität unzufrieden. So groß ist die Diskrepanz bei keinem anderen Aspekt dieses Fragenkomplexes. Nur noch beim Schutz der Umwelt und des Klimas bzw. der Förderung der Artenvielfalt gehen mit 42 bzw. vierzig Prozent Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander. Weniger groß ist der Abstand in der Erwartung der Bevölkerung, dass die Landwirtschaft zur Energieversorgung beiträgt (17%) oder in der Einschätzung von deren Fortschrittlichkeit (15%).

In einem Punkt werden die Erwartungen der Bevölkerung an die Landwirtschaft übertroffen

Fast drei Viertel der Befragten erkennen an, dass die Landwirtschaft preiswerte Nahrungsmittel produziert. Erwartet hatten das gerade mal 46 Prozent der Bevölkerung.

local market

↪ 97%: Regionale Versorgung – besser als erwartet

In den persönlichen Erlebnisbereichen nähern sich Wunsch und Wirklichkeit einander deutlich an

Die wahrgenommene Realität kann durch Beiträge in Medien und Online-Netzwerken beeinflusst werden. Verfügen die Befragten jedoch über eigene Erfahrungen, fallen die Ergebnisse anders aus: Dann liegen z.B. nur noch acht oder zwölf Prozent zwischen dem Wunsch der Menschen nach einer Versorgung mit regionalen Lebensmitteln bzw. der Versorgung in Krisenzeiten und der wahrgenommenen Realität.

"Wir brauchen digitale Lösungen im Stall und auf dem Acker"

Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft

Die Corona-Krise hat uns allen gezeigt, local marketdass volle Regale keine Selbstverständlichkeit sind. Vielen ist wieder stärker bewusst geworden, warum wir eine erfolgreiche heimische Land- und Ernährungswirtschaft brauchen. Den Umfragen unseres Ministeriums zufolge hat für fast 40 Prozent der Menschen durch Corona die Bedeutung der Landwirtschaft nochmals zugenommen. Dass diese systemrelevant ist, stellt sicher niemand mehr infrage. Das dokumentiert auch die Gegenüberstellung von Aufgabenanspruch und Aufgabenerfüllung dieser Studie. Sie zeigt, dass die Menschen sich von der Landwirtschaft gut versorgt fühlen, auch in der Krise. Und dass sie sich mehr regionale Produkte wünschen.

Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass die Bevölkerung einen hohen Anspruch an die Landwirtschaft im Hinblick auf den Schutz von Umwelt, Natur und Klima hat, dass Tierwohl einen hohen Stellenwert einnimmt. Die Ergebnisse zeigen aber, dass viele der Studienteilnehmer diesbezüglich noch mehr Leistungen von der Landwirtschaft erwarten. Wie das gelingen kann? Indem die Landwirtschaft noch nachhaltiger arbeitet, ökologisch-produktiv ist. Dazu brauchen wir digitale Lösungen im Stall und auf dem Acker, müssen bei der Züchtung auch mit neuen Technologien vorankommen und sollten auch bei der Düngung und im Pflanzenschutz noch besser und effektiver werden.

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Bildquellen

Titelbild, Trecker Gemuese: adobeStock_© magdal3na
Chart-1, Aufgaben Soll: i.m.a-eV_© Sarah Kienapfel
Landschaft, Luftbild: adobeStock_© TRFilm
VW-Bus, Praxis-Theorie: adobeStock_© Thomas Reimer
Drohne Feld Landwirtin: adobeStock_© scharfsinn86
Dr. Juliane Rumpf: © Ulrike Baer
Chart-2, Aufgaben Ist: i.m.a-eV_© Sarah Kienapfel
Ute Volquardsen: LWK Schleswig-Holstein_© Iris Jäger
Chart-3, Soll-Ist-Vergleich: i.m.a-eV_© Sarah Kienapfel
Wochenmarkt Corona-Maske: adobeStock_© Valeria Schettino
Julia Klöckner: © CDU Rheinland-Pfalz

Emnid-Studie 2020 Kapitel-2

Studien und Analysen

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2020 von KANTAR Emnid im Auftrag des information.medien.agrar e.V. anlässlich des 60-jährigen i.m.a-Jubiläums.

Wasser darf was kosten

Wertewandel

Bisher wurde immer wieder angenommen, dass die Zahlungsbereitschaft der Mehrheit der Bevölkerung für Lebensmittel aus artgerechter Tierhaltung am höchsten ist. Das war ein Irrtum. Noch wichtpiger ist den Menschen sauberes Grundwasser.

Tierhaltung, regional erzeugte Lebensmittel, der Erhalt der Artenvielfalt, weniger Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder die klimafreundliche Herstellung von Produkten - alles hat für die Bevölkerung weit weniger Bedeutung.

Die Zahlungsbereitschaft für sauberes Wasser ist bei den Bundesbürgern höher als für jede andere Leistung. Obwohl die Wasserversorgung in Deutschland ein deutlich höheres Niveau als in anderen vergleichbaren Ländern hat, wären die Menschen bereit, für die Sicherstellung dieser Versorgung künftig noch mehr Geld auszugeben.

Angenommen, für einige Dinge müssten Sie künftig mehr Geld ausgeben. Wie wichtig wären Ihnen dann folgende Dinge?


Frauen haben höhere Zahlungsbereitschaft

Das von den Vereinten Nationen verbriefte Menschenrecht auf sauberes Wasser ist auch für die Bevölkerung in Deutschland ein wichtiges Gut. 82 Prozent der Befragten würden dafür mehr Geld ausgeben - um zehn Prozent sogar deutlich mehr Frauen als Männer.

Auch in allen anderen in der Umfrage genannten Punkten sind die Frauen bereit, mehr als die Männer zu bezahlen: Bei der artgerechten Tierhaltung sind es 16 Prozent, beim Erhalt der Artenvielfalt 14 Prozent, die eine höhere Zahlungsbereitschaft haben. Jeweils zwölf Prozent beträgt der Abstand der Frauen zur Zahlungsbereitschaft der Männer bei regionalen Lebensmitteln und einer Verringerung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln.

Was hohen und niedrigen Einkommensschichten besonders wichtig ist

Mit 89 Prozent gibt es in den Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 1.500 Euro die größte Zahlungsbereitschaft für sauberes Grundwasser. Sie liegt sogar um zehn Prozent über der von Haushalten mit mehr als 3.500 Euro Nettoeinkommen.

Dagegen sind Haushalte mit hohem Einkommen zu 66 Prozent bereit, für regionale Lebensmittel mehr Geld auszugeben; besonders in der Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren (71%), in Sachsen und Thüringen (72%) sowie in Baden-Württemberg (70%).

Die höchste Zahlungsbereitschaft für eine artgerechte Tierhaltung ist mit 74 bzw. 72 Prozent in der Bevölkerung zwischen 30 und 39 Jahren sowie bei den Senioren über sechzig Jahren verbreitet.

Mit 76 Prozent ist den Befragten in Berlin der Erhalt der Artenvielfalt um mehr als ein Drittel wichtiger als den Menschen in allen anderen Bundesländern.

  • Max Mustermann

    ↪ 82%: Sauberes Grundwasser ist mehr Geld wert

  • Bild-2

    ↪ 70%: Zahlungsbereitschaft für mehr Tierwohl

  • Bild-3

    ↪ 60%: Für regionale Lebensmittel wird gerne mehr ausgegeben

"Es ist leichter, zu sagen, dass man mehr Geld für Tierwohl ausgeben würde, als es dann auch wirklich zu tun"

Josef Seitz, Landwirt in Oberbayern

Als Bauernfamilie betreiben wir Hopfenanbau, Josef SeitzSchweinehaltung und Ackerbau, und produzieren, was der Handel sucht. Produkte, die immer gleich sind und die sich nicht ständig in Qualität, Größe, Gewicht und vielen weiteren Merkmalen ändern. Es gibt natürlich auch Marktlücken wie die Direktvermarktung am Hofladen, die für uns jedoch auch erst einmal mit Kosten verbunden ist und viel Zeit benötigt. Und wenn der Hofladen zu weit vom Verbraucher entfernt ist, deckt der Umsatz kaum die Kosten. Somit ist Direktvermarktung nicht für jeden Betrieb geeignet.

Sauberes Grundwasser ist für uns Landwirte die Grundlage erfolgreicher Arbeit; und nicht nur, weil auch wir an unsere Kinder denken. Wir düngen nur so viel, wie es unsere Pflanzen zum Wachstum brauchen. Je mehr dabei unsere Arbeit eingeschränkt wird, umso größer wird das Risiko, dass unsere Pflanzen nicht gedeihen und Ernten ausfallen.

Das von Verbrauchern gepriesene Interesse an mehr Tierwohl kommt bei vielen Umfragen zur Geltung, jedoch ist der Absatz der Tierwohlprodukte eher gering. Es ist leichter, in einer Umfrage zu sagen, dass man mehr Geld für Tierwohl ausgeben würde, als es dann auch wirklich zu tun, wenn beim Einkaufen die SUPER-RABATTE mit billigstem Fleisch locken.

Wäre das Kaufinteresse der Verbraucher anders, würden z.B. Supermärkte dies wahrnehmen und ihr Sortiment umstellen. Schlachthöfe würden die Forderungen der Vermarkter zu spüren bekommen und müssten dann mehr Geld für Tierwohlhaltung ausgeben, um mehr Tiere aus diesen Haltungssystemen zu bekommen, die sich der Verbraucher wünscht. Dann wären auch bei uns Landwirten die Preise besser und es würden sich vielleicht mehr Betriebe eine Umstellung überlegen. Es entscheidet also am Ende immer der Verbraucher, welche Produkte und Haltungssituationen er fördert.

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Bildquellen

Euro-Wasser: AdobeStock_© K.-U.Häßler
Hand im Wasser: AdobeStock_© Wunderbild
Frau mit Schweinen: i.m.a/Timo Jaworr
Hofladen: i.m.a/Timo Jaworr
Josef Seitz: privat

Emnid-Studie 2020 Kapitel-3

Studien und Analysen

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2020 von KANTAR Emnid im Auftrag des information.medien.agrar e.V. anlässlich des 60-jährigen i.m.a-Jubiläums.

Gute Herkunft

Wo ihr Fleisch herkommt, ist den Verbrauchern in Deutschland wichtig. Größtes Vertrauen genießen heimische Produkte. Auch international ist die Herkunftsbezeichnung "Made in Germany" beim Fleisch ein Zertifikat für Qualität.

Einmal angenommen, Sie hätten beim Einkauf die Wahl zwischen einem Stück Fleisch aus Deutschland und einem gleichen Stück Fleisch aus dem Ausland. Für welches würden Sie sich entscheiden oder wäre Ihnen das egal?


Deutschland spielt(e) in der Export-Oberliga mit

Die Europäer lieben deutsches Schweinefleisch. Mehr als drei Viertel wird in die EU-Länder exportiert; besonders viel nach Italien. Inzwischen nimmt jedoch die Nachfrage aus China rapide zu. 2020 hat das Land erstmals Italien als Hauptabnehmer überholt - bis ein Exportstopp wegen der Afrikanischen Schweinepest den Handel zusammenbrechen ließ.

Bislang gehörte Deutschland zu den Top-3-Ländern beim Export von Schweinefleisch. Der Weltmarktanteil lag bei mehr als 15 Prozent. Die Unterschiede zu den Spitzenreitern Spanien und USA waren marginal und lagen im Nachkommabereich. Gegenüber Dänemark und den Niederlanden betrug der Abstand fast sieben Prozent. Das bewies: Deutsches Schweinefleisch ist international geschätzt.

Beim Fleischexport insgesamt belegt Deutschland mit einem Marktanteil von knapp sieben Prozent den fünften Rang; hinter den Niederlanden. Die drei Spitzenplätze teilen sich die USA, Brasilien und Australien. Die USA exportieren fast doppelt so viel Fleisch wie Deutschland.

Fleisch aus Deutschland wird vor allem von älteren Zielgruppen bevorzugt
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↪ 87%: Lieber Fleisch aus Deutschland

Auch hierzulande wissen die Verbraucher die Qualität einheimischen Fleisches zu schätzen. 87 Prozent der Bevölkerung würden deutsches Fleisch der Importware vorziehen. Bei den Menschen jenseits der Fünfzig sind es sogar 91 Prozent. Fleisch aus Deutschland ist zu 90 Prozent besonders in Bayern begehrt. Fleisch aus dem Ausland wird bei den Befragten in Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen-Anhalt geschätzt - auf einem geringen Niveau von acht Prozent. In den anderen Bundesländern liegt das Interesse gerade mal bei einem Prozent oder sogar unterhalb der Messgrenze.

Beim Fleisch hat allenfalls das Einkommen Einfluss auf die Frage nach der Herkunft

Mit 92 Prozent kaufen vor allem Haushalte Fleisch aus Deutschland, die über ein monatliches Nettoeinkommen von mehr als 3.500 Euro verfügen. Wo weniger als 1.500 Euro im Monat zur Verfügung stehen, sind es immer noch 74 Prozent der Haushalte, die einheimisches Fleisch bevorzugen. Aber auch 19 Prozent der Befragten geben an, die Herkunft sei ihnen egal - mehr als drei Mal so viel wie bei den Spitzenverdienern.

Fast sechzig Kilo Fleisch verzehrt der Bundesbürger im Jahr - Tendenz abnehmend. Nach Schweinefleisch mit mehr als 34 Kilo ist es vor allem Geflügel mit knapp 14 Kilo. Der Rindund Kalbfleischverzehr bringt es gerade mal auf zehn Kilo pro Jahr in der bundesdeutschen Bevölkerung.

"Eine nachhaltigere und tiergerechtere Landwirtschaft ist unumgänglich"

Dörte Elß, Vorstand Verbraucherzentrale Berlin

Die vorliegende Umfrage zeigt, doerte elssdass Verbraucher und Verbraucherinnen heute bewusster konsumieren und sich immer mehr damit beschäftigen, woher ihre Lebensmittel kommen. Mit dem Einkauf des heimischen Fleischs wollen sie sowohl die heimischen Betriebe als auch regionale Wertschöpfungskreisläufe fördern. Dies wird wahrscheinlich in Zukunft noch verstärkt. Nicht nur die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass funktionierende Versorgungsstrukturen innerhalb eines Landes wichtig sind.

Die Zukunft der Landwirtschaft und damit auch der Lebensmittelproduktion wird einigen Wandel mit sich bringen. Nährstoffüberschüsse, Artenrückgang, Klimawandel und Tierwohl sind einige der Probleme, für die Lösungen gefunden werden müssen.

Eine nachhaltigere und tiergerechtere Landwirtschaft ist unumgänglich, um auch in Zukunft eine gute Versorgung der Bevölkerung gewährleisten zu können. Der Pflanzenbau sollte Umwelt und Naturschutz in Einklang bringen und gleichzeitig widerstandsfähig gegenüber Wetterereignissen sein. Die Tierhaltung muss insgesamt tiergerechter und für den Verbraucher transparenter, zum Beispiel über ein staatliches Tierwohllabel, gekennzeichnet werden. Dafür bedarf es neben Innovationen auch bewährter Techniken und Methoden, wie sie heutzutage zum Beispiel im Bio-Landbau schon angewendet werden.

Die EU-Agrarpolitik muss gezielt dafür eingesetzt werden, nachhaltige und tiergerechte Produktionsweisen zu fördern, denn nur so können Ressourcen langfristig genutzt werden. Die Initiierung und Stärkung regionaler Wertschöpfungskreisläufe fördert einerseits den für die Landwirtschaft wichtigen ländlichen Raum und führt gleichzeitig dazu, dass der Verbraucherwunsch nach regionalen Lebensmitteln erfüllt werden kann. Bei alldem ist es besonders wichtig, dass verlässliche gesetzliche Regelungen zur Kennzeichnung regionaler Lebensmittel entstehen, denn nur so können Verbraucher und Verbraucherinnen mit einer bewussten Kaufentscheidung diesen Wandel auch unterstützen.

Und einmal angenommen, das Stück Fleisch aus dem Ausland kostet Sie 5 Euro. Wie teuer dürfte das Fleisch aus Deutschland dann sein, sodass Sie es gerade noch kaufen?

Bei einem Angebotspreis von 5 Euro für ausländisches Fleisch liegt die maximale Zahlungsbereitschaft für deutsches Fleisch bei...

Für deutsches Fleisch wird gerne mehr Geld ausgegeben

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↪ 21%: Fleisch aus Deutschland dürfte bis zu sechs Euro teurer sein

Acht von zehn Befragten, die Fleisch aus Deutschland bevorzugen, würden dafür auch mehr Geld ausgeben. Durchschnittlich 8,71 Euro würden sich die Verbraucher ein Stück deutsches Fleisch kosten lassen, wenn ein vergleichbares Produkt aus dem Ausland fünf Euro kosten würde.

Senioren über sechzig Jahre würden im Durchschnitt drei Euro mehr und damit maximal 8,05 Euro bezahlen, während junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren die höchste Zahlungsbereitschaft haben. Sie würden für durchschnittlich 9,33 Euro ein Stück Fleisch aus heimischer Produktion kaufen. Ähnlich viel, 9,27 Euro, wären Befragte aus der Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren bereit zu zahlen.

Mit dem Bildungsstand steigt auch die Zahlungsbereitschaft. Mit 8,86 Euro für ein Stück Fleisch aus Deutschland ist sie bei Menschen mit Abitur und Studium am höchsten. Beim monatlich verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen gibt es diese Tendenz nicht. Hier sind zwar die Haushalte mit mehr als 3.500 Euro Monatseinkommen bereit, bis zu 4,02 Euro mehr zu bezahlen. Aber auch die Haushalte, denen maximal nur 1.500 Euro monatlich zur Verfügung stehen, wären immer noch bereit, 3,82 Euro draufzulegen.

Die Menschen mit der höchsten Zahlungsbereitschaft für einheimisches Fleisch leben in Sachsen und Thüringen. Dort ist man bereit, 9,38 Euro auszugeben - beinahe das Doppelte gegenüber importiertem Fleisch. Auch in Bayern liegt die Zahlungsbereitschaft mit 9,08 Euro deutlich über dem Durchschnitt. In allen anderen Bundesländern sind die Menschen nicht bereit, derart tief in die Tasche zu greifen. Am geringsten ist die Zahlungsbereitschaft in Baden- Württemberg, wo die Befragten 8,32 Euro ausgeben würden. Aber auch damit wäre ihnen ein Stück einheimisches Fleisch immer noch 3,32 Euro mehr wert als ausländische Ware.

"Preise für Fleisch- und Wurstwaren müssen mittel- bis langfristig steigen"

Sarah Dhem, Fleischermeisterin und Präsidentin Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie e.V.

Sarah Dhem

Qualitative Eigenschaften von Fleisch lassen sich nicht für ein gesamtes Land treffen und laufen dem Gedanken eines Binnenmarktes zutiefst zuwider, eine Abgrenzung innerhalb der EU ist aus hygienischen und gesundheitlichen Eigenschaften in keiner Weise begründbar. Unabhängig vom Wunsch vieler Verbraucher nach regionalen Produkten, dem wir selbstverständlich auch in der Lebensmittelindustrie gerne nachkommen: Es muss unsere gemeinsame Aufgabe sein, uns deutlich gegen eine aufkommende „Re-Nationalisierung“ der Märkte und einen Protektionismus auszusprechen, die den Wohlstand und den Zusammenhalt in Europa gefährden. Wir importieren innerhalb der EU und wir exportieren noch viel mehr. Die Landwirtschaft in Deutschland hatte durch diese Entwicklung starke Wachstumsmöglichkeiten in den letzten Jahren. Das sollten wir bei allen guten Gedanken zu den Themen Regionalität und kurzen Wegen nicht plötzlich vergessen.

Generell bin ich der festen Überzeugung, dass Preise für Fleischund Wurstwaren mittel- bis langfristig steigen müssen. Nur so können wir über die Landwirtschaft bis hin zur Verarbeitungsbranche im Hinblick auf Anforderungen an unsere Umwelt, das Wohl unserer Nutztiere und unsere Mitarbeiter nachhaltig erfolgreich arbeiten. Wir müssen gemeinsam viele Aufgaben angehen, das geht weder in Deutschland noch in Europa zu Schleuderpreisen. Also gilt es, die Wertigkeit für unsere Produkte in der Gesellschaft wieder voranzubringen – ohne daraus ein Luxusgut zu kreieren.

Es wird eine Gratwanderung in den nächsten Jahren, eine ausgewogene Ernährung auch mit Fleisch- und Wurstwaren in Einklang zu bringen mit unseren Ressourcen und unseren Ansprüchen. Was das angeht machen Ihre Umfrageergebnisse definitiv Mut! Zeigen sie doch, dass die Befragten in fast allen Fällen bereit sind, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben.

"Hohe Produktqualität und transparente Partnerschaft honorieren unsere Kunden"

Friedhelm Dornseifer, Selbstständiger Lebensmittelkaufmann und Präsident Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V.

Friedhelm Dornseifer

Neben dem Geschmack spielt Regionalität für die Lebensmittelwertschätzung der Verbraucher eine große Rolle. Für regionale Produkte zahlen sie gern einen Mehrpreis, weil die kurze Lieferkette transparent ist und weil sie sich mit den Erzeugern von nebenan emotional verbunden fühlen.

Als Lebensmittelkaufmann pflege ich mit vielen Bauern aus unserer Region seit Jahren gute und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen. Sie erscheinen regelmäßig mit ihren Produkten in unseren Handzetteln. Neben der hohen Produktqualität ist es diese transparente Partnerschaft, die unsere Kunden honorieren. Solche regionalen Wertschöpfungskooperationen sind eine gute Möglichkeit, dass unsere Bauern auch in Zukunft als freie Unternehmer in einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft rentabel arbeiten können.

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Bildquellen

Fleisch-Weltkartel: adobeStock_© freshidea
Europa-Fahnen: AdobeStock_© artfocus
Dörte Elß: Thorsten Greb
Einkauf: AdobeStock_© Robert Kneschke
Sarah Dhem: Timo Lutz Werbefotografie
Friedhelm Dornseifer: BVLH Wagenzik

Emnid-Studie 2020 Kapitel-4

Studien und Analysen

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2020 von KANTAR Emnid im Auftrag des information.medien.agrar e.V. anlässlich des 60-jährigen i.m.a-Jubiläums.

Anders essen

Was heute noch das Image sonderbarer Delikatessen hat oder deren Verzehr als Mutprobe wirkt, könnte in naher Zukunft unsere Speisenpläne bereichern: Insekten und Algen. Immer mehr Menschen zeigen sich offen für diese Alternativen in der Ernährung.

Was meinen Sie, könnte der weltweit immer größere Bedarf an Lebensmitteln in Zukunft durch vermehrten Verzehr von Lebensmitteln aus Insekten oder Algen gedeckt werden?


Die Zukunft unserer Ernährung ist auch eine Altersfrage

Die Weltbevölkerung wächst; in dreißig Jahren werden voraussichtlich neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Wie werden sie sich ernähren? Und vor allem: Werden die vorhandenen Nahrungsmittel ausreichen?

Die Suche nach neuen Lebensmitteln treibt Forscher und Unternehmer an. In Deutschland gibt es Unternehmen, die Anlagen bauen, in denen Algen als Sauerstoffproduzenten, Biomasse oder Lieferanten von Eiweiß, Kohlenhydraten und Omega-3-Fettsäuren gezüchtet werden. Andere Spezialisten vertreiben bereits seit vielen Jahren Speise-Insekten und Insektenprodukte als „Fleisch der Zukunft“, das Proteine, Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe enthält. Weltweit gelten mehr als 1.900 Insektenarten als essbar. In Deutschland werden zurzeit Heuschrecken, Grillen, Mehl- und Buffalowürmer zu Nahrungsmitteln verarbeitet. Erste Supermarktketten haben bereits Insektenprodukte im Sortiment und auch der Online-Handel nimmt zu.

Mit der Verbreitung der Produkte nimmt die Skepsis der Bevölkerung gegenüber dieser neuen Form der Ernährung ab. Weniger als die Hälfte, 47 Prozent der Befragten, lehnen den Verzehr von Lebensmitteln aus Algen und Insekten ab. Aber mit 45 Prozent stellen sich beinahe ebenso viele Menschen vor, dass wir den immer größer werdenden Bedarf an Lebensmitteln künftig auf diese Weise decken können.

Dabei sind Frauen noch skeptischer als Männer. Während 55 Prozent der männlichen Befragten Algen und Insekten als Nahrungsalternative anerkennen, wird sie von 56 Prozent der Frauen abgelehnt. Die Zustimmung ist mit 56 Prozent bei jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren ebenso groß wie die Ablehnung unter Senioren jenseits von sechzig Jahren. Befragte mit höherer Bildung wie Abiturienten und Studenten befürworten zu 55 Prozent diese neue Ernährungsform, während sie von Menschen mit Volks- und Hauptschulbildung zu 54 Prozent abgelehnt wird. Hoch ist die Ablehnung auch bei den Befragten in Baden- Württemberg (57%), in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (55%). Dagegen sind die Menschen in Berlin zu 73 Prozent davon überzeugt, dass Algen und Insekten zur Deckung des zunehmenden Bedarfs an Lebensmitteln beitragen können.

Werden also deutsche Landwirte künftig auch Insekten züchten und Algen anbauen?

  • Max Mustermann

    ↪ 47%: Skepsis bei Algen und Insekten als Nahrung

  • Bild-2

    ↪ Weltweit sind mehr als 1.900 Insektenarten essbar

  • Bild-3

    ↪ 45%: Zustimmung bei Insekten und Algen als Nahrung

"Wir werden eine radikale Veränderung in der Gewinnung pflanzlicher Grundstoffe erleben"

Gunnar Mühlstädt, Gründer und CEO der MINT Engineering GmbH

Ich bin sehr positiv überrascht, Gunnar Mühlstädtdass knapp die Hälfte aller Befragten einschätzt, dass zukünftig Algen als Alternative zur Deckung der Versorgung mit Lebensmitteln in Betracht kommen. Das zeigt mir ganz deutlich, dass den Menschen mittlerweile sehr bewusst ist, dass es drastische Veränderungen in der Landwirtschaft und Produktion von Nahrungsmitteln geben muss, um die Menschheit auch in Zukunft ausreichend und gesund ernähren zu können.

Mikroalgen werden dabei eine ganz wichtige Rolle einnehmen, da zur Kultivierung keine fruchtbaren Ackerflächen notwendig sind, die Produktion der Lebensmittel auch in urbanen Räumen direkt beim Konsumenten ohne lange Transportwege stattfinden kann. Das zeigen auch die Herausforderungen für den Landwirt in der Zukunft. Für ihn verändert sich das Berufsbild entscheidend – weg vom Großflächen bewirtschaftenden oder in hoch optimierter Massentierhaltung arbeitenden Landwirt hin zum Betreiber von dezentralen aquatischen Systemen. Wir werden eine radikale Veränderung in der Gewinnung landwirtschaftlicher pflanzlicher Grundstoffe erleben. Es bedarf eines neuen Verständnisses für die Produktion von Lebensmitteln, da es sich um völlig andere Pflanzen und technische Systeme handelt; neues Fachwissen muss vermittelt werden. Das macht den Beruf des „Landwirtes“ aus meiner Sicht jedoch nicht weniger attraktiv, denn schon heute ist die klassische Landwirtschaft bereits hoch technologisiert, und Landwirte sind aus meiner Erfahrung sehr offen für technische Innovationen. Die Integration von lebensmittelproduzierenden Systemen in Kreislaufprozesse wird auch die Komplexität der Systeme weiter erhöhen, Lebensmittelproduktion wird zukünftig ein aktiver Beitrag einer positiven Klimapolitik – und auch hier ist eine Neuordnung der Agrarsysteme politisch wie auch förderpolitisch notwendig, denn ohne eine politische Unterstützung wird es schwierig, diese Innovationen gegen subventionierte traditionelle Modelle durchsetzen zu können.

Es beginnt ein sehr spannender Prozess einer Agrarwende, den wir mit der Etablierung von wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Systemen zur Algenkultivierung gemeinsam mit vorantreiben möchten.

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Algenproduktion: MINT
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Gunnar Mühlstädt: MINT

Emnid-Studie 2020 Kapitel-5

Studien und Analysen

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2020 von KANTAR Emnid im Auftrag des information.medien.agrar e.V. anlässlich des 60-jährigen i.m.a-Jubiläums.

Wie weiter?

Klimawandel

Heiße Sommer, milde Winter, zu wenig Regen in den Wachstumsperioden der Pflanzen – das Wetter ist seit jeher ein Unsicherheitsfaktor für die Landwirtschaft.

Während sich die Bauern einst auf die vier Jahreszeiten mit ihren klimatischen Eigenheiten einstellen konnten, wird dies zunehmend komplizierter. Denn der Klimawandel mit großer Trockenheit oder extremen Regenfällen macht auch der Landwirtschaft zu schaffen.

Ernteausfälle haben Auswirkungen auf die Preis- und Einkommenssituation der Bauernfamilien. Wenn dann auch noch die Gleichung von Nachfrage und Angebot den Preis nicht mehr beeinflusst, wird es auch schwer, einen Betrieb an die nachfolgende Generation zu übergeben.

Was werden in der Zukunft die größten Herausforderungen für die deutschen Landwirte sein?


Mehr Verbraucher haben Probleme häufiger im Blick

Milde Winter können das Wachstum von Schädlingen im Pflanzenanbau begünstigen, aber auch Vegetationsphasen verlängern und Erträge steigern. So liegen Leid und Freud in der Landwirtschaft nah beieinander.

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↪ 80%: Künftig unsichere Preis- und Einkommenssituation

Das wird auch in der Bevölkerung erkannt. 86 Prozent der Befragten bezeichnen daher den Klimawandel als künftig größte Herausforderung für die deutschen Landwirte. Diese Einschätzung wird von allen Bevölkerungsschichten in allen Bundesländern geteilt, und mit neunzig Prozent ganz besonders bei den Schülern. Auch in Hessen, Rheinland- Pfalz und dem Saarland ist diese Herausforderung bei 92 Prozent der Befragten sehr präsent. Dort wird außerdem mit 87 Prozent die unsichere Preis- und Einkommenssituation in der Landwirtschaft deutlicher als in anderen Bundesländern als Herausforderung für die Bauernfamilien genannt.

Insbesondere Befragte mit Volksund Hauptschulbildung benennen die Preis- und Einkommenssituation in der Landwirtschaft als Problem. Mit 84 Prozent liegt die Einschätzung in dieser Befragtengruppe um zehn Prozent höher als bei Menschen mit Abitur und Universitätsbildung.

Deutschlandweit waren den Befragten zu 77 Prozent die Schwierigkeiten bewusst, die mit der Suche nach einem Nachfolger für die Übergabe eines Bauernhofs verbunden sind.

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↪ 77%: Probleme bei der Hofübergabe

In einzelnen Bundesländern lag dieses Problembewusstsein mit bis zu 86 Prozent sogar über dem Durchschnitt; nur in Berlin nicht, wo fast der Hälfte aller Befragten offenbar die entsprechende Empathie fehlte – was ein Indiz für die Ferne der Hauptstädter von der Landwirtschaft sein kann.

Einer mangelnden Wertschätzung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit sind sich bundesweit 69 Prozent der Befragten bewusst – am seltensten Abiturienten und Uni-Absolventen (60%), Befragte in Nordrhein- Westfalen (59%), und Single-Haushalte (62%).

"Als Landwirt sehe ich derzeit keine Probleme bei der Durchführung verschiedener Klimaziele"

Hannes-Friedrich Böse, Landwirt in Niedersachsen

Die Gesellschaft geht mit der Zeit Hannes-Friedrich Böseund der Zukunft, warum sollte die Landwirtschaft stehen bleiben?! Wir bewegen uns von einer Nachkriegsgeneration zu einer Überflussgesellschaft. Freizeit- und Konsumstress prägen den Alltag der heutigen Gesellschaft. Alles Erschwingliche steht jederzeit zur Verfügung, ob Bananen aus Übersee oder Wildfleisch aus Neuseeland. Der Verbraucher kennt keine leeren Regale, keinen leeren Magen mehr, Toilettenpapier mal außen vor … Doch ist das der richtige Weg?

Derzeit wird rund ein Drittel der Lebensmittel für die Mülltonne produziert, eigentlich eine zu verachtende Zahl für jeden, der da mitmacht. Es beginnt beim Wegwerfen, anstatt zu reparieren. Der Apfel hat eine faule Stelle? Es wird zum neuen gegriffen. Das Salatblatt hat braune Stellen? Es wird aussortiert. Die Mango liegt im Regal und entspricht auf den ersten Blick nicht unserem Idealbild einer Mango? Dann bleibt sie liegen... Übrigens hat eine Mango eine der schlechtesten Co2-Bilanzen exotischer Früchte. Bis zum Konsum hat sie 170 Gramm Co2 erzeugt. Zwar liefert sie ein extravagantes Geschmackserlebnis, doch geht dies zu Lasten des Klimas. Bei einem Graubrot sind es rund 600 Gramm Co2, doch das Brot kann eine Familie zwei Tage lang ernähren; die Mango sorgt lediglich für den kurzen Geschmackskick und füllt den Magen marginal.

Nicht die Starken und nicht die Schlauen überleben, lediglich die Anpassungsfähigen – so schreibt es die Evolutionsgeschichte...

Ob Familienbetrieb oder Agrarindustrie, wir befinden uns nicht nur in einem Wandel, auch eine Entwicklung in viele Richtungen findet statt. Ist Deutschland nicht genau für seine Wandlungsfähigkeit bekannt und sollten wir deshalb mehr darüber nachdenken, uns anzupassen?

Die gesamte deutsche Wertschöpfungskette der Landwirtschaft arbeitet auf einem Höchstniveau, effizienter als Großteile der Nachbarländer. Sie produziert für den Verbraucher, für die Gesellschaft – egal ob bei Nacht oder am Tag … Nur warum treten immer wieder Meinungsverschiedenheiten zwischen Landwirt und Verbraucher auf!?

Wir Landwirte können ohne effiziente Technologie nicht mehr produzieren. Auch wenn es den Anschein einer industriellen Produktion haben sollte, so steht größtenteils ein hocheffizientes Familienunternehmen tagtäglich dahinter.

Als Landwirt und Unternehmer sehe ich derzeit keine Probleme bei der Durchführung verschiedener Klimaziele oder der Verbesserung des Tierwohls, der Steigerung der Betriebsmitteleffizienz oder dem Erfüllen allgemeiner Verbraucherwünsche. Der Weg dahin ist jedoch steinig und holprig. Darum brauche ich als Inhaber eines Wirtschaftsunternehmens, zu dem auch ein landwirtschaftlicher Betrieb gehört, für meine langfristigen Entscheidungen eine entsprechende Planungssicherheit. Denn wir wissen, was wir tun. Landwirte verstehen ihr Handwerk, und das seit Generationen.

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Geld und Korn: adobeStock_© Alexander Yakovlev
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Hannes-Friedrich Böse: privat

Emnid-Studie 2020 Kapitel-6

Studien und Analysen

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2020 von KANTAR Emnid im Auftrag des information.medien.agrar e.V. anlässlich des 60-jährigen i.m.a-Jubiläums.

Fremde Hilfe

Ob Roboter oder Erntehelfer – die deutsche Landwirtschaft ist auf Unterstützung angewiesen. Das haben auch die Verbraucher erkannt.

Wie wird die Arbeit der Landwirte künftig aussehen?


Bedeutung der Landwirtschaft bleibt hoch

Vielen der gesellschaftlich immer wieder diskutierten Zukunftsszenarien folgen weite Kreise der Bevölkerung nicht.

So sind nur zwölf Prozent der Bundesbürger der Auffassung, dass die Bedeutung der Landwirtschaft sinken wird, weil sich immer mehr Menschen selbst versorgen. Auch nur vier von zehn Befragten erwarten, dass künftig Nahrungsmittel vermehrt in Großstädten, z.B. auf Hochhausdächern und an Hauswänden angebaut werden. Während diese Auffassung nur in Berlin mehr als die Hälfte der Befragten teilen, sind es dort mit sieben Prozent überdurchschnittlich wenige Befragte, die der Landwirtschaft eine abnehmende Bedeutung attestieren.

Zu den Erntehelfern haben Ost- und Westdeutsche deutlich unterschiedliche Ansichten

Deutschlandweit sind 78 Prozent der Menschen überzeugt, dass die Landwirtschaft ohne den Einsatz ausländischer Arbeitnehmer nicht funktionieren kann. Allerdings sind in diesem Punkt die Ansichten zwischen Ost- und Westdeutschland gespalten. Während acht von zehn Westdeutschen die Unverzichtbarkeit ausländischer Arbeitnehmer betonen, sind es in Ostdeutschland nur zwei Drittel der Befragten; und mit gerade mal 65 Prozent besonders wenige Menschen in Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen- Anhalt.

Einigkeit herrscht hingegen in der Einschätzung, dass künftig immer mehr Computer und Maschinen die Arbeit in der Landwirtschaft übernehmen werden. 77 Prozent der Befragten in Ost und West sind dieser Auffassung – jedoch nur 74 Prozent der Frauen, aber 81 Prozent der Männer.

  • Max Mustermann

    ↪ 78%: Ausländische Erntehelfer immer wichtiger

  • Bild-2

    ↪ 77%: Moderne Technik erledigt künftig mehr Arbeit

  • Bild-3

    ↪ 44%: Nahrungsmittel wachsen in Großstädten

"Innovative Landtechnik ist ein Werkzeug, um die Transparenz- und Qualitätsoffensive zu meistern"

Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Die Landwirtschaft ist ein Garant der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge: systemrelevant und für eine nachhaltige Grundversorgung der Menschen buchstäblich unverzichtbar. Dr. Bernd SchererUnd doch wird sie sich in den kommenden Jahren gründlich verändern müssen, denn die Ansprüche der Verbraucher steigen rasant. Mehr Transparenz heißt das Gebot der Stunde: Wo die Lebensmittel herkommen, wie sie verarbeitet wurden, was in ihnen steckt, wird immer wichtiger.

Innovative Landtechnik ist ein mächtiges Werkzeug, um die bevorstehende Transparenz- und Qualitätsoffensive erfolgreich zu meistern, zumal die technischen Möglichkeiten längst verfügbar und praxisbewährt sind. Jetzt gilt es nur noch, mit dieser Spitzentechnologie in die Breite der Landwirtschaft zu gelangen: Denn sie macht Prozesse nachvollziehbar – vom Acker bis auf den Teller. Automatisierte Maschinen und intelligente Algorithmen, die beispielsweise den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln punktgenau und sparsam gestalten, stehen dabei im Mittelpunkt. Dieselben hohen Maßstäbe gelten natürlich auch in der Tierhaltung: Wenn moderne Melkroboter den Melkvorgang erst dann starten, nachdem mittels Sensortechnik die Eutergesundheit des einzelnen Tieres überprüft wurde, so ist das ein wichtiger Beitrag für das Tierwohl.

Dass auch die digitale Landwirtschaft von morgen auf kluge, motivierte und fachlich bestens qualifizierte Menschen setzt, steht freilich außer Frage. Denn ein Mehr an komplexer Technik- und Verfahrensintelligenz lässt sich nur mit guten Leuten fruchtbar einsetzen.

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Erntehelfer: adobeStock_© JackF
Drohne: adobeStock_© kinwun
Pflanzen auf Dächern: adobeStock_© comeback images
Dr. Bernd Scherer: VDMA Andreas Varnhorn

Emnid-Studie 2020 Kapitel-7

Studien und Analysen

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2020 von KANTAR Emnid im Auftrag des information.medien.agrar e.V. anlässlich des 60-jährigen i.m.a-Jubiläums.

Alternativlos

Die deutsche Landwirtschaft bleibt auch in der Zukunft ein Garant für die Lebensfähigkeit des Landes.

Wenn Sie einmal an die künftige Entwicklung der deutschen Landwirtschaft denken, was von dem Folgenden wird da zutreffen, was nicht? Die deutsche Landwirtschaft wird...?


Vertrauen ist ein Grundpfeiler für die große Akzeptanz

Die deutsche Landwirtschaft ist modern, zukunftsgewandt und flexibel. Denn anders könnte sie im Wettbewerb nicht bestehen.

Drei Viertel der Bevölkerung vertrauen der Landwirtschaft, dass sie die Menschen mit gesunden Nahrungsmitteln versorgt. Für nahezu ebenso viele Menschen ist sie auch ein Garant für die Lebensfähigkeit und Lebensqualität Deutschlands.

Dass sich die Landwirte mehr auf den Landschaftsschutz und weniger auf die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse konzentrieren sollten, hält nur ein Drittel der Befragten für sinnvoll; überwiegend Schüler (68%). Sechs von zehn Befragten teilen die Auffassung, dass die deutsche Landwirtschaft künftig (noch) mehr zum Klimaschutz beitragen wird; mit 95 Prozent auch hier vor allem Schüler.

Landwirtschaft hat für viele Menschen auch eine kulturelle Bedeutung

Für 66 Prozent aller Befragten und mit 71 Prozent vor allem für Frauen ist die deutsche Landwirtschaft ein Teil der heimischen Kultur und Bewahrer bäuerlichen Lebens. Diese Auffassung wird besonders in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen vertreten, und zu 73 Prozent vor allem von Menschen in Haushalten mit geringem Einkommen, zwischen 50 und 59 Jahren sowie zwischen 14 und 29 Jahren (70%).

Gänzlich auf die heimische Landwirtschaft verzichten wollen gerade mal fünf Prozent der Bevölkerung. So erscheint es konsequent, dass für 87 Prozent der Bundesbürger die deutsche Landwirtschaft unverzichtbar ist.

Welchen der folgenden Aussagen stimmen Sie zu?

"Viele Menschen machen sich nicht bewusst, welchen Aufwand der Betrieb eines Hofes mit sich bringt"

Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Dr. Hanns-Christoph Eiden

Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage über die Zukunft der Landwirtschaft stimmen mich einerseits positiv: Die Menschen in unserem Land erkennen in ihrer großen Mehrheit die Leistungen der Landwirtschaft an. Sie stehen hinter den Bäuerinnen und Bauern. Aber sie äußern andererseits auch sehr deutlich ihre Erwartungen im Hinblick auf den Beitrag der Landwirtschaft zu Umwelt und Naturschutz sowie zur Versorgung der Bevölkerung mit guten Lebensmitteln.

Insgesamt, das ist meine abschließende Bemerkung zu den Ergebnissen der Umfrage, machen sich viele Menschen nicht wirklich bewusst, welchen persönlichen und finanziellen Aufwand der Betrieb eines Hofes mit sich bringt. Viele Befragte nehmen als selbstverständlich an, was mit viel Einsatz erreicht wird.

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Abendstimmung auf dem Feld: adobeStock_© juanjo
Dr. Hanns-Christoph Eiden: BLE

Emnid-Studie 2020 Seite 1

Studien und Analysen

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft

Ausblick statt Rückschau

Wie wird die Landwirtschaft der Zukunft aussehen und was sind die Herausforderungen, die in sechzig Jahren auf die Bauernfamilien zukommen? Dieser Blick in die Zukunft erscheint uns anlässlich des sechzigjährigen Bestehens des i.m.a e.V. interessanter als eine Rückschau auf die vergangenen sechs Jahrzehnte.

Bekannt ist: Immer mehr Menschen wissen immer weniger über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bauernfamilien. Waren es vor sechzig Jahren vor allem die Menschen in den Städten, die den Kontakt zur Landwirtschaft verloren hatten, so gilt das heute auch für Bevölkerungskreise, die auf dem Land leben.

Darum ist es immer wieder interessant zu erfahren, wie unsere Gesellschaft die Landwirtschaft erlebt und wie die Arbeit der Bauern und Bäuerinnen wahrgenommen wird. Schon seit vielen Jahren ergründet der i.m.a e.V. in regelmäßigen Abständen das "Image der deutschen Landwirtschaft". Im Auftrag des gemeinnützigen Vereins befragen dazu die Demoskopen von Kantar (Emnid) repräsentativ weite Kreise der Bevölkerung.

Anlässlich des i.m.a-Jubiläums 2020 haben wir den Blick in die Zukunft gerichtet. Wir wollten wissen, wie sich die Menschen die Zukunft der deutschen Landwirtschaft vorstellen. Dass die Befragungen stattgefunden haben, als die Beschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie Einfluss auf das Leben in Deutschland hatten, gibt manchen Aussagen eine ganz besondere Brisanz.


Inhaltsübersicht

Was die Masse will

Was die Bevölkerung von der Landwirtschaft erwartet und wie diese Erwartungen erfüllt werden, wird besonders dann deutlich, wenn von der Gesellschaft eine Krise bewältigt werden muss.

Auswertung

Wasser darf was kosten

Werden die Menschen gefragt, wofür sie mehr Geld ausgeben würden, stimmen manche Antworten nicht immer mit den Erwartungen überein, die man bisher von der Zahlungsbereitschaft hatte.

Auswertung

Gute Herkunft

Das Vertrauen in heimische Produkte ist bei den Verbrauchern besonders groß bei Fleisch, so dass sie bereit sind, für zuverlässige Qualität mehr zu bezahlen als Billigangebote vermuten lassen.

Auswertung

Anders essen

Um eine steigende Weltbevölkerung auch künftig ernähren zu können, werden Konsumenten umdenken und die Landwirtschaft sich auf die Produktion anderer Nahrungsmittel einstellen müssen.

Auswertung

Wie weiter?

An den Herausforderungen durch den Klimawandel wird deutlich, wie sehr sich die Bevölkerung mit den Sorgen der Landwirte auseinandersetzt und wie viel Verständnis sie dafür aufbringt.

Auswertung

Fremde Hilfe

Die Technisierung in der Landwirtschaft schreitet unaufhörlich voran, auch wenn die Menschen erkannt haben, dass die Arbeit auch künftig nicht ohne Hilfskräfte zu bewältigen sein wird.

Auswertung

Alternativlos

Ungeachtet aller Diskussionen über einen Systemwechsel in der Landwirtschaft ist sie für die Bevölkerung als Garant der Versorgungssicherheit und Heimatkultur unverzichtbar.

Auswertung

« Landwirte denken in Generationen »

Joachim Rukwied, Landwirt aus Baden-Württemberg, Vorsitzender i.m.a e.V., Präsident Deutscher Bauernverband e.V.
Joachim Rukwied

Die Zukunft der Landwirtschaft ist für uns Landwirte mehr denn je ein Thema. Die veränderten Anforderungen der Gesellschaft und die Entscheidungen der Politik stellen den gesamten Berufsstand vor große Herausforderungen. In der Vermittlung dieses Veränderungsprozesses bildet der i.m.a. e.V. eine wichtige "Brücke zur Gesellschaft".

Der i.m.a e.V. ist sechzig Jahre alt - gegründet als"Brücke zur Stadt" in Hannover, später angesiedelt in Bonn und im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands nach Berlin übersiedelt. Die Aufgaben sind stets gleich geblieben: Die Aufklärung und Information über die Landwirtschaft, die Arbeit und das Leben der Bauernfamilien.


Zunächst ging es allgemein um Informationen für die Verbraucher, doch schon bald kam die Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche hinzu. Das ist bis heute die Kernkompetenz des Vereins. Das Jubiläum ist Anlass, einen Ausblick auf die Zukunft zu geben: Landwirte denken in Generationen und fühlen sich ihrer Tradition verpflichtet. Gleichzeitig schauen wir Landwirte vorwärts, sind innovativ und stellen sicher, dass wir unsere Mitmenschen mit hochwertigen Lebensmitteln versorgen.

In einer repräsentativen Studie zur "Zukunft der Landwirtschaft" wurde die Bevölkerung gefragt, wie sie sich die Landwirtschaft in sechzig Jahren vorstellt. Auf die Frage, was die Menschen von den Landwirten in der Zukunft erwarten und wie diese Erwartungen heute bereits erfüllt werden, antwortete eine überragende Mehrheit, dass die heimische Landwirtschaft ein unverzichtbarer Garant für die Versorgung der Bevölkerung auch in Krisenzeiten ist.

Die größte Herausforderung der Landwirte ist laut Umfrage der Klimawandel. Die Menschen befürchten, dass die Bewältigung Auswirkungen auf die Preisgestaltung haben wird. Der Wunsch nach regionalen Erzeugnissen ist groß. Die Befragten gaben mehrheitlich an, Fleisch aus Deutschland vorzuziehen, auch wenn dieses signifikant teurer als Importware wäre.

Der i.m.a e.V. wertet die Ergebnisse als positives Signal für die deutschen Bäuerinnen und Bauern und als klares Bekenntnis einer Wertschätzung für die heimische Landwirtschaft. In diesem Sinne wünsche ich dem i.m.a e.V. weiterhin viel Erfolg bei seiner Informations- und Aufklärungsarbeit und danke für das großartige, langjährige Engagement.


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Titelbild Raketenjunge: AdobeStock_© AboutLife
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Fleisch-Weltkarte: AdobeStock_© freshidea
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Abendstimmung auf dem Feld: AdobeStock_© juanjo
Joachim Rukwied: DBV

Endlich: Verbraucherbildung wieder auf der Grünen Woche

Nach zwei Jahren Corona-Pause kann die Internationale Grüne Woche endlich wieder mit Publikum stattfinden. Und der i.m.a e.V. organisiert diesmal nicht nur auf seinem Wissenshof ein Bildungsprogramm mit vielen Aktivitäten für die Besucher.

Medien-Information

Endlich wieder: Verbraucherbildung auf der Grünen Woche

Der i.m.a-Wissenshof bereichert die Leistungsschau der Landwirtschaft in Berlin

Butterproduktion und Eier-Check, Boden-Analyse und Traktor-Rallye, Sensi-Bar und Schüler-Pressekonferenz: Das Angebot ist vielseitig, mit dem der i.m.a e.V. das Publikum der Internationalen Grünen Woche empfängt. Nach zwei Jahren, in denen die weltweit größte Messe der Landwirtschaft, Ernährung und des Gartenbaus aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste, geht es am 20. Januar 2023 unter dem Berliner Funkturm wieder los. Zehn Tage lang steht die Verbraucherbildung, insbesondere für junge Messebesucher, im Mittelpunkt vom i.m.a-Wissenshof in Halle 3.2 des Messegeländes.

Saisonalität und Regionalität stehen im Mittelpunkt vom Wissenstest, den Besucher der Grünen Woche auf dem i.m.a-Wissenshof an einer Sensi-Bar absolvieren können. Dabei müssen Gemüse am Geruch, per Tastsinn oder aufgrund von Fragen zu Herkunft, Anbau und Erntezeit identifiziert werden. Beim Eier-Test kann nachvollzogen werden, woran sich frische von verdorbenen Hühnereiern unterscheiden lassen. Auch die Kenntnisse der Verbraucher zum Eier-Erzeugercode stehen auf dem Prüfstand. Und schließlich darf man sich in der Butterherstellung ausprobieren – und das Produkt auch genießen. Zu allen Themen steht umfangreiches Info-Material zur Verfügung. Der i.m.a-Wissenshof bietet während der Schulstunden insbesondere für Schulklassen organisierte Erlebnisangebote, zu denen sich viele Lehrkräfte bereits mit ihren Klassen angemeldet haben.

Der gemeinnützige i.m.a e.V. kooperiert auf seinem Wissenshof auch wieder mit dem Grünen Labor Gatersleben, das zum Experimentieren einlädt. Dort darf mikroskopiert oder z.B. die DNA einer Banane extrahiert werden. Die Nachbarschaft zu den ausgestellten Landmaschinen wird auf dem i.m.a-Wissenshof mit Informationen zur Traktorentechnik, der Bodenbearbeitung und dem Smart-Farming aufgegriffen. Für die jüngsten Besucher gibt es einen Parcours, auf dem mit Trettreckern eine Traktoren-Rallye zu bewältigen ist.

Auf der Internationalen Grünen Woche ist der i.m.a e.V. nicht nur mit seinem Wissenshof präsent. Die von vielen Messen bekannte und beim Publikum beliebte Getreidetheke bereichert in diesem Jahr den Stand vom Bund der Deutschen Landjugend e.V. in der Messehalle 3.2. Dort stehen auch die vielfältigen i.m.a-Informationen zum Brotgetreide zur Verfügung.

Steigendem Zuspruch erfreut sich seit Jahren die i.m.a-Schülerpressekonferenz. Bei der letzten Grünen Woche war sie mit 500 Jungen und Mädchen bereits die größte Pressekonferenz der Messe. 2023 sind es 600 Redakteure von Schülerzeitungen, Medienarbeitsgruppen sowie weitere interessierte Schülerinnen und Schüler, die sich für die Pressekonferenz akkreditiert haben. Sie findet erstmals in der Brandenburg-Halle statt (Messehalle 21 a). Das Thema am 25. Januar 2023 lautet: „Wie sicher ist unsere Lebensmittelversorgung?“. Repräsentanten aus Landwirtschaft und Ernährungsindustrie stellen sich den Fragen der Jungen und Mädchen.

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Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.

Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Große Maschinen begeistern (auch) kleine Besucher der Grünen Woche (Symbolbild/Messe Berlin).

  • Tiere ganz nah erleben - wichtiger Publikumsmagnet der Grünen Woche (Symbolbild/Messe Berlin).

  • Immer gut besucht - die i.m.a-Schülerpressekonferenz auf der Grünen Woche (Symbolbild/Messe Berlin).

Engagement gemeinschaftlicher Bildungsarbeit

Fünf Tage ist Stuttgart wieder der Nucelus der Bildungsarbeit. Auf der größten europäischen Bildungsmesse informieren sich Pädagogen - auf der „didacta“ mit der Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ - ab 11. Februar.  

Medien-Information

Engagement gemeinschaftlicher Bildungsarbeit

Der i.m.a e.V. bringt Landwirtschafts- und Ernährungsthemen auf die didacta

Stuttgart wird vom 11. bis 15. Februar 2025 mit der Bildungsmesse „didacta“ erneut das Zentrum von Lehrkräften und anderem pädagogischen Fachpersonal in Deutschland, das sich über neue Trends und Produkte für den Schulunterricht und die Kita-Erziehung informieren will. Einen Schwerpunkt setzt dabei der i.m.a e.V. mit seiner 1999 ins Leben gerufenen Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“, an der sich diesmal 22 Partner-Institutionen, Verbände und Initiativen beteiligen.

Die Partner der Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ auf der „didacta“ decken die gesamte Palette an Informationsangeboten, Lehr- und Lernmaterialien für die Unterrichtsarbeit zu Themen der Landwirtschaft, Ernährung und Naturbildung ab. Die Palette reicht von klassischen gedruckten bis zu virtuellen und online nutzbaren Materialien, über eine Fülle außerschulischer Lernangebote auf Bauernhöfen und Naturlernorten, bis hin zu speziellen Initiativen, die Lehrkräften und Erzieherpersonal kompetente Bildungsbotschafter an die Seite stellen, die zu einer authentischen Wissensvermittlung beitragen.

Neben der mehr als 300 Quadratmeter großen Gemeinschaftsschau präsentiert der i.m.a e.V. auf einer Sonderschaufläche seine mit Partner-Institutionen neu entwickelte „Zukunftsbox Landwirtschaft“. Es ist der Prototyp von Bildungsmaterial, mit dem Schülern eine spielerische Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen ermöglicht werden soll. Im Dialog mit dem Fachpublikum will man auf der „didacta“ Reaktionen sowie Anregungen für die Weiterentwicklung sammeln.

Aus den Angeboten der auf der „didacta“ 2025 vertretenen Institutionen:

GemüseAckerdemie:
Im Rahmen von Bildungsprogrammen bauen Kinder und Jugendliche ihr eigenes Gemüse auf Ackerflächen in Schulnähe oder in Beeten im Klassenzimmer an und erleben dabei, woher das Essen auf ihren Tellern kommt und wie lecker frisches Gemüse schmeckt.

Bayerischer Bauernverband/Landfrauen:
Die Landfrauen zeigen, wie einfach praktische Ernährungsbildung im Klassenzimmer umgesetzt werden kann. In einer Mitmachaktion können Haferflocken selbst hergestellt und probiert werden; z.B. als Grundlage für ein selbst zubereitetes Müsli im Rahmen eines Schulfrühstücks.

Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus:
Der „Erlebnis Bauernhof“ bietet Schülerinnen und Schülern von der 2. bis zur 10 Klasse ein kostenloses Lernprogramm auf einem qualifizierten Erlebnisbauernhof – nach dem Motto „Lernen.Erleben.Aktiv sein!“.

BildungsBissen.de:
Das digitale Portal für den Präsenz- und Distanzunterricht in der Primar- und Sekundarstufe bietet eine Fülle an fertig konzipierten Unterrichtsmodulen zu Themen aus der pflanzenbasierten Wirtschaft an, wie z.B. zu Öl- und Eiweißpflanzen, Kartoffeln oder der Bioökonomie.

Bildungsmagazin „lebens.mittel.punkt“:
Die vier Mal im Jahr erscheinende Zeitschrift präsentiert den Fachbesuchern ihre Themenvielfalt und die in jeder Ausgabe enthaltenen Unterrichtsbausteine für Schüler der Primar- und Sekundarstufe zu Themen der Landwirtschaft, Ernährung und Naturbildung.

Bundesforum Lernort Bauernhof:
Das bundesweite Netzwerk will Bauernhöfe als außerschulische Lernorte deutschlandweit bekannt machen und pädagogische Angebote auf den Höfen fördern. Es bietet in einer „Expeditionen“-Reihe Materialien zur Vorbereitung von Bauernhofbesuchen an.

Deutscher Angelfischerverband e.V.:
Mit Bildungsmaterialien für Kitas und Schulen wird über den „Fisch des Jahres“, den Europäischen Aal, und über weitere Süßwasserfische informiert sowie auf die faszinierende Unterwasserwelt aufmerksam gemacht; und zugleich auf die Bedrohung dieser Lebensvielfalt hingewiesen.

Deutscher Jagdverband e.V.:
Mit Exponaten und Unterrichtsmaterialien wird die Wissensvermittlung zum Leben in und mit dem Wald als Thema für den Sachkundeunterricht von der Grund- und Hauptschule bis zu den weiterführenden Schulen und der Erwachsenenbildung dargestellt.

Echt kuh-l:
Beim deutschlandweiten Schulwettbewerb geht es um die Bio-Tierhaltung. Unter dem Motto „Tierisch gut! Was kommt in den Bio-Trog?“ können Zusammenhänge von ökologischer Landwirtschaft, Tierernährung und Umweltschutz entdeckt und verstanden werden.

EinSichten in die Tierhaltung:
Anhand eines variablen Modells von einem Schweinestall werden die unterschiedlichen Formen der Tierhaltung veranschaulicht. Zudem informiert die Initiative über Betriebe, die Besuchern durch Stallfenster und andere Maßnahmen Einblicke in die Ställe bieten.

i.m.a – information.medien.agrar e.V.:
Auf zwei Tresen werden Brotgetreide und nachwachsende Rohstoffe präsentiert. Besucher können sich daran bedienen und Körner bzw. Samen als Anschauungsmaterial mitnehmen. Das kostenlose Angebot wird durch Lehr- und Lernmaterialien, wie z.B. Unterrichtsposter ergänzt.

Kompetenzzentrum HessenRohstoffe:
Die Bildungs- und Informationsmaterialien zu Nachwachsenden Rohstoffen unterstützen Lehrkräfte dabei, diesen spannenden Aspekt der Land- und Forstwirtschaft aufzugreifen und die Themenvielfalt im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung(BNE) umzusetzen.

Landeszentrum für Ernährung, Baden-Württemberg:
Besucher können mit allen Sinnen Rote Bete entdecken und sich über das Zertifikat für Kitas der Landesinitiative „BeKi – Bewusste Kinderernährung“ informieren. Außerdem erfahren sie, wie sie Unterstützung rund um die Kita- und Schulverpflegung erhalten können.

Landwirtschaft macht Schule:
Mit ihrem (neuen) Bildungskoffer bietet die Initiative vielfältiges Anschauungsmaterial zu den Themen Tierhaltung, Nutzpflanzen, Landtechnik und Getreide, das eingesetzt werden kann, wenn Landwirte und Landwirtinnen von Lehrkräften in den Schulunterricht eingeladen werden.

Lernort Bauernhof in Baden-Württemberg:
Landwirtschaftliche Betriebszweige haptisch erlebbar machen, ist ein Ziel des Landesprojekts, das Landwirte und Landwirtinnen dabei unterstützt, ihre Höfe für Lehrkräfte, Schulklassen und Kita-Gruppen zu öffnen, um Kindern und Jugendlichen Bildungsangebote zu bieten.

Matsch! – das Kindermagazin:
MATSCH! bietet Pädagogen kindgerecht aufbereitete Texte und Bilder zu Themen rund um Natur, Umwelt und Landwirtschaft sowie Experimente für den Sachunterricht. Wer das Magazin kennenlernen möchte, meldet sich zum Newsletter oder einem „Schnupper-Abo“ an.

Milchwirtschaftlicher Verein Baden-Württemberg e.V.:
Mit einem kostenlosen „Milchprojekt“ sollen Schulkindern frühzeitig Kompetenzen in den Bereichen Landwirtschaft, Milchwirtschaft und Ernährung vermittelt werden. Das Projekt umfasst zwei Unterrichtsstunden und ist auf die Klassenstufen der Schülerinnen und Schüler angepasst.

Netzwerk Lernort Bauernhof:
Die Initiative versammelt Akteure des landwirtschaftlichen Berufsstandes, die auf ihren Betrieben Bildungsangebote realisieren. Dafür werden Lehr- und Lernmaterialien bereitgestellt und Fortbildungen in der Bauernhofpädagogik angeboten.

Schleich:
Der Produzent von Tierfiguren, mit denen Millionen Kinder weltweit spielen, präsentiert eine Palette seiner Exponate, mit denen die Natur so detailgetreu wie möglich widerspiegelt wird, und informiert über sein tiefgreifendes Spielkonzept.

Zentralverband Gartenbau e.V.
Mit Informationen über die Vielfalt, Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Gärtner-Berufs sollen Lehrkräfte befähigt werden, Schülern im Rahmen eines berufskundlichen Unterrichts Orientierung über die Perspektiven einer Ausbildung im Gartenbau zu bieten.

Die Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ auf der didacta:
11.-15. Februar 2025, täglich 09.00-18.00 Uhr; Messe Stuttgart, Halle 7, Stände Nr. 7A50-7A60.

Die Partner der Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“:
Acker e.V./GemüseAckerdemie, Atesum AG, Bayerischer Bauernverband K.d.ö.R./Landfrauen, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Bildungsmagazin lebens.mittel.punkt, Blattmacher GmbH/Bildungsbissen.de, Bundesforum Lernort Bauernhof, Bundesprogramm Ökologischer Landbau/Echt kuh-l, Deutscher Angelfischerverband e.V., Deutscher Jagdverband e.V., EinSichten in die Tierhaltung, i.m.a - information.medien.agrar e.V., Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen/ Kompetenzzentrum HessenRohstoffe, Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg, Landwirtschaft macht Schule, Landwirtschaftsverlag GmbH/Matsch! Das Kindermagazin, Lernort Bauernhof in Baden-Württemberg, Milchwirtschaftlicher Verein Baden-Württemberg e.V., Netzwerk Lernort Bauernhof, Schleich GmbH, Zentralverband Gartenbau e.V.

 

 

Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.

Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Bereits von weitem in der Messehalle zu sehen: Die typischen roten Giebelhäuser der Gemeinschaftsschau (Foto: i.m.a e.V.).

  • Immer wieder beliebt bei den Messebesuchern: Die Theke mit dem Brotgetreide, an der man sich bedienen kann (Foto: i.m.a e.V.).

  • Austausch über die Bildungsmaterialien: Die Bildungsmesse lebt auch vom Dialog des Publikums untereinander (Foto: i.m.a e.V.).

  • Kritische Blicke auf neue Lehr- und Lernmaterialien: Auf der Bildungsmesse wird auch getestet, was sich im Unterricht anwenden lässt (Foto: i.m.a e.V.).

  • Ansturm am Wochenende: Der letzte Messetag ist traditionell der Tag, an dem sich Lehramtsanwärter mit Materialien für ihr künftiges Berufsleben eindecken (Foto: i.m.a e.V.).

Erfolgreiche Lernplattform: Der i.m.a-Wissenshof bleibt aktiv

Mehr als achttausend Zugriffe auf die neue Lernplattform, den virtuellen i.m.a-Wissenshof, konnten in der Startphase während der Grünen Woche 2021 verzeichnet werden. Das Angebot an Unterrichtsbausteinen und Online-Übungen wird weiter ausgebaut.

Medien-Information

Erfolgreiche Lernplattform: Der i.m.a-Wissenshof bleibt aktiv

Mehrere tausend Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern nutzen ihn bereits - den neuen i.m.a-Wissenshof. Online werden Aufgaben gelöst und Unterrichtsbausteine für das Lernen daheim heruntergeladen. Die Resonanz ist groß, die Zustimmung durchweg positiv und das Resultat klar: Das Angebot bleibt weiter bestehen und wird ausgebaut.

Der virtuelle i.m.a-Wissenshof wurde anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2021 gestartet. Die zehntägige Messe konnte wegen der weltweiten Pandemie real nicht stattfinden und war in ein digitales Zwei-Tage-Angebot umgewandelt worden. Was fehlte, war das gewohnte Schülerprogramm, bei dem sich Klassen auf dem Berliner Messegelände zu Themen der Landwirtschaft, Ernährung und Naturbildung informieren konnten. In dieser Situation war der virtuelle i.m.a-Wissenshof die Lösung für das Lernen auf Distanz.

Digitales Lernen war bereits vor der Pandemie immer wichtiger geworden. Darum hatte der i.m.a e.V. bereits frühzeitig mit der Entwicklung interaktiver Lernmodule begonnen. Als dann normalerweise wieder tausende Besucher den i.m.a-Wissenshof auf der Grünen Woche besucht hätten, standen bereits mehr als siebzig digitale Übungen und 170 Unterrichtsbausteine bereit – ein vielfältiges Angebot, das den Start einer virtuellen Lernplattform sinnvoll machte. Die Messe Berlin war erfreut über die Bereicherung ihres digitalen Angebots zur Grünen Woche durch den virtuellen i.m.a-Wissenshof.

Das Interesse war bereits in den ersten Tagen groß: Sowohl die Online-Übungen wurden genutzt als auch die Unterrichtsbausteine heruntergeladen. Mehr als achttausend Zugriffe konnten im Verlauf der fiktiven zehn Messetage der Grünen Woche gezählt werden. Vor allem Lehrkräfte fragten nach, ob das Angebot auch nach der Messe bestehen bleiben würde. Ihnen konnte versichert werden, dass der i.m.a e.V. sowohl das Angebot der Online-Übungen als auch der Unterrichtsbausteine kontinuierlich erweitern wird. Digitales Lernen hat damit eine neue Adresse – den virtuellen i.m.a-Wissenshof.

 

Lernplattform besuchen

  • Online-Übungen: Beispiele aus dem Angebot

  • Unterrichtsbausteine: Beispiele aus dem Angebot

Erfolgreicher Kalender: 60 Jahre „1 x 1 der Landwirtschaft“

Die wichtigsten Daten zur Landwirtschaft in Deutschland und Europa auf einen Blick - das bietet das "1x1 der Landwirtschaft" seit sechzig Jahren. Die neue Ausgabe fokussiert mit ihrem Titelthema auf die i.m.a-Initiative "EinSichten in die Tierhaltung".

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Erfolgreicher Kalender: 60 Jahre „1 x 1 der Landwirtschaft“

Jubiläum der langlebigen Agrar-Publikation für Landwirte und Verbraucher

Fast 30.000 landwirtschaftliche Betriebe haben in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren aufgegeben. Dieses Resultat ergibt sich in einem Vergleich vom „1x1 der Landwirtschaft“ aus 2014 mit der neuen Ausgabe für 2024, die der i.m.a. e.V. herausgegeben hat. Der Jahreskalender mit den Agrar-Daten für Deutschland und Europa erscheint seit sechzig Jahren beim gemeinnützigen Verein, der landwirtschaftliche Info- und Bildungsarbeit leistet.

Die neue Ausgabe vom „1x1 der Landwirtschaft“ fokussiert mit ihrer Titelseite auf die Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“. Im begleitenden Beitrag wird über das Engagement der Nutztierhalter informiert, die ihre Ställe öffnen, damit Verbraucher erleben können, wie heute moderne Tierhaltung betrieben und Tierwohl gewährleistet wird.

Die Titelthemen im „1x1 der Landwirtschaft“ wechseln in jeder Ausgabe. Fester Bestandteil sind hingegen die jeweils aktualisierten Übersichten zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen, den Viehbeständen und Ernteerträgen in den Bundesländern und Europa. Seit sechzig Jahren. Damit ist das „1x1 der Landwirtschaft“ die wohl langlebigste und erfolgreichste Publikation der Agrar-Branche. Seit der ersten Ausgabe schätzen Landwirte und Verbraucher das kleine Faltblatt, dessen Bedeutung als Kalender inzwischen vom Mobiltelefon abgelöst wurde. Hingegen wird die Sammlung der Agrar-Daten noch immer genutzt, um auf einen Blick informiert zu sein und Vergleiche anstellen zu können.

So offenbart das „1x1 der Landwirtschaft“ über die Jahrzehnte tiefgreifende Veränderungen in der Landwirtschaft: Gab es vor sechzig Jahren noch mehr als 1,45 Millionen landwirtschaftliche Betriebe, sind es heute nur noch 258.740. Ein Rückgang um mehr als achtzig Prozent. Abgenommen hat auch die landwirtschaftlich genutzte Fläche. Wurden vor sechzig Jahren mehr als 21 Millionen Hektar land- und forstwirtschaftlich genutzt, sind es heute nur noch 16,5 Millionen Hektar.

Andererseits gehört zur Wahrheit auch, dass die Landwirte durch Technisierung und Forschung heute in der Lage sind, effizienter zu wirtschaften. Während ein Landwirt durch seine Arbeit vor sechzig Jahren gerade mal 17 Menschen ernährt hat, sind es heute acht Mal so viele Verbraucher.

Ein Blick in das sechzig Jahre alte „1x1 der Landwirtschaft“ des i.m.a e.V. offenbart auch andere interessante Vergleiche: Für knapp eine D-Mark erhielt man damals zehn Brötchen; heute gäbe es dafür nur noch zwei Stück. Und für ein Kilo Schweinekotelett mussten einst rund vier Euro ausgeben werden; heute liegen die Kilopreise zwischen zwölf und 13 Euro. Andererseits arbeiten wir heute nur noch 19 Minuten, um den statistischen Warenkorb eines durchschnittlichen Haushalts zu füllen. Vor sechzig Jahren dauerte es noch eine Stunde.

 

 

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • EinSichten in die Tierhaltung: Titelthema vom "1x1 der Landwirtschaft" 2024.

  • Historisches Dokument: Das erste "1x1 der Landwirtschaft" von 1964.

  • Damals war's: Das erste "1x1 der Landwirtschaft" war sogar mit einem "Zentimetermaß" ausgestattet.

Erlebnisse auf oberfränkischen Äckern und Feldwegen

Fast 200 Landwirte in der Region um Kulmbach in Oberfranken haben i.m.a-Feldrandschilder aufgestellt. Mit ihnen wollen sie Passanten auf den Wirtschaftswegen über ihre Arbeit informieren. Der Anlass für diese Aktion waren Folgen der Corona-Pandemie.

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Erlebnisse auf oberfränkischen Äckern und Feldwegen

An Rad- und Wanderwegen rund um Kulmbach stehen jetzt viele i.m.a-Feldrandschilder. Sie informieren über die Pflanzen, die auf den Äckern wachsen, über die Arbeit der Landwirte und über weitere wissenswerte Details zur Landwirtschaft. Fast 200 Landwirte haben die Schilder aufgestellt. Anlass für die konzertierte Aktion waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Seit den ersten Beschränkungen, in denen die Menschen ermahnt wurden, wegen eines Infektionsrisikos daheim zu bleiben, hatten immer häufiger Spaziergänger und Rafahrer auf den Feldwegen Erholung gesucht. Wenn sie dabei Landwirten begegneten, die mit ihren Traktoren und anderen Maschinen unterwegs waren, gab es oft Unstimmigkeiten. Radfahrer und Spaziergänger kritisierten, dass die Landwirte die vermeintlichen Freizeitwege befuhren, und die Landwirte hatten Probleme, den Passanten zu erklären, dass sie sich auf landwirtschaftlichen Wirtschaftswegen befänden.

Mit den i.m.a-Materialien wie dem Feldrandschild „Wir machen den Weg gerne frei“ oder dem Flyer „Knigge für Feld und Flur“ sorgten die Landwirte für Aufklärung. Auch viele Gespräche mit den Erholungsuchenden halfen bei der Aufklärungsarbeit.

Aus dieser Initiative entwickelte sich eine kleine Bewegung, die wuchs und nun landwirtschaftliche Bildungsarbeit am Feldrand betreibt, indem dort weitere i.m.a-Info-Tafeln aufgestellt werden. Berichte in den lokalen Medien sorgten dafür, dass die Aktivitäten auch über die Region hinaus nicht unbemerkt blieben und sich so der Effekt seriöser Aufklärungsarbeit schneller als das Virus verbreitete.

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Ernährung von Schulkindern auf dem Prüfstand

Deutschlands Kinder sind zu dick. Fast jedes sechste Kind hat Übergewicht und viele Familien ernähren sich nicht gesund und ausgewogen. Der bundesweite „Tag der Schulverpflegung“ widmet sich diesem Ernährungsthema mit vielen Aktionen in den Ländern.

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Ernährung von Schulkindern auf dem Prüfstand

Am bundesweiten „Tag der Schulverpflegung“ soll auf die aktuelle Situation der Ernährung von Kita- und Schulkindern aufmerksam gemacht werden. Noch immer nutzen zu wenige Kinder und Jugendliche das dort angebotene Mittagessen. Mehr als zwei Drittel der Zwölf- bis 17-Jährigen verzichten auf das warme Schulessen; bei den Sechs- bis Elfjährigen sind es mehr als 43 Prozent der Schulkinder.

Diese Situation wird seit Jahren thematisiert, und es wird nach Lösungen gesucht – nicht nur am „Tag der Schulverpflegung“. Gleichwohl ist der Termin am 23. September eines jeden Jahres Anlass, um den aktuellen Status zu überprüfen und um auf besondere Aktivitäten hinzuweisen, mit denen das Ernährungsverhalten der Kinder und Jugendlichen verbessert werden soll. In diesem Jahr ist der Aktionstag zugleich Auftakt für viele Veranstaltungen, die in den Bundesländern bis in den Dezember hinein.

Neben dem Austausch mit Lehrkräften und anderen Multiplikatoren zu Ernährungsthemen, stehen auch konkrete Aktionen für Schulkinder in den Programmen. Sie reichen von der Wertschätzung von Lebensmitteln über das Pausenessen bis zu Zukunftsfragen wie dem „Essen für das Klima“.

Der i.m.a e.V. bietet bereits seit vielen Jahren Lehr- und Lernmaterialien für die Ernährungsbildung in Kindertagesstätten und Schulen an. So wartet zum Beispiel das Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ in jeder Ausgabe mit vielfältigen Ernährungsthemen auf.
  • Tag der Schulverpflegung (Symbolfoto: pixabay.com/stevepb)

  • Tag der Schulverpflegung (Symbolfoto: i.m.a-Lehrermagazin)

Erntedank: Mehr als landwirtschaftliche Tradition

In Zeiten der Corona-Pandemie fällt auch das diesjährige Erntedankfest etwas anders als gewohnt aus, wenn z.B. Abstände bei der Übergabe von Erntekronen eingehalten werden müssen. An die Tradition zu erinnern, unterliegt jedoch keinerlei Beschränkungen.

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Erntedank: Mehr als landwirtschaftliche Tradition

Der i.m.a e.V. erinnert an die weltweite Bedeutung eines Festes

Vielerorts säumen Strohpuppen und Erntekronen die Feldränder in Deutschland. Sie erinnern an die Erntesaison und stehen zugleich als Symbole für den Dank der Bauernfamilien. Dieser „Erntedank“ hat eine lange Tradition, die auch in diesem Jahr wieder mit einem bundesweiten Erntedankfest am 4. Oktober 2020 gefeiert wird. Der i.m.a e.V. erinnert an diese Tradition und hält für Lehrkräfte und andere Interessierte kostenlose Lehr- und Lernmaterialien zur Vermittlung des Themas bereit.

Traditionell wird in den christlichen Gemeinden Deutschlands am ersten Sonntag im Oktober das Erntedankfest gefeiert. Doch auch wer nicht religiös ist, begeht die Zeit des Erntedanks. Immer ist die Freude über das Ergebnis der landwirtschaftlichen Arbeit Motivation für den Erntedank. Wenn trotz der Unwägbarkeiten des Wetters, trotz Schädlingen und anderen Einflüssen eine gute Ernte gelingt, ist das ein Grund zu danken. Früher brachte man anstelle der kirchlichen Danksagung seinen Göttern auch Opfergaben dar. Bis heute hat sich diese Tradition gehalten, wie bunt geschmückte Tische mit den „Früchten der Arbeit“ zeigen.

Dabei hat der Erntedank eine internationale Tradition. So wird z.B. in den USA „Thanksgiving“ gefeiert, jüdische Gemeinden begehen das „Laubhüttenfest“ und der Islam feiert Erntedank am Ende des Fastenmonats Ramadan. Dass in den modernen Gesellschaften unserer Tage der Ursprung des Erntedankfestes weniger präsent ist, liegt auch daran, dass uns jederzeit Nahrungsmittel in ausreichenden Mengen und großer Vielfalt zur Verfügung stehen und der Bezug der Menschen zur landwirtschaftlichen Produktion abgenommen hat.

Daher sind es gerade die Bauernfamilien in Deutschland, die um die Tradition des Erntedanks wissen und sie pflegen. So überreichen z.B. Landfrauen und Landjugend jährlich Erntekronen an das deutsche Staatsoberhaupt, Landwirtschaftsministerinnen und andere Würdenträger. In keinem Gotteshaus wird darauf verzichtet, eine Erntekrone aufzuhängen.

Im i.m.a-Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ wird an diese Tradition erinnert. In Heft Nr. 11 wurde dem Thema Erntedank ein ausführlicher Beitrag gewidmet, der die Herkunft und Bedeutung dieses wichtigen Festes leicht verständlich erklärt und praktische Anregungen für die Behandlung im Schulunterricht liefert. Er kann – neben vielen weiteren Materialien – unter www.ima-lehrermagazin.de kostenlos gelesen und heruntergeladen werden.

Auch wer mit der Traditionspflege und dem Brauchtum nur wenig anzufangen weiß, kann das Erntedankfest als Anlass sehen, um der Arbeit unserer Bauernfamilien mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Denn ohne sie würde z.B. der Kürbis als Symbol des Herbstbeginns jetzt kaum in den Regalen der Supermärkte und an den Ständen der Wochenmärkte zu finden sein. Und nicht zuletzt würden darum auch die „Halloween“-Partys ohne die Leistungen unserer Landwirtschaft anders aussehen.

  • Erntedank in der Kirche (Symbolbild: pixabay.com/tassilo111

  • Erntedank: Beitrag im i.m.a-Lehrermagazin

Erste große Landwirtschaftsmesse in Zeiten der Corona-Pandemie

Unter den besonderen Hygiene-Vorschriften aufgrund der Corona-Pandemie hat mit der NORLA in Schleswig-Holstein eine erste landesweite Leistungsschau der Landwirtschaft stattgefunden. Der i.m.a e.V. war dabei und fand Kontakt zu vielen Lehrkräften.

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Erste große Landwirtschaftsmesse in Zeiten der Corona-Pandemie

Auf der Norddeutschen landwirtschaftlichen Fachausstellung (NORLA) in Rendsburg (Schleswig-Holstein) haben 390 Aussteller an insgesamt vier Messetagen jeweils bis zu 12.000 Besucher empfangen dürfen. Diese mussten ihre Eintrittskarten zuvor online erworben haben und gemäß der Landesverordnung zur Pandemie-Eindämmung gegen das Virus geimpft oder genesen bzw. getestet sein. In den Messezelten galt zudem Maskenpflicht. Der Bauernverband Schleswig-Holstein zog eine positive Bilanz und auch viele Aussteller waren mit dem Messegeschäft zufrieden, so dass die NORLA auch für andere, ähnliche Messen als Referenzprojekt dienen könnte.

Der i.m.a e.V. unterstützte auch auf dieser NORLA wieder den vom Bauernverband organisierten Lehrerkongress und stellte den teilnehmenden Lehrkräften Stoffbeutel mit vielseitigen Bildungsmaterialien sowie als Gastgeschenk das Saatpaket „Nachwachsende Rohstoffe“ zur Verfügung. Es passte zum Kongressthema, bei dem der Klimaschutz in der Landwirtschaft im Fokus stand. i.m.a-Pressesprecher Bernd Schwintowski, der die Veranstaltung moderierte, begrüßte dazu den stellvertretenden Generalsekretär des Bauernverbands, Michael Müller-Ruchholtz, den Leiter der Stabsstelle Klima und Boden beim Thünen-Institut, Bernhard Osterburg, und Landwirt Christian Schmidt. Informiert und diskutiert wurde über die deutschen und europäischen Klimaschutzziele und welche Auswirkungen sie für die Landwirtschaft und letztendlich auch für die Bevölkerung haben.

Auch Ministerpräsident Daniel Günther und Bauernpräsident Werner Schwarz hatten sich zuvor auf dem Landesbauerntag zu den Herausforderungen beim Klimaschutz geäußert. Dabei war deutlich geworden, dass Politik und Landwirtschaft in Schleswig-Holstein weitaus konsensfähiger sind, als es in manch anderem Bundesland der Fall zu sein scheint. In der jüngst unterzeichneten Erklärung zur Zukunft der Landwirtschaft werde deutlich, wie sich mehr Tierschutz und ökologische Landwirtschaft für die Bauern rechnen könne.

Das durch die Vereinbarung zum Ausdruck gekommene gegenseitige Vertrauen wurde dann auch auf dem NORLA-Messegelände deutlich, wo Bauern- und Ministerpräsident in Eintracht für eine „ErnteKunst“-Ausstellung posierten und bei der „Hau-den-Lukas-Aktion der Landjugend zeigten, wie kraftvoll und zielgerichtet man „Vorhaben“ anstoßen kann, bei denen am Ende dann auch der wirtschaftliche Erfolg „in der Kasse klingelt“.

 

 

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • NORLA-Lehrerkongress: Experten diskutierten über Klimaschutz in der Landwirtschaft (Foto Quakernack/BauernblattSH).

  • Gemeinsame Rahmenbedingungen: Bauern- und Ministerpräsident posierten für die Landwirtschaft.

  • Gewichtige Argumente: Ministerpräsident mit schlagkräftigen Argumenten bei der Landjugend.

Erstmals ein weltweiter Ehrentag für die tolle Knolle

Viel Arbeit investieren Landwirte in eines unserer wichtigsten Grundnahrungsmittel - die Kartoffel. In immer mehr Ländern entwickelt sie sich als Alternative zum Reis und anderen Lebensmitteln. Grund genug, diese Bedeutung besonders herauszustellen.

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Erstmals ein weltweiter Ehrentag für die tolle Knolle

Der 30. Mai ist künftig der „Internationale Tag der Kartoffel“

Weltweit konsumieren sie täglich Milliarden Menschen: die Kartoffel. Die Bedeutung der tollen Knolle für die Ernährung der Bevölkerung nimmt Jahr um Jahr zu. Denn sie ist reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen, aber arm an Kalorien. Die Kohlenhydrate der Kartoffel sättigen länger anhaltend als etwa Reis oder Nudeln. In 159 Ländern der Erde wird die Ackerfrucht inzwischen kultiviert, weltweit gibt es 5.000 verschiedene Sorten Kartoffeln; 210 allein in Deutschland. Diese und weitere Fakten haben die Vereinten Nationen bewogen, den 30. Mai zum „Internationalen Tag der Kartoffel“ auszurufen. Er wird 2024 das erste Mal begangen.

Die Bedeutung der Kartoffel nimmt für die Sicherstellung der Ernährung der Weltbevölkerung zu. Das Nachtschattengewächs ist nicht nur nahrhaft. Anders als Reis lässt es sich viel leichter anbauen und verbraucht ein Drittel weniger Wasser, erzielt aber die dreifache Menge an Ernteerträgen. Lange Transportwege entfallen, da sich Kartoffelpflanzen nahezu weltweit anbauen lassen. Darum schlägt die Kartoffel auch unter Aspekten des CO2-Fußabdrucks viele andere Nutzpflanzen beim Klimaschutz.

Sogar in China hat man erkannt, dass sich der Kartoffelanbau volkswirtschaftlich lohnt. Das Land ist mit Ernteerträgen von mehr als 95 Millionen Tonnen pro Jahr Spitzenreiter; vor Indien mit etwa 56 Millionen Tonnen und der Ukraine. Deutschland folgt mit knapp elf Millionen Tonnen Kartoffeln erst hinter Russland und den USA. Pro Kopf der Bevölkerung werden aber noch immer in Europa die meisten Kartoffeln erzeugt: 138 Kilo gegenüber 46 Kilo in Amerika und 43 in Asien, während es im bevölkerungsreichen aber armen Afrika nur 23 Kilo sind. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen mit dem „Internationalen Tag der Kartoffel“ auf die Bedeutung dieser Frucht zur Ernährungssicherung aufmerksam machen möchte.

Europaweit werden in Deutschland auf mehr als 260.000 Hektar die meisten Kartoffeln angebaut; vor allem in Niedersachsen, auf das 45 Prozent der Anbaufläche entfallen. Beim Verbrauch allerdings liegt die einst als Kartoffelfan gerühmte Nation abgeschlagen hinter Polen, Großbritannien, Belgien, Portugal und Spitzenreiter Lettland. Den letzten Vergleich führten unsere baltischen Nachbarn mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 123 Kilo an, während man hierzulande aktuell mit nur 54 Kilo sogar deutlich unter dem durchschnittlichen europäischen Kartoffelkonsum von 71 Kilo zurückliegt. Andererseits: Bei Teigwaren und Reis bringen wir es auch nur auf acht bzw. 6,2 Kilo pro Kopf.

Gleichwohl lohnt es sich, der Bedeutung der Kartoffel für die Landwirtschaft und unsere Ernährung nachzugehen. Die vielfältigen Lehr- und Lernmaterialien des i.m.a e.V. bieten dafür eine große Auswahl. Die kurze und prägnante 3-Minuten-Info dient der Verbraucheraufklärung, Poster und weiteres Material werden im Schulunterricht eingesetzt und mit den Feldrandschildern, die Landwirte an ihren Äckern aufstellen, werden Spaziergänger aufgeklärt, was die tolle Knolle leistet.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Kartoffelernte im Spätsommer: Viele helfende Hände werden beim Sortieren gebraucht (Foto: i.m.a e.V./Gaul).

  • Kartoffel-Unterrichtsposter: Fakten auf der Vorderseite, Übungen auf der Rückseite.

  • Feldrandschild zur Kartoffel: Damit informieren Landwirte die Spaziergänger am Ackerrand.

Es geht wieder los: Messe- und Veranstaltungstermine in Aussicht

Die Erleichterungen im Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen hoffen, dass künftig auch wieder Messen der Agrar-Szene stattfinden können. Daher plant der i.m.a e.V. die Teilnahme an verschiedenen kleinen und großen Veranstaltungen.

Medien-Information

Es geht wieder los: Messe- und Veranstaltungstermine in Aussicht

Wir können hoffen, dass in Kürze wieder die ersten Messen und Veranstaltungen der Landwirtschaft stattfinden. Die jüngsten Entscheidungen zum Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen Planungen realistisch erscheinen. Darum bereitet sich auch der i.m.a e.V. auf verschiedene Termine vor, die wir hier vorstellen:

  • Nachdem die Bildungsmesse "didacta"vom März in den Juni verschoben wurde, bereiten wir uns nun auf die Umsetzung unserer großen Gemeinschaftsschau "Landwirtschaft & Ernährung - erleben lernen" vor, die wegen der Pandemie zuletzt nur virtuell umgesetzt werden konnte. Nun soll sie vom 7. bis 11. Juni 2022 wieder real in Köln stattfinden. Schon jetzt steht fest: Seit der Verschiebung des Termins vom Frühjahr in den Sommer hat sich die Zahl der Teilnehmer an unserer Gemeinschaftsschau weiter erhöht, so dass wir voraussichtlich mit zwanzig Partnern an den Start gehen werden.

  • Zuvor gibt es bereits vom 21. bis 24. April 2022 die "agra" in Leipzig. Diese regionale Landwirtschaftsausstellung bildet quasi den Auftakt einer Reihe von Fach- und Verbrauchermessen in diesem Jahr, nachdem der traditionelle Auftakt mit der Internationalen Grünen Woche Ende Januar erneut ausfallen musste.

  • Bundesweit fixiert ist auch der "Tag des offenen Hofes", der am 11/12. Juni 2022 den Auftakt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen in allen Bundesländern bildet, bei denen Bauernfamilien Verbraucher auf ihre Höfe einladen, um zu zeigen, wie Ackerbau und Tierhaltung funktionieren.

  • Nur wenige Tage darauf treffen sich am 14/15. Juni 2022 hunderte Delegierte aus 18 Landesbauernverbändenzum Deutschen Bauerntag. In Lübeck tauschen sie ihre Erfahrungen aus, beraten und beschließen die weiteren Ziele ihrer Verbandsarbeit. Der i.m.a e.V. nimmt traditionell an diesem Treffen seiner Mitglieder teil.

  • Nahezu zeitgleich finden auf dem Versuchsgut Kirschgartshausen in Mannheim die DLG-Feldtage statt. Vom 14. bis 16. Juni 2022 treffen sich Experten des Pflanzenbaus, um sich über neue Züchtungen und andere Themen des Ackerbaus zu informieren und technische Entwicklungen kennenzulernen.

  • Am 5. Juli 2022 kommen 3.000 Landfrauen und deren Gäste in Fulda zum Deutschen LandFrauentag zusammen. "Das WIR im Blick" lautet das Motto des Treffens, das bereits vor zwei Jahren stattfinden sollte und wegen der Pandemie verschoben werden musste. Der i.m.a e.V. nimmt an diesem Treffen seines Mitgliedsverbandes teil.

  • Vom 1. bis 4. September 2022 wird es auch wieder eine Norddeutsche landwirtschaftliche Fachausstellung und Verbrauchermesse geben. Die "Norla" in Rendsburg konnte als einige der wenigen Messen im vergangenen Jahr stattfinden. Der i.m.a e.V. wird erneut vertreten sein.

  • Auch die Mecklenburger Landwirtschaftsausstellung musste im vergangenen Jahr nicht ausfallen. 2022 findet die "MeLa" vom 8. bis 11. September wieder in Mühlengeez östlich von Schwerin, nahe Güstrow statt.

  • Die wohl größte landwirtschaftliche Leistungsschau in diesem Jahr dürfte das Landwirtschaftliche Hauptfest vom 25. September bis 3. Oktober 2022 in Stuttgart sein. Das "LWH" findet zeitgleich mit dem benachbarten Cannstatter Wasen statt, einem Volksfest ähnlich dem Münchner Oktoberfest. Der i.m.a e.V. beteiligt sich am "LWH" mit einem umfangreichen Bildungsprogramm und einer Schülerpressekonferenz zu Themen der Landwirtschaft.

  • Die "EuroTier" in Hannover bildet vom 15. bis 18. November 2022 den Abschluss des landwirtschaftlichen Messe- und Veranstaltungskalenders. Die weltweit führende Fachmesse für Tierhaltung bietet dem i.m.a e.V. Gelegenheit, seine Transparenz-Initiative "EinSichten in die Tierhaltung"vorzustellen, bei der Landwirte ihre Ställe für Verbraucher öffnen.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

Vielfalt der Landwirtschaft: Die Logos kommender Veranstaltungen (Symbolfoto)

Europas größte Bildungsmesse in den Sommer verschoben

Die "didacta" findet nicht wie geplant im März diesen Jahres statt. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie haben sich die Veranstalter entschlossen, die Bildungsmesse in den Sommer zu verlegen. Köln als Veranstaltungsort wurde bestätigt.

Medien-Information

Europas größte Bildungsmesse in den Sommer verschoben

Fast zwei Monate vor dem Start der "didacta" haben sich die Veranstalter entschlossen, die Veranstaltung zu verschieben. Statt wie geplant im März, soll sie nun vom 7. bis 11. Juni 2022 stattfinden. Am Veranstaltungsort Köln hält man fest. Die "didacta" ist die größte europäische Bildungsmesse, auf der sich pädagogisches Fachpersonal wie Lehrkräfte, Erzieherinnen und andere in Bildungsberufen Beschäftigte über die Vielfalt der Lehr- und Lernmittel informiert, austauscht und fortbildet.

"In Anbetracht der erneut steigenden Infektionszahlen wächst bei allen Beteiligten die Unsicherheit, ob der Besuch einer Präsenzmesse möglich ist", erläuterte Reinhard Koslitz vom "didacta"-Verband die Entscheidung für die Verlegung. Auch der Geschäftsführer der Köln Messe, Oliver Frese, verwies darauf, dass man sich trotz erprobter Hygienekonzepte der Verantwortung bewusst sei, die Messebesucher nicht einer potenziellen Infektionsgefahr aussetzen zu dürfen.

Der i.m.a e.V., der mit seinen Partner-Institutionen bereits in den Vorbereitungen für die "didacta"-Gemeinschaftsschau "Landwirtschaft & Ernährung - erleben lernen" weit vorangekommen war, hat prompt reagiert und wird die Präsentation in den Sommer verlegen. Zudem steht aktuell noch immer die virtuelle Gemeinschaftsschau zur Verfügung, die im vergangenen Jahr für die digitale Version der "didacta" kreiert worden war.

 

 

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

Wm Didacta 2022 Verschoben 220113 Artikel

Ferkelkastration: Der Schritt zum Schnitt

Wie künftig Ferkel in Deutschland kastriert werden, wird gerade diskutiert. Gesucht wird eine Lösung, die sowohl praktikabel ist als auch den Tierschutz berücksichtigt. Dazu beleuchtet der i.m.a e.V. das Thema in seinem „1 x 1 der Landwirtschaft 2019“..

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Ferkelkastration: Der Schritt zum Schnitt

Im „1 x 1 der Landwirtschaft 2019“ packt der i.m.a. e.V. ein heißes Thema an.

Zwanzig Millionen männliche Ferkel werden jedes Jahr in Deutschland kastriert. Wie dies geschieht, wird gerade in Deutschland und Europa kontrovers diskutiert. Gesucht wird eine Lösung, die sowohl praktikabel ist als auch den Tierschutz berücksichtigt. Der i.m.a e.V. will zur Versachlichung der Debatten beitragen und behandelt jetzt in seinem jährlich erscheinenden Faltkalender, dem „1 x 1 der Landwirtschaft 2019“, das Thema Ferkelkastration.

Ohne die eine oder andere Kastrationsform als besser herauszustellen, werden Fakten geschildert. Zum Beispiel den Grund, warum überhaupt kastriert wird. Denn Fleisch von nicht kastrierten Ebern riecht streng und schmeckt unangenehm. Zudem verhalten sich kastrierte Ferkel gegenüber ihren Artgenossen weniger aggressiv.

Es geht also nicht um die Frage, ob eine Kastration angeraten ist oder nicht, sondern einzig darum, wie kastriert wird. Und hier beschreibt das i.m.a „1 x 1 der Landwirtschaft 2019“ die verschiedenen Methoden, erwähnt die Vorschriften, die das Tierschutzgesetz vorgibt, und vernachlässigt auch nicht Aspekte aus Einzelhandel und Verbrauchersicht.

Mit dem Aufschub der betäubungslosen Kastration hat der Deutsche Bundestag der Landwirtschaft jetzt zwei Jahre Zeit gegeben, um eine Lösung zu finden. Einerseits muss sie aus Sicht der Tierhalter praxistauglich sein, andererseits den Erwartungen in unserer Gesellschaft entgegenkommen. Das i.m.a-Faltblatt leistet einen Beitrag zur Aufklärung bei einem Thema, das in diesem Jahr noch viele Debatten in der Landwirtschaft bestimmen dürfte.

Darüber hinaus ist das „1 x 1 der Landwirtschaft 2019“ wie immer auch ein praktisches Nachschlagewerk, wenn man aktuelle Daten zur Landwirtschaft in Deutschland und Europa schnell zur Hand haben will. Fixer als mit jedem elektronischen Hilfsmittel lassen sich mit dem Faltblatt im Leporello-Format Nutzflächen und Betriebsgrößen sowie Erträge vergleichen. Der i.m.a e.V. bietet das „1 x 1 der Landwirtschaft“ seit nunmehr fast sechzig Jahren kostenlos an. Es ist unverändert ein Standardwerk für Landwirte und interessierte Verbraucher.

Auf der Internationalen Grünen Woche liegt das „1 x 1 der Landwirtschaft 2019“ am i.m.a Stand in Halle 3.2 (ErlebnisBauernhof) zum Mitnehmen aus. Oder man fordert es im Internet an – online auf www.ima-shop.de.

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Finale und neuer Anfang beim Lernen auf dem Bauernhof

Der i.m.a e.V. hat die Koordination vom „Bundesforum Lernort Bauernhof“ abgegeben und konzentriert sich künftig auf die Arbeit für sein Netzwerk Lernort Bauernhof, das den bäuerlichen Berufsstand adressiert. Anlässlich des Wechsels gab es ein Treffen der Akteure.

Medien-Information

Finale und neuer Anfang beim Lernen auf dem Bauernhof

Eine alte Initiative erfindet sich neu, eine neue Initiative etabliert Netzwerk

Nach 13 Jahren, in denen der i.m.a e.V. das „Bundesforum Lernort Bauernhof“ koordiniert, Förderanträge gestellt und Veranstaltungen organisiert hat, geht die Initiative nun neue Wege. Den Akteuren des bäuerlichen Berufsstandes, die auf ihren Höfen Bildungsarbeit betreiben, bietet der i.m.a e.V. in seinem gerade etablierten Netzwerk Lernort Bauernhof eine neue Heimat.

Zum Abschluss der Förderzeit des vom i.m.a e.V. betreuten „Bundesforum Lernort Bauernhof“ trafen sich die Experten landwirtschaftlicher Bildungsarbeit noch einmal zu einem Seminar. Im Mittelpunkt stand einmal mehr die Vorstellung von Projekten, bei denen Kinder und Jugendliche Landwirtschaft erleben können:

Ann-Kathrin Schmider vom Lernort Bauernhof in Baden-Württemberg erläuterte, wie man mit digitalen Schnitzeljagden Interesse und Verständnis für Tierhaltung und Ackerbau erzeugen kann. So lassen sich z.B. mithilfe einer App virtuelle Geländespiele zu Landwirtschaftsthemen kreieren.

Landwirtin Ramona Ladusch berichtete, wie sie Schulkindern auf ihrem Hof im Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide“ die Scheu vor den großen, gutmütigen Galloway-Rindern nimmt und damit zugleich über Sinn und Notwendigkeit landwirtschaftlicher Nutztierhaltung aufklärt.

Und Thale Meyer, die bislang das „Bundesforum Lernort Bauernhof“ koordiniert hatte, informierte über das neue „Netzwerk Lernort Bauernhof“. Damit bietet der i.m.a e.V. dem bäuerlichen Berufsstand eine Plattform, auf der sich Praktiker landwirtschaftlicher Bildungsarbeit austauschen und fortbilden können, und über die sie für ihre Arbeit nicht nur Anregungen, sondern auch einsetzbare Lehr- und Lernmaterialien erhalten.

Kontinuität auf Leitungsebene

Andrea Bleher vom Kreisbauernverband Schwäbisch Hall Hohenlohe Rems hat auch künftig den Vorsitz beim „Bundesforum Lernort Bauernhof“, übernimmt die Koordination, stellt Förderanträge und organisiert Veranstaltungen. Der i.m.a e.V., der sich aus dieser Arbeit zurückgezogen hat, wirkt auch weiterhin an dem sogenannten „runden Tisch“ der landwirtschaftlichen Bildungsarbeit mit.

Für die Teilnehmer war es wichtig, dass der Austausch beim „Bundesforum Lernort Bauernhof“ fortgeführt wird. Auch künftig will man zwei bis drei Treffen im Jahr organisieren, an Publikationen mitwirken und sich an Veranstaltungen wie der vom i.m.a e.V. organisierten Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ auf der Bildungsmesse „didacta“ beteiligen.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

Abschluss und neuer Anfang: Bildungsexpertinnen und ein Experte bei der Tagung vom „Bundesforum Lernort Bauernhof".

Fleisch aus dem Labor: Von der Stammzelle zum Burger

Es gibt es bereits: Künstlich erzeugtes Fleisch. Oder, korrekter formuliert, "Kulturfleisch". Das im Labor erzeugte "In-vitro-Fleisch" könnte unsere Nahrungsmittelvielfalt bereichern. Das i.m.a Lehrermagazin erläutert, was in der Forschung geschieht.

Medien-Information

Fleisch aus dem Labor: Von der Stammzelle zum Burger

Das i.m.a-Lehrermagazin über die Erforschung alternativer Nahrungsmittel

Wie ernähren wir uns in der Zukunft und was gibt es für Alternativen zu bisher gewohnten Nahrungsquellen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten. Ein Thema dabei ist Forschung an Ersatzprodukten zu fleischlicher Nahrung in seiner ursprünglichen Form, dem sogenannten „Kulturfleisch“. Diesem Thema widmet die neue Ausgabe vom i.m.a-Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ seine Titelgeschichte. Es bietet damit Stoff für den Unterricht in Oberschulen, aber auch allen weiteren Zielgruppen, die sich für die spannenden Fakten rund um die Forschung am „In-vitro-Fleisch“ interessieren.

Mehr als eine Viertelmillion Euro hatte der erste Rindfleisch-Burger gekostet, der aus kultiviertem Fleisch im Labor entstanden ist. Das liegt zehn Jahre zurück. Inzwischen ist die Forschung weiter, obwohl sie noch immer weit davon entfernt ist, „In-Vitro-Fleisch“ herzustellen, das als sogenanntes „Kulturfleisch“ massenkompatibel ist. Dennoch: Das Thema ist hoch spannend und gerade für Kinder und Jugendliche interessant, die auf der Suche nach alternativen Ernährungsformen sind. Der Beitrag im i.m.a-Lehrermagazin transponiert die hochkomplexen wissenschaftlichen Aspekte aus der Welt der Forschung in leicht verständliche und im Unterricht nachvollziehbare Lernschritte.

Begleitet wird das Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe durch eine Prognose zum „Fleisch-Markt 2040“ sowie weiterem Lehr- und Lernmaterial zur Bioökonomie, das als ein Wirtschaftssystem der Zukunft behandelt wird. Mit einem Blick auf Ölsaaten werden Handelsströme von Soja und Palmöl skizziert, Auswirkungen auf verschiedene Wirtschaftsbereiche auch außerhalb der Landwirtschaft beschrieben und Chancen erläutert, die sich dabei der heimischen Land- und Forstwirtschaft bieten.

Für den Einsatz an Grundschulen bietet das i.m.a-Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ zwei Themen: In einer kleinen Pflanzenkunde geht es um das Wachstum und die Kultivierung von Frühlingsblühern. Neben der theoretischen Wissensvermittlung gibt es Tipps für das Gärtnern mit Kindern. Und beim Thema über „Kopfschmerzen bei Kindern“ werden deren Ursachen ergründet, Empfehlungen zur Vorbeugung und Tipps für die Behandlung gegeben. Neben Lehrkräften, die sich zunehmend mit diesem Problem im Unterricht konfrontiert sehen, ist dieser Beitrag vor allem auch für Eltern von Interesse, deren Kinder immer wieder unter Kopfschmerzen leiden.

Ferner berichtet das Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ über ein Austauschprogramm für junge Agrar-Fachleute, die auf Gastbetrieben in Uganda und Deutschland gearbeitet haben. Ein Farm- und Food-Wiki, Empfehlungen für Lehr-, Lern- und Lesebücher sowie weitere praktische Tipps ergänzen die Themenvielfalt der Zeitschrift. Lehrkräfte können sie kostenlos abonnieren über www.ima-lehrermagazin.de. Sie steht auch kostenlos als Online-Version zum Lesen und Herunterladen auf www.ima-shop.de zur Verfügung.

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  • i.m.a-Lehrermagazin zum "Kulturfleisch": Titelseite.

  • i.m.a-Lehrermagazin zum "Kulturfleisch": Unterrichtsmaterial.

Forum Lernort Bauernhof

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Frauen in der Landwirtschaft - ein Spiegelbild der Gesellschaft

Die Rollen der Frauen in der Landwirtschaft sind so vielfältig wie die täglich zu bewältigenden Aufgaben. Und die Wertschätzung, die Frauen dabei zuteil wird, ist so gering, wie die Lohndifferenz zu Männern groß ist. Wir reflektieren einige Fakten.

Medien-Information

Frauen in der Landwirtschaft - ein Spiegelbild der Gesellschaft

Wie in vielen Bereichen unserer Gesellschaft, so gibt es auch in der Landwirtschaft Unterschiede zwischen der Wertschätzung von Frauen und Männern. Am einfachsten lassen sich diese Unterschiede im monetären Bereich ausmachen. Dort beträgt die Differenz zwischen dem, was Männer und Frauen in der Landwirtschaft verdienen, etwa zwanzig Prozent, die Frauen geringer entlohnt werden. Ist deren vielfältige Arbeit also weniger wert oder wird sie einfach nur weniger wertgeschätzt? Das i.m.a-Mitglied, der Deutsche LandFrauenverband e.V., setzt sich schon seit Jahren für eine Angleichung des Lohnniveaus und damit für eine bessere Wertschätzung von Frauen in der Landwirtschaft ein.

Da Bauernhöfe in weiten Teilen des Landes familiengeführte Betriebe sind, in denen die Frauen mitarbeiten, fallen Lohnunterschiede weniger auf als beispielsweise in der Industrie oder der Dienstleistungsbranche. Zwar gibt es auch in der Landwirtschaft Tarifverträge, aber etwa vierzig Prozent der Frauen in den Familienbetrieben arbeiten ohne ein vertragliches Beschäftigungsverhältnis und ohne festes Gehalt. Andererseits ist die Mehrheit der Frauen in den familiengeführten Betrieben in die Entscheidungen mit einbezogen. Mit anderen Worten: Sie tragen die gleiche Verantwortung wie ihre Lebenspartner.

Andererseits scheint sich die Rolle der Frau in der Landwirtschaft zu ändern. Das legen jedenfalls erste Ergebnisse einer aktuell noch laufenden Studie zu "Frauen in der Landwirtschaft" nahe. Bisher haben sich an der Umfrage mehr als 7000 Frauen beteiligt. Der ablesbare Trend bestätigt, dass fast die Hälfte der befragten Frauen als Ehe- oder Lebenspartnerin des Landwirts mitarbeitet; nur 19 Prozent leiten den Betrieb. Immer mehr Frauen haben einen hohen Bildungsgrad, immer öfter trauen sich Frauen die Übernahme eines Betriebes zu und immer häufiger wird für sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Thema.

Seit vielen Jahren fordern die Landfrauen eine bessere Wahrnehmung und Akzeptanz der Rolle der Frauen in der Landwirtschaft. Dazu gehört neben einer Verbesserung von Beratungs- und Bildungsangeboten für Frauen in der Landwirtschaft auch eine Erfassung der Leistungen von Frauen in der Agrarstatistik.

Unsere Faktensammlung wirft einige statistische Schlaglichter auf die Bedeutung der Frau in der Landwirtschaft - weltweit und in Deutschland.

  • In der Landwirtschaft sind weltweit 43 Prozent der Arbeitskräfte weiblich.

  • Durchschnittlich arbeiten Frauen in der Landwirtschaft 55 Stunden in der Woche.

  • In der deutschen Landwirtschaft arbeiten 335.000 Frauen - 6.000 weniger als noch vor einem Jahr.

  • 67 Prozent der Frauen in der deutschen Landwirtschaft kümmern sich um die Tierhaltung.

  • Ein Viertel der Landwirtinnen in Deutschland haben einen Hochschulabschluss.

  • Nur jeder neunte landwirtschaftliche Betrieb in Deutschland wird von einer Frau geleitet.

  • 87 Prozent der Frauen in der deutschen Landwirtschaft sind stolz auf ihre Arbeit.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

Frauen in der Landwirtschaft: Vielfältig engagiert und unverzichtbar (Fotos aus der i.m.a-Bildergalerie)

Frauen sind das Rückgrat der Landwirtschaft

Etwa 341.000 Frauen arbeiten in der deutschen Landwirtschaft. Sie tragen damit wesentlich zur Existenzsicherung der bäuerlichen Familienbetriebe bei. Daran sollte nicht nur anlässlich des Internationalen Frauentags, dem 8. März, erinnert werden.

Medien-Information

Frauen sind das Rückgrat der Landwirtschaft

Am Internationalen Frauentag, dem 8. März, wird weltweit daran erinnert, dass noch immer nicht in allen Ländern der Erde die Gleichberechtigung gelebter Alltag ist. Ein Feiertag ist der Frauentag jedoch nur in der Volksrepublik China, in Madagaskar und Nepal –  und auch nur für Frauen. Einzig in Berlin ist es ein gesetzlicher Feiertag.

In der Landwirtschaft hingegen haben die Frauen (und Männer) auch am Frauentag keinen Feiertag. Denn die Arbeit in der Landwirtschaft kennt keine freien Tage. Vor allem in der Tierhaltung wollen die Tiere auch an Feier- und Gedenktagen versorgt werden. Das würde nicht funktionieren, wenn die rund 341.000 Frauen, die in der Landwirtschaft tätig sind, am 8. März freimachen. Darum ist der Internationale Frauentag in der Landwirtschaft eine Gelegenheit, einmal mehr an die Leistungen der Frauen zu erinnern, die überwiegend als sogenannte „mithelfende Familienangehörige“ in der Landwirtschaft tätig sind. Gerade auf den familiengeführten Bauernhöfen sind diese Frauen das Rückgrat für einen funktionierenden Betrieb.

Das i.m.a-Mitglied, der Deutsche LandFrauenverband e.V., fordert anlässlich des Frauentags „stabile Rahmenbedingungen für eine gerechte Teilhabe von Frauen in allen Bereichen … sowie gesellschaftlich konstruierte Rollenbilder kritisch zu hinterfragen“. Der Anteil der berufstätigen Frauen in der deutschen Landwirtschaft liegt bei etwa 36 Prozent – und damit etwa zehn Prozent unter dem durchschnittlichen Frauenanteil aller Berufssparten. Unter den Führungskräften in der Landwirtschaft liegt der Frauenanteil bei ca. zehn Prozent, während 22 Prozent aller Landwirtinnen eine agrarwissenschaftliche Hochschulausbildung abgeschlossen haben.

Im europäischen Vergleich liegt der Anteil der erwerbstätigen Frauen in der Landwirtschaft in Deutschland bei acht Prozent, während er in Spanien und Griechenland jeweils 13 Prozent beträgt. Spitzenreiter ist Italien mit 34 Prozent. Bei Frauen in landwirtschaftlichen Führungspositionen liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf Platz 25; vor Dänemark, Malta und den Niederlanden. Die Spitzenposition an Betriebsleiterinnen nehmen Lettland und Litauen ein.

Unverzichtbar: Frauen in der Landwirtschaft.

Fünf Agrar-Themen als Unterrichtsposter neu gestaltet

Jetzt gibt es für den Unterricht in der Primar- und Sekundarstufe fünf inhaltlich überarbeitete und grafisch neu gestaltete Unterrichtsposter, mit denen wichtige Themen der Agrar-, Natur- und Ernährungsbildung anschaulich vermittelt werden können.

Medien-Information

Fünf Agrar-Themen als Unterrichtsposter neu gestaltet

Die i.m.a-Unterrichtsposter sind seit vielen Jahren beliebte und immer wieder stark nachgefragte Lehr- und Lernmaterialien, mit denen der Unterricht attraktiv gestaltet werden kann. Nachdem viele der Themenangebote vergriffen waren, wurden jetzt die begehrtesten Poster neu aufgelegt. Dabei hat man die Gelegenheit genutzt und Inhalte aktualisiert. Zugleich wurde das Design den modernen Anforderungen an eine plakative Wissensvermittlung angepasst.

Der Jahreszeit angepasst dürften zu Beginn des neuen Schuljahrs besonders die Themen Obst und Gemüse von Interesse sein und in diesem Zusammenhang auch die beiden Unterrichtsposter zur Honig- und Wildbiene, die wesentliche Beiträge in der Nahrungsmittelproduktion leisten. Dass dabei auch der Boden eine Rolle spielt, mag auf den ersten Blick nicht gleich erkenntlich sein; doch wer sich mit dem neuen Boden-Poster befasst, wird zudem schnell erkennen, wie wichtig für den Landwirt der verantwortungsvolle Umgang mit einer der wichtigsten Grundlagen seiner Erwerbsquelle ist. Und so stehen die Poster thematisch alle in einem Zusammenhang und können den Unterricht in vielen Aspekten bereichern.

Die Titelseiten der Poster beschreiben traditionell mit anschaulichen Bilddarstellungen die Erzeugung und den Weg der landwirtschaftlichen Produkte vom Bauern bis zum Konsumenten, bzw. geben Einblicke in die Praxis der Bodenbearbeitung. Auf den Rückseiten finden sich wieder Sachinformationen und eine Vielzahl von Aufgabenstellungen für die Schüler. Lehrkräfte nutzen die Vordrucke gerne für Arbeiten im Klassenverband, Schüler können damit aber auch eigenverantwortlich lernen.

Sogar in Kindertagesstätten werden manche Unterrichtsposter gerne eingesetzt. So nutzen Erzieherinnen z.B. die Vorderseiten der Gemüse- und Obst-Poster, um den Jüngsten die Unterschiede der verschiedenen Früchte zu erläutern. So lässt sich auch außerhalb der saisonalen Erntesaison anhand der großen farbigen Abbildungen Wissen vermitteln.

Alle Unterrichtsposter können wieder im Internet im i.m.a-webshop bestellt werden. Sie sind kostenlos erhältlich; lediglich die Versandkosten müssen erstattet werden. Im shop finden sich noch viele weitere Themen aus der Landwirtschaft, z.B. zur Tierhaltung oder der Arten- und Getreidevielfalt, die als Unterrichtsposter aufbereitet sind. Einfach reinklicken, stöbern und sich inspirieren lassen.

  • Wm Poster Neu 200807 Bild 1

  • Wm Poster Neu 200807 Bild 2

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  • Wm Poster Neu 200807 Bild 5

Gans oder gar nicht - lautet jetzt die Devise auf dem Gut Kemlitz

Im November haben sie Hochkonjunktur - die Gänse vom AWO Reha-Gut Kemlitz. Doch auch wer das Gefügel zum Martinstag oder Weihnachtsfest verschmäht, findet Alternativen auf dem 969 Hektar-Betrieb, der auch Menschen mit Beeinträchtigungen Arbeit bietet.

Gans oder gar nicht - lautet jetzt die Devise auf dem Gut Kemlitz

Erfahren Sie mehr über diesen Betrieb und seine "EinSichten in die Tierhaltung".

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Gemeinsam stark - Bildung für die Landwirtschaft

Innerhalb von nur einer Woche finden mit dem Deutschen Bauerntag und dem Deutschen LandFrauentag zwei der bedeutendsten Verbandstreffen der Agrarszene statt. An beiden Treffen beteiligen wir uns und informieren einmal mehr über unsere Bildungsarbeit.

Medien-Information

Gemeinsam stark - Bildung für die Landwirtschaft

Worüber der i.m.a e.V. beim Bauerntag und Landfrauentag kommuniziert

Wann immer Landwirte und Landwirtinnen zusammenkommen, ist der i.m.a e.V. nicht weit. Er gehört als etablierte Institution der landwirtschaftlichen Bildungsarbeit für Schüler und Schülerinnen sowohl auf den Deutschen Bauerntag als auch auf den Deutschen Landfrauentag. Beide Veranstaltungen folgen in diesem Jahr am 26/27. Juni und 2. Juli nahezu aufeinander und sind damit für den gemeinnützigen Verein unverzichtbare Termine, an denen man weitere Praktiker des Berufsstandes als Bildungsbotschafter gewinnen möchte.

Der Deutsche Bauernverband e.V. und der Deutsche LandFrauenverband e.V. sind beide Mitglieder beim i.m.a e.V. Eine Beteiligung an den Hauptversammlungen dieser bedeutenden deutschen landwirtschaftlichen Vereinigungen ist daher mehr als ein Pflichtprogramm. Denn bei den Treffen kommt das i.m.a-Team mit den Delegierten ins Gespräch und erfährt aus den Regionen und Kreisen, welche Bedürfnisse in der landwirtschaftlichen Bildungsarbeit bestehen.

Sowohl auf dem Deutschen Bauerntag am 26. und 27. Juni in Cottbus als auch auf dem Deutschen Landfrauentag am 2. Juli in Kiel präsentiert der i.m.a e.V. seine neuen und erfolgreich etablierten Bildungsmaterialien. Vor allem aber will man über die verschiedenen Initiativen informieren, mit denen Wissen über die Arbeit in der Landwirtschaft und zur Ernährungsbildung kommuniziert wird.

Bildungsbotschafter gesucht

Niemand kann die Arbeit in der Landwirtschaft besser erklären als Landwirte und Landwirtinnen. Darum nutzt der i.m.a e.V. die persönlichen Kontakte zum Berufsstand immer wieder, um für eine Unterstützung seiner Bildungsinitiativen zu werben. So werden zum Beispiel Landwirte gesucht, die für die erst vor zwei Jahren gestartete Initiative „Landwirtschaft macht Schule“ den Kindern und Jugendlichen im Unterricht aus der landwirtschaftlichen Praxis berichten.

Für den „Lernort Bauernhof“ sucht der i.m.a e.V. Betriebe, die bereit sind, neben ihrem Haupterwerb auch außerschulische Bildungsarbeit zu leisten, indem sie z.B. Kita-Gruppen und Schulklassen auf dem Hof empfangen und dort im landwirtschaftlichen Alltag die Arbeitsabläufe erklären. Und die Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“ vereint Nutztierhalter, die ihre Ställe öffnen, damit sich Verbraucher einen eigenes Bild von der modernen Tierhaltung verschaffen können.

Auf den Treffen vom Bauern- und vom LandFrauenverband findet der i.m.a e.V. in den Delegierten engagierte Repräsentanten der Landwirtschaft. Sie tragen die Informationen weiter in ihre Regionen und Kreise, und informieren darüber, wie der i.m.a e.V. das Engagement der einzelnen Landwirte begleitet und mit Unterstützung der Landwirtschaftlichen Rentenbank fördert.

 

 

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Immer gut gelaunt: Landfrauen am i.m.a-Stand auf dem vergangenen LandFrauentag in Fulda (Foto: x21de).

  • Politiker sind Stammgäste auf dem Deutschen Bauerntag: Landwirtschaftsminister Cem Özdemir spricht zu den Delegierten (Foto DBV).

  • Die Landjugend am i.m.a-Stand: Hier kommen die Delegierten miteinander ins Gespräch.

Geschmackstraining zum Jahreswechsel

Wer in jungen Jahren seinen Geschmackssinn trainiert, hat später mehr Freude am Entdecken neuer Genüsse. Warum gerade Kindern die Vielfalt der Geschmackserlebnisse vermittelt werden sollte, erläutern wir in der neuen Ausgabe vom i.m.a-Lehrermagazin.

Medien-Information

Geschmackstraining zum Jahreswechsel

Das i.m.a-Lehrermagazin regt an zum Genießen mit allen Sinnen

Essen ist Geschmackssache und Geschmäcker sind verschieden. Warum diese Erkenntnis nur teilweise stimmt, wird in der aktuellen Ausgabe vom i.m.a-Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ erläutert. Das Titelthema der Zeitschrift ist nicht nur während der Festtage hoch aktuell, denn Geschmacksbildung hängt eng mit der Ernährung zusammen und sollte deshalb immer wieder trainiert werden. Das Thema zahlt auch auf eine vom Bundeslandwirtschaftsministerium (erneut) aufgelegte „Ernährungsstrategie“ ein, die zu insgesamt vielfältigerem und gesünderem Essen in Kantinen und Mensen animieren soll.

Mit Nahrungsmitteln lassen sich alle fünf Sinne des Menschen ansprechen. Das wird beim Essen leider oft ausgeblendet, wenn vor allem nach dem Geschmack in süß, salzig, sauer, bitter oder umani (ein Synonym für ein herzhaftes bzw. vollmundiges Geschmackserlebnis) unterschieden wird. Der „lebens.mittel.punkt“ geht in seiner neuen Ausgabe mit der Titelgeschichte jedoch weiter und erläutert, warum gerade die kindliche Neugierde geeignet ist, die Vielfalt von Speisen bereits bei der Auswahl von Zutaten im wahrsten Sinne des Wortes „schmackhaft“ erlebbar zu machen.

Mit dem Unterrichtsbaustein zum Geschmackstraining können Lehrkräfte in der Primarstufe die vielen Aspekte des Themas im Sachkunde-Unterricht oder in Arbeitsgruppen zur Ernährung vertiefen. Die Übungen, zu denen angeregt wird, befassen sich nicht nur mit geschmacklichen Wahrnehmungen, sondern stellen auch Verbindungen zu den Jahreszeiten her und der sich daraus ergebenden Produktvielfalt von Nahrungsmitteln. Zudem wird vermittelt, wie der Geschmackssinn auch von den weiteren Sinnen des Menschen beeinflusst wird; etwa durch Riechen und Sehen, aber auch durch Tasten und Hören. Somit ist die Lektüre der aktuellen Ausgabe vom „lebens.mittel.punkt“ auch für Leser interessant, die mehr über ihre eigene Sinneswahrnehmung erfahren möchten.

In einem weiteren Unterrichtsbaustein für die Primarstufe wird über den Soja-Anbau auf heimischen Feldern informiert. Darin werden nahezu alle Aspekte der Nutzpflanze erläutert und deren Kultivierung im Landwirtschaftsjahr eingeordnet.

Auch für die Sekundarstufe gibt es zwei Unterrichtsbausteine. Einmal wird hinter die Kulissen des Produktionsprozesses in einer Ölmühle geschaut, wobei der Schwerpunkt auf Inhalten des Chemieunterrichts und in den Bereichen Natur und Technik liegt. Der zweite Unterrichtsbaustein erläutert die Bedeutung des landwirtschaftlichen „Betriebsspiegels“. Das Thema ist so angelegt, dass über die theoretische Wissensvermittlung hinaus ein Besuch auf einem Betrieb angeregt wird.

Das i.m.a-Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ kann von Lehrkräften kostenlos abonniert werden (www.ima-lehrermagazin.de). Es steht aber auch als Online-Version zum Lesen und herunterladen zur Verfügung (www.ima-shop.de).

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Genuss pur: Titelseite vom i.m.a-Lehrermagazin.

  • Lernen, zu genießen: Unterrichtsbaustein im i.m.a-Lehrermagazin.

Gesellschaft: Der Beruf des Landwirts gilt als systemrelevant

Gerade in Krisenzeiten wird deutlich, wie systemrelevant der Beruf des Landwirts ist. Die repräsentative i.m.a-Studie zum "Image der deutschen Landwirtschaft" machte auch deutlich, wie weit sich die Bevölkerung der Probleme der Landwirte bewusst ist.

Medien-Information

Gesellschaft: Der Beruf des Landwirts gilt als systemrelevant

Repräsentative Umfrage ermittelt Popularität und Problembewusstsein

Die Krise und der Krieg in der Ukraine haben deutlich gemacht, welche Berufe unsere Gesellschaft als besonders wichtig erachtet: Nach Arzt und Pfleger ist es der Beruf des Landwirts, der auch in der Zukunft eine große Bedeutung für die Bevölkerung hat. Das ist eines der Ergebnisse der Umfrage zum „Image der deutschen Landwirtschaft“, die der gemeinnützige i.m.a e.V. jetzt präsentiert hat. Mit ihr wird alle fünf Jahre repräsentativ ermittelt, wie sich die Ansichten der Bevölkerung zur Landwirtschaft und dem Berufsstand, zu Verbraucherthemen und schulischer Bildungsarbeit entwickelt haben.

Die neue i.m.a-Umfrage zum „Image der deutschen Landwirtschaft“ offenbart die Auswirkungen von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg. Genoss der Arztberuf schon immer hohes Ansehen, so folgt ihm nun erstmals der Pflegeberuf in der Wertschätzungsskala. Eindeutig werden Berufe im Gesundheitswesen von der Bevölkerung als systemrelevant erachtet.

Dass auch der Beruf des Landwirts dazu gehört, dürfte ebenso während der Corona-Pandemie und durch den Krieg in der Ukraine gelernt sein. Einerseits erinnern wir uns an leere Supermarktregale, andererseits an Ernten, die durch Bomben vernichtet wurden oder die durch Schiffsblockaden nicht zu den hungernden Menschen gelangen konnten. Die Systemrelevanz der Landwirtschaft und der Bauern und Bäuerinnen trat selten deutlicher zutage.

Vor diesem Hintergrund scheint auch das Problembewusstsein der Bevölkerung für Sorgen und Nöte der Landwirte ausgeprägt zu sein. So haben in der i.m.a-Umfrage 66 Prozent der Bevölkerung den Preisdruck durch den Lebensmitteleinzelhandel als stärkstes Problem ausgemacht, mit dem die Landwirte zu kämpfen haben. Sechzig Prozent der Befragten bezeichneten Kostensteigerungen, etwa bei Energie und Futtermittel, als Probleme der Landwirte.

Dass auch die Bauern und Bäuerinnen unter dem Klimawandel leiden, haben 59 % der Bevölkerung erkannt. Dass Bürokratie und politische Vorgaben die Arbeit der deutschen Landwirte erschweren, wissen mittlerweile 52 Prozent der Befragten. Und immer noch die Hälfte der Bevölkerung nennt eine unsichere Preis- und Einkommenssituation sowie Schwierigkeiten bei der Nachfolgeregelung eines landwirtschaftlichen Betriebs als Probleme der Landwirte. Weniger ausgeprägt ist hingegen das Problembewusstsein gegenüber der Konkurrenz landwirtschaftlicher Produkte aus anderen Staaten  (45 %) und die mangelnde Wertschätzung der Landwirte in der Öffentlichkeit (42 %), die von weniger als der Hälfte der Befragten genannt werden.

Diese Ergebnisse entstammen der Studie zum „Image der deutschen Landwirtschaft“, für die der gemeinnützige i.m.a e.V. das pollytix Institut mit einer repräsentativen Online-Befragung unter mehr 2.000 Bundesbürgern beauftragt hatte. Alle Resultate auf www.ima-agrar.de/wissen.

 

 

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  • Auch in Zeiten von Corona-Pandemie und Krieg in der Ukraine genießen Landwirte hohe Anerkennung.

  • Bei der Bevölkerung ist das Problembewusstsein für die Sorgen der Landwirte deutlich ausgeprägt.

Gesucht: Lehrreiche & lustige landwirtschaftliche Literatur

Zum "Welttag des Buches" startet der i.m.a e.V. die Suche nach den besten Büchern, in denen die Landwirtschaft korrekt dargestellt wird. Alle die mitmachen und dem Verein die Titel ihrer Buch-Favoriten mitteilen, können Buch-Gutscheine gewinnen.

Medien-Information

Gesucht: Lehrreiche & lustige landwirtschaftliche Literatur

Der i.m.a e.V. startet Aktion zum „Welttag des Buches“

Lesen bildet – in jeder Beziehung. Das gilt auch für die Landwirtschaft und insbesondere für deren Darstellung in Schulbüchern. Darum setzt sich der i.m.a e.V. dafür ein, dass die Arbeit und das Leben der Bauernfamilien in Büchern korrekt dargestellt werden. Der „Welttag des Buches“ am 23. April 2021 ist für den gemeinnützigen Verein Auftakt zu einer Aktion, bei der Bücher gesucht werden, in denen die Vielfalt der Landwirtschaft deutlich wird – unterhaltsam, spannend oder überraschend, aber immer auch korrekt.

„Wenn die landwirtschaftliche Praxis in Schulbüchern falsch interpretiert wird, kritisieren wir das und bemühen uns um eine Korrektur“, erläutert i.m.a-Pressesprecher Bernd Schwintowski, der die Aktion koordiniert. „Jetzt wollen wir nicht kritisieren, sondern zeigen, dass es auch besser geht. Dazu suchen wir Bücher, in denen Arbeit und Leben der Bauernfamilien korrekt dargestellt werden.“

Was der i.m.a. e.V. unter guter landwirtschaftlicher Literatur versteht, kann im Internet im i.m.a-Webshop besichtigt werden. Mit den Kinderbüchern „Marike und Julius: Entdecke mit uns den Bauernhof“ und „Wir Kinder vom Hof: Entdeckt mit uns die Landwirtschaft“ empfiehlt der Verein zwei unterhaltsame und lehrreiche Sachbilderbücher für Leser im Kita- und Grundschulalter.

„Mit unserer Aktion suchen wir nicht nur gute Schulbücher zur Landwirtschaft“, erläutert der i.m.a-Pressesprecher. „Wir sind an allen Büchern interessiert, in denen die Landwirtschaft weder falsch noch romantisierend, sondern einfach nur richtig dargestellt wird. Das können Sachbücher sein, aber keine Fachliteratur. Wir suchen nach unterhaltsamen Werken, Mal- und Kinderbüchern oder auch Belletristik.“ Ein Beispiel dafür ist der Roman „Mittagsstunde“ von Erfolgsautorin Dörte Hansen. In dem Buch hat sogar der i.m.a e.V. Einzug in die Literatur gefunden.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, teilt dem i.m.a e.V. den Titel des Buches mit und nennt idealerweise auch den Verlag. In wenigen Worten sollte auch begründet werden, warum man gerade dieses Buch empfiehlt. Aus den Empfehlungen stellt der Verein eine „Hitliste“ der besten Bücher rund um die Landwirtschaft zusammen. Und unter allen Einsendungen werden Gutscheine für den Einkauf von Büchern im Wert von insgesamt fünfhundert Euro verlost.

Mitmachen kann jeder, ob Dorfkind oder Stadtmensch, großer oder kleiner Leser. Weitere Details und die Teilnahmebedingungen stehen im Internet auf buchaktion.ima-agrar.de. Dort und auf der Facebook-Seite des Vereins werden auch die Liste mit den empfohlenen Büchern und die Namen der Gewinner veröffentlicht. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2021.

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Gesucht: Literatur, in der die Landwirtschaft korrekt dargestellt wird (Symbolbild: istock/Vitali Bashkatov)

Gesunder Genuss - nicht nur am "Iss-einen-Apfel-Tag"

Einer der kuriosen Fest- oder Feiertage im Jahr ist der dritte Samstag im September. Dann wird weltweit der "Iss-einen-Apfel-Tag" begangen. Den Bundesbürgern muss man das nicht zweimal sagen, denn der Apfel ist hierzulande die beliebteste Obstsorte.

Medien-Information

Gesunder Genuss - nicht nur am "Iss-einen-Apfel-Tag"

Jeder Bundesbürger verzehrt 72 Kilogramm Obst im Jahr; davon allein 24 Kilo Äpfel; am liebsten jene der Sorte "Elstar". Auf sie entfallen mehr als 24 Prozent der Apfel-Anbaufläche. Damit ist das Kernobst die beliebteste Frucht in Deutschland. So viel Nachfrage können die heimischen Obstbauern auf den 33.100 Hektar Anbauflächen nicht erzeugen. Der Selbstversorgungsgrad bei Äpfeln liegt hierzulande bei nur 45 Prozent. D.h., wir importieren mehr Äpfel als wir erzeugen; vor allem aus Italien, Polen und den Niederlanden.

Es gibt also eigentlich keinen Grund, die Verbraucher in Deutschland mit einem "Iss-einen-Apfel-Tag" daran zu erinnern, dass der tägliche Apfelgenuss den Doktor fern hält, wie eine britische sprichwörtliche Äußerung seit 1866 empfiehlt (An appel a day keeps the doctor away). Allerdings gibt es für diese Behauptung keinen Beweis. Dass Mediziner sie abstreiten, ist nachvollziehbar. Wer spricht schon gegen sein Gewerbe?

Gleichwohl gibt es viele positive Eigenschaften, die dem Apfel zugeschrieben werden. Darum hat das i.m.a-Lehrermagazin schon in einer seiner ersten Ausgaben dem Apfel einen Unterrichtsbaustein gewidmet. Und der hat noch heute Gültigkeit. Allerdings ist die gedruckte Version sowohl der Zeitschrift als auch des Unterrichtsbausteins längst vergriffen - so wie die Äpfel aus heimischem Anbau im Frühjahr, wenn deren Saison mit der neuen Apfelblüte zu Ende geht.

Doch während wir sowohl das Lehrermagazin als auch den Unterrichtsbaustein als pdf-Dateien im i.m.a-Webshop zum Herunterladen anbieten, ist es weitaus schwieriger, Äpfel zu konservieren. Wer nach der Saison nicht auf frische Äpfel verzichten will, ist auf Importware angewiesen. Die kommt dann aus Argentinien, Chile, Neuseeland und Südafrika.

Der weltweite Tag des Apfelgenusses sollte daher bei uns ein Anlass sein, sich mit diesem begehrten Kernobst näher zu beschäftigen. Die i.m.a-Materialien bieten dafür eine große Auswahl. Sie reichen von den 3-Minuten-Infos über eine Vielzahl an Beiträgen im "lebens.mittel.punkt", der auch über Randthemen des Obstbaus, wie die Streuobstwiesen informiert. Wer dort, am Wochenmarktstand oder im Supermarkt seine Äpfel wegtragen möchte, wird auch dafür im i.m.a-shop fündig: In dem waschbaren Obstbeutel lassen sich nicht nur Äpfel sicher transportieren. 

Nebenbei: Es gibt noch viele weitere Anlässe, einen Apfel zu genießen. Zum Beispiel am 1. Dezember, an dem die Empfehlung lautet, einen roten Apfel zu essen. Oder am ersten Januar, an dem man traditionell einen Apfel verschenken soll. Zehn Tage später könnte man dieses Geschenk weiterreichen, denn dann steht der "Tag des deutschen Apfels" auf dem Kalender. Und selbst für Menschen, die dem Genuss eines frischen Apfels wenig abgewinnen können, gibt es eine Alternative: den Tag des amerikanischen Apfelpunsches am 18. November. Den gibt es auch für Kinder, alkoholfrei.

 

 

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Die Vielfalt der Äpfel: Unterrichtsbaustein aus dem i.m.a-Lehrermagazin "lebens.mittel.punkt".

  • Fakten über den Apfel: Wissenswerte Details über die beliebteste Obstfrucht (Quelle: laves.niedersachsen).

Großes Interesse an der virtuellen Grünen Woche 2022

Die vom i.m.a e.V. organisierte virtuelle Grüne Woche als Ersatz der abgesagten Messe war ein Erfolg. Tausende Besucher informierten sich unter dem Motto "Zehn Tage - zehn Themen" in Beiträgen über die Landwirtschaft auf der Homepage des Vereins.

Medien-Information

Großes Interesse an der virtuellen Grünen Woche 2022

Die Landwirtschaft stand mit zehn Themen zehn Tage im Fokus

Jeden Tag über ein anderes landwirtschaftliches Thema informieren – das war das Konzept, mit dem der i.m.a e.V. auf die Absage der Internationalen Grünen Woche reagiert hatte. Unter dem Motto „Zehn Tage – zehn Themen“ wurde vom Ackerbau über die Tierhaltung bis zur Landtechnik berichtet. Auch Ernährungs- und gesellschaftliche Themen wurden behandelt. Mit gut zehntausend Zugriffen auf die Beiträge konnte die kostenfreie Aktion einen beachtlichen Erfolg erzielen.

„Entscheidend ist, dass wir Menschen für die vielseitigen Aspekte der Landwirtschaft interessieren konnten“, resümiert i.m.a-Pressesprecher Bernd Schwintowski. Das Ergebnis sei auch deshalb positiv zu bewerten, weil man nicht wie auf einer Messe zufällig mit einer Information konfrontiert wurde. „Bei der virtuellen Grünen Woche musste man sich bewusst entscheiden, uns auf www.ima-agrar.de zu besuchen, um dort in der Fülle der Angebote die Themen anzuklicken, die wir aufbereitet hatten.“

Die Inhalte der zehn Thementage reichten von High-Tech in der Landwirtschaft, Ackerbau und Tierhaltung über nachwachsende Rohstoffe, Artenvielfalt und Ressourcenschutz bis zu Trends in der Ernährung. Auch die Akzeptanz des bäuerlichen Berufsstandes in der Gesellschaft wurde thematisiert. „Die Nutzer schätzen an unseren Angeboten, dass wir auch bei kontroversen Themen neutral informieren; also beschreiben und analysieren, nicht jedoch für die eine oder andere Sichtweise Partei ergreifen“, betonte der i.m.a-Pressesprecher.

Zu jedem Thema gab es digitale Lernmodule, mit denen die Besucher der Homepage ihr Wissen spielerisch überprüfen konnten. Die Lernmodule des gemeinnützigen Vereins sind ein kostenfreies Angebot für den Schulunterricht und die außerschulische Bildungsarbeit. Ergänzt wurden die Beiträge der virtuellen Grünen Woche auch mit Links zu i.m.a-Partnern, bei denen sich Interessierte weiterführend informieren konnten.

Die i.m.a-Aktion „Zehn Tage – zehn Themen“ wurde von der Messe Berlin begleitet, die auf ihrer Facebook-Plattform täglich auf das jeweils aktuelle Thema aufmerksam machte. Schwintowski: „Nachdem die Grüne Woche wegen der Corona-Pandemie bereits zum zweiten Mal abgesagt worden war, ging es uns auch darum, das Interesse der Verbraucher und unserer Branche an der Messe hochzuhalten, deren Markenkern die Landwirtschaft in ihren vielseitigen Ausprägungen ist.“

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Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.

Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

Zehn Tage - zehn Themen: Landwirtschaft vielseitig illustriert (Symbolbild)

Großes Interesse für das Lenrmaterial zur Honigbiene

Bei vielen Lehrkräften in Deutschland wird schon bald ein Paket mit der "Werkststattkiste" zum Thema "Honigbiene" "hereinsummen". Unser Wettbewerb ist abgeschlossen, und wir haben uns etwas überlegt, wie wir die riesengroße Resonanz belohnen können.

Medien-Information

Großes Interesse für das Lernmaterial zur Honigbiene

Die "Werkstattkiste" zur Honigbiene ist alles andere als eine "Kiste". Sie ist ein Kompendium an vielfältigen Lehr- und Lernmaterialien, mit denen Schulkindern der dritten und vierten Klassen an Grund- und Förderschulen Wissen zum Leben und der Bedeutung der Honigbiene vermittelt werden kann. Für den Sachunterricht, aber sicher auch in anderen Fächern (Lehrkräfte sind da sehr kreativ, wie wir wissen), steht mit dem Buch von Ines Oldenburg und Julia Wulf interessantes Lehr- und Lernmaterial für einen „vielperspektivischen“ Schulunterricht zur Verfügung.

Das hatten auch viele Lehrkräfte erkannt, als wir anlässlich des Jubiläums zum sechzigjährigen Bestehen unseres gemeinnützigen Vereins im Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ sechzig Exemplare der „Werkstattkiste“ verlost haben. Schon binnen weniger Tage nach Erscheinen der Zeitschrift hatten sich mehr als sechzig Lehrer und Lehrerinnen gemeldet, die das Kompendium gewinnen wollten.

Inzwischen ist die Verlosung abgeschlossen und wir haben uns entschlossen, uns und unserer Zielgruppe der Pädagogen zum „Jubelläum“ ein Geschenk zu machen: Jeder, der sich bis Ende Oktober bei uns gemeldet hat, wird eine „Werkstattkiste zum Thema Honigbiene“ erhalten. Wir gratulieren und wünschen viel Erfolg bei der Wissensvermittlung im Schulunterricht.

Nachzügler und andere Interessierte können die "Werkstattkiste" auch im Internet bestellen. Unter dem Stichwort "Biene" finden sich dort auch viele weitere Lehr- und Lernmaterialien, von denen die meisten kostenlos sind.

Wm Honigbiene Werkstattkiste 201118 Bild 1

Grüne Vielfalt auf der didacta erleben

Große Gemeinschaftsschau auf der Bildungsmesse in Hannover

Größer, schöner, informativer – so kann man die Entwicklung der Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ auf der Bildungsmesse didacta umschreiben. Die Ausstellung in der Ausstellung wächst Jahr um Jahr und wird in Hannover vom 20. bis 24. Februar 2018 die bisher größte sein, die es bislang gegeben hat: 15 Aussteller bieten Lehrkräften, Erziehern und anderen Experten aus Bildung und Wissenschaft auf fast dreihundert Quadratmetern eine Fülle an Info- und Aktionsangeboten rund um Landwirtschaft, Ernährung und Naturbildung.

Die Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ hat sich auch für andere Aussteller auf Europas größter Bildungsmesse, der didacta, zu einem Magneten entwickelt. Denn rund um die Gemeinschaftsschau gruppieren sich nun weitere Angebote aus den Bereichen Natur und Ernährung.

Neuer Schwerpunkt: Kommunizieren über Tierhaltung

Die Attraktivität der Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ wird auch dadurch deutlich, dass das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) erstmalig auf der didacta vertreten ist und sich an die Seite des i.m.a e.V. und der anderen Partner stellt. Das BZL ist zusammen mit dem Bundeszentrum für Ernährung aus dem aufgelösten aid infodienst hervorgegangen und in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung integriert. Ebenfalls erfreulich ist der Umstand, dass nach der Geflügelwirtschaft und ihrem Projekt „Geflügel macht Schule“ nun auch die Initiative Tierwohl die Kommunikation mit den Lehrkräften auf der didacta führt. Gemeinsam mit dem i.m.a-Projekt „EinSichten in die Tierhaltung“ entwickelt sich damit ein neuer Schwerpunkt inner¬halb der Gemeinschaftsschau, der auf den wichtigen Informations- und Kommuni¬kationsbereich der Tierhaltung fokussiert.

Neue Anregungen: Lernen für die Praxis

Andere Aussteller haben ihre Beteiligung an der Gemeinschaftsschau deutlich erweitert. So ist die Universität Vechta mit ihrem Kompetenzzentrum Regionales Lernen und ihrem Niedersächsischen Kompetenzzentrum für Ernährungswirtschaft (NieKE) erstmals mit einem eigenen Stand dabei. Sie stellen aktuelle Bildungs¬projekte in der Bioökonomie und Fischwirtschaft sowie eine Unternehmensdaten¬bank und eine Bildungslandkarte zu Ausbildung und Studium in der Branche vor. Und wieder andere Partner bieten den Besuchern eigenständige Erlebnisbereiche, die mehr als nur theoretisches Wissen vermitteln. So kann man z.B. am Stand des Deutschen Jagdverbands die Verarbeitung von Naturmaterialien erleben und dabei mitmachen. Am Standbereich vom „Lernort Bauernhof“ können sich die Besucher zeigen lassen, wie aus Kompost Mutterboden entsteht. Wer möchte, nimmt eine Probe davon und pflanzt wenige Meter weiter beim Zentralverband Gartenbau Frühblüher in die Erde. So wird Lehrkräften und Erziehern erlebbar gemacht, wie sie in der Schule oder Kita mit einfachen Mitteln Anschauungsunterricht gestalten können.

Neue Erkenntnisse: Mehr Wertschätzung durch Annäherung

„Transparenz schaffen“ ist dabei nicht nur ein Ziel der Gemeinschaftsschau, sondern auch der Name eines weiteren Ausstellers, der den Verbrauchern vermitteln will, wo ihre Lebensmittel an der Ladentheke herkommen. Dieses Bildungsprojekt in Bremen und Niedersachsen sieht sich ebenso wie die Initiative „Stadt und Land in NRW“ als Dialog-Bereiter zwischen der Stadt- und Landbevölkerung – einer Aufgabe, der sich alle Partner der Gemeinschaftsschau verschrieben haben. Ihnen geht es auch darum, bereits Kindern und Jugendlichen durch Annäherung an die unterschiedlichen Arbeits- und Lebenswelten der Menschen in Dörfern und Städten mehr gegenseitige Wertschätzung zu vermitteln. Wie dies praktisch umgesetzt werden kann, zeigt z.B. die GemüseAckerdemie. Sie bringt die Landwirtschaft in die Städte, vernetzt Schulen und Kitas mit Landwirten, die Ackerflächen bereitstellen, auf denen Schuläcker entstehen. Durch den Anbau von Nahrungsmitteln steigt die Wertschätzung von Lebensmitteln bei den Kindern – und auch gegenüber den Leistungen der Menschen in der Landwirtschaft.

Neue Ziele: Auf Wachstum programmiert

Der i.m.a e.V. organisiert bereits seit 1999 die Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ auf der didacta. Er erfüllt damit eine wesentliche Kernaufgabe seiner gemeinnützigen Bildungsarbeit, mit der er Lehrkräften und Erziehern weitgehend kostenloses Lehr- und Lernmaterial zu Themen der Land- und Ernährungswirtschaft sowie der Naturbildung für den Einsatz im Schulunterricht und in den Kindertagesstätten zur Verfügung stellt. Die Beteiligung an der Bildungsmesse hat sich für den Verein inzwischen zur wichtigsten Dialog-Plattform mit seinen Zielgruppen entwickelt. Darüber hinaus ist die Gemeinschaftsschau im doppelten Sinne erfolgreich: sie zeigt die Vielfalt der Grünen Branche und durch das gemeinsame, vernetzte Auftreten erhöht sie die Attraktivität für Lehrkräfte und Erziehungspersonal.

Die Partner und ihre Angebote

Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Im Februar 2017 hat das BZL in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) seine Arbeit als wissensbasierter Informationsdienstleister für den gesamten Agrarbereich aufgenommen. Auf der didacta stellt das BZL den Bildungsserver Agrar (www.bildungsserveragrar.de) vor und bietet Unterrichtsbausteine und Arbeitsblätter zum Thema Boden, Garten und Tierwohl für verschiedene Klassenstufen an. Besucher können am Stand mit dem BZL ins Gespräch kommen und ihre Ideen aktiv bei der Gestaltung neuer Materialien einbringen.
Presse-Kontakt:
Tassilo Freiherr von Leoprechting
Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Telefon: 0228-6845 3080
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Initiative Lernort Natur/Deutscher Jagdverband e. V.
Bunt und faszinierend sind die Möglichkeiten des Lernens in und von der Natur. Und „Lernort Natur“, die Initiative der Jägerinnen und Jäger im Deutschen Jagdverband, zeigt mit einem umfangreichen außerschulischen Bildungsangebot den Weg in Feld und Wald. Die Theorie steht dabei im Hintergrund. Vielmehr geht es ganz praktisch zur Sache durch Erleben und Begreifen im besten Sinne des Wortes. Das zeigen die Jägerinnen und Jäger in Hannover bei der Arbeit mit Naturmaterialien, bei der zugeschaut und mitgemacht werden kann.
Presse-Kontakt:
Torsten Reinwald
Deutscher Jagdverband e.V. / Initiative Lernort Natur
Telefon: 030-209 13 94-23
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Initiative Tierwohl
Die Initiative Tierwohl veranschaulicht auf der didacta ihre Arbeit und Funktionsweise. In einem digitalen Stallmodell können die Besucher nachvollziehen, welche Kriterien die teilnehmenden Tierhalter für ihre Tiere umsetzen müssen. Ein interaktiver Stallrundgang ermöglicht einen spannenden Einblick, wie die Tiere auf Betrieben, die an der Initiative teilnehmen, gehalten werden.
Presse-Kontakt:
Dr. Patrick Klein
Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH
Telefon: 0228-33 64 85-60
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Geflügel macht Schule
Was ist der Unterschied zwischen Hähnchen und Pute? Wie sieht ein Geflügelstall heutzutage aus? Und wie kümmern sich die Halter um das Wohl ihrer Tiere? Antworten auf diese und weitere Fragen, schülergerecht aufbereitete Informationen und viele Lehrmaterialien für den Einsatz im Unterricht finden Schüler und Lehrer auf Geflügel-macht-Schule.de – und auf der didacta. Das Angebot der deutschen Geflügelwirtschaft sorgt für einen realistischen Einblick in die moderne Geflügelhaltung, bietet interaktive Rundgänge durch einen Hähnchen- und einen Putenstall und hilft mit zahlreichen Arbeitsmaterialien bei der Wissensvermittlung im Unterricht.
Presse-Kontakt:
Christiane von Alemann
Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V.
Telefon: 030-28 88 31-40
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

GemüseAckerdemie
Das Motto der GemüseAckerdemie lautet: Für eine Generation, die weiß, was sie isst! Die GemüseAckerdemie hat sich zur Aufgabe gemacht, möglichst vielen Kindern Wertschätzung für Lebensmittel und ein Bewusstsein für gesunde Ernährung näherzubringen – und das direkt im Schul- oder Kita-Alltag. Damit Kinder wissen, was sie essen und erfahren, wo Lebensmittel herkommen, bauen sie auf ihrem eigenen Acker mehr als 25 verschiedene Gemüsearten an. Dabei unterstützt und begleitet die GemüseAckerdemie teilnehmende Schulen und Kitas ganzjährig mit Saatgut, Lehrmaterialien und Fortbildungen sowie einer umfangreichen persönlichen Betreuung, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Die GemüseAckerdemie ist ein Bildungsprogramm von Ackerdemia e.V. Der gemeinnützige Verein ist für diese innovative Idee schon mehrfach ausgezeichnet worden und präsentiert die GemüseAckerdemie auch dieses Jahr wieder auf der didacta.
Presse-Kontakt:
Julia Krebs
Ackerdemia e.V.
Telefon: 030-75 65 70 04
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Kompetenzzentrum Hessenrohstoffe (HeRo)
Nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft – die Stoffe der vielen Möglichkeiten nachhaltigen Wirtschaftens und Produzierens – halten Einzug in den Unterricht als spannende Bausteine der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Präsentiert wird die Vielfalt dieses Themas anhand von verschiedenen Bildungsmaterialien, vom Lernposter bis zum umfangreichen Lernkoffer. Außerdem informiert der LLH mit seinem Kompetenzzentrum Hessenrohstoffe über Ausbildungsmöglichkeiten im Agrarbereich.
Presse-Kontakt:
Anja Neubauer
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Kompetenzzentrum Hessenrohstoffe (HeRo)
Telefon: 0177-66 04 509
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger
Darum geht es in der landesweiten Fördermaßnahme in Niedersachsen und Bremen. Das Projekt fördert Bildungsveranstaltungen für junge Menschen auf mehr als zweihundert Betrieben der Land und Ernährungswirtschaft. Die handlungsorientierten Angebote umfassen ein breites inhaltliches Spektrum und richten sich an alle Altersstufen von der Grundschule bis zur Oberstufe. Auf der didacta in Hannover erfahren sie, wie Schulklassen davon profitieren können.
Pressekontakt:
Dr. Malte Bickel
Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide
Telefon: 04137-81 25 30
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Lernort Bauernhof in NRW
Der Lernort Bauernhof ist eine facettenreiche Erfahrungs‐ und Erlebniswelt für alle Jahrgangsstufen. Für Schulklassen bieten Hoferkundungen häufig Begegnungen der besonderen Art: Vor Ort – im Stall, auf der Wiese und dem Acker – lernen die Schüler, woher unsere Lebensmittel kommen. Im bevölkerungsreichen NRW hat dieser direkte Kontakt einen hohen Wert.
Presse-Kontakt:
Ingrid Gertz‐Rotermund
STADT und LAND in NRW
Telefon: 0211-48 70 21
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Bundesforum Lernort Bauernhof
Deutschlandweit öffnen Bauernhöfe ihre Tore für Schulklassen und bieten im Stall und auf den Feldern „Lernen zum Anfassen“ an. Um diese Entwicklung zu unterstützen, treffen sich regelmäßig Multiplikatoren aus fast allen Bundesländern, um Adressen, Ideen und Informationen zu bündeln und die Praktiker in der Landwirtschaft bei der Bildungsarbeit zu unterstützen. Auf der didacta 2018 können Lehrkräfte mit Experten des Bundesforums Lernort Bauernhof diskutieren, welche Qualitätsstandards, Fortbildungen und Materialien für den „Lernort Bauernhof“ wichtig und hilfreich sind.
Presse-Kontakt:
Annette Müller-Clemm
Bundesforum Lernort Bauernhof
Telefon: 030-810 560 217
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof e.V. (BAGLoB)
Kinder, Jugendliche und Erwachsene erleben und lernen auf dem Bauernhof, woher ihr Essen kommt. Deutschlandweit laden Landwirte und Landwirtinnen Schulklassen, Kindergartengruppen, Studierende und Lehrkräfte auf den „Lernort Bauernhof“ ein. Die Programme reichen von der zweistündigen Führung in den Stall und über die Felder bis zum zweiwöchigen Bewohnen und Bewirtschaften eines Schulbauernhofes. Auf der didacta 2018 treffen die Besucher Praktiker, die anschaulich verschiedene Aktivitäten und Formate vorstellen, die in ähnlicher Weise auch in der Umgebung ihrer Institutionen stattfinden.
Presse-Kontakt:
Hans-Joachim Meyer zum Felde
Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof e.V. (BAGLoB)
Telefon: 030-85 96 82 13
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Zentralverband Gartenbau e.V.
Der Zentralverband Gartenbau stellt in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverband Gartenbau e.V. den Beruf des Gärtners mit all seiner Vielfältigkeit und Attraktivität vor. Bei einer Pflanzaktion können sich Lehrkräfte zu den bisher veröffentlichten Unterrichtsbausteinen und über die Aus- und Weiterbildung im Gartenbau informieren.
Presse-Kontakt:
Zentralverband Gartenbau e.V.
Anja Hübner / Elisa Markula
Telefon: 030-20 00 65-124 / 030-20 00 65-20
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Universität Vechta
Was hat der Nordseefisch mit einem Bambusrad zu tun? Die Lösung in Form von neuen Ideen und Ansätzen zum außerschulischen Lernen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft präsentiert das Kompetenzzentrum „Regionales Lernen“ der Universität Vechta interessierten Lehrkräften auf der didacta. Zudem bündelt die NieKE-Landesinitiative Ernährungswirtschaft Kompetenzen und Know-How in allen Bereichen der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen bis hin zur Fachkräftesicherung in dieser Branche.
Presse-Kontakt:
Universität Vechta
Dr. Gabriele Diersen
Telefon: 04441-15-426
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i.m.a – information.medien.agrar e.V.
Mehr als hundert kostenlose Lehr- und Lernmaterialien präsentiert der gemeinnützige Verein auf der Gemeinschaftsschau. Hauptanziehungspunkt dürfte die Getreidetheke sein, an der sich die Besucher mit Anschauungsmaterial für den Unterricht bedienen können. Eine neue Ausgabe vom Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ enthält Unterrichtsbausteine für die Primar- und Sekundarstufe. Neu-Abonnenten des kostenlosen Magazins erhalten den passenden Sammelordner für das Unterrichtsmaterial nur auf der didacta kostenlos.
Presse-Kontakt:
Bernd Schwintowski
Telefon: 0151-12 39 42 39
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

EinSichten in die Tierhaltung
Wie sieht es in deutschen Ställen tatsächlich aus? Das können Neugierige selbst erkunden, indem sie die Betriebe der Tierhalter besuchen, die sich an dem i.m.a-Projekt beteiligen. Ein eigenes Bild kann man sich z.B. beim Blick durchs Stallfenster oder bei einer Stallführung machen. Für Kita-Gruppen und Schulklassen bieten viele Landwirte spezielle Angebote und leisten damit ihren Beitrag für eine transparente Tierhaltung. Auf der didacta können sich die Besucher über das Projekt informieren, Schulmaterialien rund um Nutztiere erhalten und nach Betrieben in ihrer Nähe suchen.
Presse-Kontakt:
Jasmin Eiting
Telefon: 030-810 56 02 11
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Fakten zur Gemeinschaftsschau auf der didacta

Sie finden die Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft und Ernährung – erleben lernen“ auf der didacta 2018 in Halle 11 (Stand A36) auf dem Messegelände Hannover. Die Messe dauert vom 20. bis 24. Februar 2018. Sie ist täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte kostet 15,00 EUR, das Dauerticket 31,00 EUR und das ab 13.00 Uhr geltende „Happy-Hour-Ticket“ gibt es für 10,00 Euro. Weitere Infos: www.didacta-hannover.de.

Die Partner
An der Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft und Ernährung – erleben lernen“ auf der didacta 2018 beteiligen sich insgesamt 15 Partner, um die Vielfalt land- und ernährungswirtschaftlicher sowie naturnaher Bildung zu präsentieren. An der Gestaltung des Informationsangebots wirken unter der Federführung vom i.m.a – information.medien.agrar e.V. mit:

• Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
• Deutscher Jagdverband e.V. (DJV) | Lernort Natur
• Initiative Tierwohl
• Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V.
• GemüseAckerdemie
• Landesbetrieb Landwirtschaft (LLH) | Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo)
• Projekt Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger
• STADT und LAND in NRW | Lernort Bauernhof NRW
• Bundesforum Lernort Bauernhof
• Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof e.V. (BAGLoB)
• Zentralverband Gartenbau e.V.
• Universität Vechta | Kompetenzzentrum Regionales Lernen und Niedersächsisches Kompetenzzentrum für Ernährungswirtschaft (NieKE)
• EinSichten in die Tierhaltung
• i.m.a – information.medien.agrar e.V.

Grüne Woche 2018: Massentierhaltung aufgedeckt

Experten stellen sich den Fragen auf der i.m.a-Schülerpressekonferenz:

Mehr als 300 Jungen und Mädchen aus Berlin und Brandenburg haben sich zur i.m.a-Schülerpressekonferenz auf der Internationalen Grünen Woche angemeldet. Am Mittwoch, 24. Januar 2018, stellen sie ihre Fragen zum Thema „Massentierhaltung aufgedeckt“. Praktiker der konventionellen und biologischen Landwirtschaft, Tierärzte und Aktivisten antworten den jungen Redakteuren von Schülerzeitungen und Medien-Arbeitsgruppen.

Wie werden Rinder, Schweine und Hühner in deutschen Ställen gehalten. Diese Frage beschäftigt immer mehr Menschen, seit das Wort „Massentierhaltung“ die Runde macht. Doch was steckt hinter diesem Begriff? Steht er für enge Ställe und fehlendes Tierwohl? Schülerinnen und Schüler erwarten auf der i.m.a-Schülerpressekonferenz Antworten auf ihre Fragen rund um die Tierhaltung in der Landwirtschaft von:

Albert Schulte to Brinke
konventioneller Milchviehhalter und Präsident vom Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.;

Ulla Tigges
Bio-Landwirtin auf einem Gemischtbetrieb mit Milchkühen, Mutterkühen und Mastochsen sowie Legehennen im Sauerland;

Dr. Siegfried Moder
Tierarzt und Präsident vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.;

Andre Brunemund
Agrar-Student und Vorsitzender vom Verein Tierhaltung modern und transparent e.V.

am
Mittwoch, 24. Januar 2018, 11.00 – 12.00 Uhr
auf der Bühne vom „ErlebnisBauernhof“ in Halle 3.2 des Berliner Messegeländes.

Seit fast zwanzig Jahren gibt der i.m.a e.V. Schülerinnen und Schülern auf der Grünen Woche Gelegenheit, mit Experten über landwirtschaftliche Themen zu diskutieren. Ziel dabei ist eine facettenreiche Information über die Realität in der landwirtschaftlichen Arbeitswelt und bei der Erzeugung von Nahrungs- und Lebensmitteln.

Grüne Woche 2018: Vom Korn zum Mehl zum Brot

Der i.m.a-Wissenshof zeigt, wie unsere Nahrungsmittel entstehen

Jedes Getreide ist anders. Und Mehl ist nicht Mehl, wie auch Brot nicht Brot ist. Letzteres dürfte den meisten Menschen bekannt sein, auch wenn mehr als ein Drittel der Konsumenten vor allem Mischbrot kauft. Dass man aus Getreide viel mehr machen kann und dass es ohne die Körner- und Mehlvielfalt nicht mehr als 3.000 verschiedene Brotsorten in Deutschland geben würde, wissen jedoch nur wenige Verbraucher. Allein schon deshalb lohnt eine Erkundung des i.m.a-Wissenshofes auf dem „ErlebnisBauernhof“ der Internationalen Grünen Woche, die vom 19. bis 28. Januar 2018 in Berlin stattfindet. Doch der Besuch bietet noch mehr – vor allem Kindern.

Anfassen und mitmachen, um begreifen und verstehen zu können, sind wesentliche Aspekte des Erlebnisprogramms auf dem i.m.a-Wissenshof in der Messehalle 3.2 der Grünen Woche. Dort werden vom Urkorn, aus dem sich über Jahrhunderte der heute weit verbreitete Weizen entwickelt hat, über Roggen, Hafer und Dinkel die bedeutendsten Brotgetreidesorten gezeigt. An dieser Wissensstation wird deutlich, woran man die unterschiedlichen Ähren erkennen kann. Und die Unterschiede der Körner können an einer Getreidetheke auch buchstäblich erfasst werden. Wer möchte, darf sich sogar kleine Proben der Getreidekörner mitnehmen – zur „Erinnerung“ an einen lehrreichen Besuch der Grünen Woche oder als Anschauungsmaterial für den Schulunterricht.

Untersuchen und experimentieren
Eine Wissensstation weiter wartet das „Grüne Labor Gatersleben“ auf alle experimentierfreudigen Besucher. Dort können z.B. einzelne Getreidekörner unter einem Mikroskop untersucht werden. Auch dabei lassen sich Unterschiede erkennen und vor allem die Bestandteile eines Getreidekorns leicht identifizieren.

Mahlen und sieben
Wie hart einst die Arbeit der Müller war, kann an der Wissensstation zum Mehl nachvollzogen werden. Denn hier muss am Mühlrad gedreht werden, um aus den Getreidekörnern Mehl zu mahlen. An dieser Wissensstation wird auch deutlich, dass es eine sehr große Vielfalt an Mehlsorten gibt. Der Verband Deutscher Mühlen kennt alle, und hier können die Besucher beim Sieben erfahren, worin sich einzelne Mehltypen unterscheiden.

Quetschen und trennen
Nicht weniger mühsam als beim Mehl mahlen geht es beim Hafer quetschen zu. Denn wer für sein Müsli Haferflocken selber herstellen möchte, muss erst einmal die Spelzen vom Haferkorn trennen. Dazu werden die Körner durch eine Haferquetsche gedreht. Wie nahrhaft und gesund diese „Alleskörner“ sind, wird ebenfalls an dieser Wissensstation vermittelt.

Kneten und backen
Nicht zuletzt geht es ums Brot – das Endprodukt aus vielen Getreidesorten. Und da heißt es an einer weiteren Wissensstation einmal mehr zupacken: Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks lädt Kinder und insbesondere Schulklassen ein, eigene Brötchen zu backen. Im Backbus wird gezeigt, wie kindgerechte Backwaren geknetet und daraus z.B. Brezeln geformt werden. Während die so zubereiteten Teigwaren im Ofen gebacken werden, erzählt ein Brotprüfer alles über die vielen Besonderheiten der Brotsorten in Deutschland. Und wer möchte, kann sich für ein „Selfie“ mit dem „Bäckman“ fotografieren und das Bild gleich als Gruß vom i.m.a-Wissenshof in der weiten Webwelt verbreiten.

Genießen und entspannen
Am Ende vom i.m.a-Wissensparcours steht der Genuss: Schulklassen können ihr Hafer-Müsli mit deutschem Imker-Honig und Hemme-Bio-Milch von Uckermärker Kühen genießen oder ihr selbst gebackenes Brötchen mit Butter und Konfitüre aus Zuckerrüben bestreichen und verzehren – bevor es zu neuen Entdeckungen auf dem „ErlebnisBauernhof“ weiter geht.

Grüne Woche 2022, Tag 10: Landwirtschaft live erleben

Am letzten Tag unserer virtuellen Grünen Woche laden wir Sie ein, die Landwirtschaft selbst zu entdecken. Besuchen Sie Tierhalter, entdecken Sie mit Ihren Kindern den Lernort Bauernhof oder nehmen Sie am bundesweiten "Tag des offenen Hofes" teil.

Medien-Information

Grüne Woche 2022, Tag 10: Landwirtschaft live erleben

Nach neun Tagen voller Beiträge rund um die Landwirtschaft wollen wir Sie heute ermuntern, selbst zu entdecken, was wir in unserer Reihe „Zehn Tage – zehn Themen“ so vielseitig beschrieben haben: den Alltag der Bauernfamilien. Der Weg aufs Land ist nicht weit, und ein Bauernhof ist immer einen Besuch wert.

Bekanntlich soll Liebe durch den Magen gehen. Das gilt natürlich auch für die Liebe zum Land. Darum empfiehlt sich für eine erste Kontaktaufnahme zum Landleben der Wochenmarkt, auf dem Bauern ihre saisonalen Produkte anbieten. Dort kommt man schnell ins Gespräch, erhält eine Visitenkarte oder Flyer und die Einladung, sich auf den Weg zu machen, um die Herkunft der regionalen Produkte zu erkunden.

Oder Sie starten gleich zum Besuch in einem Hofladen. Im Internet gibt es viele verschiedene Plattformen, auf denen Sie nach einem Laden in der Nähe Ihres Wohnorts suchen können. Im Hofladen finden sich alle Spezialitäten, die auf dem Betrieb erzeugt wurden. Probieren, kosten und schmecken Sie. Und fragen Sie auch, wie die Produkte entstehen. Man wird Ihnen nicht nur bereitwillig Auskunft geben, sondern gerne auch zeigen, wo die Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden.

Besonders interessant dürfte ein Blick in die Ställe sein. Machen Sie sich selbst ein Bild davon, wie verantwortungsvoll Landwirte mit ihren Tieren umgehen. Und fragen Sie. Denn gerade in der Tierhaltung erschließen sich Details nicht gleich auf den ersten Blick.

Die an der Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“ teilnehmenden Betriebe bieten den Hofbesuchern spezielles Informationsmaterial an. Darin steht alles Wissenswerte zu der individuellen Tierhaltung auf dem Bauernhof. Einige Betriebe bieten auch Führungen durch die Ställe an.

Der Besuch eines Milchviehbetriebs ist i.d.R. recht problemlos möglich, weil heute immer mehr Tiere in sogenannten offenen Ställen gehalten werden, in denen sie sich frei bewegen können. Hier lässt sich das Tierleben leicht betrachten. In der Geflügel- und Schweinehaltung ist dies anders. Natürlich gibt es auch bei diesen Tierhaltungen die Möglichkeit, die Tiere im Freien zu beobachten; etwa bei mobilen Hühnerställen auf den Feldern oder in den offenen Schweineboxen vor den Ställen.

Für einen Stallbesuch in der Geflügel- oder Schweinehaltung ist es jedoch meist erforderlich, dass die Besucher Schutzkleidung anziehen. Dadurch soll verhindert werden, dass Keime eingetragen werden. Die Schutzkleidung stellen die „EinSichten“-Partnerbetriebe den Besuchern kostenlos zur Verfügung. Wo diese Form des Stallbesuchs nicht möglich ist, gibt es Stallfenster, durch die Besucher „EinSichten in die Tierhaltung“ nehmen können. Einige Höfe haben in ihren Ställen sogar Internet-Kameras installiert, die das Landleben über die Homepage des Betriebs ins weltweite Netz übertragen.

Ist erst einmal die Begeisterung für das Landleben geweckt, könnte ein Urlaub auf dem Bauernhof ein weiteres, spannendes Erlebnis sein – nicht nur für Kinder. So ein Ferienaufenthalt vermittelt ganz andere Eindrücke als ein kurzer Betriebsbesuch. Die Urlauber wohnen auf dem Bauernhof, können bei Interesse am Betriebsalltag Anteil nehmen und so aus eigenem Erleben erfahren, was es bedeutet, Bauer oder Bäuerin zu sein.

Je nach Betriebsart kann bei einigen Aufgaben mit angepackt werden. Wenn es darum geht, die Rinder zu füttern, bei der Ernte Kartoffeln zu sortieren oder den Stall zu säubern, zeigen Kinder oft weniger Scheu als Erwachsene. Viele Ferienbauernhöfe haben sich auf das unterschiedliche Interesse ihrer Gäste eingestellt. Neben dem Haupterwerbszweig, also dem Ackerbau oder der speziellen Tierhaltung, gibt es häufig auch Angebote, die sich an den Interessen der Gäste orientieren. Manch ein Betrieb bietet Reiterferien an oder Kutschfahrten. Kaninchen und andere Kleintiere, Katzen und Hunde gehören auf nahezu allen Höfen dazu. Und der Brotbackkurs oder andere spezielle Angebote bereichern den Ferienaufenthalt.

Der Bauernhof ist immer auch ein geeigneter Lernort. Oft geschieht die Wissensvermittlung gerade bei Kindern spielerisch. Es gibt auch Betriebe, die spezielle Bildungsangebote machen, etwa im Rahmen der Initiative „Lernort Bauernhof“. Sie richtet sich vor allem an organisierte Besuche von Kita-Gruppen und Schulklassen. Erzieherinnen und Lehrkräfte nutzen gerne Bauernhöfe als außerschulische Lernorte und erfüllen damit die Forderung vieler Bildungspolitiker und Eltern: „Jedes Kind sollte einmal in seinem Leben einen Bauernhof besucht haben“. Denn nirgendwo lässt sich authentischer erfahren, wie Nahrungsmittel entstehen, wie Nutztiere leben und welchen Beitrag die Bauernfamilien für unsere Gesellschaft leisten.

Zum bundesweiten „Tag des offenen Hofes“ laden die Bauernfamilien immer wieder interessierte Verbraucher ein, das Landleben und die Landwirtschaft kennenzulernen. Dafür werden Hoffeste organisiert, es gibt Ausflüge von Betrieb zu Betrieb und viele andere Aktivitäten. In diesem Jahr ist der „Tag des offenen Hofes“ für das Wochenende am 11/12. Juni 2022 geplant. Vertrauen wir darauf, dass er im Gegensatz zu unserer virtuellen Grünen Woche real stattfinden kann.

Weiterführende Beiträge zum Thema finden Sie in unseren Materialien und bei unseren Partnern. Hier eine schnelle Übersicht:

Möchten Sie Ihr Wissen testen? Unsere digitalen Lernmodule laden dazu ein. Wir empfehlen folgende Themen:

Hier finden Sie unsere Themen der vergangenen Tage:

Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.

Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Verkaufsstand: Viele Landwirte bieten ihre Waren auf Wochenmärkten an

  • Hofladen: Bei den Produzenten vor Ort kommt man schnell ins Gespräch

  • EinSichten-Broschüre: Erste Einblicke vor dem Besuch bei einem Tierhalter

  • Besuch beim Landwirt: Kompetente Wissensvermittlung aus erster Hand

  • Ferien auf dem Bauernhof: Kinder bringt es viel Spaß, wenn sie mithelfen dürfen

  • Lernort Bauernhof: Landfrauen lehren aus praktischer Erfahrung

  • Wenn alles getan ist: Wer Landwirtschaft live erleben will, findet leicht Gleichgesinnte

Grüne Woche 2022, Tag 1: So smart ist unsere Landwirtschaft

Roboter im Stall, Drohnen über den Feldern – zum Start unserer zehntägigen virtuellen Grünen Woche geben wir Einblicke in die vernetzte, digitale, nachhaltige Agrar-Welt. Erkunden Sie den Bauernhof 4.0 und erfahren Sie, was "precision farming" ist.

Medien-Information

Grüne Woche 2022, Tag 1: So smart ist unsere Landwirtschaft

Kühe bestimmen selbst, wann sie sich melken lassen, Traktoren fahren autonom über den Acker – Hightech ist längst auf den Feldern und in den Ställen der Landwirtschaft angekommen. Der Melkroboter im Kuhstall ist schon lange Realität auf deutschen Bauernhöfen, ein führender Hersteller von Landmaschinentechnik hat gerade einen serienreifen, selbstfahrenden Traktor vorgestellt. Ob der auch auf deutschen Feldern zum Einsatz kommt, hängt wohl weniger von den Landwirten ab, als vielmehr vom Gesetzgeber, der befürchtet, dass Menschen unter autonom agierende Traktoren geraten könnten.

Dabei fährt heute schon manch ein Landwirt mit seinem Traktor über das Feld, ohne dass er in das Lenkrad greifen muss. Satellitentechnik steuert das Fahrzeug in einer Ideallinie über den Acker, Sensoren helfen bei der Aussaat, erkennen, wo Pflanzen wachsen, messen die Bodenfeuchte und passen die Pflanzenversorgung an. So wird die Verteilung von Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln optimiert. Der Bauer auf dem Bock überwacht die Maschine, greift vielleicht ein, wenn ihm aus der Cloud aktuelle Wetterdaten übermittelt werden, die relevant für seine Arbeit sind. Vom Cockpit des Traktors aus kann der Landwirt auch ferngesteuert Bodenproben entnehmen, um z.B. den Stickstoffgehalt der Erde zu messen. Die Daten werden digitalisiert in den Computer des Betriebs eingelesen.

Während autonome Traktoren auf den Feldern der Landwirtschaft noch die Ausnahme sind, werden sie im professionellen Gartenbau längst eingesetzt. Da harken, hacken und buddeln Mini-Roboter im Boden, pflanzen und unterstützen bei der Ernte. GPS gestützt wird gedüngt und bewässert. Kameras überwachen das Wachstum der Pflanzen und erkennen sogar, wo ggf. zurückgeschnitten werden muss.

Die zielgenaue Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen wird als „Precision Farming“ bezeichnet. Ziel dabei ist es, die unterschiedliche Beschaffenheit des Bodens und dessen Ertragsfähigkeit sinnvoll zu nutzen – auch unter Aspekten des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit. Denn ein gesunder Ackerboden ist die existenzielle Basis eines jeden landwirtschaftlichen Betriebs.

Dieser „Präzisionsackerbau“ findet seine Entsprechung auch in der Tierhaltung. Webcams in den Ställen vermitteln nicht nur interessierten Verbrauchern Einblicke. Landwirte können so auf ihrem Mobiltelefon Veränderungen erkennen, selbst wenn sie gerade fernab vom Stall auf dem Feld arbeiten. Mehr noch: Schrittzähler erfassen die Mobilität von Rindern und der Melkroboter übermittelt von der Milchleistung einer Kuh bis zur Eutergesundheit viele Einzeldaten, die dem Tierhalter Auskunft über das Wohlbefinden jedes einzelnen Tieres geben. Sensoren registrieren und regulieren auch den Verbrauch von Futterrationen, etwa in der Schweinehaltung, und tragen so dazu bei, den optimalen Zeitpunkt für einen Zukauf von Futtermitteln zu kalkulieren. So erleichtert Hightech im Stall das Herden-Management und leistet einen Beitrag zum Tierwohl.

Alle Parameter dienen dazu, die Betriebsführung zu optimieren. Nicht zuletzt nützt diese Form der Vernetzung auch dem Verbraucher. Ohrmarken der Tiere und Chips in Halsbändern ermöglichen die Rückverfolgbarkeit von Nahrungsmitteln bis zum einzelnen Tier. Die Präzision beim Einsatz von Betriebsmitteln schont zudem Ressourcen, verringert Verluste und sorgt schlussendlich für eine nachhaltigere Erzeugung von Nahrungs- und Lebensmitteln.

Allerdings muss auch vermerkt werden, dass smarte Digitaltechnik auch eine funktionierende, leistungsfähige digitale Infrastruktur braucht. Ein hofeigenes Netzwerk stößt da an Grenzen, wo Funknetze nicht mehr die Felder erreichen. Deutschlandweit beklagen daher noch immer viele Landwirte eine nicht ausreichende Netzabdeckung.  

Gleichwohl sorgt die Digitalisierung in der Landwirtschaft für eine Entlastung der Beschäftigten. Sie ist gerade für die durch Bauernfamilien geprägte Agrarszene ein deutlicher Fortschritt gegenüber der Arbeit früherer Epochen. Heute kann ein Landwirt in einer Stunde so viel Getreide ernten wie früher 150 Knechte und Mägde in der gleichen Zeit. So macht moderne Technik die Berufe in der Landwirtschaft für junge Menschen attraktiver. Bei aller Technisierung sind immer auch landwirtschaftliches Fachwissen und Erfahrungen gefragt. Die „gute fachliche Praxis“ und in dem einen oder anderen Fall auch eine überlieferte „Bauernregel“ gehören dazu.

Weiterführende Beiträge zum Thema finden Sie in dem Artikel „Bauernhof 4.0: smart und vernetzt“, in den Beiträgen „Sp(r)itzentechnik – Präzise Geräte für den Acker“ und „Smart und stark für den Gartenbau“, in der Broschüre „Landwirtschaft im Wandel“ (alles beim i.m.a e.V. und durch Anklicken kostenlos abrufbar) sowie in dem Leitfaden „Landtechnik – Nachhaltige und intelligente Technologien im modernen Ackerbau“, herausgegeben vom Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V. (VDMA). Eine Übersicht vermittelt auch das i.m.a-Poster „Smart Farming“.

Möchten Sie Ihr Wissen testen? Unsere digitalen Lernmodule laden dazu ein. Wir empfehlen folgende Themen:

Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.

Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Smart und vernetzt: Beitrag aus dem "lebens.mittel.punkt", Heft 38

  • Sp(r)itzentechnik - Beitrag aus dem "lebens.mittel.punkt", Heft 33

  • "Landwirtschaft im Wandel" - aus der Historie der Landwirtschaft

Grüne Woche 2022, Tag 2: Tierisch was los auf dem Bauernhof

Es sind nicht nur Rinder, Schweine und Hühner, die das Landleben bunt machen. Vom Damwild bis zu Schafen und Ziegen reicht die Vielfalt. Ohne die Tierhalter in der Landwirtschaft wäre manche Rasse ausgestorben. Denn Tierhaltung braucht Spezialisten.

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Grüne Woche 2022, Tag 2: Tierisch was los auf dem Bauernhof

Tierhaltung in der Landwirtschaft ist nichts für Amateure. Wo es darauf ankommt, zur Ernährungssicherung der Bevölkerung beizutragen und dabei auf Aspekte wie Tierwohl, Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu achten, zudem auch noch wirtschaftlich erfolgreich zu sein, weil Arbeitsplätze von der Tierhaltung abhängig sind, braucht es umfassende Kenntnisse und Erfahrungen. Darum ist professionelle Tierhaltung kein „Streichelzoo“, wenngleich auch die Tiere in den Ställen und auf den Wiesen der Landwirtschaft die Zuneigung der Menschen genießen, die für sie Verantwortung tragen.

Die Bauern unserer Vorfahren hielten auf ihren Höfen oftmals viele Tierarten: Rinder, Schweine, Geflügel gehörten meist dazu. Gestiegene Anforderungen haben zu einer Spezialisierung geführt. Heute sind Betriebe selten, auf denen verschiedene Tierarten gehalten werden. Mehr noch: Selbst in einzelnen Fachgebieten wie z.B. der Schweinehaltung, ist die Fokussierung auf einen Betriebszweig die Regel. Es gibt Schweinehalter, die sich auf die Ferkelerzeugung konzentrieren, andere auf die Mast. Nicht anders ist es in der Rinderhaltung, wo Betriebe mit Milchkühen überwiegen, während sich andere auf die Fleischerzeugung spezialisiert haben. Ähnlich sieht es auch in der Geflügelhaltung aus. Hier gibt es Spezialisten für die Aufzucht von Küken, andere Tierhalter haben sich auf die Legehennenhaltung und den Verkauf von Eiern konzentriert oder auf die Vermarktung von Geflügelfleisch. In der Geflügelhaltung mag es noch am ehesten Synergien geben, weil die Haltung von Hühnern, Enten, Gänsen oder Puten ähnlich ist.

Weniger bekannt sein dürfte die landwirtschaftliche Haltung von Wildgeflügel wie Fasane, Rebhühner oder Wachteln. Doch auch diese Tiere werden wie Hirsche, Rehe und Wildschweine professionell aufgezogen und gehalten. Gleiches gilt für Schafe und Ziegen, Bienen und für die Fischzucht.

Die Formen der professionellen Tierhaltung sind sehr unterschiedlich. So ist z.B. die Käfighaltung von Geflügel seit 2010 in Deutschland und seit 2012 in der EU verboten. Boden- und Freilandhaltung sind die aktuellen Haltungsformen. In der Rinderhaltung werden die Herden immer größer; die Zahl der Halter nimmt jedoch ab. Mehr als zwei Drittel der Rinder leben in Betrieben, die mindestens hundert Tiere halten. Dagegen wächst die Zahl der Imker, wenn auch vor allem im Hobby-Bereich, wo sogar Großstädter Freude daran finden, das wohl kleinste „Haustier“ der Welt zu halten. Professionelle Imker mit ihren Bienenvölkern sind unverzichtbare Helfer in der Landwirtschaft, denn die Tiere bestäuben nicht nur Kultur- und Wildpflanzen, sondern sind auch wichtige ökologische Bindeglieder. Auch Schafe und Ziegen dienen dem Erhalt der biologischen Vielfalt. Sie geben nicht nur Wolle und Milch, sondern helfen auch beim Küstenschutz, indem sie die Grasnarben an den Deichen niedrig halten. Sogar auf den Grünflächen zwischen den Landebahnen von Flughäfen sind Schafherden nachhaltig agierende Rasenmäher.

Wer sich heute ein eigenes Bild von der Tierhaltung machen möchte, sollte sich auf den landwirtschaftlichen Betrieben umsehen. Viele Bauern sind gerne bereit, Verbrauchern zu zeigen, wie Tiere gehalten werden. So versammeln sich in der i.m.a-Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“ Betriebe mit vielseitigen Profilen.

Ein Beispiel ist der Hof der Familie Färber in Bayern. Einst war es ein klassischer Gemischtbetrieb mit Zuchtsauen und Milchkühen. Heute hat man sich auf die Schweinemast konzentriert und dabei auf das typische Hausschwein. Schweine wurden bereits vor mehr als neuntausend Jahren als Nutztiere domestiziert. Färbers halten auch eine spezielle Rasse, deren Fleisch momentan sehr gefragt ist – die Duroc-Schweine. Während die klassischen Schweine an einen größeren Schlachthof verkauft werden, werden die Duroc-Tiere von einem Metzger in der Region geschlachtet. Das Fleisch kommt dann zurück auf den Betrieb, wo es im Hofladen verkauft oder in der eigenen Gastronomie angeboten wird.

Ein anderes Beispiel ist der Hof der Familie Timmermann im Holsteiner Auenland, der bereits in vierter Generation bewirtschaftet wird. Einst wurden Schweine und Rinder gehalten, heute ist es ein reiner Milchviehbetrieb. Achtzig Tiere leben in einem Laufstall mit Weidezugang. Die Bauernfamilie hat viel investiert in einen vollautomatischen Melkroboter, Kuh-Komfort und andere Annehmlichkeiten für die Tiere.

Auch der Meyer-Hof in Hessen war ursprünglich ein Betrieb, auf dem neben Geflügel auch Milchkühe, Sauen und Mastschweine gehalten wurden. Zur Jahrtausendwende hat sich die Familie dann auf die Putenhaltung spezialisiert. Heute ist der Betrieb eine klassische Kreislaufwirtschaft, der effizient, nachhaltig und regional ausgerichtet ist: Verfüttert wird der selbstangebaut Weizen, die Puten stehen auf Stroh der eigenen Felder, der Mist wird in der Biogasanlage verarbeitet, mit deren Abwärme die Ställe beheizt werden. Energie, die nicht verbraucht wird, speist der Betrieb in das Stromnetz ein. Und das Gärsubstrat aus der Biogasanlage wird als Dünger auf den Ackerflächen ausgebracht.

Es lohnt, die professionelle Tierhaltung in der Landwirtschaft einmal selbst in Augenschein zu nehmen. Dabei ist es unerheblich, ob die Betriebe konventionell oder ökologisch wirtschaften. Jede Haltungsform hat ihre eigenen Herausforderungen, jeder Tierhalter arbeitet aufgrund der besonderen Herausforderungen, die mitunter auch in der Historie seines Hofes oder den Gegebenheiten der Landschaft begründet sind. So ist z.B. der Laufstall für Rinder, in dem sich die Tiere frei bewegen können, bereits weit verbreitet. Doch dort, wo der Bauernhof noch mitten im Dorf liegt oder die Kühe im Sommer auf die Alm getrieben werden, lassen sich größere Ställe aufgrund des oft fehlenden Platzes nicht immer realisieren. Darum bietet ein Besuch auf einem Betrieb nicht nur authentische „EinSichten in die Tierhaltung“, sondern immer auch die Chance zum Dialog mit den Tierhaltern und so Gelegenheit, zu verstehen, wie gewirtschaftet wird und auch wie die Bauernfamilien auf die sich wandelnden Herausforderungen reagieren.

Professionelle Tierhaltung zur Ernährungssicherung der Bevölkerung ist nicht nur ein sehr facettenreicher Teil der Landwirtschaft. Sie folgt auch den Marktgesetzen, also der Nachfrage der Gesellschaft nach tierischen Produkten. So ist z.B. der weltweite Ruhm der mehr als tausend deutschen Wurstsorten auf das Konsumverhalten der Verbraucher zurückzuführen. Inzwischen steigt zwar die industrielle Herstellung veganer Erzeugnisse. Zuletzt betrug sie knapp 84.000 Tonnen. Deren Wert von knapp 375 Millionen Euro wurde jedoch von den in Deutschland produzierten Fleischprodukten mit rund 38,6 Milliarden Euro um mehr als das Hundertfache übertroffen.

Aktuell steigen sogar die Preise für tierische Lebensmittel. So freuen sich die Rinderhalter nach Jahren sinkender Erlöse darüber, dass sie mit dem Fleisch ihrer Tiere mehr wirtschaftliche Wertschätzung erfahren. „Jungbullen bleiben in Deutschland“, diagnostizierte ein landwirtschaftliches Fachmagazin und beschrieb damit den Trend der Verbraucher zum „Hackfleisch für die Burger“. Hinzu kommt, dass der Lebensmitteleinzelhandel die Bemühungen der Bauernfamilien um eine weitere Verbesserung der Tierhaltung, also den Ausbau der Ställe, mehr Weidegang und Tierkomfort, durch höhere Verbraucherpreise unterstützen will. Große Supermarktketten haben angekündigt, dass sie künftig verstärkt Fleisch aus Haltungsstufen anbieten wollen, in denen besondere Anforderungen an die Tierhaltung erfüllt werden. Am Ende dürfte es also der Verbraucher in der Hand haben, welche Wertschätzung er beim Einkauf der Arbeit der Tierhalter entgegenbringt.

In unseren umfangreichen, kostenlos abrufbaren Materialien finden sich viele weiterführende Informationen zur Nutztierhaltung. Schnelle Übersichten bieten unsere 3-Minuten-Infos. Wer sich tiefergehend informieren will, liest z.B. die „Sachinformation Schwein“ oder den Beitrag „Von Henne und Ei“. Auch unsere „Expedition in den Kuhstall“ verschafft interessante Einblicke in die moderne Tierhaltung. Wer mehr über „Spezialisten oder Generalisten“ herausfinden möchte, ist mit unserem Beitrag zu Wild- und Honigbienen auf dem richtigen Weg. Über Schafe als vielseitige Nutztiere informieren wir ebenso wie über „Nutztiere unter Wasser“.

Eine gute Vorbereitung für einen Besuch auf einem Bauernhof sind die Broschüren unserer Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“. Zwei Hefte (aus 2019 und 2020) sind bereits erschienen, ein drittes folgt in wenigen Tagen.

Mehr Informationen finden Sie auch bei den spezialisierten Verbänden:

Möchten Sie Ihr Wissen online testen und spielerisch mehr über die Tiere in der Landwirtschaft erfahren? Unsere digitalen Lernmodule laden dazu ein. Mehr als 30 Themen stehen Ihnen in diesem Bereich zur Verfügung:

Hier finden Sie unsere Themen der vergangenen Tage:

Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.

Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Alles auf einen Blick: Poster zur Kuh mit Übungselementen für Schulkinder auf der Rückseite

  • EinSichten in die Tierhaltung: Portraits von Bauernfamilien und ihren Betrieben aus 2019

  • EinSichten in die Tierhaltung: Portraits von Bauernfamilien und ihren Betrieben aus 2020

  • Das Magazin "lebens.mittel.punkt": Titelstory über das Haushuhn

  • Alles auf einen Blick: Poster zur Wildbiene mit Übungselementen für Schulkinder auf der Rückseite

  • Tierischer Vergleich im "lebens.mittel.punkt", Heft 31: Wildschwein contra Hausschwein

Grüne Woche 2022, Tag 4: Du und deine Bauern

Die Bevölkerung wünscht sich von den Landwirten eine ausreichende Versorgung mit regionalen Produkten. Doch der Weg vom Bauernhof zum Supermarkt ist oft lang. Erfahren Sie mehr über die Erwartungen der Gesellschaft an die deutsche Landwirtschaft.

Medien-Information

Grüne Woche 2022, Tag 4: Du und Deine Bauern

Die Erwartungen der Menschen an die Landwirtschaft sind eigentlich leicht nachvollziehbar: Sicherstellung der Ernährung, vorzugsweise mit regionalen Produkten, die auch in Krisenzeiten verfügbar sind – sowie die Pflege und der Erhalt unserer einzigartigen Kulturlandschaften in Deutschland. Fast die gesamte Bevölkerung wünscht sich dies von den Landwirten, hat eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des i.m.a e.V. ergeben.

Tatsächlich sind die Menschen mehrheitlich der Überzeugung, dass ihre Erwartungen von den Bauernfamilien bereits erfüllt werden: Sie versorgen die Bevölkerung mit regionalen Produkten (85 %), auch in Krisenzeiten (88 %). Zudem erhalten und pflegen Landwirte unsere Kulturlandschaften (66 %). Die Mehrheit der Befragten ist also mit den Leistungen der Landwirte zufrieden. Soweit, so gut.

Schaut man sich jedoch an, welches Bild von der Landwirtschaft durch die Berichterstattung in den Medien und in den sogenannten sozialen Netzen verbreitet wird, dann dominieren dort Forderungen nach „artgerechter Tierhaltung“, „mehr Bio“ und „weniger Nitrat“, „Klimaschutz“ oder gleich nach einer „Agrarwende“.

Nun mögen die Umfrageergebnisse nicht im Widerspruch zu den Forderungen stehen. Doch wie diese die Debatten über die Landwirtschaft dominieren und wie Bauernfamilien immer häufiger für Missstände wie etwa den Klimawandel als Sündenböcke herhalten müssen, sorgt für Verärgerung in der Agrar-Szene.  

Landwirte nehmen vor allem die Kritik an ihrer Arbeitsweise wahr – und stören sich daran, wenn diese Kritik ohne fachliche Kenntnisse geäußert wird oder sie nur die Wiederholung von Thesen ist, die Interessengruppen formulieren, und wenn diese Äußerungen auch in den Medien einen einseitigen Widerhall finden. Gerade Wissensdefizite sind die Ursachen einer zunehmenden Entfremdung großer Teile der Gesellschaft von der Landwirtschaft. Das beginnt in den Reihen der politischen Entscheider und führt durch alle Bevölkerungs- und Bildungsschichten bis hin zu den Schulkindern.

Hinzu kommt, dass Kommunikation über die Landwirtschaft zunehmend auch in Blasen stattfindet, den virtuellen Welten des Internets, wo man sich die Bestätigung der eigenen, vorgefassten Meinung durch „Likes“ holt. Wer sich bewusst in Kreisen mit konträren Auffassungen bewegt, muss damit rechnen, dass er (virtuell) niedergemacht wird. Eine zunehmende Distanzierung bzw. der Rückzug auf die elektronische Kommunikation, auch befördert durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, sorgt dafür, dass echte Dialoge immer seltener werden.

Wenn sich dieser Tage trotz der abgesagten Grünen Woche mit ihren realen Begegnungen Politiker und Repräsentanten der Agrar-Branche zu virtuellen Kongressen treffen, geht es traditionell um Ernährungsfragen der Zukunft und die Perspektiven der Landwirtschaft. Kaum zur Debatte stehen die Divergenzen in der Gesellschaft, das Auseinanderdriften zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung. Es scheint, als würde der Weg vom Bauernhof zum Supermarkt nicht kürzer, sondern die Distanz zwischen Bauer und Verbraucher immer größer.

Oder ist es gar nicht so schlimm? Sind die Kritiker an der Landwirtschaft nur laut und eine Minderheit; berichten die Medien nicht ausgewogen? Und stellen die Menschen, die in der repräsentativen Emnid-Umfrage zu 69 Prozent die mangelnde Wertschätzung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit beklagt haben, die schweigende Mehrheit unserer Bevölkerung dar?

Fakt ist: Viele Bauernfamilien fühlen sich in ihrer Arbeit und auch in ihrem Leben durch eine als „Besserwisserei“ empfundene Forderungskultur der Gesellschaft gegängelt. Wer würde wohl einem Busfahrer Ratschläge geben, wie er zu fahren habe oder einem Arzt vorschreiben wollen, wie eine Behandlung ablaufen solle? Die Menschen in der Landwirtschaft hingegen erleben immer wieder, das ihnen gesagt wird, wie sie ihre Felder bestellen und ihre Tiere zu halten hätten. Wohl kein anderer Berufszweig – vielleicht abgesehen von Profi-Fußballern – muss sich von so vielen Seiten aus der Gesellschaft anhören, wie er den erlernten Beruf richtig auszuüben habe.

Fakt ist auch: Die Landwirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen; ihr geht es nicht gut. Immer mehr Tierhalter geben auf – allein in der Milchwirtschaft haben in den letzten zehn Jahren fast 30.000 Betriebe dichtgemacht. Ein ähnliches Szenario wird jetzt in der Schweinehaltung befürchtet. Dort ging die Zahl der Betriebe binnen eines Jahres um fast acht Prozent bzw. knapp 1.600 Betriebe zurück. Ein Ende ist nicht in Sicht. Rund die Hälfte aller Schweinehalter wollen in den nächsten zehn Jahren aufgeben, hat eine Umfrage der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. ergeben.

Auf immer mehr Höfen fehlt der Nachwuchs. In mehr als sechzig Prozent der Betriebe, deren Leiter das Rentenalter erreicht haben, ist die Nachfolge nicht geregelt. Selbst dort, wo junge Menschen das Lebenswerk ihrer Eltern und Vorfahren fortführen, wachsen Zweifel, ob die Entscheidung für ein Agrar-Studium und die Tätigkeit als Bauer richtig war – wo doch die eigene Arbeit manchmal sogar im Freundeskreis nicht wertgeschätzt wird. Andererseits dokumentieren seit Jahren die regelmäßig vom i.m.a e.V. präsentierten Emnid-Umfragen, dass kaum ein Beruf wie der des Landwirts von der Bevölkerung so hoch geschätzt wird. Bei der letzten Erhebung rangierte er gleich nach dem Arztberuf an zweiter Stelle; noch vor Polizisten, Lehrern und Forschern.

Wo also steht die Landwirtschaft in unserer Gesellschaft? In welchem Verhältnis steht jeder von uns zu den Leistungen der Bauernfamilien?

Vor mehr als hundert Jahren ernährte ein Landwirt durch seine Arbeit vier Menschen. Um damals alle Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen, mussten sechzig Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft mitarbeiten. Die Menschen hatten also eine größere Nähe, einen engeren Bezug zu den Tätigkeiten der Bauern. Heute, da ein Landwirt durch seine Arbeit 155 Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen kann und die Landwirtschaft über einen hohen Technisierungsgrad verfügt, sind direkte Kontakte zur Arbeit und dem Leben der Bauernfamilien selten geworden. Durch diese Distanz schwinden auch das Verständnis und Wissen über die Lebenswirklichkeiten auf den Feldern und in den Ställen.

Natürlich haben die aktuellen Probleme in der Landwirtschaft ihre Ursachen nicht in der Kritik durch Teile unserer Gesellschaft. Klimaveränderungen, Ernteausfälle, höhere Betriebskosten, behördliche Auflagen und vieles mehr sind die eigentlichen Herausforderungen, vor denen die Bauernfamilien stehen.

Wer jedoch glaubt, dass sich die Bauernfamilien einem Strukturwandel verschließen, der irrt. Die Landwirtschaft musste sich schon immer anpassen und mit Herausforderungen umgehen. Wenn aber eine Perspektive fehlt oder das Vertrauen darin, dass die heute gemachten Gesetze und Vorgaben morgen noch Bestand haben, dann wird es kritisch. Ein Schweinehalter, der heute einige hunderttausend Euro in den Umbau seiner Ställe investiert, kalkuliert damit, dass er diesen Bankkredit über viele Jahre durch die Erträge seiner Arbeit abbezahlen kann. Wenn aber nur eine Legislaturperiode später, andere, neue Vorgaben festgesetzt werden, fehlt das Geld, diese umzusetzen. Aufgeben ist dann mitunter die einzige Alternative.

Die Folge: Wenn immer mehr Höfe schließen, werden die verbleibenden Betriebe immer größer. Gab es 1960 in (West-) Deutschland noch 1,5 Millionen Bauernhöfe, so sind es heute im gesamten Bundesgebiet nur noch 263.500 Betriebe. Lag die durchschnittliche Betriebsgröße einst bei ca. neun Hektar, so sind es heute siebenmal so viel.

Noch dominiert in der deutschen Landwirtschaft der Familienbetrieb. Doch wenn sich diese Erwerbsform nicht mehr rechnet und immer mehr Familien aufgeben, könnten große Konzerne und Investoren fern der Landwirtschaft die Lücken füllen, wie in einigen Regionen des Landes bereits nachvollzogen werden kann. In diesem Fall würde das Risiko wachsen, dass sich die Landwirtschaft immer weiter von den Wünschen der Verbraucher und den Forderungen von Teilen unserer Gesellschaft entfernt.

Mehr über die Umfragen zur Landwirtschaft erfahren Sie in unserer Broschüre zur „Zukunft der deutschen Landwirtschaft“. Über die „Landwirtschaft im Wandel“ oder die Wertschöpfungsketten „Vom Bauernhof zum Supermarkt“ informieren weitere Broschüren, die wie die meisten unserer Materialien kostenlos online aufgerufen und heruntergeladen werden können. Über den ersten Genossenschaftler, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, und wie dessen Leben und Wirken Einfluss auf die Agrar-Welt hatte, informieren wir in unserem Magazin „lebens.mittel.punkt“. Ein Beispiel für den Wandel der Technik in der Landwirtschaft vermittelt der Artikel zum „Kartoffelanbau früher und heute“. Den Strukturwandel in der familienbetriebenen Landwirtschaft behandelt ein weiterer Beitrag. Wie einst in der Landwirtschaft gearbeitet wurde, kann in unserer Foto-Galerie besichtigt werden.

Weiterführende Beiträge zum Thema finden Sie in unseren Materialien und bei unseren Partnern. Hier eine schnelle Übersicht:

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Hier finden Sie unsere Themen der vergangenen Tage:

 

 

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft: Umfrage-Ergebnisse

  • Friedrich-Wilhelm Raiffeisen: Titelgeschichte im "lebens.mittel.punkt"

  • Die Wertschöpfungsketten: Vom Bauernhof zum Supermarkt

  • Von einst bis heute: Landwirtschaft im Wandel

  • Landwirtschaft damals: Die i.m.a-Fotogalerie zeigt auch historische Motive

Grüne Woche 2022, Tag 5: Von Grund auf betrachtet

In der Landwirtschaft ist der Boden das kostbarste Gut. Dort wachsen Nahrungsmittel für Mensch und Tier. Darum sind Erhalt und Pflege eines fruchtbaren Bodens Kernaufgaben der Landwirte. Erfahren Sie, was die Bauern für ihre Existenzgrundlage leisten.

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Grüne Woche 2022, Tag 5: Von Grund auf betrachtet

Er ist die Lebensgrundlage der Menschheit: der Boden. Mehr als neunzig Prozent der weltweiten Produktion von Nahrungsmitteln wachsen auf den Böden der Landwirtschaft. Etwa 4,8 Milliarden Hektar sind weltweit Agrarflächen. 2019 wurden davon knapp 1,6 Milliarden Hektar für den Anbau von Nahrungsmitteln für Menschen und Tiere sowie 3,2 Milliarden als Weideflächen genutzt. In Deutschland sind es derzeit etwa 16,6 Millionen Hektar, auf denen Landwirtschaft betrieben wird – vor allem in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Doch der Boden ist in Gefahr: Weltweit verlieren wir alle fünf Sekunden wertvollen Boden von der Größe eines Fußballfeldes, haben die Vereinten Nationen festgestellt. Neben Erosion aufgrund von Klimaentwicklungen und anderen Umwelteinflüssen sind es vor allem die Folgen einer Urbanisierung, die dem Boden zu schaffen machen. Allein in Deutschland sind es täglich 52 Hektar, die durch Besiedelung und Infrastrukturmaßnahmen wie Straßen- oder Schienenbau verloren gehen. Das alljährlich während der Grünen Woche tagende „Global Forum of Food and Agriculture“ hat daher in diesem Jahr die „Nachhaltige Landnutzung: Ernährungssicherheit beginnt beim Boden“ zum Thema erkoren.

Für den Landwirt ist der Boden die wertvollste Ressource; gleichsam die Existenzgrundlage der Bauernfamilie. Darum wäre es widersinnig anzunehmen, dass Landwirte mit ihrer wichtigsten Rohstoffquelle unredlich umgehen.

Gute fachliche Praxis, wie es in der Landwirtschaft heißt, nutzt alle Möglichkeiten, den Boden mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Ihn zu überdüngen oder zu verdichten, würde den Ertrag schmälern. Darum betrachtet der Landwirt seinen Boden von Grund auf. Das heißt, er untersucht die Qualität der Erde nicht nur oberflächlich, sondern in ihrer Tiefe.

Was Laien als Boden bezeichnen, ist nur die obere Erdschicht. Sie kann wenige Millimeter dick sein oder auch eine viel tiefere homogene Masse bilden. Dort finden sich dann zahlreiche Lebewesen, von denen die Regenwürmer wohl am augenscheinlichsten sind. Tatsächlich aber ist das Leben im Erdreich viel bunter. Neben Würmern bevölkern andere Bodentiere und Mikroorganismen die Erde. Sie sorgen dafür, dass sie lebt, und wandeln abgestorbene Pflanzenteile oder tote Tierkörper in fruchtbaren Humus um. Jeder Landwirt ist glücklich, wenn er eine Bodenprobe entnimmt und darin aktives Leben entdeckt. Denn es ist ein Indiz für einen ertragreichen Boden. Auf ihm können Pflanzen gut wachsen, er ist gegenüber Erosion durch Wind oder Austrocknen durch Sonne und Dürre widerstandsfähiger.

Allerdings ist der Boden nicht überall gleich. Es gibt sogenannte Gunststandorte. Das sind Gegenden, in denen die Bedingungen für die Landwirtschaft, z.B. für das Pflanzenwachstum, besser als anderorts sind. Deutschland gehört zu diesen Gunststandorten. Hier sind z.B. die Magdeburger Börde oder das Thüringer Becken sowie Gebiete zwischen Aachen und Köln Standorte, die hohe Erträge beim Anbau von Getreide wie Weizen und Gerste, aber auch für Zuckerrüben bieten. Niedrige Erträge werden i.d.R. auf leichten Sandböden erzielt, etwa in Brandenburg. Ohne Landwirtschaft würden in manchen Regionen Mischwälder dominieren. Doch Landwirte können sich mit ihrem Ackerbau auf die Gegebenheiten einstellen. Wo sich Getreideanbau nicht lohnt, wird Weidewirtschaft betrieben, wo die Böden zu leicht für Zuckerrüben sind, werden Spargel oder Erdbeeren kultiviert.

Es sind die Landwirte, die unsere Kulturlandschaften pflegen und Böden für die Produktion von Nahrungsmitteln nutzbar machen. Dazu bedienen sie sich unterschiedlicher Hilfsmittel. So wird z.B. mit dem Grubber der Boden gelockert, um ihn zu kultivieren. Denn ein lockerer Boden ist für Dünger und die Bekämpfung von Unkraut empfänglicher. Um den Boden bei der Bearbeitung nicht unnötig zu verdichten, lässt sich sogar der Luftdruck der Reifen an Traktoren regulieren. Aber es gibt auch Landwirte, die statt eines Grubbers lieber den Pflug einsetzen, um den Boden tiefgründiger zu bearbeiten.

Wie in vielen Bereichen des täglichen Lebens, gibt es auch in der Landwirtschaft divergierende Ansichten zur perfekten Bodenbearbeitung. So wird das Leben im Erdreich bei einer pfluglosen Bearbeitung weniger beeinträchtigt, das Bodengefüge stabilisiert und der Erosion vorgebeugt. Zugleich können sich jedoch Unkräuter und andere unerwünschte Pflanzen ausbreiten und die Ernteergebnisse beeinträchtigen. Haben sich Schädlinge erst einmal in der Bodenkrume festgesetzt, können sie das neue Pflanzenwachstum durch Krankheiten schädigen. Dieser Entwicklung wäre dann nur mit einem höheren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln beizukommen.

Pflanzenschutz ist ein unverzichtbarer Teil der Bodenpflege. Dabei muss man unterscheiden zwischen dem mechanischen Pflanzenschutz, also der Bearbeitung des Bodens, und dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln. Letztere nimmt die Öffentlichkeit zunehmend als Risiko wahr. Dabei hat die Forschung inzwischen eine Vielzahl sehr spezieller Schutzmittel entwickelt, die sich gezielt und fein dosiert anwenden lassen. So werden Herbizide gegen Unkräuter und Fungizide gegen Pilzbefall, andere gegen Milben oder Heuschrecken eingesetzt. Es braucht etwa zehn Jahre, bis ein geeignetes Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden kann. Das hat zur Folge, dass jährlich nur etwa fünf bis zehn neue Mittel auf den Markt gelangen. Aktuell sind 980 Mittel und 283 Wirkstoffe in Deutschland zugelassen.

Nicht jeder Landwirt kümmert sich um die Anwendung. Es gibt Lohnunternehmer, die diese Dienstleistung erbringen und die dazu nicht nur über das notwendige Fachwissen, sondern auch über die hochspezialisierte Technik verfügen. Sie tragen dazu bei, Ernteausfälle durch Pflanzenschädlinge zu verhindern und damit Hungersnöten vorzubeugen, wie sie jüngst von britischen Wissenschaftlern erneut als Droh-Szenario beschrieben wurden. Erinnert sei an die nicht nur von Landwirten gefürchtete „Kraut- und Knollenfäule“, die sich 1845 von Amerika bis nach Europa ausgebreitet und ganze Kartoffelernten vernichtet hatte. Noch heute sorgt sie in vielen Regionen der Erde für Ernteeinbußen von bis zu zwanzig Prozent. Während die Fäule in der konventionellen Landwirtschaft durch chemische Pflanzenschutzmittel bekämpft wird, werden im Öko-Landbau umweltbelastende Kupferverbindungen eingesetzt.

Ein gesunder Boden ist die Grundlage für gutes Pflanzenwachstum. Darum messen Landwirte auch den ph-Wert der Erde. Ist sie zu „sauer“, würden den Pflanzen wertvolle Nährstoffe wie Calcium oder Magnesium fehlen. Auch die Filterfunktion des Bodens könnte beeinträchtigt sein, Wasser könnte schneller versickern, unerwünschte Schwermetalle wie Cadmium oder Blei leichter an die Pflanzen gelangen. Darum werden Ackerböden auch mit Kalk gedüngt. Er ist wie Gülle oder Jauche ein Naturprodukt, wobei der durch Brennen von Kalkstein erzeugte Branntkalk Nährstoffe schneller im Boden verfügbar macht.

Damit auch organische Düngemittel wie Gülle und Jauche schneller im Boden verfügbar sind, müssen sie seit 2020 auf bewachsenen Ackerflächen bodennah ausgebracht werden (ab 2025 gilt das auch für Grünlandflächen). Das geschieht mit sogenannten Schleppschläuchen oder einer Schlitztechnik, bei der die Düngemittel in den Boden eingebracht werden. Die Zeiten, in denen die Tierexkremente aus dem Güllefass in weitem Bogen über die Äcker verteilt wurden, gehen zu Ende. Und damit wird künftig vielerorts auch die typische Landluft eine andere sein.

Im Bestreben der Politik, den Schutz des Klimas und insbesondere die Biodiversität zu fördern, sollen in Deutschland künftig mehr Moorlandschaften entstehen. Mit 48 Millionen Euro will man Pilotprojekte unterstützen, für die auch Ackerflächen in Moore umgewandelt werden. Dort sollen dann Paludikulturen entstehen. Das sind Moorwiesen, auf denen Röhricht und Schilf geerntet werden kann – zur Nutzung als Baumaterial.

Unser Magazin "lebens.mittel.punkt" hat aus unterschiedlichen Perspektiven immer wieder über den Boden als landwirtschaftliche Ressource informiert. So z.B. über die "Bedeutung des Bodens" und über "Böden in Deutschland", über den "Humusaufbau für den Klimaschutz" und den "Kalk für gesunden Boden" sowie die Düngung mit "Gülle, Jauch & Co.". Wie Landwirte "Pflanzenschutz" betreiben und dabei "Pflanzen vor Schaden bewahren" sind weitere Themen, bei denen der Boden eine Rolle spielt. Schließlich verraten wir, wie "Nützlinge helfen im Gartenbau" helfen. Und unser Boden-Poster zeigt, wie Landwirte ihren Boden schonen.

Weiterführende Beiträge zum Thema finden Sie in unseren Materialien und bei unseren Partnern. Hier eine schnelle Übersicht:

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Hier finden Sie unsere Themen der vergangenen Tage:

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Mehr als nur Dreck unter den Füßen: Die Bedeutung des Bodens

  • Boden in Deutschland: Die Bedeutung für die Landwirtschaft

  • Kalk für gesunden Boden: Sonderpublikation

  • Was hinten bei den Tieren rauskommt: Gülle, Jauche & Co.

  • Nützlinge im Gartenbau: Biologischer Pflanzenschutz

  • Das Poster zum Boden: Wie Landwirte den Boden schonen

Grüne Woche 2022, Tag 6: Landwirtschaft l(i)ebt Artenvielfalt

Mit Blühstreifen an Feldrändern unterstützen Landwirte Ökosysteme und damit die Biodiversität. Auch der Erhalt einheimischer Nutztierrassen ist ein Verdienst der Landwirtschaft. Lesen Sie, was sie noch leistet und was die Agrobiodiversität bewirkt.

Medien-Information

Grüne Woche 2022, Tag 6: Landwirtschaft l(i)ebt Artenvielfalt

Die Landwirtschaft ist Teil unserer Naturlandschaften. Beide bedingen einander. Nimmt die Vielfalt in der Natur ab, leidet die Landwirtschaft. Sie profitiert, wenn sie zur Vielfalt beiträgt. Darum l(i)eben Landwirte ein intaktes Öko-System und engagieren sich dafür, indem sie zum Beispiel an Feldrändern Blühstreifen anlegen, auf Getreidefeldern Lerchenfenster einrichten oder Streuobstwiesen bewirtschaften. Ziel dieser und vieler weiterer Aktivitäten ist der Erhalt der Artenvielfalt, die Teil der Biodiversität ist.

Würden sich die Landwirte nicht seit Generationen um den Erhalt vieler Arten kümmern, wäre die Vielfalt heute stark eingeschränkt. Gerade in der Tierhaltung wird dies deutlich. Es sind Landwirte, die vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen züchten und damit zum Erhalt der Vielfalt beitragen. Erinnert sei nur an das Skuddenschaf, die Thüringer Waldziege, das Limpurger Rind, Angler-Sattelschwein, Augsburger Huhn oder das Lehmkuhlener Pony. In wohl allen Tierarten gibt es bedrohte Rassen. Deren Zucht als Teil der Tierhaltung trägt also zur Artenvielfalt bei.

Gleichwohl denken wir beim Stichwort Artenvielfalt wohl häufig an Insekten, die blühende Wiesen bevölkern, auf denen es summt und brummt, gut riecht, wo die Sonne scheint und sich Blätter und Gräser im Wind wiegen – eine Szenerie, die uns das Gefühl von einer intakten Umwelt vermittelt. Dieses harmonische Miteinander ist gelebte Biodiversität, der Oberbegriff für die Vielfalt der Arten, einer biologischen (genetischen) Vielfalt der Ökosysteme und unterschiedlichen Landschaften. Kurzum: Biodiversität meint, vereinfacht formuliert, das große Ganze. Es wird in der Landwirtschaft auch als „Agrar-Biodiversität“ bezeichnet und meint die für die Produktion von Nahrungsmitteln genutzte Flora und Fauna.  

Ohne Landwirtschaft würde dieses „große Ganze“ heute anders aussehen. Weite Landstriche wären mit eintönigen Mischwäldern aus Buchen und Eichen zugewachsen, vielerorts gäbe es gleichförmig bewachsene Flächen und nur wenige Tierarten. Es ist das Verdienst auch der Landwirte, dass unsere Kulturlandschaften heute so abwechslungsreich und geografisch unterschiedlich sind. Denn der Mensch war es, der ganze Landstriche kultiviert hat, Felder angelegt und an ihren Rändern Raine, Knicks und dergleichen mehr an bewachsenen Rändern eingerichtet hat, in denen sich eine vielfältige Vegetation entwickeln konnte, die Rückzugsraum für viele Lebewesen ist.

Es war aber auch der Mensch, der viel von dieser biologischen Vielfalt wieder zerstört hat – durch Flurbereinigungen, dem Zusammenlegen von Flächen, der Begradigung von Flüssen und Bächen und der Ausweitung von Siedlungen und Verkehrswegen. Mit den bekannten Folgen für Umwelt, Natur und damit der Biodiversität. Es wäre falsch, der Landwirtschaft allein die Verantwortung für Veränderungen zuzuschieben. Mitschuld haben wir alle, Verantwortung trägt unsere gesamte Gesellschaft. Die Landwirtschaft als Teil dieser Gesellschaft reagiert nur auf deren Bedürfnisse – nach Nahrungs- und Lebensmitteln.

In der Landwirtschaft werden Veränderungen der Biodiversität früh erkannt. Die Bauernfamilien leben mit und von der Natur. Und wenn Pflanzen weniger bestäubt werden, Obst- und andere Ernten geringer ausfallen, dann registrieren es die Landwirte zuerst. Heute gelten dreißig Prozent der Farn- und Blütenpflanzen sowie vierzig Prozent der wild lebenden Tierarten sowie siebzig Prozent der Lebensräume (Biotope) als gefährdet.

Und wieder ist es die Landwirtschaft, die gegensteuert, sich für den Erhalt der Artenvielfalt und die Förderung von Biodiversität engagiert. Sie opfert dafür Agrarflächen, die bisher für den Anbau von Nahrungsmitteln dienten, um darauf sogenannte produktionsintegrierte Naturschutzmaßnahmen zu realisieren. Mit anderen Worten: Der Bauer kümmert sich selbst um den Erhalt der Biodiversität. Der Verlust an Nutzflächen und die erhöhte Arbeitsleistung müssen natürlich ausgeglichen werden. Die Bundesländer bieten dafür im Rahmen ihrer Agrarumweltmaßnahmen Fördergelder an, mit denen zusätzliche Kosten wie der Ankauf und das Ausbringen von speziellem Saatgut oder auch die Bewirtschaftung kompensiert werden sollen.

Wenn sich Experten über diese Maßnahmen austauschen, ist meist von der „zweiten Säule“ der GAP die Rede. Die „Gemeinsame Agrarpolitik“ regelt in Europa die Rahmenbedingungen für eine Förderung der Landwirtschaft. Die „erste Säule“ umfasst die Direktzahlungen an die Landwirte, die sich u.a. an den bewirtschafteten Flächen orientieren. Mit der „zweiten Säule“ sollen insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und die freiwilligen Aufwendungen für den Agrarumwelt- und Klimaschutz gefördert werden, aber auch Landschaftspflege, Hofläden und Land-Tourismus. Gerade ist eine Reform der GAP beschlossen worden. Künftig will man zwanzig Prozent der Zuwendungen aus EU-Mitteln an Leistungen der Landwirte für Umwelt- und Klimaschutz koppeln.

Ob Auflagen zu mehr Biodiversität beitragen können? Landwirte agieren seit jeher nach den Anforderungen der Natur. Von der Saat bis zur Ernte organisieren sie Arbeitsabläufe am Wetter. Natürlich kann man Landwirten vorschreiben, sie sollten Feldhase und -hamster, Reh und Rebhuhn vor dem Mähdrescher schützen. Aber schon lange bevor erkannt wurde, dass sich mit Wärmebildkameras und Drohnen Kitze und Gelege im Feld lokalisieren lassen, haben bereits Landwirte, Jäger und Förster kooperativ Tiere vor der Ernte aus den Feldern vertrieben.

In anderen Teilen unserer Gesellschaft haben Bemühungen um die Biodiversität bisher nur bescheidene Erfolge gebracht. Erinnert sei die Initiative der „Eh-da-Flächen“. Dabei ging es darum, ungenutzte Flächen ökologisch aufzuwerten. Vereinfacht: Biologische Vielfalt statt brachliegender Straßenränder. In der Landwirtschaft kam das gut an; vielerorts entstanden an Feldrändern und Wirtschaftswegen Blühflächen – neue Lebensräume für Insekten und andere Tiere. Anders hingegen dort, wo jeder von uns hätte Hand anlegen können. In den Städten und Dörfern blieben die ohnehin vorhandenen Leerflächen an Straßen, auf Plätzen, vor öffentlichen Gebäuden usw. weiterhin ungenutzt. Schlimmer noch: So ließen z.B. Berliner Grünflächenämter die von Bürgern auf „Eh-da-Flächen“ gepflanzten Blumen von Amts wegen entfernen. In der Stadt gibt es offenbar auch „Grauflächenämter“.

Einen auch optischen Überblick zum Thema bietet unser Poster Artenvielfalt. Einen Beitrag zur Artenvielfaltgibt es zudem im Magazin „lebens.mittel.punkt“ . Auch zur Bedeutung der Biodiversität bieten wir in der Zeitschrift einen Artikel. Für den schnellen und kompakten Einblick empfehlen wir unsere 3-Minuten-Info. Wer sich tiefergehend mit der Thematik gefassen möchte, findet in der Broschüre „Expedition in die Biodiversität“  Informationen und Anregungen für einen lehrreichen Besuch auf einem Bauernhof. Zur biologischen Vielfalt von Tieren und Pflanzen finden Sie bitte einen Beitrag in unserem Magazin, wie auch zu den Streuobstwiesenund den „Eh-da-Flächen“.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Artenvielfalt im Überblick: Poster mit Übungsbeiträgen auf der Rückseite

  • 3-Minuten-Info: Biodiversität in der Landwirtschaft

  • Lernzirkel: Expedition in die Biodiversität

  • Themenvielfalt im Magazin: Streuobstwiesen erforschen

  • 3-Minuten-Info: Flächenverbrauch in Deutschland

  • Artenvielfalt: Posten zu Wildbienen mit Übungsthemen auf der Rückseite

Grüne Woche 2022, Tag 7: Clever essen - regional genießen

Gojibeeren oder Hagebutten, Kürbiskerne oder Chia-Samen – was ist besser? Hier gibt's Fakten zu Superfood, Trendgemüse und Vollkornprodukten, mit denen man sich ausgewogen ernähren kann. Und auch Tipps gegen die Verschwendung von Lebensmitteln.

Medien-Information

Grüne Woche 2022, Tag 7: Clever essen - regional genießen

Jedes Jahr kommen etwa 40.000 neue Produkte in den Lebensmittelhandel. Die Verbraucher können in Deutschland aus 170.000 Produkten auswählen. Dabei die Übersicht zu behalten, ist nicht einfach. Andererseits befinden sich unter den tausenden „Neuheiten“ auch viele bekannte Produkte, die nur verändert oder schlichtweg von Marketing-Strategen neu positioniert werden. Dennoch gibt es sie, die vermeintlichen Trends in der Ernährung.

Functional Food, Brain Food, Grow-up-Food, Superfood – die Begriffe sind vielfältig, und meist haben sie eines gemeinsam: die englische Sprache. Sie zielt darauf ab, vor allem junge Verbraucher zu erreichen. Funktionsnahrung, Gehirn- oder Wachstumsessen klingen nun mal weniger „hip“. Die „Yoki-Yaki-Bowl“ mit Quinoa, Chili-Flöckchen, mit Goji-Beeren oder Chia-Samen lässt sich im Szeneladen eben besser verkaufen als eine Schüssel mit Grünkohl oder Feldsalat, mit Erbsen oder Leinsamen. Dabei würde man sich z.B. mit heimischem Sauerkraut viel cleverer ernähren. Denn es hat mehr Power als manch importierte Trend-Beere. Von A bis C über E und K reicht die Vitamin-Palette des Sauerkrauts. Eisen, Folsäure, Jod, Kalzium, Kalium, Magnesium und Zink bereichern das Kraut ebenso wie Ballaststoffe. Es hilft der Darmflora und stärkt das Immunsystem. Man müsste nur einen „hippen“ Namen für den fermentierten Kohl finden…

Viele, den ausländischen Superfoods nachgesagte Eigenschaften sind einzig durch Tier- und Zellversuche belegt. Was da als gesund deklariert wird, hält einer genaueren Überprüfung, etwa hinsichtlich von Nährstoffgehalten, selten stand. Anders sieht es bei den heimischen Superfoods aus, für die es vielfältige Belege hinsichtlich ihrer Grundbestandteile und Nährwerte gibt. Heimische Alternativen gibt es für viele der Importprodukte: Kürbiskerne und Leinsamen statt Chia-Samen, Hagebutten oder Johannis- und Preiselbeeren anstelle von Goji-Beeren, Wildkräuter statt Weizengras, Rote Bete, Rotkohl, Kürbis oder Tomaten anstelle von Açcai-Beeren usw.

Während heimisches Superfood einen besseren ernährungsphysiologischen Ruf genießt, wird der Anbau der in fernen Ländern geernteten Beeren, Samen etc. kritisiert. Nicht immer erfülle er unsere Standards hinsichtlich des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln, der Düngung usw. Zudem kann eine steigende Nachfrage hierzulande dazu führen, dass die Produkte für die Bevölkerung in den Ursprungsländern unerschwinglich teuer werden. Und schließlich haben die aus der Ferne importierten Zutaten der trendigen „Bowls“ eine verheerende Ökobilanz.

Daher verwundert es, dass vor allem jungen Menschen den Trend mitmachen. Wo doch in Umfragen zwei von drei Jugendlichen angegeben haben, regionale Produkte zu bevorzugen und 66 Prozent der unter 30jährigen nur saisonales Gemüse und Obst einkaufen. Insgesamt scheinen immer mehr Bundesbürger (83 %) Wert auf regionale Produkte zu legen. Das gilt vor allem für Eier (86 %), Brot- und Backwaren (83 %). Auch bei Fleisch und Wurstwaren (78 %) sowie Milch bzw. Milchprodukten (71 %) spielt die regionale Herkunft eine große Rolle.

Eine i.m.a-Umfrage hat das Interesse an einheimischen Lebensmitteln bestätigt. Bundesweit wurden Verbraucher gefragt, wie viel mehr sie für Fleisch aus Deutschland auszugeben bereit wären, wenn ein vergleichbares Stück Importware fünf Euro kosten würde. Acht von zehn Befragten wären bereit, deutlich mehr zu bezahlen, im Durchschnitt 8,71 Euro. In der Spitze waren 21 Prozent der Befragten sogar bereit, zwischen zehn und elf Euro für Fleisch aus Deutschland auszugeben.

Insgesamt geben Bundesbürger im Jahresschnitt 2.360 Euro für Lebensmittel aus. Damit liegen sie deutlich hinter 13 anderen europäischen Ländern, aber gerade noch vor dem europäischen Durchschnitt (2.290 Euro). Am meisten in Lebensmittel investieren die Menschen in Norwegen (3.240 Euro), der Schweiz (3.360 Euro) und Irland (3.490 Euro). Oder anders formuliert: In kaum einem anderen Land in Europa sind die Lebensmittel so preiswert wie in Deutschland.

Die Landwirte können das bestätigen. Sie stehen am Anfang und am Ende der „Nahrungskette“. Als Erzeuger investieren sie in die Produktion, erhalten dann aber vom Erlös an der Ladenkasse nur verhältnismäßig geringe Anteile. Ein Beispiel: Die Löhne sind seit 1950 um das dreißigfache gestiegen, die Brotpreise sind heute zwölffach höher. Aber nahezu unverändert geblieben sind die Erzeugerpreise für Getreide.

Ob künftige Preissteigerungen, etwa bei der Milch, zu mehr Erträgen bei den Landwirten führen, hängt auch davon ab, inwieweit die Verbraucher bereit sind, höhere Lebensmittelpreise zu bezahlen. Große Supermarktketten wollen z.B. in absehbarer Zeit vorzugsweise Milch der Tierhaltungsstufen 3 und 4 verkaufen. Tierhalter würden dann für die produzierte Milch nur noch Abnehmer finden, wenn die Tiere mehr Platz im Stall und Kontakt zum Außenklima hätten (Stufe 3) bzw. auch tatsächlich ins Freie gelangen könnten (Stufe 4). Eine Refinanzierung der in diesem Zusammenhang erforderlichen Investitionen in Stallumbauten müsste durch steigende Erträge aufgrund höherer Verbraucherpreise bzw. durch Zuschüsse aus der Initiative Tierwohl erfolgen, in die neben Tierhaltern auch Handel und Gastronomie, Fleischwirtschaft sowie weitere Partner eingebunden sind.

Tierwohl und Regionalität werden also künftig noch mehr Bedeutung erlangen. Schon jetzt ist erkennbar, dass sich Ernährungsgewohnheiten verändern. Während 71 % der über 60jährigen täglich Milchprodukte genießen, sind es bei den unter 30jährigen nur noch 53 %. In dieser Altersgruppe finden sich mit sechs bzw. zwölf Prozent auch die meisten Veganer und Vegetarier. Gleichwohl konsumieren immer noch 88 Prozent aller Bundesbürger Fleisch.

Andererseits verwundert es auch, dass gerade die junge Generation, der eine hohe Sensibilität für Tierwohl, Umweltschutz und Nachhaltigkeit attestiert wird, deutlich mehr Essen wegwirft als ältere Menschen. 14 Prozent der 14- bis 19jährigen Jugendlichen entsorgt nach eigenen Angaben „mehrmals in der Woche“ Lebensmittel, hat eine Forsa-Umfrage ergeben; 31 Prozent mindestens „einmal pro Woche“. Bei den älteren Befragten bis 29 Jahre sind es immerhin noch elf bzw. 23 Prozent, die einmal bis mehrmals pro Woche Lebensmittel aussondern. Auf die gesamte Bevölkerung umgerechnet, wirft jeder von uns jedes Jahr durchschnittlich 75 Kilo Lebensmittel in die Tonne.

Dabei muss das nicht sein. Das auf den Lebensmittelverpackungen angegebene „Mindesthaltbarkeitsdatum“ (MHD) ist eine Empfehlung. Die Produkte sind oft auch Tage nach dem Ablauf genießbar. Zudem gibt es Möglichkeiten, frische Lebensmittel länger haltbar zu machen; sie zu konservieren. Seit 1804 verstehen es die Menschen, Fleisch und Gemüse in Gläsern durch Erhitzen haltbar zu machen. Andere Methoden sind das Pasteurisieren und Sterilisieren. Hoher Zuckergehalt in eingekochter Marmelade erschwert die Keimbildung und auch das eingangs beim Sauerkraut erwähnte Fermentieren ist eine Methode, Nahrungsmittel haltbar zu machen. Vielleicht braucht es einen passenden, „hippen“ Begriff, um das Haltbarmachen von Lebensmitteln als neuen Food-Trend zu promoten.

In unserem Magazin „lebens.mittel.punkt“ berichten wir über heimisches „SuperFood“. Wie man sich schlau essen kann, wird in dem Beitrag über „Brain Food“ beleuchtet. Auch über die vielen Möglichkeiten, wie sich „Lebensmittel bewahren“ lassen, informieren wir in der Zeitschrift. Wer wissen möchte, wie man „Ballaststoffreich genießen“ kann, findet in dem gleichnamigen Heft auch geeignete Rezepte. Und zum ewigen Thema des Kalorienverbrauchs gibt es mit unserer 3-Minuten-Info "Energiebilanz" eine kurzgefasste Erläuterung der Zusammenhänge.

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  • Trend-Thema: Einkochen im "lebens.mittel.punkt"

  • Braind Food: Ernährung für besseres Denken

  • Super Food: Aus der Nähe besser als aus der Ferne

  • Ballaststoffe: Gut für unseren Körper

  • Energiebilanz: Kalorien einmal anders bewerten

Grüne Woche 2022, Tag 8: Ackern daheim - Spaß beim Gärtnern

Wie Landwirtschaft im Großen funktioniert, lernt man am besten im eigenen Garten, der auch ein Balkonkasten sein kann. Und wer Obst und Gemüse einmal selbst angebaut hat, wird wohl künftig Lebensmittel und die Arbeit der Bauern mehr wertschätzen.

Medien-Information

Grüne Woche 2022, Tag 8: Ackern daheim - Spaß beim Gärtnern

Das Schönste am Gärtnern ist wohl das Erfolgserlebnis, wenn nach dem Säen, Gießen, Hegen und Pflegen die Pflanzen tatsächlich Früchte tragen – und als Lohn für den Fleiß der Erntegenuss steht. Wer diesen Prozess einmal durchgemacht hat, kann sich vorstellen, was es für Landwirte bedeutet, Nahrungsmittel zu produzieren. In Mengen, die zigtausende Menschen ernähren. Auf Flächen, die oft unterschiedlich zu bewirtschaften sind. Im Bewusstsein, dass vom Erfolg nicht nur der Genuss, sondern die Existenz abhängt. Und oft nicht nur die Existenz der eigenen Familie.

Ganz anders ist es im heimischen Garten; der auch ein Balkon sein kann. Oder das gemietete Beet einer Solidargemeinschaft. Wo immer es nicht zwingend darauf ankommt, sich durch der eigenen Hände Arbeit zu ernähren, ist Gartenarbeit eigentlich keine Arbeit, sondern ein schönes Hobby. Es wirkt bereichernd auf vielfältige Weise. Es kann der Entspannung dienen, der Freude am Experimentieren oder auch einem Wettstreit um beste Ergebnisse. Immer ist es auch lehrreich. Denn wer glaubt, aufgrund seines in vielen Praxisjahren im Garten erworbenen Wissens immer genau das Richtige zu tun, der irrt. Denn die Natur ist nicht kalkulierbar. Was viele Jahre Gültigkeit hatte, kann in einer Saison plötzlich ganz anders sein.

Darum wird Gärtnern nie langweilig. Es ist eine alterslose Beschäftigung. Kleine Kinder haben ohnehin viel Freude daran, mit ihren Händen in der Erde zu wühlen und zu entdecken, wie der Boden lebt und was auf Beeten wächst. Diese natürliche Neugierde lässt sich beim Gärtnern in spielerische Wissensvermittlung umsetzen. Etwa bei der Anlage eines Hochbeetes, in dem von Küchenkräutern über Sammelnüssen (nicht nur Gärtner wissen, dass Erdbeeren gemeint sind) bis zu Tomaten und Zwiebeln viele Pflanzen gedeihen können. Dass Tomaten auch in Balkonkästen wachsen können, hat sich längst herumgesprochen. Selbst wer in seiner Wohnung nicht über einen Balkon verfügt, kann in einem Pflanzkasten, gut befestigt auf dem Fensterbrett und mit Erlaubnis des Vermieters, das Pflanzenwachstum begleiten.

Etwas größer und sich zunehmender Beliebtheit erfreuend, sind gärtnerische Solidargemeinschaften. Sie gibt es auch auf dem Land, vor allem aber in Ballungszentren; und sogar in einigen Innenlagen von Großstädten. Eines haben alle gemein: Das Interesse der Menschen, Obst und Gemüse für den eigenen Bedarf zu erzeugen. Geackert wird i.d.R. auf einem gepachteten Grundstück, auf dem Parzellen einzelnen Gruppen von Hobby-Gärtnern zugeordnet sind. Die können dort dann weitgehend nach eigenem Gusto pflanzen, pflegen und pflücken. Es gibt auch Landwirte, die Ackerflächen abtreten, damit Verbraucher im Kleinen nachvollziehen können, was die Bauern im Großen produzieren.

Nun werden Hobby-Gärtner wohl nur selten Getreide anbauen. Aber die bundesdeutsche Kleingartenverordnung schreibt sogar vor, dass Obst und Gemüse für den Eigenbedarf angebaut werden müssen. Dass Kleingärtner auch Kartoffeln anbauen, ist nicht selten, aber sogar in den Gartenvereinen umstritten. Denn wer Fehler macht, könnte die Ausbreitung von Schädlingen befördern, etwa des Kartoffelkäfers, den selbst die Profis fürchten. Daher ist es ratsam, wenn sich auch Hobby-Gärtner mit Fachleuten austauschen.

Nicht jeder Gartenfreund wird einen Landwirt in seiner Nachbarschaft haben. Aber Gärtner und Gartenbaufachbetriebe sind auch in Großstädten leicht erreichbar. Hierbei muss jedoch unterschieden werden zwischen dem landwirtschaftlichen Gartenbau (Erwerbsgartenbau) und dem Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Letzterer kümmert sich vor allem um die Gestaltung von Grünanlagen. Der Pflanzenanbau, also im Großen das, was der Hobby-Gärtner im Kleinen macht, erfolgt in Fachbetrieben unterschiedlicher Größe. Das können Gärtnereien mit angeschlossenem Pflanzen-Center sein, in dem der Hobby-Gärtner seine Setzlinge kauft, oder große Landwirtschaftsbetriebe, die anstelle von Getreide Freilandgemüse anbauen. Die Gartencenter von Baumärkten gehören i.d.R. zu keiner der beiden Kategorien. Sie kaufen ihre Produkte auf Großmärkten ein oder lassen sich von Gartenbaufachbetrieben beliefern. Ausgebildete Gärtner finden sich aber in allen Betriebsformen.

In Deutschland gibt es etwa 17.500 professionelle Gartenbaubetriebe, die mehr als 192.000 Hektar Anbaufläche bewirtschaften und jährlich ca. 3,8 Millionen Tonnen Gemüse und 1,2 Millionen Tonnen Obst produzieren. „Unter Glas“ wächst in Deutschland vor allem Salat. Die meisten Gewächshäuser stehen in Baden-Württemberg (ca. 459 Hektar) und Bayern (ca. 257 Hektar). Zu wenig für den Appetit der Verbraucher. Der Selbstversorgungsgrad bei Gemüse beträgt 40 Prozent. Bei Obst liegt er gerade mal bei 18 Prozent. Die Folge: Deutschland ist ein Importland; Italien, die Niederlande und Spanien sind unsere wichtigsten Lieferanten. Das hat zur Folge, dass in manchen dieser Länder ganze Landstriche unter Folientunneln und Gewächshäusern verschwinden.

Auch das bringt immer mehr Verbraucher auf die Idee, selbst anzubauen, worauf man Appetit hat. Die Gartenbaufachbetriebe und auf die Pflanzenanzucht spezialisierten Gärtnereien bieten dafür eine große Auswahl und entsprechend kompetente Beratung. Wer keine vorgezogenen Pflänzchen im Garten oder Balkonkasten einsetzen möchte, bringt den Samen unter die Erde. Den gibt es ebenfalls in den Fachbetrieben, aber auch in spezialisierten Sämereien, die das Saatgut per Post versenden. Und auch der i.m.a e.V. hat in seinem Internetshop neben den vielen kostenlosen Info-Materialien zwei Saatpakete: Eines enthält Saatgut für nachwachsende Rohstoffe (siehe unser Thema von Tag 3), das andere Brotgetreide. Aber das ist ein Thema, auf das wir morgen eingehen werden.

Wir helfen Ihnen beim Planen vom eigenen Hochbeetund Bewahren der Gemüsevielfalt - im Garten und auf dem Teller. Neben diesen Beiträgen aus unserem Magazin "lebens.mittel.punkt" geben unsere Poster zum Obstund Gemüse Überblicke zu allem, was sich anbauen und genießen lässt. Kompakte Infos zu einzelnen Früchten finden sich in der Vielfalt unserer 3-Mninuten-Infos. Wer noch etwas beim Gärtnern lernenmöchte, findet in unserer speziellen Broschüre zum Gartenbau eine Vielfalt an Themem; darunter sogar zur Kultivierung von Speisepilzen und der Gartenkultur von Friedhöfen. Und wer erfahren möchte, wie Profis Schmetterlinge und Hummeln in den Garten locken, kann auch das bei uns kostenlos online nachlesen.

Weiterführende Beiträge zum Thema finden Sie in unseren Materialien und bei unseren Partnern. Hier eine schnelle Übersicht:

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Sonderheft: Kompakte Info-Quelle mit Lerninhalten rund um den Gartenbau

  • Poster Gemüse: Alles was bei uns wächst - und Übungen auf der Rückseite

  • 3-Minuten-Infos: Kleine Auswahl zum Gemüse

  • Poster Obst: Sortierte Übersicht mit allem, was schmeckt - und Bildungsmaterial auf der Rückseite

  • 3-Minuten-Info: Überblick zum Obst in seiner bunten Vielfalt

Grüne Woche 2022, Tag 9: Aufs Korn genommen

Brot und Brötchen, Müsli und Kuchen, Risotto und Sushi, Pizza und Popcorn – nichts geht ohne Getreide. Seit Jahrtausenden ernährt es Mensch und Tier. Die Wertschöpfungskette von Getreide ist vielfältig und reicht bis an die Börsen der Weltmärkte.

Medien-Information

Grüne Woche 2022, Tag 9: Aufs Korn genommen

Es gibt wohl kein anderes Nahrungsmittel, das für die Ernährung der Menschen eine so herausragende Bedeutung hat, wie Getreide. In Gräbern aus dem fünften und sechsten Jahrtausend vor Christus wurde Emmer gefunden, das als Urkorn gilt. Der systematische Getreideanbau soll zehntausend Jahre alt sein und seinen Ursprung im alten Ägypten haben. In Europa wird er in die Zeit von 3.000 vor Christus datiert. Die Menschen kannten da schon Einkorn, ein anderes Urgetreide, Dinkel, Gerste und Hirse.

Das weltweit am meisten angebaute Getreide ist – nicht Weizen, sondern Mais. Laien ordnen ihn häufig unter Gemüse ein, doch er ist ein Getreide. Mehr als eine Milliarde Tonnen werden jährlich weltweit erzeugt; etwa sechzig Prozent davon ist Futtermais für Tiere.

Nach Mais ist Weizen das bedeutendste Getreide. Es gehört zu den Brotgetreidearten. Seine weltweite Anbaufläche ist mehr als sechs Mal größer als Deutschland; um 253.000 Hektar sogar größer als die von Mais. Der Ertrag hingegen ist geringer. Weltweit wurden zuletzt 780,3 Millionen Tonnen Weizen geerntet.

Auf die Ernteerträge hat seit jeher das Klima Einfluss. Mit dem Klimawandel würden die Einflüsse zunehmen, haben Forscher analysiert. So seien die Erträge bei Mais und Weizen seit 1980 um etwa fünf Prozent geringer als erwartet ausgefallen. Längere Wärmeperioden könnten zwar die Anbausaison verlängern, aber Hitze berge auch das Risiko von Ernteausfällen aufgrund von Wassermangel und die steigende Gefahr eines Schädlingsbefalls der Getreidepflanzen. Auch größere Regenmengen könnten Ernteergebnisse negativ beeinträchtigen. Es sei nur an die Bilder von überschwemmten Ackerflächen erinnert. In einem Zeitraum von 28 Jahren sind die Mais- und Weizenerträge weltweit um 3,8 bzw. 5,5 Prozent geringer als erwartet ausgefallen: 23 Millionen Tonnen Mais und 33 Millionen Tonnen Weizen jährlich wurden aufgrund von Klimaveränderungen weniger geerntet, so die Forscher.

Auch bei Reis hat es in einigen Ländern Ernteeinbußen gegeben. Doch konnten diese Verluste andernorts durch Mehrerträge kompensiert werden. Mit fast 510 Millionen Tonnen ist Reis das Getreide, das weltweit an dritter Stelle der Produktionsmengen liegt.

In Deutschland hat Reis als Teil der Getreidevielfalt nur eine geringe Bedeutung. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag zuletzt bei 6,7 Kilogramm. Bei Brotgetreide wie Weizen, Roggen, Dinkel und den Urgetreidearten Einkorn und -Emmer beträgt er 83,6 Kilogramm. Hierbei wird der Mehlwert, also der Extrakt aus dem verarbeiteten Korn berechnet. Mit mehr 70,6 Kilogramm Pro-Kopf-Verbrauch liegt Weizenmehl in der Gunst der Verbraucher ganz vorn.

Demzufolge ist Weizenmehl in einer Vielzahl von Backwaren enthalten; vor allem in Toastbrot, das mit 25,6 Prozent Marktanteil das beliebteste Brot der Bundesbürger ist. Mischbrot liegt mit einem Anteil von 24,2 Prozent knapp dahinter. Mit deutlichem Abstand folgen dann Mehrkornbrot (14,9 %) und Vollkornbrot (11,4 %). Das nahrhafte Roggenbrot erreicht gerade noch 5,9 Prozent Marktanteil.

Diese Zahlen vermitteln einen Einblick in die Ernährungsvorlieben der Bevölkerung. Obwohl das deutsche Bäckerhandwerk mit mehr als 3000 Brotspezialitäten Weltspitze ist, bevorzugt ein Großteil der Konsumenten offenbar nährstoffarme Brote. Dabei würden sich die Verbraucher mit dem ballaststoffreichen Roggenbrot nachhaltiger ernähren, denn es beeinflusst u.a. den Cholesterinspiegel und Glucoseanteil im Blut positiv.

Auch andere Getreidearten wie Dinkel, Gerste, Hafer oder Hirse können zur gesunden Ernährung beitragen. Vereinfacht formuliert, verfügen Vollkorn- oder Mehrkornbrote über mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Die Brotarten regen die Verdauung an und sättigen nachhaltiger.

Eine der nährstoffreichsten Getreidearten ist Hafer. Er enthält hochwertiges Eiweiß, das der Organismus gut umwandeln kann, und auch wichtige Fettsäuren. Die Kohlenhydrate im Hafer bauen sich im Körper langsamer ab als bei anderen Getreidearten. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel im Körper länger stabil, man fühlt sich einfach fitter. Mag Haferbrot ein Nischenprodukt sein, so sind es Haferflocken sicher nicht. Sie sind „solo“ ebenso wie im Müsli oder anderen Kombination ein Ernährungs-Booster; auch und insbesondere für Kinder.

Hafer wird aufwendig verarbeitet: Sind die Körner entspelzt, werden die Kerne gedarrt, das Korn geschnitten und zu Flocken gewalzt. Die lassen sich auch zu Mehl verarbeiten. Ähnlich wird das Brotgetreide verarbeitet. Ein Walzenstuhl bricht die Körner. Die dabei entstehenden Teile werden durch Siebe voneinander getrennt, so dass Schrot, Grieß, Dunst und Mehl sowie Kleie entstehen. Mehl ist die feinste Vermahlungsstufe. Die dabei erzeugten unterschiedlichen Mehl-Typen sind nach Zahlen geordnet. Entgegen der Ansicht vieler Verbraucher, geben diese Typenzahlen nicht den individuellen Feinheitsgrad des Mehls an, sondern stehen für dessen Mineralstoffe und Ernährungswert.

Zur Verdeutlichung: Etwa achthundert Gramm Mehl werden benötigt, um ein Tausend-Gramm-Brot backen zu können. Für diese Menge Mehl muss der Landwirt 16.000 Getreidekörner ernten. Die Ähren, an denen die Körner wachsen, benötigen dafür einen Quadratmeter Ackerfläche; etwa so viel wie 1,5 Fußballfelder. Und auf dieser Ackerfläche hatte der Landwirt im Herbst vierhundert Körner Saatgut ausgebracht, damit er im Sommer darauf ernten konnte.

Um diesen Beitrag zur Getreidevielfalt komplett zu machen: Neben den Brotgetreidearten und neben Hafer, Mais und Reis, gibt es auch noch das außerhalb der Landwirtschaft kaum bekannte Triticale. Es ist ein Futtergetreide. Landwirte pflanzen es für die Versorgung ihrer Tiere an. In beachtlicher Menge: Mit mehr als zwei Millionen Tonnen, fast halb so viel wie in Polen geerntet wird, belegt Deutschland in der Weltrangliste den zweiten Spitzenplatz.


Zum Thema Getreide bieten wir eine Fülle kostenloser Info- und Bildungsmaterialien an. Sie können in unserem Internet-Shop online gelesen oder heruntergeladen werden.

Das „Brotgetreide ABC“ ist eine Zusammenfassung vieler Beiträge zum Thema. Es verschafft einen Überblick und ist ein idealer Einstieg in die Materie. Den gesamten Überblick vom Korn zum Brot bietet die „Sachinformation Unser Getreide“. Das gleichnamige großformatige Posterveranschaulicht die für unsere Ernährung wichtigsten Getreidearten. Auf der Rückseite des Posters finden sich praktische Wissensübungen.Die Broschüre „Lernfeld Brotgetreide“ behandelt die vier Themenbereiche Ernährung, Verarbeitung, Wertschöpfung und Märkte.

Mit der „Getreidetheke to go“ haben Sie Anschauungsmaterial zur Hand, das z.B. die Identifizierung von Getreidearten bei Exkursionen in die Landwirtschaft erleichtert: In sieben Dosen sind die wichtigsten Getreidekörner verpackt; alles zusammen wird in einem Schraubzylinder für 7,50 Euro angeboten.

Zum Hafer bieten wir zwei Posteran, die sich mit den Inhaltsstoffen, mit Anbau, Nutzung und Ernährung befassen. Um Ernährung geht es auch in der Broschüre „Gesundes Frühstück mit Getreide im Kindergarten“. Das Heft dürfte besonders Eltern und Erzieherinnen interessieren.

Wer sich schnell und kompakt über die verschiedenen Getreidearten informieren möchte, greift zu den 3-Minuten-Infos. Die Faltblätter sind auch Bestandteil vom „Saatpaket Brotgetreide“. Darin enthalten ist außerdem hochkeimfähiges Saatgut aus biologischem Anbau. Ein Begleitheft gibt Anregungen für Experimente. Dieses Produkt kann für 7,50 Euro erworben werden.

In einem Beitrag zu „Alten Getreidearten“ portraitieren wir Emmer, Einkorn und Dinkel. Der Einsatz von Landtechnik auf dem Getreidefeld wird im Beitrag „Von der Saat zum Korn“ erläutert. Beim Thema „Clever backen“ geht es um den sinnvollen Einsatz der unterschiedlichen Mehltypen beim Backen und Kochen.

Weiterführende Beiträge zum Thema finden Sie in unseren Materialien und bei unseren Partnern. Hier eine schnelle Übersicht:

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Hier finden Sie unsere Themen der vergangenen Tage:

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Das Brotgetreide-ABC: Grundlagenwissen nicht nur für ABC-Schützen

  • Sachinfo Getreide: Historie, Anbau, Vielfalt - alles in einer Broschüre verständlich dargestellt

  • Getreide-Poster: Die wichtigsten Arten auf enen Blick; dazu Übungsmaterial auf der Rückseite

  • Lernfeld Brotgetreide: Theoretisches Wissen und praktische Tipps

  • Hafer-Poster: Eines von zwei Übersichten zu den Power-Flocken

  • Gesundes Frühstück für Kita-Kinder: Anregungen für Eltern und Erzieherinnen

  • Die Getreidetheke to go: Sieben Getreidearten - das perfekte Anschauungsmaterial, handlich verpackt

  • Saatpaket Brotgetreide: Das komplette Angebot, auch mit den Urgetreidearten sowie keimfähigem Saatgut zum selber säen

Grüne Woche 2022: Zehn Tage - zehn Themen

Mit einem virtuellen "ErlebnisBauernhof" des Wissens reagiert der i.m.a e.V. auf die Absage der Grünen Woche. Vom 21. bis 30. Januar wird täglich ein anderes Schwerpunktthema zur Landwirtschaft, Ernährung oder des Gartenbaus online kommuniziert.

Medien-Information

Grüne Woche 2022: Zehn Tage - zehn Themen

Der i.m.a e.V. lädt ein auf den virtuellen „ErlebnisBauernhof“ des Wissens

Mit einem umfangreichen Wissensprogramm kompensiert der i.m.a e.V. die wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagte Grüne Woche. Der Verein stellt vom 21. bis 30. Januar 2022 jeden Tag der üblicherweise zehn Tage dauernden Verbrauchermesse unter ein anderes Motto. Jedes orientiert sich an Themen der Landwirtschaft, Ernährung oder des Gartenbaus – den traditionellen Schwerpunkten der Grünen Woche. Kommuniziert werden die Thementage auf www.ima-agrar.de und in den sozialen Medien, auch der Messe Berlin.

„Wenn das Publikum in diesem Jahr wieder auf den Besuch der Grünen Woche verzichten muss, soll es wenigstens nicht auf die Informationen verzichten müssen, die wir und unsere Partner sonst auf dem „ErlebnisBauernhof“ des Messegeländes präsentieren“, erläutert Bernd Schwintowski. Der i.m.a-Pressesprecher hatte die Idee zu dem virtuellen „ErlebnisBauernhof“ des Wissens. „Aus mehr als sechzig Jahren Informationsarbeit zur Landwirtschaft verfügen wir über ein vielseitiges Portfolio an Materialien, mit denen wir vom Schulkind bis zu den Senioren alle interessierten Verbraucher über die Arbeits- und Lebenswelt in der Landwirtschaft aufklären können.“

Dafür thematisiert der i.m.a e.V. vom 21. bis 30. Januar 2022 auf seiner Homepage jeden Tag einen anderen Schwerpunkt. Ein erläuternder Text führt den Besucher der Seite www.ima-agrar.de durch das Thema, das mit Links zu vertiefenden Materialien verknüpft ist. Schwintowski: „Wir bieten nicht nur Lesestoff, sondern fordern auch auf, mit unseren interaktiven Modulen das eigene Wissen spielerisch zu testen – ganz so, wie wir es sonst auch auf dem realen „ErlebnisBauernhof“ machen.“

Wer sich weitergehend informieren möchte, findet auch Links zu Partner-Institutionen. Zudem korrespondieren einige der Thementage mit den virtuellen Veranstaltungen anderer Akteure zur Grünen Woche – vom Bauernverband bis zur internationalen Tagung der Landwirtschaftsminister.

Zehn Tage – zehn Themen: Die Grüne Woche 2022 beim i.m.a e.V.
21.01.2022: So smart ist unsere Landwirtschaft (Landtechnik auf Hof und Feld)
22.01.2022: Tierisch was los auf dem Bauernhof (Vielfalt in der Tierhaltung)
23.01.2022: Mit Energie gewinnen (Bedeutung nachwachsender Rohstoffe)
24.01.2022: Du & deine Bauern (Leistungen der Bauernfamilien für unsere Gesellschaft)
25.01.2022: Von Grund auf betrachtet (Unsere Ressourcen Boden, Pflanzen, Wasser, Klima)
26.01.2022: Landwirtschaft l(i)ebt Artenvielfalt (Expeditionen in die Biodiversität)
27.01.2022: Clever essen (Trends und Nutzen regionaler Ernährung)
28.01.2022: Ackern daheim (Gartenbau für jedermann)
29.01.2022: Aufs Korn genommen (Getreide – Ernährungbasis für Mensch und Tier)
30.01.2022: Landwirtschaft live erleben (Einblicke in die Arbeitswelt der Bauernfamilien)

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

Die Fahnen der Grünen Woche wehen 2022 nur virtuell (Symbolfoto: Messe Berlin)

Grüne Woche 2024: Ansturm auf die Schülerpressekonferenz

Mit erstmals zwei Veranstaltungen für die Redaktionen von Schülerzeitungen, für Medienarbeitsgruppen und weitere interessierte Kinder und Jugendliche beteiligt sich der i.m.a e.V. an der Grünen Woche 2024. Der erste Termin ist bereits ausgebucht.

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Grüne Woche 2024: Ansturm auf die Schülerpressekonferenz

Erstmals zwei Bildungsveranstaltungen für Grund- und Oberschüler

Nichts geht mehr bei der Schülerpressekonferenz auf der Grünen Woche in Berlin. Die Veranstaltung für die vierten bis siebenten Klassen ist mehr als einen Monat vor dem Termin am 24. Januar 2024 restlos ausgebucht. Und auch das Interesse an dem einen Tag später angesetzten Schülerpressegespräch ist bereits sehr groß. Die Plätze bei dieser Veranstaltung für Oberschüler sind bereits zur Hälfte vergeben.

Das Thema „Wasser“ steht im Mittelpunkt beider Bildungsveranstaltungen, die der i.m.a e.V. auf der Grünen Woche 2024 für Kinder und Jugendliche der allgemeinbildenden Schulen in Berlin und Brandenburg organisiert. „Wie beeinflusst die Landwirtschaft das Klima?“ lautet die Fragestellung der ausgebuchten Schülerpressekonferenz am 24. Januar 2024. Und „Wasser – die neue Währung der Landwirtschaft“ heißt es am darauffolgenden Tag. Bewusst wurde hier beim Titel der Veranstaltung weder ein Ausrufe- noch ein Fragezeichen gesetzt. Denn bei dem als „Schülerpressegespräch“ organisierten Termin sollen die Oberschüler nicht nur Fragen stellen, sondern mit den Experten ins Gespräch kommen, um sich eine eigene Meinung bilden zu können und das aus ihrer Sicht passende Satzzeichen zu setzen.

Seit 2007 organisiert der i.m.a e.V. Schülerpressekonferenzen auf der Grünen Woche in Berlin. Das Interesse an diesem Dialog-Format nimmt beständig zu. 2023 war die Veranstaltung mit mehr als 600 Kindern und Jugendlichen die größte Pressekonferenz der gesamten Messe. Inzwischen finden Schülerpressekonferenzen auch auf anderen landwirtschaftlichen Verbrauchermessen in Deutschland statt.

Auf der Grünen Woche 2024 wird die i.m.a-Schülerpressekonferenz erstmals in zwei Bildungsveranstaltungen geteilt. „Die Fragen der jüngeren Zielgruppe unterscheiden sich von den Interessen der älteren Teilnehmer“, begründet Organisator und Moderator Bernd Schwintowski die Entscheidung. Auch Lehrkräfte hätten den Verein darin bestärkt. „Unsere Schülerpressekonferenzen und jetzt auch das neue Schülerpressegespräch dienen dazu, die Fragen der jungen Generation zu Themen der Landwirtschaft und Naturbildung, zu Ernährungsthemen und dem Umweltschutz so umfassend wie möglich zu beantworten“, so Schwintowski. Dafür werden Praktiker aus der Landwirtschaft, Wissenschaftler und Politiker eingeladen, die Rede und Antwort stehen.

Bei der bereits ausgebuchten Schülerpressekonferenz zur Frage „Wie beeinflusst die Landwirtschaft das Klima?“ werden auf der Bühne vom ErlebnisBauernhof in der Messehalle 3.2 stehen: eine Wissenschaftlerin vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, die Managerin vom Projekt „Klimabauern in Berlin Brandenburg“ beim Landesbauernverband zusammen mit zwei Praktikern und eine Repräsentantin aus dem Vorstand vom Deutschen LandFrauenverband e.V.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Schülerpressekonferenz 2023: Mehr als 600 Kinder und Jugendliche in der Brandenburghalle (Foto: i.m.a/otto).

  • Schülerpressekonferenz 2023: Experten auf der Bühne, das i.m.a-Team inmitten der Schülerinnen und Schüler (Foto: i.m.a/otto).

  • Schülerpressekonferenz 2023: Moderator Bernd Schwintowski im Dialog mit den Schulkindern (Foto: i.m.a/otto).

Grüne Woche 2024: Jubiläum und noch mehr Erlebnisse

Die Ernährung sichern und die Natur schützen - wie die Landwirtschaft diese Prämisse realisiert, wird auf der kommenden Grünen Woche wieder sichtbar. Der i.m.a-Wissenshof trägt dazu bei - und kann zugleich seine Idee vom „ErlebnisBauernhof“ feiern.

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Grüne Woche 2024: Jubiläum und noch mehr Erlebnisse

Erweitertes Angebot auf der weltweit größten Agrar-Verbrauchermesse

Mit Wissenshof, Schülerpressekonferenz und Schülerpressegespräch sowie Mitmach-Aktionen wird der i.m.a e.V. die Grüne Woche vom 19. bis 28. Januar 2024 auf dem Berliner Messegelände bereichern. Der gemeinnützige Verein organisiert wieder das zentrale Angebot außerschulischer Bildungsarbeit zu Themen der Landwirtschaft auf dem „ErlebnisBauernhof“ in Halle 3.2, der im kommenden Jahr sein 25jähriges Jubiläum feiert.

1999 wurde beim i.m.a e.V. die Idee für einen „ErlebnisBauernhof“ auf der Grünen Woche skizziert – auf einer Serviette: Inmitten eines stilisierten Dreiseit-Bauernhofs gab es einen Marktplatz, auf dem sich die Messebesucher versammelten und über die Landwirtschaft informierten. Einige Jahre später kam der i.m.a-Wissenshof hinzu. Er ist seit 15 Jahren Anlaufpunkt für Schulkinder und Erwachsene, denen vermittelt wird, wie in der Landwirtschaft Nahrungsmittel erzeugt werden.

Der i.m.a-Wissenshof hat sich wie der „ErlebnisBauernhof“ und das Erscheinungsbild der Grünen Woche insgesamt gewandelt. Geblieben ist der Anspruch, den Messebesuchern die Vielfalt der heimischen Landwirtschaft zu vermitteln. Wie dies auf dem i.m.a-Wissenshof geschieht, vermittelt ein Film auf der Homepage des Vereins(www.ima-agrar.de/unterwegs#igw).

Zentrales Bildungsthema: Vom Getreide zum Brot

Das zentrale Thema vom i.m.a-Wissenshof auf der kommenden Grünen Woche ist das Getreide. Vom Korn zum Brot wird die Wertschöpfungskette veranschaulicht. Sie reicht von der Erforschung des Getreidekeimlings mittels Labortechnik über die Untersuchung verschiedener Getreidesorten und die Verarbeitung zu Mehl bis zum Backen von Brötchen. Dabei kooperiert der i.m.a e.V. mit dem Grünen Labor Gatersleben, dem Verband Deutscher Mühlen und dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks.

Zwei Pressekonferenzen für Grund- und Oberschüler

Die traditionelle i.m.a-Schülerpressekonferenz auf der Grünen Woche wird um einen zweiten Termin erweitert. In diesem Jahr war die Veranstaltung mit mehr als 600 Kindern und Jugendlichen die größte Pressekonferenz der gesamten Messe und sprengte damit alle Kapazitäten. Um den Interessen der Schüler und Schülerinnen in den unterschiedlichen Altersgruppen besser gerecht zu werden, wird es 2024 zwei Veranstaltungen geben: eine Pressekonferenz für Schüler der 4. bis 7. Klassen zum Thema „Wie beeinflusst die Landwirtschaft das Klima?“ und neu, ein Pressegespräch für Oberschüler der 8. bis 13. Klasse zum Thema „Wasser – die neue Währung der Landwirtschaft“.

Anmelden zu allen Veranstaltungen: www.gruenewoche.de/de/besuchen/schuelerprogramm.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Der i.m.a-Wissenshof: Lernen, wie Nahrungsmittel entstehen (Foto: Schwintowski/i.m.a e.V.).

  • Der i.m.a-Wissenshof: Entdecken, wie die Natur funktioniert (Foto: Schwintowski/i.m.a e.V.).

  • Die i.m.a-Schülerpressekonferenz: Fragen an die Experten der Land- und Ernährungswirtschaft (Foto: Volkmar Otto/i.m.a e.V.).

  • Der „ErlebnisBauernhof“: Eine Idee, skizziert auf einer Serviette, wurde zum Erfolgsmodell der Grünen Woche (Repro: i.m.a e.V.).

Grüne Woche 2025: Schüler im Fokus der Landwirtschaft

Auf der größten Agrar-Verbrauchermesse der Welt versammeln sich jedes Jahr im Januar Jungen und Mädchen, um Experten aus der Landwirtschafts- und Ernährungsszene bei den i.m.a-Schülerpressekonferenzen zu befragen. 2025 wird das Angebot noch erweitert.

Medien-Information

Grüne Woche 2025: Schüler im Fokus der Landwirtschaft

Der i.m.a e.V. organisiert Bildungsveranstaltungen in zwei Messehallen

Die i.m.a-Schülerpressekonferenzen sind seit vielen Jahren fester Bestandteil der Grünen Woche in Berlin. 2025 werden diese außerschulischen Bildungsangebote nochmals erweitert. Neben zwei Schülerpressekonferenzen in der sogenannten „Bauernhalle“ des Messegeländes findet eine dritte Veranstaltung in der Brandenburg-Halle statt. Immer im Fokus: junge Zielgruppen, die ihr Wissen zu Themen der Natur, Landwirtschaft und Ernährung erweitern wollen. Die angemeldeten Schulklassen erhalten freien Eintritt zur Grünen Woche.

Seit Jahren sind die i.m.a-Schülerpressekonferenzen auf der Grünen Woche in Berlin die größten Pressekonferenzen der Agrarmesse auf dem Messegelände. Bis zu 600 Schülerinnen und Schüler aus allgemeinbildenden Schulen in Berlin und Brandenburg befragen Experten aus der Agrar- und Ernährungsszene. 2025 organisiert der i.m.a e.V. erstmals drei dieser beliebten Veranstaltungen: zwei Schülerpressekonferenzen auf der Bühne vom „ErlebnisBauernhof“ in der Messehalle 3.2 und eine Veranstaltung in der Halle 21a, der Brandenburg-Halle. Damit erweitert der gemeinnützige Verein sein außerschulisches Bildungsangebot auch auf die Zielgruppen der dritten Schulklassen.

Die Themen der Bildungsveranstaltungen auf der Grünen Woche:

Wie kommt die Milch in die Tüte?
Schülerpressekonferenz für vierte bis siebente Klassen
Mittwoch, 22. Januar 2025, um 10.30 Uhr in der Messehalle 3.2
Schüler und Schülerinnen befragen Experten zur Tierhaltung, zur Milch und deren Verarbeitung als Lebensmittel sowie zu Ernährungsaspekten.

Mark & Metropole – das Schüler-Quiz
Schüler-Wissenswettbewerb für dritte und vierte Schulklassen
Donnerstag, 23. Januar 2025, um 10.00 Uhr in der Messehalle 21a
Jeweils fünf Schulklassen aus Mark (Brandenburg) und Metropole (Berlin) treten gegeneinander an und müssen ihre Kenntnisse zu Fragen aus der Landwirtschaft, Ernährung und Natur beweisen.

Landwirtschaft morgen – was muss sich verändern?
Schüler-Workshop-Gespräch für achte bis 13. Klassen
Freitag, 24. Januar 2025, um 10.30 Uhr in der Messehalle 3.2
Oberschüler präsentieren ihre Ideen von einer Landwirtschaft der Zukunft, formulieren ihre Wünsche und Forderungen und diskutieren mit Experten aus der Agrar-Szene, was sich davon umsetzen lässt.

Anmeldungen zu den Veranstaltungen bis 10. Januar 2025 auf www.ima-agrar.de/Erlebnisse.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Volle Halle: Die i.m.a-Schülerpressekonferenzen stoßen regelmäßig auf großes Interesse (Foto: i.m.a/Otto).

  • Junge Reporterin: In den Schülerzeitungen wird über die Schülerpressekonferenzen berichtet (Foto: i.m.a/Otto).

  • Knappe Fragestunde: Keine Wortmeldung zu übersehen, ist immer wieder eine Herausforderung (Foto: i.m.a/Otto).

  • Moderne Kommunikation: Das Mobiltelefon ist bei den jungen Reportern unverzichtbares Arbeitsgerät (Foto: i.m.a/Otto).

Grüne Woche: Beachtliche bäuerliche Bildungsbilanz

Mehr als 2.200 Kinder und Jugendliche haben die vielseitigen Angebote des i.m.a e.V., seiner Partner und der anderen Aussteller auf dem "ErlebnisBauernhof" der Internationalen Grünen Woche in Berlin genutzt. Die Bilanz ist insgesamt überaus positiv.

Medien-Information

Grüne Woche: Beachtliche bäuerliche Bildungsbilanz

Zahlen und Fakten zum Ende der landwirtschaftlichen Leistungsschau

Kurz vor Ende der Internationalen Grünen Woche in Berlin bilanziert der i.m.a e.V. ein steigendes Interesse an den Informationsangeboten zur Landwirtschaft. „Wir konnten nicht nur mehr Kinder und Jugendliche an unseren Wissensstationen informieren, sondern haben auch festgestellt, dass sich auch erwachsene Besucher zunehmend für Details über die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern interessieren“, resümierte i.m.a-Geschäftsführer Patrik Simon. Mehr als 1.500 Kinder und Jugendliche haben die vielseitigen Angebote des i.m.a e.V. und seiner Partner genutzt. Weitere 700 junge Besucher haben an den Schülerführungen zu den Angeboten weiterer Aussteller auf dem „ErlebnisBauernhof“ der Messe teilgenommen.

Herausragende Beachtung fand der i.m.a e.V. mit der größten Pressekonferenz der Grünen Woche. Fast 500 Jungreporter von Schülerzeitungen und Medienarbeitsgruppen der Schulen in Berlin und Brandenburg befragten Landwirte, eine Agrar-Journalistin und einen Aktivisten von Fridays for Future zur „Zukunft der Landwirtschaft“.

„Für unsere landwirtschaftliche Bildungsarbeit ist die Grüne Woche ein besonders wichtiger Auftakt am Beginn eines jeden Jahres“, erklärt i.m.a-Geschäftsführer Patrik Simon das Engagement des gemeinnützigen Vereins. „Hier kommen wir mit nahezu allen Zielgruppen in Verbindung und können insbesondere der großstädtischen Bevölkerung vielfältige Einblicke in die Arbeit der Bauern geben.“

Am i.m.a-Stand konnten die Besucher die Wertschöpfungskette des Getreides real nachvollziehen. Mehr als 20.000 Besucher nahmen an der Getreidetheke 200 Kilo Brotgetreide in kleinen Tüten mit – immer verbunden mit Info-Flyern zu Weizen, Gerste und Roggen sowie den Urgetreidearten Emmer und Einkorn. An den Stationen des i.m.a-Wissenshofes wurde die Herstellung von Mehl und Haferflocken praktisch veranschaulicht. Viele Kinder nahmen die selbst hergestellten Haferflocken für das eigene Frühstück mit nach Hause. „Wir vermitteln damit nicht nur den Produktionsprozess, sondern sensibilisieren auch für die Wertschätzung von Nahrungsmitteln und leisten zudem einen Beitrag zur gesunden Ernährung“, so der i.m.a-Geschäftsführer.

Mit den Partnern vom Deutschen Bäckerhandwerk hatte der i.m.a e.V. wieder einen Höhepunkt am Stand: In einem Doppeldeckerbus konnten Kinder selbst Brot backen. Fast 900 Kilo Teig wurden im Messeverlauf verarbeitet. Zudem schnitt ein Brotsommelier täglich 15 Brote auf, um mit Kostproben über die Unterschiede beim Getreide, in der Verarbeitung und dem Geschmack zu informieren.

„Wir sind mit der Resonanz des Publikums vollauf zufrieden und werden für die nächste Grüne Woche weitere tolle Attraktionen vorbereiten“, stellte der i.m.a-Geschäftsführer in Aussicht.

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Grüne Woche: Bildungsarbeit an den Theken

Auf der Grünen Woche in Berlin lädt der i.m.a e.V. in seine Scheune landwirtschaftlichen Wissens ein. Für Messebesucher gibt es dort an zwei Theken Korn und Hanf sowie weitere Proben von Agrar-Erzeugnissen, incl. der Informationen über die Rohstoffe.

Medien-Information

Grüne Woche: Bildungsarbeit an den Theken

Mit Korn und Hanf will der i.m.a e.V. das Verbraucherinteresse wecken

Am Freitag, 17. Januar 2025, öffnet der i.m.a e.V. seine kleine Scheune auf dem „ErlebnisBauernhof“ der Grünen Woche in Berlin. Dort bittet die Bildungsinstitution der Landwirtschaft an zwei Theken, auf denen sie Korn und Hanf sowie weitere Agrar-Erzeugnisse präsentiert – immer verbunden mit begleitenden Informationen. Die Besucher können sich an den Produkten bedienen und Proben davon mit nach Hause nehmen.

Immer wieder sorgt der gemeinnützige i.m.a e.V. auf dem „ErlebnisBauernhof“ der Grünen Woche für Überraschungen: Da konnten Schulklassen Butter herstellen, in einem Doppelstockbus Brötchen backen oder sich gleich ein komplettes Frühstück zubereiten. Für Kleinkinder gab es eine Rallye auf Mini-Treckern und im Ackerboden wurde nach Regenwürmern gegraben. Auch auf der 89. Grünen Woche, die am 17. Januar 2025 unter dem Berliner Funkturm ihre Hallentore öffnet, wartet der i.m.a e.V. wieder mit einer Überraschung auf.

Erstmals präsentiert der Bildungsverein eine Scheune landwirtschaftlichen Wissens mit Produkten, die z.B. Grundlagen für die Produktion von Lebensmitteln sind. Auf zwei Theken werden einerseits Getreide, andererseits nachwachsende Rohstoffe ausgestellt. Und wer beim Getreide an Korn und bei den nachwachsenden Rohstoffen an Hanf denkt, liegt richtig. Doch werden weder Kornschnaps noch Hanfzigaretten angeboten, sondern einzig Rohstoffe. Und beim Korn ist es das Brotgetreide, während es sich beim Hanf nicht um die Cannabispflanze, sondern um Nutzhanf handelt, der für Textilien, die Ölproduktion oder als Dämmstoff verwendet wird.

Selbstbedienung an den Theken

An der Getreidetheke können sich die Besucher der Grünen Woche Proben vom Brotgetreide mitnehmen. Zur Auswahl stehen Dinkel, Hafer, Roggen und Weizen sowie die beiden Urgetreide Einkorn und Emmer. Auf der Theke mit den nachwachsenden Rohstoffen werden neben Hanf auch Lein-, Malven- und Rapssamen sowie Sonnenblumenkörner angeboten. Auch davon können Proben mitgenommen werden. Zum Getreide und allen nachwachsenden Rohstoffen gibt es begleitendes Informationsmaterial, in dem die Historie der Pflanzen, deren landwirtschaftlicher Anbau und die Nutzung erläutert werden.

Ergänzt wird das anschauliche Bildungsangebot von einem Quiz um landwirtschaftliches Wissen. Im Fokus dabei der Boden, Basis allen Pflanzenwachstums und somit wesentliche Grundlage für den Anbau von Getreide und nachwachsenden Rohstoffen. Dieses Quiz ist Teil des Zukunftspfades, der über den „ErlebnisBauernhof“ zu den Ständen der Aussteller führt und den Besuchern am Ende eine Belohnung für ihr Interesse an den präsentierten Themen bietet.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Andrang: Auf jeder Grünen Woche ist der i.m.a-Wissenshof das Ziel von Schulkindern.

  • Engagement: Dabeisein und Mitmachen, heißt es immer wieder an der Getreidetheke oder der Wissensstation zum Brotgetreide.

  • Selbermachen: Eigene Brezeln backen mit dem „Bäckman“ war und ist immer ein Hit auf dem i.m.a-Wissenshof.

Grüne Woche: Der Klimawandel ist Kernthema der Jugend

Fast 300 Jugendliche aus Oberschulen in Berlin und Brandenburg versammelten sich zum i.m.a-Workshop-Gespräch auf der Grünen Woche. Es ging um die Zukunft der Landwirtschaft und immer wieder auch um die Sorgen der jungen Menschen rund um Klimaaspekte.

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Grüne Woche: Der Klimawandel ist Kernthema der Jugend

Sorgen um die Zukunft der Landwirtschaft beim Schüler-Workshop-Gespräch

Wie kann sich die Landwirtschaft in Zukunft von Klimaveränderungen weniger abhängig machen, wie kann sie den Wasserverbrauch effizienter regulieren und wie unterstützt die Politik dabei – um diese Aspekte drehten sich immer wieder die Fragen von Jugendlichen auf dem Schüler-Workshop-Gespräch, zu dem der i.m.a e.V. auf die Grüne Woche in Berlin geladen hatte. Obwohl auch Fragen zur Tierhaltung, zu moderner Landtechnik und den Konsumgewohnheiten der Verbraucher diskutiert wurden, kam man immer wieder auf den Klimawandel zu sprechen, der von der jungen Generation offenbar als größte Herausforderung ihrer Zukunft betrachtet wird.

Mit dem Agrar-Journalisten Rainer Münch, der Obstbäuerin Monika Rönn und dem Landwirt und Experten für Agrardienstleistungen Sebastian Winkelmann hatte sich der i.m.a e.V. drei Experten eingeladen, um die Fragen der Jugendlichen kompetent und vielschichtig beantworten zu können. Münch, der in seinem Buch „Brücken bauen“ für ein besseres Miteinander von Bürgern und Bauern plädiert, verwies auf die Bemühungen verschiedener Kommissionen aus Politik, Gesellschaft und Agrar-Szene, die Ziele für eine zukunftsfähige Landwirtschaft formuliert hatten. Allein, es fehle an der Umsetzung, so ein Fazit.

Auch Monika Rönn verwies auf die Züchtung von Obstsorten, die weniger anfällig gegen Schädlinge sind, die mehr Frost aushalten und besser mit Trockenheit umgehen können, auf Netze, die das Obst vor Sonnenbrand schützen und auf Wasserbetten zur Beregnung der Pflanzen. Allerdings vertrat sie auch die Auffassung, dass es keine Möglichkeit gebe, den Klimawandel aufzuhalten: „Wir müssen lernen, das wir immer wieder mit extremen Wetterereignissen zu tun haben werden.“

Sebastian Winkelmann nannte als ein Beispiel für den Umgang der Landwirtschaft mit den sich verändernden Klimabedingungen, die Züchtung von Braugerste, die im Herbst gesät wird, die im Winter die Feuchtigkeit der Regenperioden aufnimmt, um dann im Sommer des folgenden Jahres geerntet zu werden. Auch die Wiedervernässung von Mooren sei „ein großer Hebel, um die CO2-Emissionen der Landwirtschaft zu reduzieren“, sagte Rainer Münch. Nachdem zwei Generationen von Landwirten zuvor Moore trockengelegt hatten, um darauf Tiere halten zu können, müsse man nun „das Rad zurückdrehen“. Allerdings, so Münch, stehe dabei die Frage im Raum, was man den Bauern als Ausgleich biete, wenn sie künftig keine Milchkühe auf nassen Flächen halten können.

Schlussendlich müssten alle Maßnahmen vom Verbraucher an der Ladentheke bezahlt werden, betonte Sebastian Winkelmann. Und fand dafür Unterstützung im Publikum, wo man sich bereit zeigte, auch Obst und Gemüse zu kaufen, dass keinen Handelsnormen entspricht. Gleichwohl bliebt die Frage offen, wie sich diese Bereitschaft im Handel umsetzen lässt, der eigene Normen setzt.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Frage- und Diskussionsstunde: Oberschüler beschäftigten die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft (Foto: i.m.a e.V./Otto)

  • Kompetenz auf der Bühne: Bio-Obstbäuerin Monika Rönn gab vielschichtige Antworten (Foto: i.m.a e.V./Otto).

  • Nachhaken war erwünscht: Aus mancher Frage und Antwort ergab sich eine Debatte (Foto: i.m.a e.V./Otto).

  • Andrang wie in den Jahren zuvor: Die Dialog-Formate des i.m.a e.V. ziehen immer wieder viele Schüler an (Foto: i.m.a e.V./Otto).

Grüne Woche: Ein Gewinn für die regionale Landwirtschaft

Der 14jährige Schüler Tobias Buchner aus Landshut hat den i.m.a-Wettbewerb zur "Zukunft der Landwirtschaft" gewonnen. Sein Beitrag sowie weitere prämierte Arbeiten wurden auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt.                                                                      

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Grüne Woche: Ein Gewinn für die regionale Landwirtschaft

Siegerehrung beim Wettbewerb über die „Zukunft der Landwirtschaft“

Roboter, Drohnen, ferngesteuerte Landtechnik – so stellen sich viele junge Menschen die Landwirtschaft der Zukunft vor, wenn man sich die Bilder und Collagen ansieht, die heute auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin präsentiert wurden. Beim bundesweiten Kreativ-Wettbewerb zur Zukunft der Landwirtschaft hat der i.m.a-Vorsitzende und Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, die Preisträger geehrt. Sieger wurde der 14jährige Schüler Tobias Buchner aus Landshut, der für seine Vision von einer regionalen Landwirtschaft als Hauptpreis eine Drohne erhalten hat. Seine Zeichnung zeigt Ackerbau und Nutztierhaltung wie sie nicht regionaler sein können – auf den Dächern von Hochhäusern unserer Städte.

Am Wettbewerb des gemeinnützigen i.m.a e.V. haben sich sowohl komplette Schulklassen als auch Arbeitsgruppen und Einzelpersonen beteiligt, die sich in einer Schulbildung befinden. Joachim Rukwied betonte bei der Preisverleihung, dass viele der eingereichten Arbeiten durch kreativen Ideenreichtum und landwirtschaftliches Detailwissen überzeugt haben. Er lobte die Bereitschaft und das Interesse der Jugend, sich mit den Herausforderungen zu befassen, vor denen die Bauernfamilien heute und in Zukunft stehen.

Viele der eingereichten Bilder und Collagen stellen eine hochtechnisierte Landwirtschaft dar, bei der dem Bauern nur noch eine Rolle als Koordinator zukommt, weil Nahrungsmittel unter künstlichem Sonnenlicht und mit dem Einsatz von Bewässerungsanlagen gedeihen, mit Drohnen die Aussaat und der Pflanzenschutz bewältigt werden und die Ernte vollautomatisch mit Spezialmaschinen erfolgt, die bodenschonend über Äckern schweben. Zudem erlauben neue Zuchtmethoden die Produktion von Hybridtieren wie Kälberferkeln in Reagenzgläsern. Neben derartig visionären Vorstellungen von einer Zukunft der Landwirtschaft beschäftigen sich viele Arbeiten mit Fragen der Ernährung einer steigenden Weltbevölkerung sowie mit dem Klimawandel und Ressourcenschutz. Gerade diese Beiträge bilden das breite Spektrum gesellschaftlicher Diskussionen über die Landwirtschaft ab, wie sie von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen werden.

Die Begründungen der Jury* zu den Arbeiten der Preisträger:

1. Platz: Landwirtschaft in der Stadt; Tobias Buchner, 14 Jahre, Landshut, Bayern
Die kreative Leistung des Preisträgers überzeugt auf vielfache Weise. Einerseits wird die Vielseitigkeit der landwirtschaftlichen Arbeitsprozesse vom Ackerbau bis zur Tierhaltung illustriert, andererseits werden auch viele Aspekte thematisiert, die unsere Gesellschaft heute und in Zukunft beschäftigen – von der Erzeugung regenerativer Energien bis zur Abfallwirtschaft. Nicht zuletzt wird mit der Idee, Landwirtschaft auf den Dächern von Hochhäusern zu betreiben, eine Verbindung zwischen ländlichem und urbanem Raum dargestellt, die zugleich den Wunsch nach der Erzeugung regionaler Produkte nahezu ironisch und im wahrsten Sinne des Wortes überhöht darstellt.

2. Platz: Future of Agriculture; Schüler der Berufsschule III Landwirtschaft, Bayreuth, Bayern
Die Gemeinschaftsarbeit der Preisträger informiert in außergewöhnlicher Tiefe und mit beeindruckend hohem Fachwissen über die Situationen, in denen sich heute und in Zukunft die Bauernfamilien befinden. Dabei wird die Landwirtschaft als integraler Bestandteil unseres Lebensraumes dargestellt, in dem die Bewältigung verschiedenster Herausforderungen eine globale Aufgabe ist, wie etwa im Klimawandel, Ressourcenschutz, in der Energiegewinnung, Sicherstellung der Ernährung unserer Weltbevölkerung oder Befriedigung individueller Verbraucherwünsche. Zudem ermöglicht die Verbindung aus gezeichneten Illustrationen und textlichen Informationen eine leichte Rezeption der Problematiken.

3. Platz: Die Landwirtschaft in 60 Jahren; Schüler der 4. Klasse der Hoferkopfgrundschule Bildstock, Friedrichsthal-Birkenstock, Saarland
Die Gruppenarbeit der sechs Grundschulkinder ist eine überraschende Symbiose aus der Landwirtschaft unserer Tage und deren Chancen, die sich ihr durch die Technisierung künftig eröffnen. In dem als kleinem Bilderbuch angelegten Wettbewerbsbeitrag steht der Bauer weiterhin im Mittelpunkt, dessen Wirkungskreis auch künftig sein Hof ist. Doch ändert sich das Innenleben in den Ställen und Scheunen. Nahrungsmittel werden in Regalen produziert, unter künstlichem Sonnenlicht und mit Bewässerungssystemen, die von Wettereinflüssen unabhängig machen. Pflege und Ernte erfolgen vollautomatisch und werden ferngesteuert überwacht. Der Verkauf allerdings erfolgt auch künftig im klassischen Hofladen.

Alle eingereichten Arbeiten werden bis zum 26. Januar 2020 am Messestand des i.m.a e.V. auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin gezeigt (Messehalle 3.2, „ErlebnisBauernhof“, Stand-Nr. 147). Außerdem werden die Bilder und Collagen auch im Internet auf der Homepage des Vereins veröffentlicht (www.ima-agrar.de).

*Die Jury des Wettbewerbs: Bettina Schipke (Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.), Holger Brantsch (Landesbauernverband Brandenburg e.V.), Sebastian Kuhlmann (Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.), Bernd Schwintowski (i.m.a e.V.).

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  • Die Preisträger mit Erntekönigin und Bauernpräsident

  • 3. Platz: Diego Berens für sechs Schüler der 4. Klasse der Hoferkopf-Grundschule Birkenstock im Saarland

  • 3. Platz: Die Gemeinschaftsarbeit der Viertklässler der Hoferkoppf-Grundschule Birkenstock im Saarland

  • 2. Platz: Moritz Hick für die 10. Klasse der Berufsschule III Landwirtschaft, Bayreuth

  • 2. Platz: Die Gemeinschaftsarbeit der 10. Klasse der Berufsschule Landwirtschaft, Bayreuth

  • 1. Platz: Tobias Buchner (14) aus Landshut

  • 1. Platz: Das Bild des Siegers - Landwirtschaft der Zukunft - von Tobias Buchner aus Landshut

Grüne Woche: Eine Idee macht Karriere

Eine Idee feiert Geburtstag: Vor zwanzig Jahren wurde das Konzept vom „ErlebnisBauernhof“ beim i.m.a e.V. entwickelt. Auf einer Serviette entstand die Skizze eines Dreiseitenhofes - die Hallenkonzeption auf der Grünen Woche.

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Grüne Woche: Eine Idee macht Karriere

Vor zwanzig Jahren wurde beim i.m.a e.V. der „ErlebnisBauernhof“ erfunden.

Wenn morgen in Berlin die Internationale Grüne Woche eröffnet wird, feiert eine Idee Geburtstag: Vor zwanzig Jahren wurde das Konzept vom „ErlebnisBauernhof“ beim i.m.a e.V. entwickelt. Auf einer Serviette entstand die Skizze eines Dreiseitenhofes, wie er seit Jahrhunderten Bestand hat. Er war die Basis für die Gestaltung einer Messehalle, in der den Besuchern die Vielfalt der Landwirtschaft präsentiert wird.

Es war Hermann Bimberg, einst Geschäftsführer vom i.m.a e.V., der am 28. Februar 1999 die Idee für eine Gemeinschaftsschau der Landwirtschaft hatte. Im Ambiente eines Bauernhofs sollten die städtischen Besucher, die in einer Großstadt wie Berlin so fern der realen Landwirtschaft leben, erfahren, wie es auf einem Bauernhof aussieht, wie die Menschen dort leben und arbeiten.

Die Kulisse des Dreiseitenhofes war mehr als ein inszenierter Ausstellungsort. Denn rings um das Ensemble aus drei typischen Bauernhäusern entstand ein ganzes Dorf. Häuser mit markanten roten Giebeldächern zogen die Besucher an. Vor und in den Häusern präsentierten sich die Aussteller: Betriebe zeigten, wie sie arbeiten, stellten ihre Geräte aus und erklärten deren Funktion. Und natürlich gab es so wie heute auch einst ein Hof-Café, in dem man sich gemütlich zusammensetzen konnte. Und die Musik spielte dazu. Auf der Bühne wurde nicht nur für Stimmung gesorgt, sondern auch informiert.

Bevor der „ErlebnisBauernhof“ an den Start gehen konnte, mussten Partner begeistert werden. An erster Stelle die Messe Berlin. Dort hatte man rasch erkannt, dass sich mit einer speziellen Halle, in der die Bauern ihre Landwirtschaft authentisch präsentieren, Besucher begeistern lassen. Auch der Deutsche Bauernverband ließ sich von dem Konzept überzeugen. Und mit den Landfrauen, der Landjugend, der damals noch aktiven CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) sowie weiteren Ausstellern hatte man schnell wichtige Partner gewonnen, die sich alle für den „ErlebnisBauernhof“ stark machten.

Nur ein Jahr nachdem beim i.m.a e.V. die Idee skizziert war, ging der „ErlebnisBauernhof“ an den Start – und wurde ein Riesenerfolg. Wohl auch, weil neben der Präsentation landwirtschaftlicher Geräte und Arbeitsabläufe besondere Erlebnisse geboten wurden: Der i.m.a e.V. organisierte viele Führungen für Schulklassen und erstmals eine Pressekonferenz für Schülerzeitungsredakteure. Die gibt es auch heute noch, und damit ist sie wohl die einzige Veranstaltung in der Halle, die sich über all die Jahre ununterbrochen großer Beliebtheit erfreut. In diesem Jahr haben sich wieder dreihundert Jungen und Mädchen angemeldet, um sich bei Landwirten und anderen Experten am 23. Januar 2019 um 11.00 Uhr über „Brot, Brötchen & Co.: Coole Körner und ihr Mehrwert beim Nährwert“ schlau zu machen und in ihren Schülerzeitungen darüber zu berichten.

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Grüne Woche: Größte Pressekonferenz der Messe

Mit 500 angemeldeten Redakteuren von Schülerzeitungen und aus Medienarbeitsgruppen findet am Mittwoch, 22. Januar 2020, um 11.00 Uhr in Halle 3.2 des Berliner Messegeländes die größte Pressekonferenz der Internationalen Grünen Woche statt.                                 

Medien-Information

Grüne Woche: Größte Pressekonferenz der Messe

500 Schüler befragen Experten zur „Zukunft der Landwirtschaft“

Am Mittwoch, 22. Januar 2020, findet um 11.00 Uhr in Halle 3.2 des Berliner Messegeländes die größte Pressekonferenz der Internationalen Grünen Woche statt. Aus den Redaktionen von Schülerzeitungen und von Medienarbeitsgruppen der Schulen aus Berlin und Brandenburg haben sich 500 Jungen und Mädchen zur i.m.a-Schülerpressekonferenz angemeldet. Sie wollen erfahren, wie die „Zukunft der Landwirtschaft“ aussieht, wie unter Aspekten des Ressourcenschutzes und der Nachhaltigkeit, in Zeiten von Klimaveränderungen und anderen Herausforderungen die Bauern künftig Nahrungsmittel produzieren.

„So viele Anmeldungen zu unserer traditionellen Schülerpressekonferenz auf der Grünen Woche hatten wir noch nie“, freut sich i.m.a-Pressesprecher Bernd Schwintowski. „Als wohl älteste „NGO“ im Bereich der gemeinnützigen landwirtschaftlichen Bildungsarbeit wollten wir im sechzigsten Jahr unseres Bestehens nicht zurückblicken, sondern in die Zukunft schauen. Darum stellen wir bei vielen unserer Aktivitäten in diesem Jahr Fragen zur „Zukunft der Landwirtschaft“.

Auf der i.m.a-Schülerpressekonferenz der Internationalen Grünen Woche diskutieren am Mittwoch, 22. Januar 2020, um 11.00 Uhr auf der Bühne vom „ErlebnisBauernhof“ in Halle 3.2:

Hedda Korte, Landwirtin und Direktvermarkterin
Henrik Wendorff, Bio-Landwirt und Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V.
Immanuel Nikelski, Aktivist Fridays for Future
Wiebke Herrmann, Redakteurin agrarheute

An der i.m.a-Schülerpressekonferenz können auch Kolleginnen und Kollegen der „großen“ Medien teilnehmen – als Beobachter. Das Fragerecht bleibt den Nachwuchsjournalisten vorbehalten.

„Unsere Schülerpressekonferenzen auf der Grünen Woche haben sich immer wieder aktuellen Themen angenommen“, erläutert Bernd Schwintowski. „Wir haben über Tierhaltung und Tierwohl ebenso diskutiert wie über den Wert von Lebensmitteln.“ Inzwischen ist der i.m.a e.V. mit dem Format auch außerhalb Berlins auf landwirtschaftlichen Verbraucherveranstaltungen erfolgreich. „Der Dialog mit der Jugend ist für uns keine Einbahnstraße. Ob Schülerpressekonferenz oder Wissensstationen auf unserem Messestand: Wo immer wir mit den Zielgruppen ins Gespräch kommen, nehmen wir auch Anregungen für unsere Arbeit mit“, betont der i.m.a-Pressesprecher.

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Grüne Woche: Hauchdünner Sieg für Berliner Schulkinder

Super-Stimmung auf der Grünen Woche: Beim i.m.a-Wissenswettbewerb „Mark & Metropole – das Schüler-Quiz“ haben 300 Kinder ihre Kenntnisse zu Fragen aus der Landwirtschaft und Ernährung unter begeisterter Beteiligung des jungen Publikums bewiesen.

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Grüne Woche: Hauchdünner Sieg für Berliner Schulkinder

Große Begeisterung beim i.m.a-Wissensquiz „Mark & Metropole“

So turbulent war noch kein Morgen auf der Grünen Woche in Berlin, wie heute in der Brandenburg-Halle. Mit Messebeginn um 10.00 Uhr startete der Wissenswettbewerb „Mark & Metropole – das Schüler-Quiz“. Und 300 Jungen und Mädchen aus dritten und vierten Grundschulklassen aus Berlin und Brandenburg feuerten ihre Rate-Teams lautstark an, jubelten und applaudierten frenetisch, wenn ihr Team eine Frage richtig beantwortet hatte. Nach sechs Spielrunden stand fest: Berlin liegt um einen Punkt vorn.

Für die vom i.m.a e.V. organisierte Veranstaltung „Mark und Metropole – das Schüler-Quiz“ hatten sich Schulklassen aus Brandenburg (Mark) und Berlin (Metropole) angemeldet. Gefragt war das Wissen der Jungen und Mädchen zu Themen der Landwirtschaft und Ernährung. Die Kinder der dritten und vierten Klasse allgemeinbildender Schulen hatten sich im Unterricht vorbereitet und sogar in ihrer Freizeit für den Wettbewerb gelernt.

Die Fragen, die i.m.a-Pressesprecher und Moderator Bernd Schwintowski den Kindern stellte, waren dem Alter der Zielgruppe und den Lehrplänen der Schulen angepasst. Mal wurde nach dem Getreide gefragt, das am häufigsten für die Brotproduktion verwendet wird (Weizen), dann sollte geschätzt werden, ob eine Kuh am Tag 16, 28 oder 35 Liter Milch gibt (28) oder wie viele Eier eine Henne im Jahr legt (ca. 320). Interpretationsspielraum gab es bei Fragen nach der Bedeutung von Bienen für die Landwirtschaft oder wann Getreide geerntet wird.

Jury sorgte für Wissenserweiterung

Jeweils fünf Mädchen und Jungen aus einer Klasse bildeten ein Quiz-Team, das sich zunächst auf eine Antwort einigen musste. Wer zuerst einen „Buzzer“ drückte, durfte die Frage beantworten. Die Jury aus Ulrike Fechner von den Landfrauen Brandenburg, Vanessa Paap vom Bauernverband Brandenburg und der Bauernhofpädagogin Thale Meyer beurteilte, ob die Antwort korrekt war und ergänzte durch weiterführende Informationen, so dass mit dem Quiz auch zusätzliches Wissen vermittelt wurde.

Obwohl jeweils nur fünf Kinder aus einer Schulklasse als Quiz-Team die Fragen beantworten durften, hatte doch auch das junge Publikum in der Brandenburg-Halle großen Spaß. Wann immer der „Buzzer“ ertönte, gab es laute Begeisterungsschreie, wann immer eine Frage korrekt beantwortet war, brach lauter Jubel los, und wann immer die Quiz-Teams auf der Bühne keine Antwort parat hatten, rief das Publikum unisono die Lösung auf die Bühne. Das Fazit, nicht nur vieler Lehrkräfte, sondern auch von Ausstellern und Besuchern: So viel Begeisterung für Themen der Landwirtschaft gab es in diesen Tagen noch nicht auf der Grünen Woche.

 

 

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Begeisterung im Publikum: Moderator Bernd Schwintowski hat das Ergebnis beim Quiz verkündet (Foto: i.m.a e.V./Otto).

  • Schnelligkeit entscheidet: Wer den „Buzzer“ zuerst drückt, darf die Frage beantworten (Foto: i.m.a e.V./Otto).

  • Jetzt bloß nicht irritieren lassen: Nur für die korrekte Antwort gibt es einen Punkt (Foto: i.m.a e.V./Otto).

  • Die drei Damen vom Jury-Board: Ulrike Fechner, Vanessa Paap und Thale Meyer entschieden, ob die Fragen korrekt beantwortet wurden (v.l.; Foto: i.m.a e.V./Otto).

Grüne Woche: Jetzt anmelden zur Schülerpressekonferenz

Endlich geht es wieder los: Nach langer Pause aufgrund der Corona-Pandemie findet 2023 wieder eine Internationale Grüne Woche in Berlin statt. Wir sind erneut dabei - mit unserem i.m.a-Wissenshof und der Schülerpressekonferenz. Und nun: Anmelden!

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Grüne Woche: Jetzt anmelden zur Schülerpressekonferenz

Zwei Jahre musste die weltgrößte Leistungsschau der Landwirtschaft und Ernährungsszene immer wieder abgesagt werden, weil die Auswirkungen der Corona-Pandemie eine Begegnung auf Messen nicht zugelassen hatten. Am 20. Januar 2023 soll nun endlich wieder eine Internationale Grüne Woche unter dem Berliner Funkturm möglich sein. Momentan laufen die Vorbereitungen dafür auf Hochtouren.

Auch wir beim i.m.a e.V. bereiten unsere Messebeteiligung vor. Auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 werden wir wieder einen Wissenshof errichten, um dort die vielseitigen Themen aus Landwirtschaft, Ernährung und Naturbildung zu präsentieren. Insbesondere Schulklassen und Eltern mit ihren Kindern bieten wir ein umfangreiches Aktions- und Erlebnisprogramm.

Im Mittelpunkt unserer Messebeteiligung steht wieder die traditionelle i.m.a-Schülerpressekonferenz, zu der wir die Redaktionen von Schülerzeitungen, Medienarbeitsgruppen und alle weiteren interessierten Jungen und Mädchen einladen. Das Thema am 25. Januar 2023 um 10.00 Uhr lautet: "Wie sicher ist unsere Lebensmittelversorgung?".

Auch Kinder und Jugendliche erinnern sich an die Eindrücke leerer Supermarktregale, die vielerorts Zeichen von Engpässen in der Versorgung mit Nahrungsmitteln waren. Experten wollen darum auf der Schülerpressekonferenz Fragen der Jungen und Mädchen zur Versorgungssicherheit beantworten und erläutern, wie die Wege unserer Lebensmittel vom Bauernhof bis zum Supermarkt funktionieren.

Bei der letzten Grünen Woche war die i.m.a-Schülerpressekonferenz die größte Pressekonferenz der gesamten Messe. Mehr als 500 junge Gäste hatten daran teilgenommen. Weil es im kommenden Jahr auf dem ErlebnisBauernhof keine Bühne geben wird, findet die Schülerpressekonferenz in der Halle 21a, der Brandenburghalle statt.

Dort werden nicht nur Schüler und Schülerinnen aus Berlin, sondern auch aus Brandenburg erwartet. Aber auch dort sind die Platzkapazitäten begrenzt. Darum gilt: Teilnehmen kann nur, wer sich rechtzeitig angemeldet hat. Für alle Teilnehmer gibt es kostenlose Eintrittskarten zur Grünen Woche, mit denen auch das übrige Messegelände erkundet werden kann.

Darum jetzt das Anmeldeformular hier herunterladen und bis zum 06. Januar 2023 anmelden!

Auch Schulklassen, die den i.m.a-Wissenshof erkunden möchten, sollten sich rasch anmelden. Das geht am besten über die eigens dafür eingerichtete Seite der Messe Berlin mit ihrem "Young Generation"-Programm. Dort können Lehrkräfte verschiedene Zeitfenster für ihre Exkursionen buchen.

Wir freuen uns auf viele Schulklassen, Kinder und Jugendliche mit Interesse an allem, was unsere Landwirtschaft und Ernährungsvielfalt ausmacht.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Am 25. Januar 2023 auf der Grünen Woche in Berlin: Schüler befragen Experten (Symbolfoto).

  • Am 25. Januar 2023: Schülerreporter berichten von der Grünen Woche in Berlin (Symbolfoto: Messe Berlin).

  • Grüne Woche, 2020: Rückblick auf die vergangene Schülerpressekonferenz.

Grüne Woche: Schüler befragen Landwirte und Politiker

Zwei Themen, die auch weiteste Kreise der Bevölkerung tangieren, stehen im Mittelpunkt der beiden Pressekonferenzen, die der i.m.a e.V. auf der Grünen Woche in Berlin für Schüler organisiert: Die Bedeutung von Klima und Wasser für die Landwirtschaft.

Medien-Information

Grüne Woche: Schüler befragen Landwirte und Politiker

Auf zwei Pressekonferenzen geht es um unser Klima und das Wasser

Mit einer Schülerpressekonferenz und einem Schülerpressegespräch bietet der i.m.a e.V. auf der Grünen Woche gleich zwei Veranstaltungen zu landwirtschaftlichen Themen. Redakteure von Schülerzeitungen, Kinder und Jugendliche aus Medienarbeitsgruppen sowie andere interessierte Jungen und Mädchen stellen am 24. Januar 2024 ihre Fragen zum Thema „Wie beeinflusst das Klima die Landwirtschaft?“. Und einen Tag später, am 25. Januar 2025, geht es ums „Wasser – die neue Währung der Landwirtschaft“.

Die Schülerpressekonferenzen sind als außerschulische Bildungsveranstaltungen traditionelle Bestandteile der Grünen Woche, die der gemeinnützige Verein i.m.a – information.medien.agrar e.V. seit 2007 organisiert. Zielgruppe sind Schüler und Schülerinnen aus allgemeinbildenden Schulen in Berlin und Brandenburg. Deren Fragen stellen sich Praktiker aus der Landwirtschaft, Wissenschaftler und Politiker. Wegen des großen Interesses – im vergangenen Jahr hatten an der i.m.a-Schülerpressekonferenz mehr als 600 Kinder und Jugendliche teilgenommen – gibt es in diesem Jahr erstmals zwei Veranstaltungen. Die Schülerpressekonferenz am 24.01.2024 richtet sich an vierte bis siebente Klassen. Zum Schülerpressegespräch am 25.01.2024 haben sich Oberschüler der achten bis 13. Klassen angemeldet.


24.01.2024 – i.m.a-Schülerpressekonferenz, 10:30 bis 11:30 Uhr, Halle 3.2 (ErlebnisBauernhof):
„Wie beeinflusst das Klima die Landwirtschaft?“
mit   
David Haseloff,
Landwirt (Ackerbauer, Tierhalter, Pferdezüchter)
    Dr. Claudia Hunecke,
Referat Klimafolgen im Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
    Maria Lubkoll,
Projekt Klimabauern im Landesbauernverband Brandenburg e.V.
    Maria Mundry,
Landwirtin (Tierhalterin, Direktvermarktung)
Christine Reitelshöfer,
stv. Präsidentin Deutscher LandFrauenverband e.V.

25.01.2024 – i.m.a-Schülerpressegespräch, 10:00 bis 11:00 Uhr, Halle 21a (Brandenburghalle):
„Wasser – die neue Währung der Landwirtschaft“
mit    
Dr. Holger Hennies,
Präsident Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.
Claudia Müller,
parl. Staatssekretärin im Bundesmin. für Landwirtschaft und Ernährung
Heiko Terno,
Vizepräsident Landesbauernverband Brandenburg e.V.

Journalisten professioneller Medien sind zur Berichterstattung über die Veranstaltungen eingeladen, haben jedoch kein Fragerecht.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Die i.m.a-Schülerpressekonferenz: Experten beantworten die Fragen der Schüler.

  • Die i.m.a-Schülerpressekonferenz: Jungreporter berichten von der Grünen Woche (Foto Messe Berlin).

  • Die i.m.a-Schülerpressekonferenz: Viele Fragen finden Gehör und werden beantwortet.

Grüne Woche: Schüler fordern „konkrete Maßnahmen“

Wie das Klima und die Sorge um den Wasserhaushalt die Landwirtschaft belasten, sind Themen, die auch die junge Generation umtreiben. Das wurde während zweier Pressekonferenzen für Grund- und Oberschüler auf der Grünen Woche in Berlin deutlich.

Medien-Information

Grüne Woche: Schüler fordern „konkrete Maßnahmen“

Klimafragen im Fokus von zwei Schülerpressekonferenzen

Die Herausforderungen der Landwirtschaft aufgrund des Klimawandels standen auf der Grünen Woche im Fokus von Grund- und Oberschülern. Bei zwei vom i.m.a e.V. organisierten Pressekonferenzen wollten Schüler der vierten bis siebenten Klassen wissen, wie das Klima die Landwirtschaft beeinflusst, und Oberschüler gingen der Frage nach, ob Wasser die neue Währung des Landwirtschaft sei. Landwirte, Wissenschaftler und Politiker beantworteten die Fragen.

„Nennen Sie konkrete Maßnahmen“, forderte ein elfjähriger Grundschüler in Ergänzung zur Frage, was Landwirte tun können, um das Klima zu schützen. Maria Mundry und David Haseloff, Tierhalter und Ackerbauern aus Brandenburg, sowie Berufskollegin Christine Reitelshöfer vom Deutschen Landfrauenverband beschrieben, wie sie die Fruchtbarkeit ihrer Felder erhöhen und wie man mit moderner Landtechnik den Boden schonend bearbeitet. Maria Lubkoll, Managerin der Initiative „Klimabauern in Berlin-Brandenburg“, erläuterte, wie durch Humusaufbau im Boden Klimaschutz betrieben wird. Bei den Oberschülern ging es um die Frage, wie sich Wasser im Boden halten lässt und wie eine Wiedervernässung von Moorböden und der Anbau von Schilf und Röhricht zur Gewinnung von Dämmstoffen als Alternative zur Weidewirtschaft betrieben werden kann.

Auch wenn sich die Fragestellungen der Grund- und Oberschüler unterschieden, eines trieb alle um: Die Sorge um ihre Zukunft angesichts der Klimaveränderungen. Dass die Kinder und Jugendlichen auch Vorschläge zum Klimaschutz machten, verblüffte die Expertenrunden auf den beiden i.m.a-Schülerpressekonferenzen. Mal wurde vorgeschlagen, statt Kühen Ziegen zu halten, weil deren Emissionen das Klima weniger schädigen würden, dann wurde die Beregnung von Gärten und Tennisplätzen oder der Bau von Automobilfabriken in wasserarmen Regionen infrage gestellt.

Während die Grundschüler das Expertengremium aktiv und fordernd mit Fragen überhäuften, zeigten sich die Oberschüler überraschend zurückhaltend. Da waren es eher die beiden Landwirte, der Präsident vom Landvolk Niedersachsen, Dr. Holger Hennies, und dessen Kollege, Heiko Terno, Vizepräsident beim brandenburgischen Bauernverband, die verdeutlichen, wo sie mit Vorgaben der Politik nicht konform sind, die von Claudia Müller, der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, mit Hinweisen auf EU-Richtlinien vertreten wurden.

Am Ende der beiden Schülerpressekonferenzen gab es aber auch Hoffnungen für die Zukunft: So waren sich Landwirtschaft und Politik einig, dass es dringend einen Bürokratieabbau brauche, damit sich die Bauernfamilien mehr auf ihre Kernarbeit, Ackerbau und Tierhaltung konzentrieren könnten. Und Dr. Claudia Hunecke vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung versicherte, dass wir „noch einige Jahre, bis 2050, 2070“ Zeit hätten, um den Klimawandel abzuwehren.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • i.m.a-Schülerpressekonferenz auf der Grünen Woche 2024: Moderne Medien im Einsatz (Foto i.m.a/Volkmar Otto).

  • i.m.a-Schülerpressekonferenz auf der Grünen Woche 2024: Mitschreiben bleibt klassische Reporterarbeit (Foto i.m.a/Volkmar Otto).

  • i.m.a-Schülerpressegespräch auf der Grünen Woche 2024: Fragen in Teamarbeit stellen (Foto i.m.a/Volkmar Otto).

  • i.m.a-Schülerpressegespräch auf der Grünen Woche 2024: Expertenrunde auf der Bühne in der Brandenburghalle (Foto i.m.a/Volkmar Otto).

Grüne Woche: Schüler sorgen sich um Ernährungssicherheit

Sehr gut vorbereitet und mit einem vielfältigen Fragenkatalog haben in diesem Jahr mehr als 600 Schüler und Schülerinnen aus Berlin und Brandenburg die i.m.a-Schülerpressekonferenz besucht. Experten standen den Jungen und Mädchen Rede und Antwort.

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Grüne Woche: Schüler sorgen sich um Ernährungssicherheit

Wie produzieren die Bauern künftig Nahrungsmittel, wenn Dünger und Energie teurer werden, warum gibt es für das gleiche Geld wie früher heute weniger Ware und wie können wir auch arme Menschen satt machen? Nur drei Fragen von vielen, die mehr als 600 Jungen und Mädchen auf der i.m.a-Schülerpressekonferenz während der Internationalen Grünen Woche in Berlin gestellt haben. Experten aus Landwirtschaft und Ernährung haben darauf bei der größten Medienveranstaltung der Messe geantwortet.

„Wie sicher ist unsere Lebensmittelversorgung?“ lautete das Thema der Schülerpressekonferenz auf der Grünen Woche. Heiko Terno vom Landesbauernverband Brandenburg e.V., Ulrike Fechner vom Brandenburger Landfrauenverband e.V. und Oliver Numrich von der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungswirtschaft e.V. beantworteten als Experten die Fragen der jungen Gäste.

Im Mittelpunkt des Interesses standen die Auswirkungen der Energiekrise auf die Produktion von Nahrungs- und Lebensmitteln. Heiko Terno, der auch über Aspekte der Tierhaltung und Unterschiede von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft informierte, betonte, dass die Landwirtschaft ausreichend leistungsstark sei, um die Bevölkerung weiterhin zu ernähren. Auch Oliver Numrich verdeutlichte, dass die Ernährungswirtschaft der Energiekrise trotzen würde. Verhindern könne man jedoch nicht, dass Preise steigen, denn die Produzenten könnten z.B. die Energiekosten nicht kompensieren. Zum Teil habe das auch zur Folge, so Numrich, dass die Inhalte von Verpackungen geringer werden, um den gewohnten Verbraucherpreis nicht ändern zu müssen.

Ulrike Fechner gab Empfehlungen für die Bevorratung mit Nahrungs- und Lebensmitteln, betonte aber auch, dass sich niemand Sorgen machen müsse, dass die Ernährungssicherheit in Anbetracht der Krise nicht gewährleistet sei. Sie appellierte jedoch, weniger Lebensmittel wegzuwerfen: „Fast 78 Kilo Lebensmittel werden pro Kopf in Deutschland jährlich weggeworfen; das muss nicht sein.“

Als Schulkinder wissen wollten, warum das Verbot des sogenannten „containerns“ nicht aufgehoben werden könne, offenbarte sich eine Kontroverse zwischen den Repräsentanten von Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft. Während Terno und Fechner kein Problem darin sahen, die Suche nach Lebensmitteln in den Containern von Supermärkten zu erlauben, lehnte dies Numrich ab, „weil von den Geschäften ohnehin nur ungenießbare Produkte entsorgt werden“. Auch sei es eine unwürdige Situation, wenn Menschen in Abfallbehältern nach Lebensmitteln suchen würden.

Aufgrund der bislang größten Beteiligung an einer i.m.a-Schülerpressekonferenz konnten leider viele Fragen nicht live beantwortet werden. Doch Moderator Bernd Schwintowski versprach: „Keine Frage bleibt unbeantwortet“ und forderte die Gäste auf, ihre Fragen per E-Mail an den i.m.a e.V. nachzureichen.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • i.m.a-Schülerpressekonferenz: Mehr als 600 Schüler in der Brandenburghalle der Grünen Woche. (Foto: Otto/i.m.a e.V.)

  • Die Experten der i.m.a-Schülerpressekonferenz: Terno, Fechner, Numrich (von links; Foto: Otto/i.m.a e.V.).

  • Nah an der Zielgruppe: Moderator Schwintowski fing die Fragen der Schüler ein. (Foto: Otto/i.m.a e.V.)

  • Das Team der Schülerpressekonferenz: Terno, Fechner, Numrich, Schwintowski (von links; Foto: Otto/i.m.a e.V.)

Grüne Woche: Siegerehrung „Zukunft der Landwirtschaft“

Die Brandenburger Erntekönigin Theresia Ruffert und der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, ehren am Sonntag, 19. Januar 2020, die Sieger des Wettbewerbs zur "Zukunft der Landwirtschaft" - um 15.15 Uhr auf dem "ErlebnisBauernhof" der Grünen Woche in Halle 3.2 des Berliner Messegeländes.

Medien-Information

Grüne Woche: Siegerehrung „Zukunft der Landwirtschaft“

Einladung zum Wettbewerb-Finale am 19. Januar 2020, 15.15 Uhr, Halle 3.2

Nach dem Defilee der Produktköniginnen auf dem „ErlebnisBauernhof“ präsentieren sich die Sieger des Wettbewerbs zur „Zukunft der Landwirtschaft“. Begleitet von der Brandenburger Erntekönigin Theresia Ruffert wird der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, eine Schulklasse, eine Schülerarbeitsgruppe und einen Einzelsieger ehren. Alle eingereichten Arbeiten sind dann auch am Messestand vom i.m.a e.V. in Halle 3.2 zu besichtigen.

Am Wettbewerb des gemeinnützigen i.m.a e.V. haben sich sowohl komplette Schulklassen als auch Arbeitsgruppen und Einzelpersonen beteiligt. Anlass ist das sechzigjährige Bestehen des Vereins, der sich um die Wissensvermittlung zu Themen der Landwirtschaft, Ernährung und Naturbildung besonders bei Kindern und Jugendlichen kümmert. Mehr als 70.000 Lehrkräfte in Deutschland arbeiten mit den Lehr- und Lernmaterialien, die der i.m.a e.V. kostenlos zur Verfügung stellt.

Beim Jubiläum wollte man nicht auf sechzig Jahre zurückschauen, sondern in die Zukunft blicken. Bundesweit waren Schülerinnen und Schüler aufgerufen, ihre Vorstellungen von einer Landwirtschaft in sechzig Jahren zu illustrieren. Auf Bildern und Collagen sollten die Kinder und Jugendlichen ihre Visionen von einer „Zukunft der Landwirtschaft“ illustrieren.

Die Präsentation der von einer Jury ausgewählten drei interessantesten Arbeiten findet anlässlich der Internationalen Grünen Woche auf dem Berliner Messegelände statt; am

Sonntag, 19. Januar 2020, 15.15 Uhr
Messehalle 3.2, Bühne vom „ErlebnisBauernhof“

Sie sind herzlich eingeladen.

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Grüne Woche: So sieht die Zukunft der Landwirtschaft aus

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin kann besichtigt werden, wie sich Schulkinder die Zukunft der Landwirtschaft vorstellen. Bei einem Wettbewerbs haben sie Bilder eingereicht, auf denen dargestellt wird, wie die Agrar-Welt künftig aussieht.

Medien-Information

Grüne Woche: So sieht die Zukunft der Landwirtschaft aus

Die Perspektiven von Ackerbau und Tierhaltung aus Sicht von Schulkindern

Wie Bauern und Bäuerinnen künftig für unsere Ernährung sorgen, kann auf der Internationalen Grünen Woche besichtigt werden. Auf dem „ErlebnisBauernhof“ in Halle 3.2 des Berliner Messegeländes lässt der Verein i.m.a – information.medien.agrar in die „Zukunft der Landwirtschaft“ blicken. Anhand von Bildern und Collagen, die Schulkinder im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs eingesandt haben, wird deutlich, wie sich die jungen Konsumenten die Agrar-Welt von morgen vorstellen.

Am Sonntag, 19. Januar 2020, wird der i.m.a-Vorsitzende und Deutsche Bauernpräsident Joachim Rukwied die Arbeiten der Gewinner des Wettbewerbs „Zukunft der Landwirtschaft“ prämieren. Um 15.15 Uhr werden sie auf der Bühne vom „ErlebnisBauernhof“ in Halle 3.2 ihre Auszeichnungen und wertvollen Preise in Empfang nehmen. Dann werden nicht nur die Gewinnerbeiträge, sondern alle Schülerarbeiten am Messestand vom i.m.a e.V. zu besichtigen sein.

„Wir hatten im vergangenen Jahr bundesweit Kinder und Jugendliche der allgemeinbildenden Schulen gefragt, wie sie sich die Landwirtschaft in sechzig Jahren vorstellen“, erläutert Patrik Simon vom i.m.a e.V. Anlass ist das Jubiläumsjahr des gemeinnützigen Vereins, der sich seit sechzig Jahren um die Kommunikation landwirtschaftlicher Themen kümmert. „Unsere Aufgabe war und ist es, der Gesellschaft zu erläutern, wie Bauern und Bäuerinnen arbeiten, wie sie ihre Tiere halten und was sie leisten, damit wir hochwertige Lebensmittel genießen können und satt werden“, so Simon weiter. „Wir sind begeistert, wie gerne sich die Jugend mit dieser Thematik befasst und welche Ideen sie hat.“

Auf dem „ErlebnisBauernhof“ hat der Verein auch sogenannte „Wissensstationen“ aufgebaut, an denen die Besucher praktisch nachvollziehen können, wie aus Getreide Mehl entsteht und Brot gebacken wird. Dazu kooperiert der i.m.a e.V. mit dem deutschen Bäckerhandwerk, das einen großen Doppeldeckerbus auffahren lässt, in dem z.B. Kita-Gruppen und Schulklassen backen können.

Ein weiterer Höhepunkt der Grünen Woche ist zudem die vom i.m.a e.V. seit mehr als zwanzig Jahren organisierte Schülerpressekonferenz. „Mit fast 500 Jungen und Mädchen aus Redaktionen von Schülerzeitungen und Medien-Arbeitsgruppen organisieren wir am Mittwoch, 22. Januar 2020, um 11.00 Uhr die größte Pressekonferenz der gesamten Grünen Woche“, freut sich Pressesprecher Bernd Schwintowski. Das Thema ist auch dort die „Zukunft der Landwirtschaft“. Den Fragen der jungen Journalisten stellen sich Praktiker: Ein Bauernpräsident und Öko-Landwirt, eine Landwirtin, die auch einen Hofladen betreibt, eine Agrar-Journalistin und ein Repräsentant der Initiative „Fridays for Future“, der ebenfalls vom Bauernhof kommt.

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Grüne Woche: Vom Korn zum Brot des Jahres 2019

Im Mittelpunkt der Internationalen Grünen Woche steht auf dem i.m.a-Wissenshof das Brot. Gemeinsam mit den Bäckern wird vom 18. bis 27. Januar die Wertschöpfungskette vom Getreide bis zum Lebensmittel veranschaulicht.

Medien-Information

Grüne Woche: Vom Korn zum Brot des Jahres 2019

Der i.m.a-Wissenshof präsentiert die Getreide-Wertschöpfungskette

Das Brotgetreide steht im Mittelpunkt vom i.m.a Wissenshof auf der Internationalen Grünen Woche. Vom 18. bis 27. Januar dreht sich auf dem Messegelände in Berlin alles um Brot und Brötchen. Dazu zeigt der i.m.a e.V. auf seinem Wissenshof unter dem Berliner Funkturm welche Nährstoffe im Getreidekorn enthalten sind, wie aus Getreide Mehl entsteht und wie das Mehl zu Brot verarbeitet wird. Überall kann angepackt und mitgemacht, experimentiert und probiert werden.

Gemeinsam mit den Innungsbäckern vom deutschen Bäckerhandwerk und den Wissenschaftlern vom Grünen Labor Gatersleben wird der gemeinnützige Verein i.m.a – information.medien.agrar e.V. einen lehrreichen Wissenshof auf der Internationalen Grünen Woche gestalten. Dort, auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2, können große und kleine Besucher an verschiedenen Stationen nachvollziehen, welche Arbeitsschritte notwendig sind, bis unser wichtigstes Grundnahrungsmittel auf dem Teller liegt. An zwei Getreidetheken werden neben den bedeutendsten Brotgetreidearten Weizen und Roggen, Hafer und Dinkel auch die beiden Urgetreidearten Einkorn und Emmer gezeigt. Besucher können sich davon Proben mitnehmen.

Bei den Bäckern erklären Brotprüfer viele der Unterschiede der mehr als 3.000 Brotsorten, die es in Deutschland gibt. Und in einem Backbus können Schulkinder Brötchen und Brezeln selber backen. Auf dem i.m.a Wissenshof und in der benachbarten großen gläsernen Backstube werden die Bäcker auch das „Brot des Jahres 2019“ präsentieren. So viel darf schon jetzt verraten werden: Es steht in einem sehr engen Bezug zur bäuerlichen Landwirtschaft, die zum Verweilen am i.m.a Stand einlädt. Dort gibt es auch einen unterhaltsamen QS-Wissenstest zur Aufbewahrung von Lebensmitteln.

Wissen ist auch bei der Identifizierung einzelner Bestandteile eines Getreidekorns gefragt. Wer experimentieren möchte, kann versuchen, Inhaltsstoffe eines Getreidekorns wie z.B. Stärke nachzuweisen. Auch die „Verwandlung“ von Haferkörner in Haferflocken kann ausprobiert werden. Und natürlich lassen sich an der Mehlstation verschiedene Mehlsorten unterscheiden.

Auch bei der traditionellen i.m.a Schülerpressekonferenz am 23. Januar 2019 um 11.00 Uhr steht das Brot im Mittelpunkt. Zum Thema „Brot, Brötchen & Co.: Coole Körner und ihr Mehrwert beim Nährwert“ treffen sich mehr als 300 Schulkinder aus Berlin und Brandenburg, um mit Experten aus Land- und Ernährungswirtschaft sowie dem Bäckerhandwerk zu diskutieren.
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Die Partner vom i.m.a e.V. auf der Internationalen Grünen Woche 2017:
Aktion „Hafer die Alleskörner“,
Deutscher Imkerbund e.V.,
Hemme Milch GmbH & Co. Vertriebs KG,
Verband Deutscher Mühlen e.V.,
Verein zur Förderung des Schülerlabors „Grünes Labor Gatersleben“ e.V.,
Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

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Grüne Woche: Vom Korn zum Mehl zum Brot

Mehl ist nicht Mehl und Brot nicht Brot. Dass es ohne die Körner- und Mehlvielfalt nicht mehr als 3.000 verschiedene Brotsorten in Deutschland geben würde, wird auf dem i.m.a-Wissenshof auf der Grünen Woche vermittelt.

Medien-Information

Grüne Woche 2018: Vom Korn zum Mehl zum Brot

Der i.m.a-Wissenshof zeigt, wie unsere Nahrungsmittel entstehen

Jedes Getreide ist anders. Und Mehl ist nicht Mehl, wie auch Brot nicht Brot ist. Letzteres dürfte den meisten Menschen bekannt sein, auch wenn mehr als ein Drittel der Konsumenten vor allem Mischbrot kauft. Dass man aus Getreide viel mehr machen kann und dass es ohne die Körner- und Mehlvielfalt nicht mehr als 3.000 verschiedene Brotsorten in Deutschland geben würde, wissen jedoch nur wenige Verbraucher. Allein schon deshalb lohnt eine Erkundung des i.m.a-Wissenshofes auf dem „ErlebnisBauernhof“ der Internationalen Grünen Woche, die vom 19. bis 28. Januar 2018 in Berlin stattfindet. Doch der Besuch bietet noch mehr – vor allem Kindern.

Anfassen und mitmachen, um begreifen und verstehen zu können, sind wesentliche Aspekte des Erlebnisprogramms auf dem i.m.a-Wissenshof in der Messehalle 3.2 der Grünen Woche. Dort werden vom Urkorn, aus dem sich über Jahrhunderte der heute weit verbreitete Weizen entwickelt hat, über Roggen, Hafer und Dinkel die bedeutendsten Brotgetreidesorten gezeigt. An dieser Wissensstation wird deutlich, woran man die unterschiedlichen Ähren erkennen kann. Und die Unterschiede der Körner können an einer Getreidetheke auch buchstäblich erfasst werden. Wer möchte, darf sich sogar kleine Proben der Getreidekörner mitnehmen – zur „Erinnerung“ an einen lehrreichen Besuch der Grünen Woche oder als Anschauungsmaterial für den Schulunterricht.

Untersuchen und experimentieren
Eine Wissensstation weiter wartet das „Grüne Labor Gatersleben“ auf alle experimentierfreudigen Besucher. Dort können z.B. einzelne Getreidekörner unter einem Mikroskop untersucht werden. Auch dabei lassen sich Unterschiede erkennen und vor allem die Bestandteile eines Getreidekorns leicht identifizieren.

Mahlen und sieben
Wie hart einst die Arbeit der Müller war, kann an der Wissensstation zum Mehl nachvollzogen werden. Denn hier muss am Mühlrad gedreht werden, um aus den Getreidekörnern Mehl zu mahlen. An dieser Wissensstation wird auch deutlich, dass es eine sehr große Vielfalt an Mehlsorten gibt. Der Verband Deutscher Mühlen kennt alle, und hier können die Besucher beim Sieben erfahren, worin sich einzelne Mehltypen unterscheiden.

Quetschen und trennen
Nicht weniger mühsam als beim Mehl mahlen geht es beim Hafer quetschen zu. Denn wer für sein Müsli Haferflocken selber herstellen möchte, muss erst einmal die Spelzen vom Haferkorn trennen. Dazu werden die Körner durch eine Haferquetsche gedreht. Wie nahrhaft und gesund diese „Alleskörner“ sind, wird ebenfalls an dieser Wissensstation vermittelt.


Kneten und backen
Nicht zuletzt geht es ums Brot – das Endprodukt aus vielen Getreidesorten. Und da heißt es an einer weiteren Wissensstation einmal mehr zupacken: Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks lädt Kinder und insbesondere Schulklassen ein, eigene Brötchen zu backen. Im Backbus wird gezeigt, wie kindgerechte Backwaren geknetet und daraus z.B. Brezeln geformt werden. Während die so zubereiteten Teigwaren im Ofen gebacken werden, erzählt ein Brotprüfer alles über die vielen Besonderheiten der Brotsorten in Deutschland. Und wer möchte, kann sich für ein „Selfie“ mit dem „Bäckman“ fotografieren und das Bild gleich als Gruß vom i.m.a-Wissenshof in der weiten Webwelt verbreiten.

Genießen und entspannen
Am Ende vom i.m.a-Wissensparcours steht der Genuss: Schulklassen können ihr Hafer-Müsli mit deutschem Imker-Honig und Hemme-Bio-Milch von Uckermärker Kühen genießen oder ihr selbst gebackenes Brötchen mit Butter und Konfitüre aus Zuckerrüben bestreichen und verzehren – bevor es zu neuen Entdeckungen auf dem „ErlebnisBauernhof“ weiter geht.

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Die Partner vom i.m.a e.V. auf der Internationalen Grünen Woche 2018:

Aktion „Hafer die Alleskörner“,
Deutscher Imkerbund e.V.,
Hemme Milch GmbH & Co. Vertriebs KG,
Verband Deutscher Mühlen e.V.,
Verein zur Förderung des Schülerlabors „Grünes Labor Gatersleben“ e.V.,
Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V.,
Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

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Grüne Woche: Wie die Jugend die Landwirtschaft sieht

Im Spannungsfeld zwischen Kritik an der Landwirtschaft und der Wertschätzung der von den Bauern produzierten Nahrungsmittel beteiligt sich der i.m.a e.V. an der Internationalen Grünen Woche in Berlin, wo er insbesondere die Jugend im Fokus hat. ....................

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Grüne Woche: Wie die Jugend die Landwirtschaft sieht

Wertschätzung der Nahrungsmittel und Zukunftsfragen sind Kernthemen

Die Wertschätzung der Nahrungsmittel geht in Teilen unserer Gesellschaft immer weiter zurück. Häufig ist allein der Preis kaufentscheidend. Dieser Trend ist auch bei immer mehr Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen, während andere sich mit ökologischen Aspekten unserer Nahrungsmittelproduktion und den Einflüssen auf das Klima befassen. In diesem Spannungsfeld gestaltet der i.m.a e.V. seine Präsentation auf dem „ErlebnisBauernhof“ der Internationalen Grünen Woche in Berlin, mit der er sich insbesondere an die Jugend wendet.

Ernährung ist mehr als der Wunsch, satt zu sein. Die Produktion unserer Nahrungsmittel hat auch Einfluss auf unsere Umwelt, und andererseits beeinflusst deren Zustand auch die Qualität unserer Lebensmittel. „Über diese Zusammenhänge wollen wir mit Schulkindern ins Gespräch kommen“, sagt Patrik Simon. Der Geschäftsführer vom gemeinnützigen i.m.a e.V. ist der Auffassung, dass sich die Wertschätzung von Lebensmitteln verbessern lässt, wenn man weiß, wie viel Aufwand betrieben wird, um Nahrungsmittel zu erzeugen. „Wir wollen den Menschen vermitteln, was unsere Bauern und Bäuerinnen leisten, damit wir uns gesund und vielfältig ernähren können“, so Simon weiter.

Dafür installiert der i.m.a e.V. auf dem „ErlebnisBauernhof“ der Grünen Woche in Halle 3.2 mehrere „Wissensstationen“. An ihnen kann z.B. praktisch erprobt werden, wie aus einem Getreidekorn Mehl entsteht und wie dieses als Bestandteil weiterer Zutaten zu Brot verarbeitet wird. „Für die letzte Meile kooperieren wir wieder mit dem Deutschen Bäckerhandwerk, das sich mit seinem Backbus auf unserem Messestand präsentiert“, erläutert Patrik Simon. In dem Bus können angemeldete Schulklassen Brot backen. Auch dabei wird viel Wissenswertes zur Lebensmittelqualität vermittelt.

Diskutiert wird bei der traditionellen i.m.a-Schülerpressekonferenz am Mittwoch, 22. Januar 2020, um 11.00 Uhr auf dem „ErlebnisBauernhof“. Dort debattieren Jungen und Mädchen aus den Redaktionen von Schülerzeitungen mit Experten über die „Zukunft der Landwirtschaft“. Anlass für die Themenwahl ist der sechzigste Geburtstag des i.m.a e.V., der in diesem Jahr mit zahlreichen Aktionen, neuen Produkten und Veranstaltungen begangen wird.

Dazu gehört auch die Preisverleihung im Schülerwettbewerb „Zukunft der Landwirtschaft“, den der Verein ausgeschrieben hatte. Aus ganz Deutschland haben sich daran Schüler aller Alters- und Klassenstufen beteiligt und Bilder, Collagen sowie Konzepte eingeschickt. Am Sonntag, 19. Januar 2020, um 15.15 Uhr werden die Gewinner des Wettbewerbs durch den i.m.a-Vorsitzenden Joachim Rukwied gekürt und deren Arbeiten auf der Bühne vom „ErlebnisBauernhof“ in Halle 3.2 prämiert. Alle Einsendungen können zudem auf dem i.m.a-Messestand und auch online besichtigt werden.
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Grüne Woche: „Gibt es irgendwann keine Bauern mehr?“

Bei der traditionellen i.m.a-Schülerpressekonferenz auf der Grünen Woche in Berlin haben fast 500 Jungen und Mädchen aus den Redaktionen von Schülerzeitungen von Schulen in Berlin und Brandenburg Experten zur „Zukunft der Landwirtschaft“ befragt....

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Grüne Woche: „Gibt es irgendwann keine Bauern mehr?“

Zukunftsfragen der Jugend auf der i.m.a-Schülerpressekonferenz

Fast 500 Jungen und Mädchen haben bei der traditionellen i.m.a-Schülerpressekonferenz auf der Grünen Woche in Berlin Experten über die „Zukunft der Landwirtschaft“ befragt. Es ging um die Entwicklungen in der Landtechnik, die Tierhaltung und Ernährung. Nachdem auch Fragen zu den Herausforderungen beim Klima- und Ressourcenschutz, den Anforderungen der Politik und Wünschen der Verbraucher beantwortet waren, stand am Ende nur noch eine Frage im Raum: „Gibt es irgendwann keine Bauern mehr?“

Henrik Wendorff, Bio-Landwirt und Präsident vom Landesbauernverband Brandenburg e.V., konnte die Jungen und Mädchen von Schülerzeitungen und aus Medienarbeitsgruppen der Schulen in Berlin und Brandenburg beruhigen: „Wenn es keine Bauern mehr gibt, haben wir Menschen auch nichts mehr zu essen.“ Wendorff beantwortete viele der Fragen der Jungredakteure mit fachlichen Details; etwa zum Pflanzenschutz oder der Tierhaltung.

Mit seiner Berufskollegin Hedda Korte war er einer Meinung, als es um die Tierhaltung und das Tierwohl ging: „Kein Landwirt geht morgens in den Stall, um seine Tiere zu quälen.“ Korte, deren Hof seit dem 17. Jahrhundert im Familienbesitz ist und die in ihrem Hofladen Putenfleisch verkauft, motivierte die Schülerinnen und Schüler, ihre Ernährung zu überdenken: „Wir sollten unsere Lebensmittel mehr wertschätzen; man muss nicht jeden Tag Fleisch essen.“

Immanuel Nikelski von der Initiative „Fridays for Future“ stimmte der Landwirtin zu und berichtete, wie er zum Vegetarier wurde. Bei seinen Eltern, die als Nebenerwerbslandwirte Obstbau und eine Schafzucht betreiben, achtet er darauf, dass sie nachhaltig wirtschaften und bei der Produktion von Nahrungsmitteln auch die Anforderungen an den Klima- und Ressourcenschutz beachten.

Wie sehr die moderne Landwirtschaft diese Anforderungen schon heute erfüllt, machte Wiebke Herrmann deutlich. Die Journalistin der Fachzeitschrift „agrar heute“ berichtete über Melkroboter in der Milchwirtschaft, Drohnen beim Pflanzenschutz und viele weitere Bereiche, in denen bereits zu erleben ist, wie sich die Landwirtschaft für die Zukunft fit macht.

Bernd Schwintowski, der die i.m.a-Schülerpressekonferenz organisiert hatte, freute sich über das große Interesse der Schülerreporter: „Die Fragen haben gezeigt, wie gut vorbereitet die Jungen und Mädchen waren. Das ist sicher auch ein Verdienst engagierter Lehrkräfte, denen wir nur danken können.“ Themen der Landwirtschaft und Ernährung würden im Unterricht noch zu selten behandelt, da sie viele Lehrpläne zu wenig berücksichtigen. „Deshalb freuen wir uns über jeden Pädagogen, der sich dieser für die Bildung unserer Kinder so wichtigen Themen annimmt.“

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Grüne-Woche-„Jubelläum“: 25 Jahre „ErlebnisBauernhof“

Aus der Skizze auf einer Serviette wurde ein Erfolgsmodell der weltweit bedeutendsten Agrarmesse: Vor 25 Jahren gab es erstmals einen „ErlebnisBauernhof“ auf der Grünen Woche in Berlin. Seitdem hat sich vieles verändert, aber die Idee bleibt aktuell.

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Grüne-Woche-„Jubelläum“: 25 Jahre „ErlebnisBauernhof“

Aus der Skizze auf einer Serviette wurde ein Erfolgsmodell der Landwirtschaft

Seit 25 Jahren versammeln sich die Akteure der Agrar-Branche auf dem „ErlebnisBauernhof“ der Grünen Woche in Berlin. Sie ist vom 17. bis 26. Januar wieder Auftakt des landwirtschaftlichen Jahres und Treffpunkt von Landwirten und Verbrauchern. Das Konzept vom „ErlebnisBauernhof“ basiert auf einer Idee des i.m.a e.V. Sie wurde zur Jahrtausendwende erstmals realisiert und hat sich seitdem als ein Schaufenster der Landwirtschaft bewährt.

Der bäuerliche Berufsstand hat die Grüne Woche einst begründet. Anlässlich einer Wintertagung der Landwirte gab es im Januar 1926 erstmals eine begleitende Warenmesse. In Anlehnung an die grünen Mäntel der Bauern und Bäuerinnen erhielt die Messe ihren Namen. Seitdem hat sich die Grüne Woche zu der weltweit bedeutendsten landwirtschaftlichen Verbrauchermesse entwickelt; auch wenn die Messe Berlin inzwischen auf das Attribut „international“ für die Grüne Woche verzichtet. Zuletzt wurden 1400 Aussteller aus sechzig Ländern und 275.000 Besucher gezählt.

Anziehungspunkt ist immer wieder die Messehalle 3.2 unter dem Berliner Funkturm, in der sich die deutsche Landwirtschaft präsentiert. Nach der Grünen Woche 1999 reifte die Idee, den überwiegend großstädtischen Besuchern die Arbeit der Bauernfamilien realitätsgetreuer näherzubringen. Wie dies aussehen könnte, skizzierte der damalige i.m.a-Geschäftsführer Hermann Bimberg auf einer Serviette: Kern der 6.000 m2 großen Halle war ein Dreiseithof aus stilisierten Bauernhäusern, in denen Rinder- und Schweine sowie Landtechnik gezeigt werden sollten. Zudem sollten Ackerbau und Grünlandbewirtschaftung dargestellt sowie nachwachsende Rohstoffe thematisiert werden.

Spektakulärste Präsentationsform

Dieses Konzept wurde erstmals auf der Grünen Woche 2000 realisiert; von der Messe Berlin als „bisher spektakulärste Präsentationsform“ gelobt. Insbesondere wie die „moderne Landwirtschaft auf einer nachhaltigen Nutzung des Bodens und einer artgerechten Viehhaltung beruht“, und wie „mit Satellitenunterstützung Pflanzenbestände auf den Feldern exakt nach Bedarf mit Nährstoffen versorgt werden“, beeindruckte die Messegesellschaft und mehr als 480.000 Besucher.

Auch wenn heute, 25 Jahre später, mit dem Dreiseithof der Rinder- und Schweinestall verloren gegangen sind, wenn sich die Logos von Grüner Woche und „ErlebnisBauernhof“ nun nüchtern und sachlich präsentieren – die einst gelobten „Experten, die Besuchern Rede und Antwort stehen“, gibt es noch immer. Sie heißen jetzt „Agrar-Scouts“, und so wie einst werden sie vom 17. bis 26. Januar den Dialog mit den Verbrauchern suchen. Auch die einst skizzierten nachwachsenden Rohstoffe sind weiterhin ein Thema; ebenso wie die Wertschöpfungskette beim Getreide. Der i.m.a e.V. fokussiert darauf in (s)einer „Scheune“ voll landwirtschaftlichen Wissens auf einem neuen „ErlebnisBauernhof“.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Skizziert auf einer Serviette: Die Grundidee des Erfolgsmodells vom „ErlebnisBauernhof“.

  • Jahrelang erfolgreich: Das Logo vom „ErlebnisBauernhof“.

  • Neue Sachlichkeit: Das aktuelle Logo vom „ErlebnisBauernhof“.

Hackfrüchte – die Poster-Stars im Schulunterricht

Mit zwei neuen Themen bereichert der i.m.a e.V. das Angebot an Lehr- und Lernmaterialien für den Schulunterricht und die Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft. Über die Hackfrüchte Kartoffeln und Zuckerrüben informieren jetzt Unterrichtsposter.

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Hackfrüchte – die Poster-Stars im Schulunterricht

Mit neuen Bildungsmaterialien startet der i.m.a e.V. ins Schuljahr 2024

Sie sind die bedeutendsten Hackfrüchte auf deutschen Äckern: Kartoffeln und Zuckerrüben. Fast elf Millionen Tonnen Kartoffeln wurden im vergangenen Jahr geerntet; bei den Zuckerrüben waren es mehr als 28 Millionen Tonnen. Damit liegen die Feldfrüchte ganz weit vorn in der Beliebtheit bei den Landwirten, die sie auf 655.000 Hektar anbauen – auf einer Fläche, die fast zweieinhalb mal so groß ist wie das Saarland. Diese Hackfrüchte macht der i.m.a e.V. jetzt zu Stars auf zwei neuen Unterrichtspostern, die mit zwölf weiteren Themen die Bildungsarbeit der Lehrkräfte im Schuljahr 2024 bereichern.

Was Kartoffeln und Zuckerrüben verbindet, ist die Feldarbeit. Die Pflanzen brauchen einen gut durchlüfteten Boden. Zudem müssen sogenannte Beikräuter entfernt werden, damit diese nicht die Pflanzen überwuchern. Einst wurde diese Arbeit per Hand mit der Hacke erledigt. Heute gibt es dafür und auch für die Ernte Maschinen. Die i.m.a-Unterrichtsposter veranschaulichen das.

Mit einem Selbstversorgungsgrad von 147 Prozent bei Kartoffeln können die Verbraucher sicher sein, dass die Bauernfamilien auf den 27.800 Betrieben, die Kartoffeln anbauen, die Versorgungssicherheit gewährleisten. Mit einer Anbaufläche von 119.000 Hektar ist Niedersachsen führend in Deutschland. Wie dort und andernorts Kartoffeln angebaut, die Felder bewirtschaftet werden und geerntet wird, veranschaulicht das Unterrichtsposter ebenso, wie weitere Nutzungsaspekte von Kartoffeln. Auf der Rückseite des Posters gibt es weiterführende Informationen und Arbeitsvorlagen für den Unterricht.

Dem gleichen Prinzip der Wissensvermittlung folgt das Zuckerrüben-Poster. Bei diesen Hackfrüchten ist jedoch der Zuckergehalt der Früchte entscheidend für den Ernteertrag. Zuletzt waren dies 4,4 Millionen Tonnen Zucker. Damit wurde ein Selbstversorgungsgrad von 149 Prozent erreicht.

Mehr als ein Dutzend Themen für den Unterricht

Neben den beiden neuen Unterrichtspostern zur Kartoffelund Zuckerrübe bietet der i.m.a e.V. zwölf weitere Themen für die Wissensvermittlung zur Landwirtschaft und Landtechnik, zu Nahrungsmitteln und Naturbildung an: Artenvielfalt, Boden, Gemüse, Getreide, Honigbiene, Kuh, Obst, Raps, Schwein, Smart Farming, Traktor, Wildbienen. Alle i.m.a-Unterrichtsposter können im Webshop (www.ima-shop.de) online gelesen und heruntergeladen oder bestellt werden.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Neues Lehr- und Lernmaterial: Unterrichtsposter zur Kartoffel.

  • Neues Lehr- und Lernmaterial: Unterrichtsposter zur Zuckerrübe.

Hautnah dabei: "Grüne Berufe für einen Tag"

Was es bedeutet, seinen Lebensunterhalt in der Landwirtschaft zu verdienen, kann jetzt erlebt werden. Am 22. September 2023 können hundert Verbraucher einen Tag lang auf einem Betrieb der grünen Branche zu- und anpacken - sozusagen "backstage" gehen.

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Hautnah dabei: "Grüne Berufe für einen Tag"

Landwirtschaft ist mehr als Treckerfahren, Tiere versorgen oder Tomaten ernten, wie sie in Klischees immer wieder beschrieben wird. Landwirtschaft umfasst auch viele andere Bereiche, die weitaus seltener im Fokus stehen; z.B. die Pflanzenzucht, die Produktion von Tiernahrung, den Agrarhandel, die Lebensmittelproduktion oder Dienstleistungen in der Landtechnik.

Beim ersten bundesweiten Aktionstag "Grüne Berufe für einen Tag" können am 22. September hundert Verbraucher diese weniger bekannten Zweige der Landwirtschaft kennenlernen. Abseits von Weidezaun und Hoftor stehen Begegnungen mit den sogenannten "nachgeordneten Bereichen" der Landwirtschaft auf dem Programm.

Der Aktionstag "Grüne Berufe für einen Tag" bietet interessierten Laien Einblicke in Unternehmen aus der Agrarbranche, die für Landwirte wichtige Dienstleistungen erbringen; etwa die Produktion von Tiernahrung oder die Züchtung von Pflanzen. Auf der Internetseite vom Forum Moderne Landwirtschaft, das den Aktionstag organisiert, kann man sich einen Überblick zu den Unternehmen verschaffen, die Verbraucher eingeladen haben, einen Tag lang hautnah dabei zu sein, Betriebsabläufe kennenzulernen und dabei zu erfahren, was die grüne Branche außerhalb der Bauernhöfe noch alles leistet. Dabei müssen sich die "Mitmacher" darauf einstellen, dass sie nicht nur hinter die Kulissen blicken oder sich zeigen und erklären lassen, wie Futtermittel gemischt oder Pflanzen kultiviert werden. Beim Aktionstag ist "action" angesagt: zu- und anpacken.

Aber auch, wer keine Gelegenheit hatte, einen der begehrten Mitmachplätze für den Aktionstag zu ergattern, kann sich eigene Eindrücke verschaffen. So bieten sich z.B. Besuche auf Bauernhöfen an, die "EinSichten in die Tierhaltung" bieten. Betriebe, die sich dieser i.m.a-Transparenz-Initiative angeschlossen haben, lassen Hofbesucher durch Fenster in Schweine- oder Geflügelställe schauen, bieten Einblicke in sogenannte Offenställe der Rinderhaltung oder nehmen Besucher auch schon mal mit in den Melkstand. Auch dort lassen die Tierhalten Besucher gerne mit anpacken. Dabei freuen sich die Landwirte und Landwirtinnen immer wieder über interessierte Verbraucher, die den Dialog mit ihnen suchen. Selbst wenn es nur darum gehen sollte, Klischees zu überprüfen.

 

 

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  • Grüne Berufe für einen Tag: Auch Pflanzenzüchter beteiligen sich am Aktionstag (Symbolbild, Forum Moderne Landwirtschaft).

  • Anpacken beim Einpacken: In der Lebensmittelproduktion ist Hygiene ein Dogma (Symbolbild, i.m.a e.V.).

  • EinSichten in die Tierhaltung: Auch außerhalb von Aktionstagen bieten Landwirte Einblicke in ihre Arbeit (Symbolbild; i.m.a e.V.).

Heißer Trend für kühle Köpfe: Speiseeis vom Bauernhof

Nicht nur im Sommer, dann aber besonders, ist Speiseeis in vielerlei Munde. Diese Erkenntnis beflügelt immer mehr Landwirte, aus der Milch ihrer Nutztiere mehr zu machen. So wird nun auch Speiseeis zu einem geschätzten regionalen Lebensmittel vom Hof.

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Heißer Trend für kühle Köpfe: Speiseeis vom Bauernhof

Wer glaubt, Speiseeis sei eine italienische Erfindung, der irrt. Bereits im dritten Jahrtausend vor Christus haben die Chinesen bereits Speiseeis aus Schnee, Honig und Zimt hergestellt. Heute ist es vor allem Milch bzw. die daraus erzeugte Sahne, die zur Eisherstellung verwendet wird. Was liegt da näher, als dass Milchproduzenten an der Wertschöpfungskette partizipieren und auch in die Speiseeisproduktion einsteigen?

Tatsächlich versuchen sich immer häufiger Milchviehhalter auch in dieser Marktnische. Der Rohstoff ist ohnehin vorhanden, ein Milchraum existiert auch, die hygienischen Verhältnisse müssen ohnehin stimmen, wenn man Milch verkauft – bleibt also nur die Anschaffung einer Eismaschine, der Einkauf weiterer Zutaten und das Wissen, wie Speiseeis hergestellt wird.

Letzteres lässt sich in Zeiten des Internets in Video-Anleitungen nachvollziehen, oder man bucht einen Kurs bei einem Konditormeister oder Gelatiere (Speiseeishersteller). Dann muss man nur noch bereit sein, etwa zehn- bis zwanzigtausend Euro in die Anschaffung einer professionellen Eismaschine zu investieren – und schon kann die Speiseeisproduktion auf dem Bauernhof beginnen.

Es sind nicht immer die großen Betriebe, die neben ihrem Kerngeschäft auch noch Speiseeis produzieren. In Niedersachsen gibt es z.B. Familienbetriebe mit 60, 110 oder 130 Kühen, die durchschnittlich 30.000 kleine Eisbecher pro Jahr verkaufen. Eine Konkurrenz für die großen Speiseeishersteller, die mit 84 Prozent den Markt beherrschen, ist das ebenso wenig wie für die Eisdielen, die mit 13,5 Prozent am Konsumentenmarkt partizipieren.

Gleichwohl ist die Speiseeisproduktion auf dem Bauernhof ein weiterer Versuch, die Palette der direkt vermarkteten Produkte zu erweitern. Und regionaler geht’s wirklich nicht. Wenn denn dann neben den klassischen Speiseeissorten auch noch regionale Geschmacksrichtungen angeboten werden – etwa Sanddorn im Küsteneis oder Kleeeis von der Alm –, dann können diese Nischenprodukte in Zeiten, in denen z.B. Milchpreise sinken, für einen kleinen Ausgleich sorgen. Eine Alternative zum Milchverkauf ist es freilich nicht. Deutschlandweit werden pro Jahr 100.000 Tonnen Milch zu Speiseeis verarbeitet. Das sind gerade mal 0,003 Prozent der gesamten Milchmenge, die erzeugt wird.

Dennoch gibt es immer wieder experimentierfreudige Landwirte, die sich ihre Marktnischen suchen; z.B. mit Speiseeis aus Ziegenmilch. Das Eis von der Geiß wird ebenso wie das Eis aus Kuhmilch mit frischer Sahne und frischen Eiern hergestellt, während für Industrieeis meist Milchpulver, Pflanzenfett, pasteurisiertes Ei und Aromastoffe verarbeitet werden. Um das Eis cremig zu halten, wird Luft hinzugefügt, mitunter bis zu fünfzig Prozent des Gesamtgewichts, auch um es besser portionieren zu können.

Egal ob man sein Eis im Supermarkt oder dem Hofladen kauft: Wichtig ist immer die Lagerung. In Tiefkühltruhen sollten die Eispackungen unterhalb der Stapelmarkierungen liegen. Und besser ist es, man greift erst am Ende des Einkaufs zum Eis, damit die Kühlkette bis zur Wohnung kurzgehalten wird. Geruchsintensive Lebensmittel gehören nicht neben die Eispackung. Schließlich: Der volle Speiseeisgeschmack entwickelt sich etwa fünf bis zehn Minuten, nachdem es aus dem Gefrierfach genommen wurde.

 

 

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  • Lecker lecken: Ein Sommer ohne Speiseeis ist ein verlorener Somer (Foto: pixabay.com_stocksnap).

  • Für jeden Geschmack etwas dabei: Das sind die beliebtesten Eissorten der Haushalte in Deutschland (Quelle: BDSI).

  • Auf den Geschmack gekommen: Eis-Connaisseure haben Ziegeneis endeckt.

Hermann Bimberg gibt i.m.a-Geschäftsführung ab

Patrik Simon führt die Geschäfte des Vereins weiter. Nach 18 Jahren Einsatz für die Öffentlichkeitsarbeit des Berufsstandes legt Hermann Bimberg sein Amt als Geschäftsführer des i.m.a e.V. endgültig nieder. Diese Aufgabe übernimmt in Zukunft Patrik Simon, der bereits seit 2013 als Geschäftsstellenleiter für den i.m.a e.V. tätig ist.

Hier lernen Landwirte, wie sie ihre Zielgruppen erreichen

Schon lange funktioniert die Landwirtschaft nicht mehr ohne Öffentlichkeitsarbeit. Kaum ein Betrieb, der ohne Internetpräsenz auskommt. In einem Seminar können Landwirte nun lernen, wie sie ihre Zielgruppen durch Social-Media-Arbeit besser erreichen.

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Hier lernen Landwirte, wie sie ihre Zielgruppen erreichen

Die Zeiten, in denen Landwirte auf Feld und Flur, auf Bauernhöfen und in Ställen von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen gearbeitet haben, sind schon lange vorbei. Kaum ein Betrieb kann es sich heute noch leisten, ohne eigene Visitenkarte auch im Internet präsent zu sein. Denn die Landwirtschaft steht im Fokus der Öffentlichkeit und Image-Bildung ist längst zum Bestandteil der Arbeit auf den Betrieben geworden.

Doch eine Homepage im Internet allein reicht nicht aus, um sich zu positionieren. Sowohl Verbraucher als auch Branchenkollegen verlangen nach Interaktion. Die Teilhabe am Geschehen auf dem Hof zahlt in die Reputation des Betriebs ein, sorgt für Glaubwürdigkeit und Vertrauen in der Arbeit der Landwirte.

Gleichwohl erscheint es vielen Landwirten und Landwirtinnen nicht immer leicht, Themen zu finden, mit denen sie über ihren Betrieb und ihre Arbeit informieren. Ihnen dabei Hilfestellung zu geben, ist Ziel eines Seminars, das vom Netzwerk Lernort Bauernhof des i.m.a e.V. organisiert wird, und das auch offen ist für die Landwirte, die sich an den i.m.a-Initiativen „EinSichten in die Tierhaltung“ und „Landwirtschaft macht Schule“ beteiligen.

Am 27. August 2024 wird Friederike Greilich, Expertin für Bauernhof-Marketing, in einem Online-Seminar drei Kernfragen der Kommunikationsarbeit für landwirtschaftliche Betriebe beantworten:

▪ Was ist meine Zielgruppe und wie erreiche ich diese?

▪ Wie binde ich die Social-Media-Arbeit in meinen Alltag ein?

▪ Wie gestalte ich spannende Beiträge?

Das Online-Seminar beginnt um 19.00 Uhr und dauert zwei Stunden, lässt sich also gut in den Tagesablauf integrieren. 

Für Teilnehmer vom Netzwerk Lernort Bauernhof, von „Landwirtschaft macht Schule“ und „EinSichten in die Tierhaltung“ ist die Teilnahme kostenlos. Interessierte melden sich an bei der i.m.a-Projektkoordinatorin thale.meyer(at)ima-agrar.de; Tel. 0160 8357932.

 

 

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  • Friederike Greilich: Seminar-Expertin für Bauernhof-Marketing.

  • Vormerken und anmelden: Online-Seminar für Landwirte und Landwirtinnen.

Hoch die Beete! Das eigene Hochbeet planen

Wer sich beim Anbau von Kräutern und Gemüse im Garten nicht bücken möchte, pflanzt und erntet in einem Hochbeet. Beim Bau dieser praktischen Konstruktion lernt man - hier theoretisch und im Garten praktisch - viel über die Funktion des Bodens.

Schülerprogramm Übungen

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Hof Albersmeier - mit innovativen Ideen und Teamarbeit zum Erfolg

In der Soester Börde liegt bei Lippetal das 1839 erbaute Wochenendhaus eines Apothekers. Seit mehr als 100 Jahren wird es jedoch als Bauernhaus genutzt und auf der dazugehörigen Fläche wird Landwirtschaft betrieben. Heute leben auf dem Hof 3.500 Mastschweine, 50 Iberico-Schweine, Schafe, Alpakas, Esel und verschiedenstes Geflügel.

EinSichten in die Tierhaltung

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Hof am Teich: Tierhaltung mit viel Liebe zum Detail

Im Holsteiner Auenland liegt der Milchviehbetrieb von Familie Timmermann. Der Hof wird bereits in vierter Generation bewirtschaftet. Der Stall wurde umgebaut und modernisiert, es gibt ein vollautomatisches Melksystem und viel Kuh-Komfort.

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Hof Tenkmann - Selbstbewusst und engagiert

Im schönen Münsterland, nah zu den Niederlanden, existiert der Betrieb Tenkmann schon seit über 700 Jahren. Auf seinen Feldern wachsen Gerste, Triticale, Roggen und Mais für die Futter- und Energiegewinnung. Bewirtschaftet werden auch 5 ha Forst.

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Hülsenfrüchte - Energiequelle für Mensch und Tier

Linsen und Bohnen erleben eine Renaissance auf unseren Speisenplänen. Die Hülsenfrüchte sind reich an Eiweiß und bieten auch im Ackerbau Vorteile, an die nicht nur anlässlich vom weltweiten Tag der Hülsenfrüchte (Leguminosen) erinnert werden sollte.

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Hülsenfrüchte - Energiequelle für Mensch und Tier

Als die Menschheit noch weniger Fleisch als heute verzehrt hat, waren Hülsenfrüchte wichtige Eiweiß-Lieferanten in der Ernährung. Da sie auch Eisen und Kalium sowie die Vitamine B1 und B6 enthalten, beeinflussen Hülsenfrüchte sowohl den Cholesterinspiegel als auch die Darmgesundheit positiv.

Seit diese Erkenntnisse wieder deutlicher in das Bewusstsein der Verbraucher geraten, konsumieren diese mehr Bohnen, Erbsen und Linsen - pro Kopf der Bevölkerung lag der Zuwachs zuletzt zwischen 40 und 50 Gramm bei frischen bzw. getrockneten Hülsenfrüchten. Etwas mehr als 33 Prozent der Gesamtmenge der hierzulande verwendeten Hülsenfrüchte dienen der menschlichen Ernährung.

Mit knapp 67 Prozent sind Leguminosen auch für die Tierhaltung ein wertvoller Rohstoff. So werden z.B. Erbsen, Lupinen und Raps an Geflügel und Schweine verfüttert. Gleichwohl steht der Anbau von Eiweißpflanzen im Wettbewerb mit dem energielieferndem Getreideanbau. Andererseits werden aber nur auf zwei bis drei Prozent der gesamten europäischen Anbaufläche Hülsenfrüchte erzeugt.

Von der gesamten Ackerfläche Deutschlands werden für den Anbau von Hülsenfrüchten 2,5 Prozent genutzt. Das sind ca. 288.300 Hektar, was etwas mehr als der Fläche des Saarlandes entspricht. Bei Erbsen konnte die Anbaufläche in den vergangenen zehn Jahren auf mehr als 100.000 Hektar verdreifacht, die Erntemenge seit 2013 auf rund 322.000 Tonnen mehr als verdoppelt werden.

Für den Anbau von Hülsenfrüchten gibt es unterschiedliche Gunststandorte. So wachsen z.B. Erbsen besser auf leichten, trockenen Böden, Ackerbohnen hingegen auf schweren Böden, die viel Feuchtigkeit vertragen.

Dagegen nimmt sich der Anbau von Sojabohnen vergleichsweise bescheiden aus. Auf 51.000 Hektar Anbaufläche wurden 128.000 Tonnen erzeugt. Das ist zwar dreimal so viel wie 2016, deckt aber offenbar den Bedarf nicht. Denn für 2023 wird der Import von 34 Millionen Tonnen aus Übersee erwartet, wo für den Anbau wertvolle Waldflächen zerstört werden.

Experten setzen sich daher für einen nachhaltigen einheimischen Anbau von Hülsenfrüchten ein. Denn sie dienen nicht nur der Ernährung von Mensch und Tier. Leguminosen reduzieren auch durch ihre Resistenz gegenüber Unkräutern den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Und indem die Pflanzen in ihren Wurzelknöllchen den eigenen Stickstoffbedarf einlagern, reduziert sich auch der Düngerbedarf.

Die Bedeutung der Hülsenfrüchte bzw. Leguminosen wird immer am 10. Februar beim "Internationalen Tag der Hülsenfrüchte" herausgestellt. Er wurde 2019 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen initiiert. Bereits drei Jahre zuvor hatte es ein "Internationales Jahr der Hülsenfrüchte" gegeben. Für den i.m.a e.V. war es seinerzeit Anlass, in seinem Magazin "lebens.mittel.punkt" mit einem Beitrag und mit Unterrichtsmaterial auf die Bedeutung der Hülsenfrüchte aufmerksam zu machen. An der Bedeutung des Themas hat sich bis heute nichts geändert.

 

 

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Erbsen sind der "Hit" unter den Hülsenfrüchten (Schaubild BLE).

  • Gunststandorte für die Kultivierung von Hülsenfrüchten (Schaubild: BLE).

  • Jahresthema Hülsenfrüchte: Auftaktseite aus dem "lebens.mittel.punkt".

i.m.a begleitet Dialog zwischen Landwirtschaft und Handel

In einer neuen Institution wollen sich Landwirtschaft und Handel künftig konstruktiv austauschen und so zur Lösung von Konfliktthemen wie etwa den Erzeugerpreisen beitragen. Als Gründungsmitglied will der i.m.a e.V. über den Dialog informieren.

Medien-Information

i.m.a begleitet Dialog zwischen Landwirtschaft und Handel

An der heute gegründeten neuen Institution, der „Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft“ (ZKHL), beteiligt sich auch der i.m.a e.V. Als unabhängiger Kommunikator landwirtschaftlicher Themen, insbesondere gegenüber Lehrkräften und Schülern sowie interessierten Verbrauchern, will der gemeinnützige Verein künftig auch den Dialog zwischen Landwirtschaft und Handel begleiten und erläutern.

Patrik Simon, Geschäftsführer vom i.m.a e.V., begrüßt den Start der neuen Koordinierungszentrale: „Wir haben uns schon immer für eine faire Vergütung der in der Landwirtschaft produzierten Nahrungs- und Lebensmittel eingesetzt. Da war es eine logische Konsequenz, dass wir uns nun auch als Dialog-Partner an der ZKHL beteiligen, um für unsere Bildungsarbeit auch in diesem Sektor Informationen aus erster Hand generieren zu können.“

Mit Bildungsmaterialien wie der Broschüre „Vom Bauernhof zum Supermarkt“ kommuniziere der Verein schon immer über die Wertschöpfungsketten in der Land- und Ernährungswirtschaft. Dabei positioniere sich der satzungsgemäß zur Neutralität verpflichtete gemeinnützige Verein stets als sachlich-seriöser Beobachter ohne einseitige Positionen zu beziehen. „Gleichwohl sehen wir es als unsere Aufgabe, bei aller Neutralität auch darauf hinzuweisen, wenn es z.B. Schieflagen zwischen den Erzeugerkosten und Handelspreisen gibt“, so Simon weiter. Denn am Ende wolle der Verbraucher wissen, wie Preise zustande kommen.

„Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Forderungen nach mehr Regionalität, nach noch mehr Tierwohl und verbessertem Klimaschutz in der Landwirtschaft, muss man auch über die Zusammenhänge zwischen Kosten in der Erzeugung, bei den Lieferketten und der Preisgestaltung informieren“, so der i.m.a-Geschäftsführer. „Dass die ZKHL dabei als Dialogplattform dient und wir diesen Dialog begleiten können, wird uns wertvolle Erkenntnisse für unsere Arbeit bieten.“

Die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft (ZKHL) wurde am 1. März 2021 vom Deutschen Bauernverband e.V., dem Deutschen Raiffeisenverband e.V. und dem Handelsverband Deutschland e.V. initiiert. Unter Einbeziehung vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V., der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V., der Handelsvereinigung für Marktwirtschaft e.V, dem Wirtschaftswissenschaftlichen Institut der Agrarwirtschaft sowie dem i.m.a – information.medien.agar e.V. wurde die ZKHL am 8. September 2021 in Berlin gegründet. Sie ist „offen für die Mitgliedschaft weiterer Organisationen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft“, erklärte Dr. Hermann-Josef Nienhoff, der Geschäftsführer der Koordinationszentrale mit Sitz in Bonn.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

Wertschöpfungsketten einfach erläutert: Titelseite der Broschüre "Vom Bauernhof zum Supermarkt"

i.m.a e.V. zeigt die Vielfalt der deutschen Landwirtschaft

Mit mehr als 4000 Bildern hat der i.m.a e.V. sein Bildarchiv für interessierte Besucher geöffnet. Es ist der Start für die wohl ungewöhnlichste Sammlung authentischer Fotos der deutschen Landwirtschaft. Eine Sammlung, die kontinuierlich wachsen soll.

Medien-Information

i.m.a e.V. zeigt die Vielfalt der deutschen Landwirtschaft

Neue Foto-Plattform mit stetig wachsender Bilder-Sammlung freigeschaltet

Ein besonderes Geschenk hat sich der gemeinnützige i.m.a e.V. zu seinem 61. Geburtstag gemacht: Mit mehr als 4000 Bildern präsentiert er jetzt eine der wohl beachtlichsten Foto-Galerien der deutschen Landwirtschaft. Im Internet können Besucher auf www.ima-agrar.de die Vielfalt der einheimischen Landwirtschaft entdecken. Das besondere an der Galerie ist die Sortierung der Fotos nach Bundesländern. Auch eine Suche nach Schlagworten ist eingerichtet. Sie befindet sich noch im Aufbau, wie auch die Galerie insgesamt wachsen soll.

„Mit unserer neuen Foto-Galerie und der Einordnung der Bilder nach Bundesländern, zeigen wir, wie vielfältig unsere Landwirtschaft ist“, sagt i.m.a-Geschäftsführer Patrik Simon. „Die Galerie ist ein Schaufenster in die Arbeits- und Lebenswelt der Bauernfamilien.“ Kernstück der Foto-Galerie sind aktuell Aufnahmen aus der Image-Kampagne „Gesichter der Landwirtschaft“ und der Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“. Weitere Bereiche werden noch erschlossen.

Für die Image-Kampagne „Gesichter der Landwirtschaft“ besucht das i.m.a-Team Bauernfamilien in ganz Deutschland und begleitet sie bei ihrer Arbeit. So entstehen zum Teil sehr persönliche Bilder, die das Leben neben der Arbeit illustrieren. Bei den Fotos der Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“ stehen zwar die verschiedenen Aspekte der Tierhaltung im Fokus, doch es gibt immer auch Motive, bei denen die Beziehungen zwischen Menschen und Tieren deutlich werden.

Obwohl noch lange nicht alle mehr als 4000 Fotos mit Schlagworten versehen sind, wollte man beim i.m.a e.V. mit der Veröffentlichung nicht mehr warten. „Die Bauernfamilien, bei denen wir zu Gast waren, wollen natürlich sehen und auch zeigen, was bei unseren Foto-Produktionen entstanden ist“, berichtet Bernd Schwintowski, der die Idee zur Aktion „Gesichter der Landwirtschaft" hatte und die Foto-Touren organisiert. Die Kampagne hat sich inzwischen herumgesprochen, so dass zunehmend Landwirte ihrerseits dazu einladen, ihre Betriebe für Fotoaufnahmen zu besuchen.

Noch warten tausende weiterer Bilder auf ihre Veröffentlichung. Auch ein i.m.a-Schatz ist noch nicht gehoben: die historischen Aufnahmen aus der Landwirtschaft. Einen ersten Eindruck vermittelt die neue Foto-Galerie bereits. Unterhalb der Wappen der Bundesländer finden sich in der Rubrik „Historische Bilder“ momentan 164 Aufnahmen. Weitere historische Fotos aus der Landwirtschaft werden in den kommenden Monaten folgen.

Die Bilder in der Foto-Galerie sind alle mit einem Wasserzeichen geschützt. Wer die honorarfreien i.m.a-Fotos nutzen möchte – z.B. Institutionen für ihre landwirtschaftliche Öffentlichkeits- oder Bildungsarbeit etc. – fragt beim Verein an (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.). Dort melden sich auch Bauernfamilien, die das i.m.a-Team zu einem kostenlosen Fototermin empfangen wollen.

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  • Übersichtlich geordnet: Die neue i.m.a-Foto-Galerie.

  • Die neue i.m.a-Foto-Galerie: Authentische Bilder aus der heimischen Landwirtschaft.

i.m.a startet Umfrage zur Zukunft der Landwirtschaft

An diesem Wochenende startet der i.m.a e.V. seine repräsentative Umfrage zur Zukunft der Landwirtschaft. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Kantar (Emnid) wird bundesweit in Telefon-Interviews die Bürgermeinungen zu Zukunftsthemen erfragen.

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i.m.a startet Umfrage zur Zukunft der Landwirtschaft

Wie wird die Landwirtschaft der Zukunft aussehen? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer neuen repräsentativen Umfrage, die das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Kantar (Emnid) in den kommenden Wochen im Auftrag des i.m.a e.V. deutschlandweit durchführt.

Erforscht werden die Ansichten der Bundesbürger zu den Leistungen der Landwirtschaft im allgemeinen und der Rolle der Bauern und Bäuerinnen im speziellen. Bereits in den letzten i.m.a-Umfragen zum "Image der deutschen Landwirtschaft" hatte es in diesem Punkt beeindruckende Unterschiede gegeben. Das Image der Bauern schnitt dabei immer wieder deutlich besser ab, als das Image der Agrarbranche insgesamt.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Versorgung mit Nahrungs- und Lebensmitteln ist die Zukunftsfrage zur Landwirtschaft von besonderer Bedeutung: Was erwarten die Menschen von den Bauernfamilien, welche Rolle werden sie z.B. künftig beim Ressourcenschutz spielen und wie wird sich die Arbeit auf den Feldern und in den Ställen entwickeln?

Die neue i.m.a-Umfrage ist Teil verschiedener Aktivitäten im Jubiläumsjahr des Vereins, der vor sechzig Jahren gegründet worden war. Zuletzt hatten Schulkinder in Zeichnungen, Collagen und Texten ihre Vorstellungen von der "Zukunft der Landwirtschaft" konkretisiert. Die Arbeiten können hier auf der Homepage im Bereich Projekte/Aktionen besichtigt werden.

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i.m.a – das Bildungszentrum auf dem ErlebnisBauernhof

Am Ende von zehn Messetagen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin steht fest: Der i.m.a Wissenshof ist und bleibt das Bildungszentrum vom ErlebnisBauernhof.

Medien-Information

i.m.a – das Bildungszentrum auf dem ErlebnisBauernhof

Bilanz nach zehn Messetagen auf der Internationalen Grünen Woche

Am Ende von zehn Messetagen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin steht fest: Der i.m.a Wissenshof ist und bleibt das Bildungszentrum vom ErlebnisBauernhof. Wie bereits in den vergangenen Jahren, so haben sich auch 2019 wieder tausende Verbraucher an den i.m.a Wissensstationen informiert. Schwerpunkt dabei war die außerschulische Bildungsarbeit, an der allein mehr als zweitausend Kinder teilgenommen haben. Im Mittelpunkt stand die Wertschöpfungskette zum Brotgetreide. Hier wurde der Weg vom Korn zum Brot anschaulich vermittelt und Konsumenten mit vielen begleitenden Aktivitäten verdeutlicht, welche Bedeutung die Arbeit der Bauern und Bäuerinnen, der Müller, Bäcker und der Menschen in den weiteren Bereichen in der Lebensmittelherstellung für unsere Gesellschaft hat.

An den Werktagen waren täglich mehrere Schulklassen und Kindergartengruppen am i.m.a Stand zu Gast. Ihnen wurde ein vielseitiges Aktionsprogramm geboten, bei dem sie die sechs Brotgetreide Dinkel, Einkorn, Emmer, Hafer, Roggen und Weizen kennenlernen konnten. Bei Experimenten im Grünen Labor Gatersleben wurde neben vielen Experimentierangeboten das Wachstum des Getreidekorns erläutert. An der Mehlstation konnte Korn gemahlen und die Herstellung verschiedener Mehltypen ausprobiert werden. An der Haferstation wurden Haferflocken gepresst, die sich die Kinder mit Milch und Honig zu einem schmackhaften Müsli anrichten und probieren konnten. Auch die von den kleinen Besuchern im Backbus hergestellten Backwaren konnten noch am i.m.a Stand verzehrt werden. Schließlich haben Brotprüfer die Besucher unermüdlich über die vielen Brotsorten informiert.

„Immer wieder gab es Begegnungen mit Verbrauchern, die falsch oder unzureichend informiert waren“, hat i.m.a Pressesprecher Bernd Schwintowski festgestellt. „Manch ein Besucher erklärte stolz, er würde Dinkelmehl verwenden, weil es kein Gluten nicht enthalte. Da mussten wir viel Aufklärungsarbeit leisten.“

Auch mit der i.m.a Schülerpressekonferenz, an der fast 300 Jungredakteure von Schülerzeitungen aus Berlin und Brandenburg teilgenommen hatten, wurde Basiswissen zum Brotgetreide vermittelt. Diese Veranstaltung wirkt regelmäßig über die Grüne Woche hinaus, wenn in den Schülerzeitungen über die Erkenntnisse aus dem Messebesuch berichtet wird. 

Nicht zuletzt dürften auch die von den Agrar-Scouts begleiteten Führungen von zwanzig weiteren Schulklassen mit fast 380 Jungen und Mädchen über den ErlebnisBauernhof zur Wissensvermittlung in den vielen landwirtschaftlichen Themen beigetragen haben.

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i.m.a-Jahresbericht 2022: Ein Jahr voller Herausforderungen

Jedes Jahr legen wir Rechenschaft über unsere Arbeit ab. So kann auch wieder in unserem neuen Jahresbericht für 2022 nachvollzogen werden, was wir im Rahmen unserer vier Handlungsfelder sowie der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit geleistet haben.

Medien-Information

i.m.a-Jahresbericht 2022: Ein Jahr voller Herausforderungen

Auch 2022 war von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Noch am Beginn des Jahres waren erneut viele Veranstaltungen abgesagt worden. Im Sommer dann die Wende: Menschen durften sich wieder auf Messen und anderen Publikumsveranstaltungen begegnen. Eine Herausforderung bestand darin, darauf kurzfristig zu reagieren, zu planen und zu organisieren. Alles mit der Ungewissheit: Würden sich die Menschen trauen, einander wieder auf Messen zu begegnen?

Mit dem Krieg in der Ukraine kam eine andere Herausforderung auf unsere Gesellschaft zu. Auch wenn die Arbeit des i.m.a e.V. davon nicht unmittelbar betroffen war, so gab es doch Auswirkungen. Bis dahin kaum vorstellbar war, dass Bildungsmaterialien im Angesicht des Krieges plötzlich in einem anderen Kontext wahrgenommen wurden.

Als eine Reaktion auf die neue Weltlage wurde die für das Frühjahr geplante große Umfrage zum "Image der deutschen Landwirtschaft" auf den Herbst des Jahres verschoben. So konnten Fragen mit aufgenommen werden, die sich mit den Konsequenzen für die Bevölkerung befassten.

Dessen ungeachtet wurde mit "Paul, der Hund vom Bauernhof", ein neues Vorlese- und Malheft für Kinder im Kita- und Grundschulalter präsentiert, mit dem Themen der Landwirtschaft unterhaltsam und sachlich korrekt kommuniziert werden. Das Heft war vom Start weg so erfolgreich, dass die Erstauflage nachgedruckt werden musste; und auch die zweite Ausgabe konnte an den Erfolg anknüpfen.

Gegen Ende des Jahres bog dann die neue Initiative "Landwirtschaft macht Schule" in die Zielgerade ein. Sie bringt Landwirte auf Einladung von Lehrkräften in die Schulen. So soll künftig im Unterricht dazu beigetragen werden, dass landwirtschaftliche Themen aus der authentischen Sicht von Expertinnen und Experten vermittelt werden.

Über diese und viele weitere Themen des zurückliegenden Jahres informiert der i.m.a-Jahresbericht. Er kann online gelesen und auch heruntergeladen werden.

 

 

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

365 Tage Themenvielfalt: Der i.m.a-Jahresbericht.

i.m.a-Kinderbuchreihe weiterhin auf Erfolgskurs

Paul und seine Freunde vom Bauernhof haben ein neues Abenteuer erlebt. Darüber berichtet die dritte Ausgabe des Mal- und Vorlesebuchs, das sich bei Kita- und Grundschulkindern in kurzer Zeit zu einer beliebten und nachgefragten Lektüre entwickelt hat.

Medien-Information

i.m.a-Kinderbuchreihe weiterhin auf Erfolgskurs

Paul – der Hund vom Bauernhof und die große Milchsause

Mit dem inzwischen dritten Kinderbuch über einen Foxterrier und dessen Abenteuer in der Landwirtschaft, knüpft der i.m.a e.V. an den Erfolg der ersten beiden Ausgaben an. Diese waren so stark nachgefragt, dass sie mehrmals nachgedruckt werden mussten. Somit etabliert sich „Paul – der Hund vom Bauernhof“ weiter als Marke unter den landwirtschaftlichen Bildungsmaterialien für Kinder im Kita- und Grundschulalter.

Im dritten Teil der inzwischen sehr erfolgreichen Kinderbuchreihe „Paul – der Hund vom Bauernhof“ steht die Milchproduktion im Mittelpunkt der Geschichte. In einer kindgerechten Sprache und mit detailreichen Zeichnungen wird erläutert, wie die Kühe auf dem Bauernhof gehalten werden, wie Futterrationen berechnet und zugeteilt, die Milchleistungen kalkuliert und auch die Investitionen in „Tierwohl“ geplant werden. Dabei erleben der Hund Paul und die anderen Tiere, wie moderne Technik die altbewährte Einrichtung ablöst. Statt des klassischen Melkstands, in dem Bauer Peter der Kuh Hanna bisher das Euter gereinigt und dann das Melkgeschirr angelegt hat, soll diese Aufgabe künftig von einem Roboter erledigt werden, bei dem die Kühe selbst entscheiden können, wann sie sich melken lassen. In der Geschichte sorgt diese Veränderung für Aufregung unter den Tieren.

Symbolisch für die Gedanken, die sich auch Menschen bei anstehenden Veränderungen machen, stehen die Tiere. Dass auch sie sich mit neuen Gegebenheiten arrangieren müssen, und dass Veränderungen auch Erleichterungen mit sich bringen können, lässt sich von Erwachsenen als Parabel interpretieren, wenn sie die Geschichte Kindern vorlesen.

Es ist die Nähe zur Realität in der Landwirtschaft, die nachvollziehbare Authentizität der einzelnen Arbeitsabläufe auf einem Bauernhof und nicht zuletzt die Verankerung in der Gegenwart und der Lebenswelt von Kindern, die zum Erfolg der Buchreihe beiträgt. Selbst wenn die Zielgruppen keinen Bezug zur Landwirtschaft haben, wird immer auch eine Brücke zu deren Alltag geschlagen. In der neuen Geschichte ist es der Besuch in einem Supermarkt, in dem Milchprodukte im Kühlregal stehen und wo Bauer Peter seinen Sohn fragt, wie viele Päckchen Butter aus den 22 Litern Milch hergestellt werden können, die der Roboter täglich bei Kuh Hanna melkt. Dass diese Frage nicht allein auf ein Rechenbeispiel hinausläuft, sondern auch in Bezug auf die Bedeutung der Milchleistung einer Kuh für einen landwirtschaftlichen Betrieb eingeordnet wird, ist ein weiterer Aspekt, der dieser Buchreihe auch in der Landwirtschaft zu Ansehen verholfen hat.

Das dritte Mal- und (Vor-)Lesebuch aus der Reihe „Paul – der Hund vom Bauernhof“ trägt den Untertitel „Die große Milchsause“. Während von den beiden ersten Geschichten je 25.000 Exemplare binnen kurzer Zeit vergriffen waren, wurden jetzt 30.000 Bücher gedruckt. Sie können auf www.ima-shop.de gegen Erstattung der Versandkosten bestellt oder auch online gelesen werden.

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Paul - Der Hund vom Bauernhof: Titelseite der dritten Ausgabe.

  • Paul - Der Hund vom Bauernhof: Doppelseite aus dem dritten Heft der Kinderbuchreihe.

i.m.a-Schülerprogramm startet auf der Grünen Woche durch

Nach den ersten drei Messetagen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin beginnt heute das Schülerprogramm. Fünf Tage lang besuchen jeden Tag Schulklassen den i.m.a-Wissenshof, um sich zu Themen der Landwirtschaft und Ernährung weiterzubilden.

Medien-Information

i.m.a-Schülerprogramm startet auf der Grünen Woche durch

Bildungsarbeit zu Themen der Landwirtschaft, Ernährung und Naturbildung ist eine der Kernkompetenzen vom i.m.a-Team auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Auf dem Wissenshof in der Messehalle 3.2 laden verschiedene Stationen dazu ein, die eigenen Kenntnisse zur Arbeit in der Landwirtschaft oder über Lebensmittel zu überprüfen. Viele Schulklassen aus Berlin und Brandenburg haben sich zu einem Besuch des i.m.a-Wissenshofs angemeldet und werden an fünf Schultagen erwartet.

Die erste Klasse, die das i.m.a-Schulprogramm erkundet hat, waren Jungen und Mädchen aus der Ukraine. An der Seite ihres Klassenlehrers und einer Dolmetscherin war der i.m.a-Wissenshof die erste Station ihres Besuchs der Grünen Woche. Schnell wurde dabei deutlich, dass Sprachbarrieren keine Hürden in der Kommunikation sein müssen. Denn viele der Wissenstests lassen sich auch nonverbal bewältigen.

So musste an der Sensibar am Geruch erkannt werden, welches Obst oder Gemüse sich in kleinen Riechdosen befand. Und statt den Namen zu nennen, wurde einfach auf die ausgestellten Anschauungsobjekte gezeigt. Auch die Zuordnung von Bildern der Feld-, Strauch- und Baumfrüchte war kein Problem. Flinke Finger ordneten die passenden Abbildungen einfach auf einer Zeichnung einander zu.

Bei dieser Gelegenheit lernte auch das i.m.a-Team von den urkainischen Gästen. Denn der Wissenstext wurde natürlich nicht sprachlos absolviert. So wurden einander die ukrainischen bzw. deutschen Wörter für Tomaten, Äpfel, Paprika, Gurken, Sellerie, Erdbeeren und Zwiebeln genannt - und somit konnte beim Besuch der ukrainischen Schüler auch das i.m.a-Team sein Wissen erweitern.

Etwas schwieriger war der Wissenstransfer an der Station vom Grünen Labor Gatersleben, wo sich vor allem die ukrainischen Schülerinnen sehr interessiert zeigten. Beim Mikroskopieren untersuchten sie Bodenlebewesen und ließen sich mithilfe ihrer Dolmetscherin die Bedeutung von Regenwürmern und anderen Nützlingen für die Landwirtschaft erläutern.

 

 

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Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Keine Sprachprobleme an der i.m.a-Sensibar: Schüler aus der Ukraine beim Gemüse- und Obst-Geruchstest.

  • Durchblick beim Mikroskopieren: Die urkainischen Schülerinnen waren an Details interessiert.

Im neuen „lebens.mittel.punkt“ ist tierisch was los!

Das i.m.a-Lehrermagazin widmet ganzes Heft einem hoch sensiblen Thema:

Erstmals in der fast zehnjährigen Historie des i.m.a-Lehrermagazins „lebens.mittel.punkt“ widmet die Redaktion ein ganzes Heft einem Thema: den Tieren. Dabei geht es nicht nur um die landwirtschaftliche Tierhaltung, sondern auch um Aspekte wie Tierethik, Tierwohl und den „Problemwolf“, der vielen Tierhaltern Sorgen bereitet. Doch auch hier werden wie bei allen anderen Themen alle Aspekte sensibel und keinesfalls tendenziös behandelt, so dass sich die Leser umfassend informieren und eine eigene Meinung bilden können. Die neue Ausgabe des i.m.a-Lehrermagazins mit dem Wolf als „Titelmodel“ kann jetzt online gelesen, kostenlos heruntergeladen oder als Druck-Exemplar angefordert werden.

Passend zum Schwerpunktthema gibt es im neuen „l.m.p“ ein Themenregister „Tier“. Darin sind alle Beiträge aufgelistet, in denen es in den zurückliegenden Heften um Tiere, Tierhaltung, Artenschutz und –vielfalt sowie um viele weitere Aspekte rund um Tiere ging. Die Bandbreite der Thematik wird im aktuellen Heft auch durch ein Thema unterstrichen, dass man landläufig nicht der Landwirtschaft zuordnet: den Fischen. Mit einem Unterrichtsbaustein für Grundschüler werden die „Nutztiere unter Wasser“ in ihrer Vielfalt, ihren Lebensräumen, unter ökologischen Aspekten und als Nahrungsmittel für andere Tiere und nicht zuletzt für den Menschen präsentiert.

Ähnlich umfassend widmet sich der Unterrichtsbaustein zum Wolf dem „geliebten und gefürchteten“ Wildtier. Da werden sowohl der Zusammenhang zum Haustier Hund erläutert als auch die Geschichte und das aktuelle Vorkommen der Wolfspopulationen und die Probleme behandelt, die mit dem Auftauchen der Wolfspopulationen in unserer Kulturlandschaft entstanden sind.

Für den Einsatz bei Schülern in der Sekundarstufe sind die Themen Tierwohl und Tierehtik konzipiert. „Was tut Tieren gut“ oder „Was besagen die Siegel“ wird gefragt und in den Unterrichtsbausteinen gibt es dazu die Antworten. Auch der Aspekt „Tierrechte vs. Alltag“ wird behandelt. Fern jedweder Demagogie begegnet man hier Themen, die in der Gesellschaft seit geraumer Zeit immer wieder für Kontroversen sorgen. Lehrkräften stehen damit Arbeitsmaterialien zur Verfügung, mit denen sie auch komplexe Sachverhalte seriös und faktenbasiert im Unterricht behandeln können.

Dass die Tierhaltung bei Schulkindern hohe Relevanz hat, wurde zuletzt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin deutlich. Dort hatten Jung-Journalisten von Schülerzeitungen mit Tierhaltern über das Thema „Massentierhaltung aufgedeckt“ gesprochen. Eine Rückschau auf dieses Treffen ist ebenso Bestandteil im neuen i.m.a-Lehrermagazin wie ein Ausblick auf das 100. Landwirtschaftliche Hauptfest in Stuttgart, dessen Ursprung auf eine Naturkatastrophe zurückgeht, die zu Ernteausfällen und Hungersnot führte. Im Hinblick auf die Ernteausfälle in diesem Jahr ist der „lebens.mittel.punkt“ auch mit diesem Thema wieder hoch aktuell.

Image-Studie 2022 Seite 1

Studien und Analysen

Meinungsforschung

Was denkt die Gesellschaft über die Landwirtschaft und welches Image haben die Bauern und Bäuerinnen bei der Bevölkerung. Diese stets wiederkehrende Kernfrage durchzieht alle Meinungsumfragen, die der i.m.a e.V. seit Jahrzehnten von Demoskopen ermitteln lässt.

Die repräsentativen Umfragen, durchgeführt von renommierten Markt- und Meinungsforschungsinstituten, spiegeln die Ansichten der Bevölkerung zu vielen Aspekten der Landwirtschaft, Ernährung und Schulbildung wider. Sie sind damit für die Arbeit aller landwirtschaftlichen Institutionen nützlich und geben darüber hinaus den Entscheidern auf politischer Ebene wertvolle Anhaltspunkte.

Für die speziellen Schwerpunkte der i.m.a-Arbeit bieten einzelne Fragekomplexe wertvolle Erkenntnisse; z.B. hinsichtlich der Einstellung der Bevölkerung zur Vermittlung landwirtschaftlichen Wissens im Schulunterricht oder der praktischen Erfahrungen von Schülern auf Bauernhöfen als außerschulische Lernorte.

Neben den regelmäßigen Meinungsumfragen führt der i.m.a e.V. auch thematisch eingegrenzte Erhebungen durch; etwa zur Naturbildung oder dem Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Dabei kooperiert der Verein mit Partner-Institutionen.


Das Image der deutschen Landwirtschaft

Bevölkerungsrepräsentative bundesweite Befragung 2022

Themenbereiche

Image der Landwirtschaft

Auswertung

Bäuerinnen und Bauern

Auswertung

Konsum und Ernährung

Auswertung

Schulische Bildung

Auswertung

Image-Studie 2022 Themenfeld-1

Studien und Analysen

Das Image der deutschen Landwirtschaft

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2022 im Auftrag des information.medien.agrar e.V.

Image der Landwirtschaft

Wie sehr interessieren Sie sich für die folgenden Bereiche der Landwirtschaft?

Großes Interesse an der Landwirtschaft: Transparenz bei der Produktion von Nahrungsmitteln und deren Qualität, der Umgang mit Tieren und Erhalt der Artenvielfalt haben Priorität.


Verbrauchernahe Themen, wie die Qualität von Nahrungsmitteln, ein gutes Gewissen in Bezug auf das Tierwohl und auch Aspekte der ökologischen Landwirtschaft, die gerne mit dem Einkauf beim Bauern in Verbindung gebracht werden, stoßen bei der Bevölkerung auf Interesse. Technische Themen, wie die landwirtschaftliche Energiegewinnung oder auch das Leben auf dem Land, finden ebenso Interesse, wenngleich auch auf einem etwas geringeren Niveau. Einzig für einen Urlaub auf einem Bauernhof scheinen sich unterdurchschnittlich viele Menschen zu interessieren.

Woher stammen Ihre Vorstellungen und Informationen über die deutsche Landwirtschaft?

Fernsehen und Internet sind die wichtigsten Informationsquellen über die Landwirtschaft, während der direkte Kontakt zur Branche bei der Mehrheit der Bevölkerung Potenzial bietet.


Die elektronischen Medien wie das Fernsehen und das Internet dominieren in dieser online durchgeführten Umfrage als Info-Quellen der Bevölkerung zu Themen der Landwirtschaft. Die von der Branche angebotenen Veranstaltungen und Aktionstage, die einen direkten Dialog mit den Akteuren der Landwirtschaft ermöglichen, werden weniger genutzt. Dagegen wird dem Gespräch mit Bekannten und Verwandten oder dem Dialog beim Direkteinkauf und auf dem Wochenmarkt der Vorzug vor einer Kommunikation in den sogenannten sozialen Medien gegeben.

Wie beurteilen Sie die Berichterstattung der Medien über die heimische Landwirtschaft?

Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung die Berichterstattung der Medien über die Landwirtschaft als ausgewogen bezeichnet, beurteilt immer noch fast ein Viertel der Befragten die Berichterstattung als zu negativ.


Auch wenn 61 Prozent der Bevölkerung die Berichterstattung der Medien über die Landwirtschaft als ausgewogen bezeichnen, sind doch knapp mehr als 16 Millionen Menschen anderer Auffassung; besonders in den Altersgruppen der 30- bis 39-Jährigen und bei den über 50-jährigen Befragten.

Glauben Sie, dass die Landwirtschaft in Deutschland auch in Krisenzeiten in der Lage ist, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten?

Es herrscht großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft: Die Mehrheit der Bevölkerung ist davon überzeugt, dass die Ernährungssicherheit auch in Krisenzeiten gewährleistet ist.


Mehr als die Hälfte der Befragten – deutlich mehr Männer als Frauen – sind davon überzeugt, dass die Landwirtschaft auch in Krisenzeiten die Produktion von Nahrungs- und Lebensmitteln gewährleisten kann und damit zur Ernährungssicherheit beiträgt.

Wie wichtig sind die folgenden Punkte dafür, dass die Landwirtschaft in Deutschland auch in Zukunft die Ernährungssicherheit gewährleisten kann?

Der Landwirtschaft wichtige Themen sind auch in der Bevölkerung präsent. Sie erachtet angemessene Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse und mehr Freiheiten in der Berufsausübung für wichtig.


Die große Mehrheit der Bevölkerung vertritt die Auffassung, dass die Landwirtschaft nur dann die Ernährungssicherheit gewährleisten kann, wenn sie für ihre Erzeugnisse angemessen entlohnt wird. Vermutlich unter dem Eindruck der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine ist deutlich geworden, dass der Landwirtschaft gerade in Krisenzeiten freigestellt sein sollte, wie sie Flächen nutzt, um ausreichend Nahrungsmittel produzieren zu können. Insgesamt zeigen sich deutliche Mehrheiten gegen behördliche Auflagen für landwirtschaftliche Arbeit. Eine klare Mehrzahl der Befragten zeigt sich offen für neue Züchtungsmethoden und die Hälfte der Bevölkerung plädiert dafür, auf Ackerland keine Photovoltaik-Anlagen zu errichten.

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Studien und Analysen

Das Image der deutschen Landwirtschaft 2022

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2022 im Auftrag des information.medien.agrar e.V.

Bäuerinnen und Bauern

Welche der folgenden Berufe werden Ihrer Ansicht nach auch in der Zukunft für die Gesellschaft besonders wichtig sein?

Im Angesicht von Krisenzeiten genießen Landwirte hohe Anerkennung bei der Bevölkerung.


Die Wertschätzung krisenrelevanter Berufe wird im Ranking für den Arzt- und den Pflegeberuf deutlich, was angesichts der Erfahrungen der Bevölkerung während der Corona-Pandemie nachvollziehbar erscheint. Dass der Beruf des Landwirts gleich an dritter Stelle genannt wird, dürfte in diesem Zusammenhang dann ebenfalls der Erkenntnis geschuldet sein, dass auch Bauern und Bäuerinnen in Krisenzeiten für die Ernährungssicherheit sorgen.

Welche Eigenschaften wünschen Sie sich von den deutschen Landwirten? Deutsche Landwirte...

Die Bevölkerung erwartet von Landwirten vor allem einen guten Umgang mit ihren Tieren und Ressourcen, gepflegte Landschaften und regionale Produkte hoher Qualität.


Der verantwortungsvolle Umgang mit Nutztieren steht für die Befragten an erster Stelle ihrer Erwartungen an die Landwirte. Kaum weniger wichtig sind Umweltschutz, Erhalt und Pflege von Landschaften sowie die Produktion hochwertiger, regionaler Nahrungsmittel. Dass diese preiswert sein sollen, ist den Befragten weniger wichtig; ebenso wie die Bereitstellung erneuerbarer Energien oder ein unternehmerisches und marktorientiertes Verhalten der Landwirte.

Was trifft Ihrer Meinung nach auf den deutschen Landwirt eher zu bzw. nicht zu? Deutsche Landwirte...

Die Bevölkerung nimmt Landwirte vor allem als Produzenten regionaler Nahrungsmittel hoher Qualität und als Bewahrer der Landschaft wahr.


In der Wahrnehmung der Bevölkerung versorgen Landwirte vor allem Verbraucher mit Nahrungsmitteln – was denn auch der tatsächlichen Tätigkeit des Berufsstandes entspricht. Zugleich attestiert fast die Hälfte der Befragten, dass diese Produkte eine hohe Qualität haben. Dass Landwirte ökologisch wirtschaften, wird nur von einem kleinen Teil der Befragten wahrgenommen; ebenso, dass Landwirte Erneuerbare Energien bereitstellen.

Vergleich zeigt: Ansprüche an Landwirte werden nicht immer als erfüllt wahrgenommen.

Die Gegenüberstellung zeigt, dass die Ansprüche der Bevölkerung an Landwirte nicht immer als erfüllt wahrgenommen werden.


Beim technischen Fortschritt decken sich die Erwartungen der Bevölkerung an die Landwirte mit den Wahrnehmungen, die sie von ihnen haben. Hingegen liegen Erwartungen und Wahrnehmungen beim Tierwohl und dem Umgang mit Boden, Wasser und Luft am weitesten auseinander.

Wie stark haben die deutschen Landwirte Ihrer Meinung nach mit folgenden Problemen zu kämpfen?

Bei der Bevölkerung ist das Problembewusstsein für Sorgen und Nöte der Landwirte deutlich ausgeprägt.


Dass die Landwirte unter einem Preisdruck und unvorhersehbaren Kostensteigerungen leiden, ist der Bevölkerung mehrheitlich bewusst; wie sie auch anerkennt, dass die durch den Klimawandel bedingten Wetterveränderungen den Landwirten Probleme bereiten. Weniger ausgeprägt ist hingegen bei den Befragten das Problembewusstsein gegenüber der Konkurrenz landwirtschaftlicher Produkte aus anderen Staaten und den geringen staatlichen Ausgleichszahlungen an die Landwirte. Auch eine mangelnde Wertschätzung der Landwirte in der Öffentlichkeit sehen weniger als die Hälfte der Befragten.

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Studien und Analysen

Das Image der deutschen Landwirtschaft 2022

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2022 im Auftrag des information.medien.agrar e.V.

Konsum und Ernährung

Wie stark wird Ihr Ernährungsverhalten durch die folgenden Dinge beeinflusst?

Reale Gespräche über Essensthemen beeinflussen die Ernährung der Bevölkerung mehr als redaktionelle Beiträge und Kochshows im Fernsehen.


Die Bedeutung von Kochshows in den Fernsehprogrammen hat auf das Ernährungsverhalten der Bevölkerung deutlich weniger Einfluss als die Vielzahl der Sendungen vermuten lässt. Hingegen setzt die Mehrheit der Befragten auf Gespräche in der Familie, mit Freunden und Bekannten, wenn es um Fragen der Essenszubereitung geht. Printmedien haben nach Auskunft der Befragten kaum noch Bedeutung für das Ernährungsverhalten der Bevölkerung.

Bitte geben Sie an, ob Sie bei den folgenden Punkten zu Verzicht oder Einschränkungen bereit wären, um das Klima zu schützen.

Die Bevölkerung hat klare Vorstellungen, worauf sie verzichten würde, um dem Klimawandel zu begegnen.


Auf Flugreisen würde fast die Hälfte der Bevölkerung verzichten, um das Klima zu schützen; mehr als die Hälfte kann sich immerhin vorstellen, dafür Urlaubsreisen einzuschränken. Hingegen lehnen mehr als ein Drittel der Befragten den Verzicht auf bestimmte tierische Nahrungsmittel wie z.B. Käse oder Milch zugunsten des Klimaschutzes ab; fast zwei Drittel könnten sich vorstellen, dafür ihren Fleisch- und Wurstkonsum zu verringern. Nahezu ebenso viele Befragte würden Autofahrten für den Klimaschutz einschränken, während dies fast ein Viertel der Befragten ablehnt.

In der letzten Zeit sind die Lebensmittelpreise gestiegen. Welche der folgenden Maßnahmen haben Sie schon ergriffen oder können Sie sich vorstellen?

Verbraucher reagieren auf steigende Lebensmittelpreise durch überlegtes wirtschaften und entwickeln mehr Bewusstsein für den Wert der Nahrungsmittel.


Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung gibt an, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Neben dieser Reaktion auf steigende Lebensmittelpreise sind es der zielgerichtete Einkauf preiswerter Lebensmittel, die Nutzung von Sonderangeboten, eine angepasste Vorratshaltung und der Verzicht auf Markenprodukte, durch den Verbraucher Preissteigerungen begegnen. Einen Verzicht auf biologisch erzeugte Lebensmittel hat schon fast ein Drittel der Bevölkerung praktiziert; etwa ebenso viele Menschen schließen ein solches Verhalten für sich nicht aus.

Image-Studie 2022 Themenfeld-4

Studien und Analysen

Das Image der deutschen Landwirtschaft 2022

Repräsentative Bevölkerungsumfrage 2022 im Auftrag des information.medien.agrar e.V.

Schulische Bildung

Wie wird zurzeit in den Schulen über Landwirtschaft unterrichtet?

Im Schulunterricht werden Themen der Landwirtschaft zu selten behandelt; diese Auffassung vertritt eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung.


Auch die jüngere Generation ist wie der Querschnitt der Bevölkerung der Überzeugung, dass die Landwirtschaft im Schulunterricht stärker berücksichtigt werden sollte. Mit mehr als zwei Drittel teilen vor allem die 50- bis 59-jährigen Befragten diese Auffassung. Zu knapp einem Viertel sind Haushalte mit minderjährigen Kindern der Auffassung, dass die Landwirtschaft bereits ausreichend im Unterricht thematisiert werde.

Wird den Kindern heute in der Schule ein realistisches Bild von der Landwirtschaft vermittelt?

Das Bild von der Landwirtschaft, das im Schulunterricht vermittelt wird, entspricht nicht der Realität, konstatiert eine Mehrheit der Bevölkerung.


Fast zwei Drittel der Bevölkerung kritisieren, dass die Landwirtschaft im Schulunterricht nicht realistisch dargestellt werde. Insbesondere die junge Generation und die 50- bis 59-jährigen Befragten teilen diese Auffassung.

Hielten Sie es für wichtig, wenn an den Schulen im Unterricht verpflichtend Themen der Landwirtschaft behandelt würden?

Themen der Landwirtschaft müssen Pflichtstoff im Schulunterricht werden – fordern mehr als drei Viertel der Bevölkerung.


Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung teilt die Auffassung, dass Themen der Landwirtschaft im Schulunterricht verpflichtend behandelt werden sollten. Dieser Ansicht sind insbesondere Befragte der Generation 60+ und der 30- bis 39-Jährigen. Aber auch bei Haushalten mit minderjährigen Kindern liegt die Zustimmung auf dem Niveau aller Befragten.

Welche der folgenden Themen sollten in der Schule Ihrer Ansicht nach künftig verstärkt unterrichtet werden?

Themen der Ernährung und Artenvielfalt, des Umweltschutzes, zu Landwirtschaft und Klimawandel sollten im Schulunterricht intensiver behandelt werden.

Alle den Befragten vorgeschlagenen potenziellen Themen für den Schulunterricht wurden als relevant erachtet. Nahezu die gesamte Bevölkerung in Deutschland wünscht sich, dass Schulkinder im Unterricht über eine gesunde und ausgewogene Ernährung aufgeklärt werden. Hoch ist auch die Zustimmung zu Umweltthemen, den Auswirkungen der Globalisierung, der Welternährung und der Rolle der Landwirtschaft in der Volkswirtschaft.


Themen der Erneuerbaren Energien finden bei jungen Zielgruppen mehr Zuspruch als bei der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren.

Schüler und Schülerinnen sowie junge Erwachsene stimmen mit den 30- bis 39-jährigen Befragten bei vielen Themen überein, die als besonders relevant für eine verstärkte Behandlung im Schulunterricht betrachtet werden. Unterschiede gibt es vor allem bei Themen der Erneuerbaren Energien, den Auswirkungen der Globalisierung, der Landwirtschaft in der Volkswirtschaft und bei der Entwicklung neuer Produktionsmethoden.


Das Bildungsniveau der Befragten hat nur geringe Auswirkungen auf die Gewichtung der Themen für den Schulunterricht.

Während Befragte aus allen Bereichen der schulischen Bildung nahezu einig darin sind, dass Themen der gesunden und ausgewogenen Ernährung verstärkt im Schulunterricht behandelt werden sollten, gibt es einzig zur Thematik der Entwicklung moderner Produktionsmethoden einen deutlichen Unterschied zwischen Befragten mit niedriger und hoher Schulbildung. Letztere betrachten dieses Thema als weit weniger relevant für den Schulunterricht. Ein ähnlicher Unterschied findet sich noch beim Thema zur Qualitätssicherung in der Lebensmittelproduktionskette, dem Befragte mit niedriger Schulbildung höhere Relevanz beimessen, während sich das Verhältnis beim Thema Welternährung zwischen beiden Bildungsschichten umkehrt.


Wie wichtig sind Besuche von Schulklassen auf Bauernhöfen, um den Kindern einen realistischen Eindruck von der Landwirtschaft zu vermitteln?

Hoher Zuspruch bei der Bevölkerung für das außerschulische Lernen auf Bauernhöfen.


Als logische Schlussfolgerung auf die Forderungen der Bevölkerung nach einer Verbesserung in der schulischen Bildungsarbeit zu landwirtschaftlichen Themen, finden die außerschulischen Lerngebote auf den Bauernhöfen eine breite Zustimmung quer durch alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen.

In Bremen lernen Verbraucher „Land & Natur“ kennen

Großer „Wissenspfad“ zur Landwirtschaft auf der Messe „Hanse Life“

Nur noch einen Monat, dann öffnet mit der „Hanse Life“ die bedeutendste Verbrauchermesse in Bremen. Im Fokus der Besucher steht in diesem Jahr ganz besonders die Landwirtschaft. Vor dem Hintergrund katastrophaler Ernteausfälle aufgrund des Ausnahmesommers interessieren sich immer mehr Menschen für die Arbeit der Bauern und Bäuerinnen. Dieses Interesse wird der i.m.a e.V. mit einem „Wissenspfad“ auf der Sonderschau „Land & Natur“ bedienen. Er richtet sich insbesondere an Schulklassen, die sich über die Landwirtschaft auf der „Hanse Life“ informieren wollen, die vom 15. bis 23. September auf dem Gelände der Messe Bremen stattfindet.

Auf knapp 300 Quadratmetern präsentiert der gemeinnützige Verein i.m.a – information.medien. agrar e.V. nahezu alle landwirtschaftlichen Produktionsbereiche und bindet dabei viele Partner mit ein, wie z.B. die Bauernverbände aus Bremen und Niedersachsen, Imker, Jäger und weitere Institutionen. „Unser wichtigstes Anliegen dabei ist es, den Messebesuchern zu vermitteln, wie die Produktionsketten in der Landwirtschaft funktionieren und was der bäuerliche Berufsstand für die Ernährung unserer Bevölkerung leistet“, erläutert i.m.a-Geschäftsführer Patrik Simon das Konzept der Sonderschau.

Vom Korn zum Brot … im Bauerncafé

So können die Besucher an einer Getreidetheke die verschiedenen Brotgetreidearten kennenlernen – bei denen die Bauern in diesem Sommer so immens große Ernteeinbußen hatten. Neben dem Brotgetreide wird an einer Wissensstation über die Mehlproduktion informiert und wie z.B. aus Hafer jene Flocken entstehen, die zu einem Müsli gehören. Wer die Brotvielfalt probieren möchte, kann dies vis-a-vis beim Bäcker im Bauerncafé.

Selbstversuche an der SensiBar, im Balkon und Garten

Ihr Wissen über Obst und Gemüse können die Verbraucher an einer „SensiBar“ testen, indem sie durch Fühlen oder Riechen herausfinden, um welche landwirtschaftlichen Erzeugnisse es sich handelt. Gleich daneben informieren die Landwirte über ihr Engagement für den Artenschutz, den sie durch die Anlage von Blühstreifen oder die Nutzung sogenannter „Eh-da-Flächen“ fördern, auf denen insektenfreundliche Blumen, Gräser und Kräuter wachsen, die auch auf der Sonderschau erblühen. Und wer möchte, kann sich für den Garten oder Balkon eine eigene Blühmischung zusammenstellen.

Bienen bunte Beete bieten

Von den Blühstreifen ist es ein Flügelschlag zu den Bienen, die wichtigen Helfer der Landwirte. Die örtlichen Imker klären über die Bedeutung der Tiere auf, geben Einblicke in die Arbeit der Imker und regen vielleicht den einen oder anderen Besucher an, im heimischen Garten bienenfreundliche Pflanzen wachsen zu lassen.

In den Stall, melken und Butter machen

Landwirtschaft ohne Tierhaltung ist undenkbar. Darum hat sie auch einen besonderen Stellenwert in der i.m.a-Sonderschau. Mit der modernen virtuellen Videotechnik sind sogar dreidimensionale Besuche in einem Hühnerstall möglich. Ganz real wird gezeigt, wie der Eier-Frischetest funktioniert, und erläutert, was man aus dem Code auf einem Ei ablesen kann. Ebenfalls real können sich die Besucher im Melken einer (Modell-) Kuh oder bei der Herstellung von Butter versuchen.

Mit Jägern dem Wolf auf der Spur

Traditionell stehen die Jäger an der Seite der Bauern. Neben der Präsentation der tierischen Vielfalt in Wäldern und auf Feldern wird über ein zunehmendes Problem der Landwirtschaft informiert: die Zunahme der Wolfsbestände in Deutschland und die damit steigenden Verluste der Schafzüchter und anderer Tierhalter, deren Bestände immer häufiger Opfer der Wolfsrudel werden. Die Bedeutung der sogenannten „Bestandsregulierung“ ist darum ebenfalls ein Thema, über das die Jäger informieren.

Das „Extra“ für Schulklassen

Die Sonderschau „Land & Natur“ wendet sich an alle Besuchergruppen. Besonders interessant dürften viele Mitmachangebote jedoch für Schulkinder sein. Patrik Simon: „Wir freuen uns auf die Besuche von Schulklassen, die im Rahmen des Messeprogramms „Landwirtschaft: Vielfalt erleben!“ unseren Wissenspfad besuchen.“ Für angemeldete Schulklassen ab der fünften Klasse organisiert der i.m.a e.V. an vier Schultagen jeweils zwischen 10.00 und 14.00 Uhr einen besonderen Lernparcours, auf dem in neunzig bis 120 Minuten alle Wissensstationen erlebt werden können und viel landwirtschaftliches Verbraucherwissen vermittelt wird.

„Wir sind einer der wenigen Anbieter von Bildungsmaterialen zur Landwirtschaft, das neutral informiert, nicht geprägt ist von den Interessen der NGO-Spendensammler oder großer Konzerne, und das vor allem kostenfrei angeboten wird“, betont i.m.a-Geschäftsführer Patrik Simon. „Das macht unsere Lehr- und Lernmaterialien für Lehrkräfte besonders attraktiv. Bundesweit arbeiten bereits mehr als 70.000 Lehrer sowie Kita-Erzieherinnen damit, und wir hoffen, dass wir in Bremen weitere Pädagogen für unsere Angebote begeistern können.“

Die Verbrauchermesse „Hanse Life“ findet in den Ausstellungshallen der Messe Bremen statt. Sie ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, am 21.9.2018 von 12.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Tageskarten kosten zehn Euro, es gibt zahlreiche Ermäßigungen, unter anderem für Familien. Anmeldungen für das Schülerprogramm und den „Wissenspfad Land und Natur“ an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

In Zeiten von Corona: Die Landwirtschaft hilft helfen

Der Schutz von Helfern in der Corona-Krise ist das Gebot der Stunde. Wir haben jetzt Schutzanzüge unserer Transparenz-Initiative "EinSichten in die Tierhaltung" gespendet und rufen dazu auf: Folgen Sie den zahlreichen Beispielen kleiner guter Taten.

Medien-Information

In Zeiten von Corona: Die Landwirtschaft hilft helfen

Tausende Schutzanzüge für Rettungskräfte und Arztpraxen

Seit Atemmasken und Schutzanzüge in Kliniken und Arztpraxen knapp werden, bemühen sich die Helfer verzweifelt um Nachschub. Der gemeinnützige Verein i.m.a – information.medien.agrar e.V. in Berlin und die hinter ihm stehenden Bauernfamilien helfen in dieser Notsituation und stellen tausende Schutzanzüge zur Verfügung, die mit finanzieller Unterstützung der Landwirtschaftlichen Rentenbank angeschafft worden waren. Von Heinsberg, dem Epizentrum der Pandemie in Deutschland, bis Passau in Niederbayern an österreichischen Grenze werden die Schutzanzüge verteilt, die normalerweise beim Besuch von Tierställen vor dem Eintragen von Keimen schützen.

„Unsere Schutzanzüge sollen einen akuten Bedarf decken helfen“, erläutert Bernd Schwintowski, der beim i.m.a e.V. die Idee für den Versand der momentan nicht benötigten Schutzkleidung hatte. „Die Anzüge stellen wir normalerweise Landwirten zur Verfügung, die sich an unserer Transparenz-Initiative „EinSichten in die Tierhaltung“ beteiligen und die ihre Ställe für Besucher öffnen. Damit dabei keine Keime eingetragen werden, ziehen die Besucher die Schutzanzüge über ihre Kleidung.“ In Corona-Zeiten, in denen die Besucher auf den Höfen ausbleiben, sollen die mit finanzieller Hilfe der Landwirtschaftlichen Rentenbank angeschafften Overalls nun die Helfer beim Helfen schützen.

Die Schutzbekleidung dient vor allem Ersthelfern. In Heinsberg, in Nordrhein-Westfalen, wird sie von der Stadtverwaltung an Arztpraxen und Kliniken verteilt. In Passau, in Niederbayern, organisiert der Malteser Rettungsdienst die Verteilung. An der Grenze zu Österreich will man nicht nur die eigenen Kräfte damit ausstatten, sondern auch dem Klinikum der Stadt und dem Technischen Hilfswerk damit zur Seite stehen.

„Wir wissen, dass unsere Spende nur ein kleiner Beitrag in der Krise sein kann“, weiß der i.m.a-Pressesprecher. Bernd Schwintowski appelliert: „Alle Landwirte, die noch überschüssige Schutzanzüge haben, sollten sie in ihrer Nachbarschaft an Arztpraxen und Rettungsdienste weiterreichen.“ Mit gutem Beispiel vorangegangen sind bereits Landwirte aus Westfalen-Lippe und in Schleswig-Holstein. Sie haben ihre Schutzanzüge, Schuhüberzieher und Gummihandschuhe an Krankenhäuser und Arztpraxen verteilt.

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  • Bei den Maltesern in Passau werden die Schutzanzüge sofort anprobiert (Foto: Rosmarie Krenn)

  • Perfekt ausgestattet sind die Malteser in Passau für den Einsatz bereit (Foto: Rosmarie Krenn)

  • In Heinsberg freut sich Jens Schröder von der Feuerwehr über die angelieferten Schutzanzüge (Foto: Gregor Utt)

  • Über die Hilfe vom Landesbauernverband Schleswig-Holstein hat bereits die Landeszeitung berichtet.

Info-Saison zu Berufen in der Landwirtschaft eröffnet

Wenn sich Schüler und Schülerinnen in den kommenden Wochen über die Vielfalt der 13 landwirtschaftlichen Berufe informieren möchten, sind die neu aufgelegten 3-Minuten-Flyer ein guter Einstieg, um sich einen ersten Ein-und Überblick zu verschaffen.

Medien-Information

Info-Saison zu landwirtschaftlichen Berufen eröffnet

Die Agrar-Branche informiert Berufseinsteiger mit 3-Minuten-Infos

Vor dem Ende des aktuellen Schuljahrs bieten jetzt landwirtschaftliche Kurzinformationen erste Orientierung bei der Berufswahl. Zu 13 Berufen in der sogenannten „grünen Branche“ hält der i.m.a e.V. Flyer der „3-Minuten-Info“-Reihe bereit. Sie vermitteln Einblicke in die Berufsbilder vom Landwirt bis zum Winzer. Auf vielen Bauernhöfen, die mit dem „Tag des offenen Hofes“ in die kommunikative Sommersaison gestartet sind, können sich interessierte Verbraucher aus erster Hand über die beruflichen Perspektiven informieren.

Für das aktuelle Ausbildungsjahr waren 13.782 neue Ausbildungsverträge in den „grünen Berufen“ abgeschlossen worden – ein Zuwachs um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unverändert beliebt sind dabei die Ausbildung zum Gärtner und zum Landwirt mit 4.966 bzw. 4.858 Verträgen. Für das bevorstehende neue Ausbildungsjahr erwarten die Experten erneut eine Steigerung. Während das Interesse an einem Beruf in der „grünen Branche“ zuletzt in Ostdeutschland leicht rückläufig war, stieg die Zahl neuer Ausbildungsverträge im übrigen Bundesgebiet um fünf Prozent.

Mit den „3-Minuten-Infos“ zu den „grünen Berufen“ bedient der i.m.a e.V. den Informationsbedarf in der Agrarbranche. Nicht nur Gartenbau- und landwirtschaftliche Betriebe nutzen die Flyer, um für Nachwuchskräfte zu werben. Auch viele der nachgeordneten Berufszweige bedienen sich der i.m.a-Materialien. So informieren die „3-Minuten-Infos“ auch über Berufe wie der Fachkraft im Agrar-Service, die auf landwirtschaftliche Dienstleistungen spezialisiert ist, oder über Ausbildungsberufe in Laborbereichen der Pflanzen- oder Milchtechnologie. Es gibt Info-Flyer zu Berufen in der Hauswirtschaft und in der Tierwirtschaft, wobei hier sogar zwischen Fachbereichen wie der Fisch-, Forst- und Pferdewirtschaft unterschieden wird. Auch wer sich eine berufliche Zukunft als Revierjäger oder Winzer vorstellen kann, findet in den „3-Minuten-Infos“ des i.m.a e.V. Orientierung.

Niederschwelliger Berufseinstieg

Alle Berufsbilder bieten einen niederschwelligen Einstieg. Für die meisten Ausbildungszweige ist ein Hauptschulabschluss ausreichend; in einigen wird ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Aber auch Abiturienten sind willkommen; da in einigen Berufszweigen weiterführende Qualifikationen möglich sind – bis zum Hochschulstudium.

Neben den „3-Minuten-Infos“ zu den „grünen Berufen“ wurden zu weiteren 31 landwirtschaftlichen Themen Materialien im i.m.a-Lager angeliefert – insgesamt 2,6 Tonnen bzw. mehr als eine halbe Million Flyer zur Tierhaltung und Pflanzenproduktion, zu Obst, Gemüse und Getreide. Alle Themen können im i.m.a Internetshop (www.ima-shop.de) recherchiert und angefordert, aber auch online gelesen und kostenlos heruntergeladen werden.

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Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.

Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Berufsbildung im Kurzformat: Die 3-Minuten-Info-Flyer zu 13 "grünen Berufen".

  • 3-Minuten-Flyer neu aufgelegt: Verbraucher-Interesse an der landwirtschaftlichenThemenvielfalt "Tag des offenen Hofes" (Foto: BBV).

  • Die Lagerstätte der i.m.a-Materialien: 2,6 Tonnen Wissen zur Bildungsarbeit und Verbraucherinformation (Foto: Christoph Appelkamp).

Informationsvielfalt zur Artenvielfalt

Umfassendes Wissenspaket zur Biodiversität jetzt vom i.m.a e.V.

Mehr als achtzig Prozent der Fläche Deutschlands wird von der Land- und Forstwirtschaft genutzt. Sie ist es, die zum Erhalt unserer Kulturlandschaften beiträgt, und die Kompetenz dafür haben die Landwirte. Denn für sie ist der Erhalt der Ökosysteme Grundlage ihrer wirtschaftlichen Existenz. Wer verstehen will, wie sich die Landwirte für den Schutz der biologischen Artenvielfalt engagieren, kann sich jetzt mit einem umfassenden i.m.a-Wissenspaket zur Biodiversität informieren, das pünktlich zum „Tag des offenen Hofes“ vorliegt.

Mehr als ein halbes Dutzend i.m.a-Materialien widmen sich dem Thema Artenvielfalt. „Wir begleiten das schon lange“, erläutert Geschäftsführer Patrik Simon. „Zum Jahreswechsel haben wir im „1x1 der Landwirtschaft“ auf die Umweltprogramme hingewiesen, die Bauern auf jedem dritten Hektar realisieren. Bereits 2017 hatten wir zur Bildungsmesse „didacta“ unser Unterrichtsposter „Honigbiene“ um das Poster „Wildbienen“ ergänzt. Mit unserem Feldrandschild „Blühstreifen“ informieren Landwirte seit dem Frühjahr, was sie auf ihren Äckern für die Artenvielfalt leisten, und jetzt bieten wir sogar Urgetreide-Saatgut zum Selbstanbau an.“

Saatpakete gibt es viele. Meist enthalten sie jedoch Blühmischungen. Mit Einkorn und Emmer ist der i.m.a e.V. jedoch die erste Institution, die in einem Saatpaket neben den bekannten Getreidearten Dinkel, Hafer, Roggen und Weizen auch Saatgut der ältesten Kulturpflanzen als Material für den außerschulischen Unterricht anbietet. Beiliegende Informationen geben Tipps für den Anbau und Experimente, klären aber auch über die Historie des Saatguts auf und über deren Bedeutung für den Erhalt der Vielfalt auf den Äckern und die Resistenz gegenüber Schädlingen.

Ganz neu und zum Start der Aktion „Tag des offenen Hofes“ am 8. Juni 2018 bringt der i.m.a e.V. zwei Materialien zum Thema Biodiversität heraus: Neben der gleichnamigen „3-Minuten-Info“, die kompaktes Wissen verständlich zusammenfasst, dient das Poster „Artenvielfalt“ wiederum als Unterrichtsmaterial. Es entstand auf Grundlage einer mehrteiligen Serie im i.m.a-Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“. Auch die gerade neu erschienene Ausgabe der Zeitschrift nimmt in mehreren Unterrichtsbausteinen Bezug auf die Biodiversität; so z.B. mit dem Thema „Der Wald – wie wir ihn nutzen und schützen“ und mit dem Titelthema „Sp(r)itzentechnik – Präzise Geräte für den Acker“.

Patrik Simon: „Den Kommunikationskreis zur Biodiversität, den wir mit dem „1x1 der Landwirtschaft“ begonnen haben, möchte ich damit allerdings noch nicht schließen. Aus der Fülle und Vielfalt unserer weitgehend kostenlosen Materialien werden Laien und Experten auch künftig immer wieder sowohl Erkenntnisse gewinnen als auch Anregungen für das eigene Engagement entnehmen können. Nicht zuletzt würden wir uns freuen, wenn wir mit unseren Materialien auch verdeutlichen können, wie engagiert sich Landwirte durch ihre Arbeit für den Erhalt der Artenvielfalt einsetzen.“

Internationaler Tag der Artenvielfalt - Flächen clever nutzen

Am Internationalen Tag der biologischen Vielfalt wird an die Bedeutung des Artenschutzes erinnert. Wir greifen das Thema mit einem Lernmodul für Oberschüler auf, bei dem es um den Flächenverbrauch geht - eines der größten Probleme beim Artenschutz.

Schülerprogramm Übungen

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Jetzt anmelden zur Bildungsmesse "didacta digital"

Erstmals findet Europas größte Bildungsmesse nur im Internet statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die "didacta" als digitale Messe konzipiert. Der i.m.a e.V. entwickelt dafür eine virtuelle Erlebniswelt, auf der sich die Besucher umsehen können.

Medien-Information

Jetzt anmelden zur Bildungsmesse "didacta digital"

Die große i.m.a-Gemeinschaftsschau erstmals als virtuelle Erlebniswelt

Nun steht endgültig fest, dass die für den 10. bis 12. Mai 2021 geplante virtuelle Version der Bildungsmesse „didacta“ auch tatsächlich stattfinden wird. Lehrkräfte, Erzieher und andere Pädagogen – jeder, der an Bildungsthemen interessiert ist, kann sich jetzt für den Besuch der größten europäischen Bildungsmesse anmelden. Auch die vom i.m.a e. V. organisierte Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ wird stattfinden. Dafür bereitet der Verein erstmals einen virtuellen Messestand vor.

Wer schon einmal auf der realen Bildungsmesse „didacta“ die große Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ besucht hat, kennt den „ErlebnisBauernhof“ mit seinen mehr als einem Dutzend Ausstellern, mit Marktplatz und Maibaum, Gemüse- und Kräuterbeeten, Wildtieren, Aquarien, der Getreidetheke und einem reichhaltigen Angebot an Lehr- und Lernmaterialien. Das meiste davon gibt es auch auf der digitalen Bildungsmesse wieder zu erleben. Denn der i.m.a e.V. überträgt die Vielfalt der realen Angebote in eine virtuelle Erlebniswelt, in der man bequem via Internet auf Entdeckungstour gehen kann.

Die bekannte Gemeinschaftsschau wird als animierte Präsentation realisiert. So können sich die Besucher frei per PC-Maus und -Tastatur wie in einem Computerspiel über den Messestand bewegen und die einzelnen Aussteller an ihren Ständen besuchen. Analog zur realen „didacta“-Gemeinschaftsschau präsentiert jeder Partner seine individuellen Angebote. Der i.m.a e. V. organisiert zudem die Plattform und unterstützt bei der Gestaltung der Ausstellungsbereiche. An den Messeständen liegen die neuen Lehr- und Lernmaterialien der Aussteller bereit – zur Online-Betrachtung und natürlich, wie gewohnt, zum Mitnehmen; entweder als Bestellung über den Webshop oder direkt heruntergeladen im Dateiformat.

Mehr als ein Dutzend Institutionen hat der gemeinnützige i.m.a e. V. versammelt, um dem Fachpublikum der „didacta“ ein umfassendes Angebot über Landwirtschaft, Natur und Ernährung für ihre Bildungsarbeit zu präsentieren. Statt des persönlichen Gesprächs vor Ort können die Besucher während der Messedauer digital direkt mit den einzelnen Ausstellern der Gemeinschaftsschau kommunizieren. So ist sichergestellt, dass auch individuelle Fragen wie auf der realen Messe umgehend beantwortet werden.

Auch für diese „didacta“ müssen sich Besucher registrieren: www.didacta.digital/registrierung. Der Eintritt ist dieses Mal jedoch kostenfrei. Rechtzeitig vor Messebeginn erhält man seine digitalen Zugangsdaten. Sie berechtigen sowohl zum Besuch der gesamten Bildungsmesse „didacta“ als auch der Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“.

 

 

Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.

Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

Pm Didacta 2021 Virtuell 210416 Artikel

Jetzt anmelden: Bauernhof-Seminar für Lehrkräfte

Kein anderer außerschulischer Lernort als ein Bauernhof ist besser geeignet, um Kindern eine Bildung zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu vermitteln. Wie Lehrkräfte dafür die Potenziale eines Bauernhofs nutzen können, vermittelt ein Praxisseminar.

Medien-Information

Jetzt anmelden: Bauernhof-Seminar für Lehrkräfte

Seit vielen Jahren nutzen Lehrkräfte einen Bauernhofbesuch, um Schulkindern Themen der Ernährung und Landwirtschaft anhand praktischer Beispiele zu vermitteln. Die Lehr- und Lernangebote, die dabei von engagierten Landwirtinnen und Landwirten angeboten werden, orientieren sich vielfach auch an den Anforderungen des Bildungsbetriebs.

Seit die Vereinten Nationen in den Nachhaltigkeitszielen ihrer Politik die sogenannte "Bildung für nachhaltige Entwicklung"aufgenommen haben, findet diese auch in den Bildungsplänen der deutschen Bundesländer zunehmende Beachtung. Lehrkräfte sind daher immer wieder auf der Suche nach Angeboten, die diesen Anforderungen entsprechen, um insbesondere Schulkinder zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen und ihnen zu verdeutlich, welche Auswirkungen ihr Handeln haben kann.

Auf Bauernhöfen lassen sich diese Bildungsziele gut vermitteln. Im Umgang mit Tieren lässt sich schnell nachvollziehen, welche Reaktionen eigenes Handeln auslösen kann. Das gilt auch für längerfristige Reaktionen, etwa im Ackerbau, wo überlegte Entscheidungen zu Beginn der Pflanzsaison sowie die Behandlung während der Wachstumsphase Auswirkungen auf das Ernteergebnis haben können. Insofern eignen sich auch mehrfache Besuche von Schulklassen auf einem Bauernhof, damit Schulkinder die Entwicklungen ihrer Bildungsaufgaben nachvollziehen zu können.

Wie vielfältig die Potentiale des Lernorts Bauernhof für eine "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) sind, macht ein Seminar für Lehrkräfte deutlich, das der i.m.a e.V. gemeinsam mit dem niedersächsischen Kreislandvolkverband Oldenburg e.V. und dem Regionalen Umweltbildungszentrum Hollen e.V.anbietet. Es findet am 16. November 2023 am Lernstandort Wiemerslande vor den Toren Oldenburgs statt.

Auf einem bäuerlichen Familienbetrieb werden die Potentiale eines Bauernhofs als außerschulischem Lernort theoretisch und praktisch dargestellt. Dabei können Lehrerinnen und Lehrer an Lernstationen nachvollziehen, wie sich die "Bildung für nachhaltige Entwicklung" für Schulkinder auf einem Bauernhof umsetzen lässt.

Das Seminar wird kostenfrei angeboten. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

 

Druckfähiges Bildmaterial sowie weitere Informationen über unseren Verein und unsere Arbeit erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.

Presse-Kontakt: Bernd Schwintowski

  • Lernen beim Landwirt: Auch der Schweinestall kann ein außerschulischer Lernort sein sein (Symbolfoto, i.m.a e.V.).

  • Lernen beim Landwirt: Zum Seminar für Lehrkräfte gehört auch die Vermittlung von theoretischem Wissen (Symbolbild; i.m.a e.V.).

  • Lernen beim Landwirt: Gut vorbereitet lasssen sich Kindern Bildungsthemen leicht vermitteln (Symbolbild; i.m.a e.V.).